kurzgeschichten in gedichten
 
 
 
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im schatten der 8 winde - index

vorwort
. traumhaft
. grauenvoll
kapitel I - beginn
kapitel II - aufbruch
kapitel III - zwischendurch
kapitel IV - entstehung
kapitel V - wird
kapitel VI - reise
kapitel VII - fest
kapitel VIII - schluss
nachwort

 
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im schatten der 8 winde - inhalt
vorwort

wie soll ich das vorwort schreiben?
eigentlich ist mir nicht danach.
ich denke, ich lass' es bleiben,
und ansonsten vielleicht einfach:

die geschichte vom erfinder
für ausgewachsenen kinder.

die wahrheit liegt in der mitte,
hier gibt es sie jedenfalls nicht;
darum hab' ich keine bitte,
sondern schätze jede ansicht.

 
traumhaft

zu einer ganz anderen zeit
fernab des entstehungsraumes
frei von seinem einstigen leid,
zum schutz des ewigen traumes,
wagte einst das ersehnte leben
sich aufs neue zu erheben.


die ursprünglich auserwählten
verließen gemeinsam den stein,
sobald sie plötzlich erwähnten,
dafür endlich bereit zu sein.

auf den umwegen verschwommen -
waren die kinder der ahnen
in großen massen gekommen,
um nun einen weg zu bahnen,
beim dimensionen erklimmen,
die ihre ziele bestimmen;
wo sie jeden sinn vertreiben,
müssen alle stehen bleiben.

viel gab es in seltsamer form.
oft erschien manchen ein wesen.
die gestalten waren enorm
gebildet und sehr belesen.


abkeerer war immer gut drauf;
sie nahm dinge wie sie waren,
doch fiel der leere ungut auf,
hat nie gescheut abzufahren,
und erlebte schlicht ihren lauf.



verrusses kam mit vielem klar -
er wollte immer früher sein;
jedoch verstand er nie, was war,
und blieb voller sorgen allein.


sie lebten durchwegs regelfrei
miteinander voller respekt,
weil das leben so besser sei,
denn was sich liebt, das sich auch neckt.

ihr recht seltsames aussehen
entsprach für sie der gewohnheit.
um ans äußerste zu gehen
war man stets zu allem bereit.

sie hatten die angst vergessen;
etwas schaffte unbehagen.
ewigkeit nicht zu bemessen
wollten sie bestimmt nie wagen.

lichtjahre waren vergangen;
wie oft schon kamen sie zurück?
man hatte nun angefangen
zu sammeln, - für das wahre glück.

vor dieser sehr langen phase
totaler lebensfeindlichkeit
hatten wesen eine nase,
und man weiß darüber bescheid.

einst waren menschen gewesen,
und haben hier feindlich agiert;
so kann man darüber lesen,
sie hätten gesetze negiert,
lebensgesetze missachtet,
und gierig nach mehr getrachtet.
das all hat schlecht übernachtet.

schließlich wurden sie entmachtet,
und gesamt zum tod verfrachtet.

die erde hatte wenig chance -
denn es fehlte ihr die balance.

nach all den millionen jahren,
während geister herrscher waren,
durften seelen wieder wagen
der finsternis zu entsagen.

um das ende zu beschreiben
müssen wir im jetzt verbleiben.

damals war klar, auf acht schlechte
kamen durchschnittlich zwei gute;
angestrebt wurde das rechte,
jedoch versaut das akute.

nur simuliert war das echte,
fingiert wurde alles zumeist;
als folge lag das gerechte
irgendwo entfernt und verweist.

man benahm sich abgehoben,
und lebte zurückgezogen;
überall wurde gelogen,
selbstverst&aeuml;ndlich fachbezogen.

immer wurde alles erklärt,
hingegen noch mehr kontrolliert;
letztendlich leider oft verkehrt
wurde das meiste modelliert.

die ganze technik versagte,
weil sie mitten im dienst einschlief;
eine rakete beklagte,
ihre flugbahn sei viel zu schief.
sie brach plötzlich aus ihrer bahn,
und flog unbeirrt an ihr ziel;
just deshalb kam es zum orkan, -
wegen dieser einen zu viel.

er wollte sie spontan richten,
denn er glaubte, gutes zu tun;
zum teil waren seine pflichten
nach möglichkeit niemals zu ruh'n.

hysterie ist ausgebrochen;
keiner glaubte an den zufall.
das mark kochte in den knochen,
und panik entstand überall.



unkontrolliert flog das metall.
man fragte, wer sei schuld daran?
alle sahen den feuerball,
und suchten verbissen den plan.

nun geschah, was folgen musste;
dieses unglück eskalierte,
welches alles beeinflusste.
weil die geschichte kopierte,
was bereits so oft passierte -
in nachzulesender manier,
zerstörten wieder einmal hier
maschinen mensch und so auch tier.

das leben ganz zu zerstören
war diesem ereignis unmöglich;
doch kurz damit aufzuhören
schaffte man damals angeblich.

zu der zeit herrschte der tod vor;
das leben musste lange warten.
er war der treibende motor
für sämtliche neuen arten.

das leben wollte sich heilen,
und alles kranke ausscheiden;
um in ruhe zu verweilen,
durfte es sich nicht beeilen.

doch der versuch ist gescheitert,
und die menschheit ist gewesen.
die geschichte hat erheitert;
gestern war sie nachzulesen.

nur ein paar millionen äonen, -
mehr als am ganges sandkörner,
beherrschten alle visionen,
als hätten sie teufelshörner.

jedoch das gesetz bleibt gültig;
abtrünnige mussten weichen.
energie ist lebenssüchtig,
und es war zeit für das zeichen.



nur sehr kurz war die geschichte
der gierigen generation;
auf einzelheiten verzichte
man zu dieser situation.

man schreibt zwöftausend nach wende;
vergangenheit ist verblieben.
leben gedeiht ohne ende;
keiner will den tod besiegen.

die energie hat sich gemischt.
sie hatte sich manifestiert,
und nun moleküle gefischt;
der tod hat dabei assistiert.

neue wesen sind entstanden,
die den umständen entsprechen;
vielleicht erkennst du jemanden;
mach dir keine kopfzerbrechen.



die wesen der übrigen art
vermochten zu existieren;
aus dem total verseuchten start
begannen sie zu mutieren.

die wesen lernten anzunehmen,
was alternativlos bestand.
man brauchte sich nicht zu schämen,
zumal man den ursprung verstand;
den grund genau auszuleuchten
war sache der aufgescheuchten.

so erzählt man vergangenheit
nicht bereits vor der entstehung,
zumal ob ihrer trockenzeit
sie ausharrt bis zur begehung.

 
grauenvoll

laut zu hören war rundum groll;
viele föhren fielen dem troll
wie zum geleit vor die beine,
wo er befreit ganz alleine
sehr aufgebracht schrill um sich schrie,
denn in der nacht ruhte er nie.

er war nur ganz kurze zeit wach;
die urkräfte spielten verrückt.
einst hatte ihn das himmelsdach
just bei seiner geburt erdrückt.


überall waren ölfelder
in tälern wie auch auf bergen;
niergendwo gab es mehr wälder,
weder bei riesen noch zwergen.

aus dem eiskalten eis befreit
kamen die geister - gerufen.
überfällig war schon die zeit
zum erklimmen neuer stufen
auf einem altbekannten weg
in der zerstörten umgebung
ob der erwünschten begegnung;
dies alles schien ein wenig schräg.

es hat sich herumgesprochen,
menschen hätten viel verbrochen.
vor vielen millionen jahren
waren die, welche da waren,
gefraessig, dumm und auch gierig,
intelligent, aber schwierig.
dieses zu perfekte wesen,
hoch entwickelt und belesen
war hier früher mal gewesen.

in allerletzter konsequenz
scheitert auch die intelligenz
am dominierenden instinkt,
der sprichwörtlich zum himmel stinkt,
allerdings ihr zugrunde liegt,
jedoch bei weitem überwiegt,
da er jede vernunft besiegt.

so meine ich genau darum
brachten sich damals menschen um.

geschichte wurde begraben;
niemand wollte diese haben.

ab nun begann die geschichte
wieder ohne bösewichte
nach ungezählten millionen
solcher regenerationen.

 
kapitel I - beginn


anfangs gab es einen wettlauf,
bei dem stärke dominierte.
zahlreiche wesen wuchsen auf,
jedoch geschätzt jedes vierte
war in dieser menge gut drauf.

aufgrund ihrer verschiedenheit
waren alle wesen bereit
frei von jeglicher eitelkeit
glücklich zu leben die wahrheit,
welche man im gesamten land
tatsächlich zu schätzen verstand.

sie strebten den sinn zu finden.
ihr ziel war sich zu besinnen
die übel zu überwinden,
und gemeinsam zu gewinnen.



ein vogel wurde geboren,
um die feen zu versammeln.
der planet wäre verloren,
wenn sie zu hause vergammeln.

gegen die weiten distanzen
half einen vogel zu haben, -
auch bei den extravaganzen -
und um leichter mehr zu sagen.



die acht feen aus vier ländern
trachteten sich zu beeilen.
sie erschienen in gewändern,
um sich danach zu verteilen.

die ganze strecke war recht weit,
und überdies sehr beschwerlich.
so schien es den feen gescheit,
wenn nicht sogar unentbehrlich,
wegbegleiter auszuwählen,
um sich weniger zu quälen.

die vögel kannten die strecke.
sie flogen hoch und gut sichtbar
knapp unter der himmelsdecke
allein oder meistens in schar.

vor einer solch weiten reise
muss man den weg kennenlernen,
um sich klug auf diese weise
von zu hause zu entfernen.

 
kapitel II - aufbruch

vier phasen gibt es im leben,
wenn es entstehung entbindet.
das wachstum wird sich ergeben,
welches reife überwindet.
so wird es zum aufbruch bereit;
erst später beim verfall schwindet
vor seinem ziel die eitelkeit.

doch nun verweilen wir vorweg
bei jener ersten epoche,
und benützen ihr langes eck
gewiss mehr als eine woche,
um uns derart auszumalen,
was in zukunft alles passiert,
damit uns an den nussschalen
noch weiterhin interessiert,
wie sehr diese so genialen
wesen ihriges amüisiert.



acht feen waren vorhanden,
die zu regieren verstanden.
sie teilten vier kontinente
frierend auf eisigen schichten.
spärlich waren kontingente;
wolken begannen zu lichten.

länder des planeten waren, -
dünn besiedelt von den scharen, asopa, das größte gebiet,
so man sich die fläche ansieht.
eria war eines benannt;
erika hatte man gekannt.
ganz aufsand war sonnenverbrannt.

feniana hieß dieser planet,
der sich schon ewig im all dreht.

betrachten wir heute vorweg
nur einen tag aus dieser zeit,
erscheint er uns, wie ein beleg
für das sein ohne jedes leid.



sie vereinten ihr ritual,
welches den feen gemein war,
denn ihr gemeinsames schicksal
brachten sie jeden morgen dar.

um den tag gut zu erleben, -
auch der gefolgswesen wegen,
und sich erfrischt zu erheben,
liebten sie sehr, sich zu geben.

die feuergekkos entfachten
gekonnt das getrocknete holz,
welches viele sieger brachten.
sie taten dies in ihrem stolz
die schnellsten gewesen zu sein,
begehrtes herbei zu bringen,
und dabei auch noch obendrein
zum feen-brauch vorzudringen.

die gewinner durften sehen,
dass feen auf wärme stehen.

die feen begannen den tanz,
während der vogelgesang erklang.
rundum gab lieblich resonanz
dem schauspiel großartigen dank.

kaum waren alle beisammen,
begann das frühe morgenfest.
jede fee sprang in die flammen,
und sang kunstvoll ihr lied dem rest.

"mutter erde
und vater mond,
schwester sonne,
dein bruder wohnt
wo licht werde
für die wonne,
die sich lohnt.
schwester komme,
wie wohl gewohnt.
bleib die fromme,
doch sei betont,
was euch belohnt."

eine jede fee verweilte
hitzefest im feuer stehend;
wer sich unnötig beeilte,
war von nun an voran gehend.

sobald die flammen erloschen,
wurde der tag frisch begonnen.
sichtlich war nichts abgedroschen,
denn alle blieben besonnen.

sie haben alle gewonnen,
und ihre tiefe gefunden;
man war noch etwas benommen,
jedoch meisterte die runden.

 
kapitel III - zwischendurch

der stab und die schale



"sein wesen war ein zauberstab,
doch hat er niemals gezaubert;
überall, wo er herumlag,
machte sofort jeder tau kehrt.
der frische tau für die schale
ist die basis jeglicher kraft;
dass man grüne gräser male,
ergab gesundheit, die man schafft,
und war des stabes bestreben,
um des wahren lebens wegen,
welches ihn allzeit dort umgab,
wo immer er herumlag.

auf der suche nach der schale
fand der stab so manche blüte;
am weg quer durch berg und tale
füllte er beherzt die güte."

das gespann ersehnte feuer,
um gefundenes zu wärmenr.
eisig kalt war das gemäuer;
sie begannen auszuschwärmen.

holz hat man im wald gefunden,
um damit das herz zu zünden;
man war allem tief verbunden,
gewillt, neues zu ergründen.


das schaffen begann zu mittag
nach ausgiebigem erwachen,
denn wenn man am tag esprit hat,
gab es abends viel zu lachen.

sie leben freude und trauer,
und kennen weder gier noch neid;
schauen wir etwas genauer,
sind diese wesen hoch gescheit.

sie gehen aufeinander zu,
offen und herzlich ist die art;
kein vergleich mit ochse und kuh,
zueinander zart wie auch hart.

jeder versuch zu beschreiben,
worum es hier im grunde geht,
heißt gedanken zu vertreiben,
anstatt zu lesen was da steht.

gute schönheitsideale
existieren für banale;
beinahe all die gestalten
lassen ihre güte walten.

krieg wurde bereits abgeschafft,
und der friede fix beschlossen;
dazu hat man sich aufgerafft,
und niemanden mehr erschossen.

wer sich nicht an den frieden hielt,
kam sehr rasch zu seines gleichen.
auf dem areal "kriegsverspielt"
mussten solchen räume reichen.

delikte waren spärlich definiert,
nur mord, diebstahl, und dergleichen;
man lebte sehr zivilisiert.
das gesetz war frei von "leichen".

 
kapitel IV - entstehung



ewig dauerte der winter.
man fragte, "wer steht dahinter?",
doch hat nichts herausgefunden,
um sein ende zu bekunden.

vier feen hofften auf frühling,
der schon spürbar in der luft hing.
zum rat zusammen zu finden
wollten sie damit verbinden,
den winter zu verabschieden,
und neue pläne zu schmieden.

namen der vier feen waren
an jedem ort zu erfahren.
heissa, gena, seita sowie
zentrala ,die top-energie.
ihr doppelleben war bekannt, -
ursafee und wirkfee gennant.
derart konnten sie acht winden
befehlen, ihr ziel zu finden.

das gesetz bewusst zu leben
liess sie einander mehr geben.

eine menge an gestalten
dienten permanent der herrschaft;
vorhandenes zu verwalten
kostete einiges an kraft.

sie genossen gemeinsamkeit;
alle zogen an einem strang.
niemand blieb in der einsamkeit;
ihr streben schien gleich einem drang.

sie waren für alles offen,
insofern mag gut sein - nicht dicht,
täglich abends stockbesoffen,
und schnarchten bis zum morgenlicht.

die feen waren die ersten,
seit das eis begann zu bersten.
leben zu manifestieren
liess sie einiges riskieren,
bis sie den lebensraum fanden,
den sie als guten empfanden.

die haustiere waren ratten,
die reichlich zu fressen hatten.
niemand hat über sie geklagt;
man hat ihr sein nie hinterfragt.
es sind nutztiere geworden,
um den abfall zu entsorgen.
die tiere sind intelligent,
sowie man sie bei uns schon kennt.
anders ist die situation;
alle sprechen eine sprache.
daher ist kommunikation
eine überaus einfache.
das weichhorn wie der reisdrache
bis hin zur herrscherfee am thron,
wie auch der kleine rasbache,
tauschen ihre information.


der kauz



dem kauz war sein heim sehr wichtig.
er schmückte es gewissenhaft,
liebte kreationen richtig,
und arbeitete voller kraft.

der rohbold


gierig wollte dieser rohbold
ausschließlich das glänzende gold.

just in seinen letzten tagen
hat sich dieses zugetragen:

"dir ist vermutlich alles recht.
ich seh' dich schon eine weile,
und du bist wirklich gar nicht schlecht.
sag, warum bist du in eile?",
meinte der rohbold zu der fee;
sie wusch indes am bach ein reh.

"ich schaue dir schon lange zu;
seit einigen existenzen.
mich fasziniert, wie klug bist du.
das hat gute konsequenzen.",
wusste die angesprochene
völlig spontan zu erwidern,
wo hingegen der kochende
tief in allen seinen gliedern
eben gefühle wendete.

er wirkte etwas verstohlen,
und begann nun zu erstarren.
man vergass ihn abzuholen;
darum musste er ausharren.

später wurde aus ihm ein stein.
um ihn herum wachsen kräuter.
er steht hier weit und breit allein;
an ihm reibt die kuh ihr euter.


der kartoffelhase

oft war der hase beim essen.
einzig seine vielen gase
waren immer wegen dessen
kleiner, sensiblen stupsnase,
wie jedes mal, unbekömmlich,
und aus diesem grund nicht frömmlich.
weil der hase derart stank,
lehnte man ihn überall ab,
wo, - seiner energie sei dank,
sich das tier zum essen begab.


der nun folgende kandidat
ist ein ziemlich übler knochen.
ihm wurde bisher niemals fad,
der das unheil hat gerochen:

der ganzbarun


für das herz den schlüssel "liebe"
fanden ein paar bösewichte
als extrem gewiefte diebe
in einer schönen geschichte.

beim finden wurde allen klar,
um die liebe zu bewahren,
dass das übel der schlüssel war,
denn man lernte mit den jahren.

das ärgerte die langfinger.
durch ihren hass sind sie verkohlt;
man findet reste der dinger,
wo der spass die vernunft einholt.

doch dieses übel ist kaum wert,
dass man darauf näher eingeht,
solange gutes unversehrt
es zu überwinden versteht.

noch eine gestalt sei erwähnt,
die zu den liebenden gehört;
sie hat sich nach dem mann gesehnt,
der leider auf das böse schwört.

sie ist die frau des ganzbarun,
und ein ganz einfaches wesen;
gegen sein böses sein immun
war ihr hobby, viel zu lesen.

er tat sich schwer mit weiblichkeit;
so konnte sie ihn bekommen.
damals war er zur brunft bereit,
und sie hat ihn sich genommen.

warum sie den mann verehrte,
weiß niemand wirklich zu sagen;
er war gewiss der verkehrte.
das schicksal hat zugeschlagen.

es herrschte zwischen den zweien
beinahe immer "dicke luft".
man hörte sie meistens schreien;
dieser ganzbarun ist ein schuft.


ein fremdwort war für sie der "stolz".
ärger lebte sie alleine,
und zerkleinerte dabei holz.
leider fehlten ihr zwei beine.

nicht immer herrschte nur wonne.
ging es abends um das feiern,
gab's für ärger eine tonne;
auch zum kochen von den eiern.

schwer ist wohl sich vorzustellen,
wie manche wesen aussehen;
ungleich wuchsen köperzellen.
sie konnte sich kaum umdrehen;
beinfrei rutschte sie jedenfalls.
ihre hüfte trug sie am hals,
statt armen hatte sie haxen,
am kopf sind eier gewachsen.

sie lernte damit zu leben;
andere hatten sie recht gern.
schönheit war ihr kein bestreben,
und so leuchtete oft ihr stern.

zu lachen fiel ihr manchmal schwer,
und manchmal wollte sie nicht sein.
die frau litt bereits bald nicht mehr;
der tod holte ihr leben ein.

nach dem feudalen begräbnis
dauerte zehn tage das fest;
da man vergass, dass es spät is',
verspeisten die würmer den rest.


das kopfkinologische wasserwesen




von den netteren figuren
gibt es einige zu nennen;
wie zum beispiel die banuren,
die beinahe alle kennen.

ihre bekannteste gestalt,
ist das kopfkinologische
wasserwesen; im körper kalt
liebte dises das tropische
wegen dem hohen dampfgehalt.

es wurde kurz wawe genannt,
und als solcher war er bekannt.

wawe galt als recht aufgeweckt;
als ein wiefzack - sozusagen,
hat er immer alles gecheckt.
alles war von ihm zu haben.

seine lebensweise war laut.
so trat er etwas wilder auf;
doch etwas genauer hingeschaut
steht man sehr bald einmal darauf.

dieser typ hatte charisma;
deswegen war er sehr beliebt.
er war immer für alle da,
und liebte alles, das es gibt.

nur seine oberflächlichkeit, -
rundum war er selbstzufrieden,
tat ihm des öfteren selbst leid;
doch er ist kritisch geblieben.

gehohne



gehone nahm alles sehr leicht;
ihr ziel war, allen zu dienen.
klar passierte, dass es ihr reicht.
jedoch war sie gleich den bienen
unermüdlich immer tuend,
und dazu meist gut aufgelegt.
man sah sie kaum jemals ruhend;
sie war von allem angeregt.

gehone als einzelgänger
lebte bereits jahrtausende.
sie war selbs kein fliegenfänger,
und sah daher nie das ende.

wesen gab's wenig an der zahl;
ihre vermehrung war gering,
sie lebten, wie die fee empfahl,
ohne dass ihnen etwas abging.
todesfälle waren kaum;
meist lebte man beim lebensbaum.

in kleinen alltagsgeschichten
mit teils seltsamen ansichten
werden wir sie kennenlernen,
die dem normalen so fernen.

einer ist jetzt gleich zu nennen,
damit wir ihn später kennen,
denn er ist eine ausnahme
mitsamt seiner lieben dame.

der taubenjäger



taubenjäger sind geblieben.
ihrer aufgabe entwegen
können sie ein wenig fliegen,
und manche auch eier legen.

die tauben sind ausgestorben
wie jedes bekannte leben.
vieles ist anders geworden;
das hat sich derart ergeben.

wegen der großen halsfeder
mag man taubenjäger kennen,
als schillernde federträger,
welche täglich zumeist pennen,
als kleinwüchsige gebilde,
die kaum etwas registrieren,
wenn sie in ihrem gefilde
die frische beute frittieren.

so sie nicht gerade schlafen,
herrscht oft ungestümes treiben.
sie geben sich wie einst grafen,
wenn sie meist unter sich bleiben.


 
kapitel V - wird

die gänse waren längst bereit,
ihr quartier nun zu verlassen.
es lag sicherlich an der zeit,
den wind geschickt anzufassen.
man hörte überall schnattern,
und das aufgeregte gackern;
sie waren zum aufbruch gestimmt,
wo alles von neuem beginnt.
zurück bleiben nur den nattern
rohe eier, die übrig sind.

gänse lassen eier zurück;
wohl sind diese für manch einen
ein mehr als nur leckeres stück.
die eier dienen den seinen
als nahrung, und somit dem glück.

auf das bevorstehende fest
war dermal ihr ziel zu fliegen,
wo den übrig bleibenden rest
die hungernden hunde kriegen.

wenn wir an die gänse denken,
haben sie damit nichts am hut.
zu denken darf man sich schenken;
die gänse waren richtig gut.

sie nahmen gar nichts so genau,
ließen alles an sich heran,
und trugen ihre lust zur schau.
sie glaubten jedem scharlatan.

wieder fing alles damit an,
wie es immer gewesen ist.
viel mehr, als jemand tragen kann,
mitsamt dem unbrauchbaren mist,
packten die meisten gänse ein.
dies konnte nur hinderlich sein.

einige wochen vergehen,
bis sie ihre reise starten;
um sie beim fliegen zu sehen,
muss man einige zeit warten.

hunde aus der "unterfläche"
hatten identen charakter.
gänse waren ihre schwäche,
oder sieht man dies abstrakter,
so lieben sie "das betrachten,
und dabei nichts zu verachten"
als ihre lebensdevise.
derart gibt es keine krise.

seit haararme wesen kamen,
welche sich selbst nicht verstanden,
das vorhandene zerstörten,
was immer sie an sich nahmen,
bevor sie wieder verschwanden,
folgten alle den erhörten.

die fremden vom planeten,
zu dem sie selbst erde sagten,
hinterließen den magneten,
den sie unentwegt beklagten.

sie zündeten feuerwerke,
die das leben vernichteten;
ihnen selbst fehlte die stärke,
wie die spuren berichteten.

doch wie schon zuvor beschrieben,
nahm gewesenes niemand krumm.
man ist positiv geblieben;
was damals war, lief eben dumm.

teils hat man davon profitiert,
viele haben frohen mutes
nun das orakel konsultiert;
dieses war ein resolutes.
auch das schlechte hat sein gutes.

das orakel hat geraten,
ihr sein zu lassen wie es kommt;
vorhersagungen, die eintraten,
geschahen in der zukunft prompt.

man blieb dem orakel sonst fern,
doch jetzt befragten sie es gern.
so wurde es zu einem freund;
lange hat es davon geträumt.

der umstand half allen enorm.
dem orakel wurde geglaubt.
es prädigte in glaubensform;
am ende schien es ausgelaugt.

glaube war auf feniana frei,
sowie fast allen einerlei.

hochinteressant belesen
war die "katzen" gewesen;
die individualität
war eine, die niemals vergeht.

man nannte sie wedomisten;
für sie war es sehr amüsant
sich dauernd zu überlisten.
dies wurde wedonie genannt.

diese katzen in einem ort
blieben für gewöhnlich dort.

es gab keine kirchenglocken;
sie hatten eine an der tür.
so pflegten sie zu frohlocken,
und nahmen sich viel zeit dafür.

dort hat sich einst zugetragen,
dass sie glockenspiele übten.
sie gingen sich an den kragen,
weil die ohren bereits glühten.

es geschah sonntags am morgen,
da begann das spiel von neuem.
sie machten sich große sorgen,
welche sie ansonsten scheuen,
wärend sie kleine ausborgen.
das läuten sollte nicht freuen.

man begann heftig zu streiten;
sie machten ihrem ärger luft.
respekt begann abzugleiten;
nur langsam ist ihr zorn verpufft.

ihre lauten kl&aum;nge waren
zu hören, doch als streitbeginn
dermal keine wunderbaren;
diesem bimmeln fehlte der sinn.
ansonsten hatten die scharen
durch die glocken weit mehr gewinn,
wenn ihr gefühl mit sich brachte,
dass des wesens herzen lachte,
weil es harmonisch erwachte.

in der jahreszeit vom neuholz
war ein kleiner wedomist stolz,
und schlug egoistisch den ton
in der kritischen situation.

sie läuteten ausgehungert
nach der anerkennung vom ich.
niemand ist herumgelungert;
es wirkte nicht extrem wohnlich.

sie brauchten eine ganze weile
der situation herr zu werden,
und schienen zu sehr in eile,
um sich freundlich zu gebährden.

sicherheitskräfte gab's keine,
denn solche brauchte man ja nicht;
dem frieden an kurzer leine
fehlte nun das rettende licht.


zentrala hat ordnunghüter
geholt - von den androlisen;
die gerechtigkeitsgemüter
vertrieben sämtliche miesen.

allerdings trug sich weiter zu,
was dort in vollem gange war;
das riesen tohuwabohu
erschien uncool und nicht brauchbar.

sie hängten kaputte socken
an die ketten ihrer glocken,
womit man stark provozierte,
und gemüter irritierte.

dem womanz taugte heute sehr,
ganz besonders laut zu bimmeln;
so bimmelte er immer mehr,
um konkurrenz abzuwimmeln.

abends hatte er gesoffen.
er fühlte sich furchtbar geschlaucht,
und durch die lage betroffen;
gerne wäre er "abgetaucht".

doch diese stimmung war eigen,
und ihn trieb die innere kraft;
er war schlicht nicht zu vermeiden, -
dieser trieb, der sich platz verschafft.

so passierte, dass der trieb
eskalierte; das läuten blieb.

alle idioten bimmelten,
die chaoten anhimmelten.

man kannte die situation;
sie glich einer revolution.
man hatte eine solche schon,
und daher folgte bald der "lohn".

diesen "lohn" der gerechtigkeit
bekämpften beinahe alle,
doch in dieser seltsamen zeit
zeigte die gier ihre kralle.

auch bei jener gelegenheit
schien es wieder einmal so weit;
offenbar war die reife zeit
bereits mehr als über-bereit.

wie bereits zuvor geschildert,
brach der affe sehr bald vom zaun.
man benahm sich wie verwildert;
das ganze wurde zum albtraum.

plötzlich war kein wesen bereit
für respekt oder offenheit;
emotionen spielten verrückt.
wie die irren läuteten sie;
im hinterraum war man bedrückt,
denn man kannte das gut, - und wie!

man ließ den dingen ihren lauf;
alles verlief völlig normal.
später kamen die täter drauf,
was sie aufführten, war fatal,
und so schauten sie zur fee auf,
die verletzte bedauerte.
damit waren sie zufrieden,
zumal man doch noch trauerte;
so ist die dummheit geblieben.

sie bekämpften die ursachen,
um es bald besser zu machen.

es war verpönt zu verbieten.
oberstes gesetz war respekt;
daher schämten sich die nieten,
denn sie hatten den zwist geweckt.

wenn man das ganze betrachtet,
so war womanz der beginner.
er hat im exil geschmachtet;
später war er der gewinner.

es war, als das wesen begann,
über die strenge zu schlagen,
passierte, dass man sich besann,
mehr füreinander zu wagen.

es dauerte bloss neun jahre,
da kam womanz wieder zurück;
es ist gut dass man bewahre,
was im gesamten half dem glück.

doch das geschilderte reicht nicht;
man muss es gesamter sehen.
sonst bleibt es dunkel ohne licht,
und das chaos wird geschehen.

cha war einer dieser leuchten,
welche einst das sagen hatten.
nun waren sie die verscheuchten,
und lebten in ihrem schatten.

in der kranken atmosphäre,
dachten sie was wie wo wäre.

nun war os sein gegenspieler,
welcher laufend cha bekämpfte;
er galt als ein krankheitsdealer,
der den optimismus dämpfte.

er verkaufte anderen nichts,
und brauchte alles ganz allein;
für das wahren seines gesichts
lebte er nur zu seinem schein.

immer waren wesen verkrämt,
wenn die beiden ärger machten.
was geschah, hat alles gelähmt,
nur die zwei chaoten lachten.

die allfanen



beim regenbogen - daneben,
sah man die allfanen leben,
die sich dort ihriges geben.

es war eine begebenheit,
als sie ausgelassen waren.
ihre aktion war nicht gescheit;
sie feierten schockobaren.

allfanen lebten herrscherlos
ohne oberindianer,
denn alle waren selbst "ihr boss";
derart lebten sie profaner.

schließlich waren sie reif genug,
um gemeinsam auszukommen;
befreit von lüge und betrug
war man auf liebe besonnen.

mit dem lohn für die ehrlichkeit
lebten sie eine gute zeit.

viele liebten ihr tagebuch.
greisliche, - so hieß die gestalt,
stellte täglich ein bittgesuch
an die auserwählte dame.



alle gingen ihre wege
in dem netten wildgehege.

auch diese wunderschöne nacht
erschien abermals sternenklar.
völlig egal, wie man es macht,
wird alles wie es bereits war.

die schockolade zu feiern
war dermal allseits angesagt;
irgendetwas neues leiern
war daher zum anlass gefragt.

schuld waren vielleicht ein komet,
oder die untergrundwesen;
die uhr zeigte jedenfalls spät,
und sie lärmten mit den besen.

es stiegen die turbulenzen,
und stimmung wurde angefacht.
ihr tun hatte konsequenzen,
denn manche sind nicht aufgewacht.

einer hat den anfang gemacht;
greisliche beim amoklaufen
hat weder geplant noch gedacht.
bald schlug sich der ganze haufen;
zwei wochen war es verwüstet.
dafür war man nicht gerüstet.


wie kann man besser verstehen,
was das leben warum so spielt,
als liebesspiele zu sehen,
die man sich doch gerne erhielt.

auf pornographie wird verzichtet;
dies ist keine schundgeschichte.
man hat es sich so gerichtet,
für die liebe braucht's gerichte.

um die liebe zu gestalten,
war die küche vorab gefragt;
essen, gut und knapp gehalten,
bei dem man sich die wünsche sagt.

das verhüten brauchten sie nicht,
denn alle waren unfruchtbar,
und liebten sich bei tageslicht
ausgelassen und wunderbar.

gebähren konnten die feen;
die fähigkeit hatten nur sie.
vermehren gab es nie zu seh'n;
daher kam es zum nachwuchs nie.

wen es dennoch interessiert, -
vermehrung ist selten passiert.

feen lebten ungebunden,
denn sie wollten sich nicht binden;
sie hätten jeden geschunden,
und mochten niemanden finden.

jedoch während der halbholzzeit
fanden sie immer einen geist;
und der war zu allem bereit.
genau dann gab es nachwuchs meist.

sicherlich stellt sich die frage,
wie die feen zustande kamen;
es gab für wahr eine sage,
bis alle die wahrheit nahmen.

die wahrheit war immer begehrt,
und blieb dem volk selten verwehrt.
das thema ist ein eigenes;
dies hier ein bescheidenes.

doch bleiben wir beim ausgangspunkt,
bei dem es um das essen ging,
hat es dabei immer gefunkt,
wenn das herz endlich feuer fing.

nimiana war immer offen -
für den dem instikt folgenden;
jedermann wusste zu hoffen
bei ihr mit erfolg zu enden.

einst hat es sich zugetragen,
dass der in lust geratene,
ohne wenigstens zu fragen
die bewirtung erwartete.

in dem ungünstigen moment
wurde es nimiana zu bunt;
ein augenblick, den jeder kennt, -
kam doch tatsächlich "jeder hund",
sobald dieser hunger hatte.
bevor sie etwas abbekam,
verschwand meist wortlos der satte.
dies war das ungute daran.

ihr hinterblieb nur der saustall.
dermal platze ihr der kragen,
und man hörte einen türknall.
unnötig scheint mehr zu sagen.

sie sperrte sich jahre lang ein.
alle wussten, es reichte ihr;
sie ass von nun an nur allein,
und blieb darauf für immer hier.



dieses riesige karussell
wirkte äußerst originell.

man durfte es schon so nennen;
der planet dreht sich unentwegt
um die achse, was wir kennen.
nur so langsam, dass man's erlebt.

somit gab es kaum zeitverbrauch,
und den umstand, dass niemand starb;
nicht einmal der rosenstrauch,
wo man um jedes leben warb.

um ein wenig auszuholen, -
zu beginn dieser neuen zeit
gab es außer eis nur kohlen,
und viel lava weit und breit.

die feen brauchten nichts essen;
sie ernährten sich nur vom licht.
ihr verbrauch war gut bemessen,
jedoch reichte ihnen dies nicht.

sie lebten extrem intensiv;
dennoch verging die zeit zu schnell.
gleich nach der nacht wird's wieder hell.
sie studierten eingangs ihr ziel
gemächlich voran zu gehen.
sie erlebten in ihrem spiel
lösung als drehung zu sehen,
worauf sie die geschwindigkeit
ob der mentalen fähigkeit
gezielt zu drosseln vermochten.
achsendrehung zur umlaufzeit
behandelten sie als einheit,
um so ihr süppchen zu kochen.

beginn war das ende der zeit;
sie hatten das leben befreit.
sodann wurde der raum zeitlos, -
als punktuelle dimension,
egal ob klein oder auch groß,
sie spielten mit der situation
in der gewohnten perfektion.

wie immer ist die lage klar;
es geht darum was einmal wird,
und nicht darum was bereits war.
so wird die zukunft avisiert.

alltägliche kleinigkeiten -
sind es, die freude bereiten!

zombies waren aufgestanden,
denn den tod kann niemand töten;
nur saurier überstanden
auch diesen mit allen nöten.

für solche, die fliegen konnten,
war die luft der rettende raum
dort, wo sie sich meistens sonnten,
wenn sie ihn lebten, ihren traum.

die zeit wurde überwunden,
und der jungbrunnen gefunden.

erst nach ein paar tausend jahren
wollte man sich diesen sparen,
denn der tod gibt dem leben sinn,
und man beschloss den neubeginn.

die angst vor dem weltuntergang
verursachte den neuanfang.

sie neckten einander täglich,
und liebten dabei ihr leben;
beinahe schien unerträglich,
wie sie sich ihr dasein geben.

sie lernten dabei unentwegt.
innerhalb von tausend jahren
haben sie dabei auch erlebt,
wie lange selbige waren.

sie reichten ihr wissen weiter
an die nächste generation;
die wesen wurden gescheiter,
und genossen intuition.

globale kommunikation
pflegen sie bereits sehr lange;
befreit von jeglicher fiktion
ist das leben voll im gange.

aufgrund ihrer zeitlosigkeit
scheinen sie zu allem bereit.

das meisterliche luftgetier
war ja niemals klein zu kriegen,
meinen viele, und lernen hier
auch negatives zu lieben.

so spielen alle wie üblich
in gewohnter gelassenheit;
daher war die zeit betrüblich,
wenn sie fehlte, - die einigkeit.

wie man lebt, war keine frage;
das wissen war selbstverständlich.
zeitvertreib war eine plage;
tage schienen oft unendlich.

jedoch ihr zusammenhalten
überstand alle gewalten.

sie standen über den dingen,
um dem alltag auszukommen.
alles diente dem gelingen;
man war vom erfolg benommen.

nun wurde den geschöpfen fad,
denn sie hatten viel gegessen;
folglich entschloss man sich zum bad,
und war vom wasser besessen.

sehr überraschend flog ein stein
in einen der köpfe hinein,
dessen beine sofort wankten,
nachdem sich einige zankten.

der tod ist tätig geworden,
und das opfer ist verstorben.

die meisten waren tief geschockt;
das bad was jedenfalls verbockt.

der streit wurde rasch beigelegt,
und man trauerte um den freund;
der tod hat gemüter bewegt,
und einen, der nun nicht mehr träumt.

man hat sich darauf geeinigt,
steine bleiben ab nun liegen.
niemand werde mehr gesteinigt,
zumal sie das leben lieben.

sämtliche populationen
waren oftmals emsig dabei
sich liebevoll zu belohnen,
denn dies zu tun, stand ihnen frei.


röstige klischees

röstige klischees lebten gut
für gewöhnlich im gewässer.
sie haben meistens nur geruht,
und fühlten die nässe besser.
diese gattung der schildkröten
war massiv gepanzert rundum;
sie waren selten in nöten,
denn die dinger waren nicht dumm.

sie liebten das umherstarren,
schillernd - in gut tarnendem blau,
oder auch am grund zu scharren;
dabei waren sie sehr genau.

ihre gesamte energie
kam nur aus dem wasserkreislauf;
sie wussten eben genau wie,
und hielten sich deshalb dort auf.

in den unterwasserklippen
gab es alles, das sie brauchten.
sie liebten es auszuflippen, -
im wasser, in dem sie tauchten.

ein solch energieüberschuss
brauchte das wasser zum dampfen;
bei dem ritual gab's am schluss
einige kekse zu mampfen.

kekse waren ihr leibgericht,
kekse waren im mittelpunkt,
kekse gaben auch ein gesicht,
und bei keksen hat es gefunkt.

die gemeinschaft war gut gestimmt,
denn heute ist keksefeier;
eine, auf der man meist gewinnt,
doch war's egal, - selbst dem geier.

die kekse wurden gerochen,
ohne selbige zu essen,
und danach sofort zerbrochen,
um jedes keks zu vergessen.

schon tage vor dem spektakel
begannen vorbereitungen;
dies war immer ein debakel,
und trotzdem ist es gelungen.

so kam es folgendermaßen:
dieses fest stand wieder bevor,
und man durfte nichts verpassen,
von der torte bis hin zum chor.

damit war man sehr beschäftigt,
und hudelte daher wieder;
laufend hat man es bekräftigt, -
jenes ganze auf und nieder.

viele waren bei der arbeit,
die kekse vorab zu backen.
für sonstiges war keine zeit;
dabei war wichtig zu quaken.

sie wollten neues versuchen,
anstatt wiederum dasselbe;
mit dem wunsch nach keksekuchen,
denn der war vom ei das gelbe.

nun war die frage das rezept,
denn sie wollten diesmal eines;
zwar wurden die geister geweckt,
aber keks gab es noch keines.

nun konferierten sie erregt,
und wollten sich rasch einigen.
so wurde das sein ausgelebt;
der streit war zu bereinigen.

man hat lang herumdiskutiert,
denn alle wussten es besser;
sie waren sehr interessiert,
und wetzen geistig ihre messer.

folglich gab es diskrepanzen;
es wurde eigendynamisch.
betrachtet man es im ganzen,
gab's diffuses gefühlsgemisch.

sie stritten derart intensiv,
sodass es hohe wellen schlug;
manche aussagen waren tief,
und alle waren überklug.

als sie alle fleißig stritten,
wobei die wogen hochgingen,
vergassen sie ihre sitten -
beim "um das recht haben ringen".

die wogen stiegen noch weiter,
und emotionen wurden frei;
sie nahmen dies nicht mehr heiter.
extrem stritten von ihnen drei,
die ansonsten friedlich waren,
sonst nur ihre arbeit machten,
jedoch jetzt nach vielen jahren
auf einmal nicht daran dachten.

das hielt die klischees auf trab,
da jedes argument zählte,
und hielt vom kekse backen ab,
weil sie der geltungsdrang quälte.

kubenes sowie auch rebion
ergriffen abwechselnd das wort;
schmeran war in opposition,
und verblieb sichtlich lieber dort.

dieser streit bewirkte aufruhr,
denn jede war gegen jeden;
fortan stritten sie alle nur,
und auch das gab es im leben.

sie schlugen aufeinander ein,
und manche wurden gar verletzt;
das schauspiel machte den anschein,
als wenn man scheinbar nichts mehr schätzt.

man hörte einen schrillen schrei.
dieser spaltete einen stein,
und setzte wahrhaft kräfte frei;
plötzlich schlug ein blitz lautstark ein.

die kröten waren sich einig,
und sie wussten, was sie wollen;
dabei hatten sie es eilig,
weil doch die kekse sein sollen.

so erhöhten sie den kreislauf,
und öfen wurden aufgeheizt.
nun waren sie wieder gut drauf;
nur die stimmung war noch gereizt.

für das kommende neuholzfest
waren ausreichend kekse da;
es blieb auch noch genügend rest,
den man natürlich gerne sah.

da freute sich jenes getier
über den reich gedeckten tisch.
sie alle fröhnten ihrer gier, -
jeder auch noch so kleine klisch.

bis hin in die morgenstunden
feierten sie ausgelassen.
alle hatten glück empfunden,
denn sie mussten nichts mehr hassen;
der streit wurde überwunden.

feste sind überall wichtig,
feste sind auch immer richtig;
sie verhielten sich umsichtig,
und zeigten sich auch vielschichtig.


kleinklische

amüsant ist das kleinklische.
man sieht sie meistens nur treiben,
doch niemals in aller frische,
weil sie diese gut vermeiden.

sie hängen fast immer herum,
und wissen nichts anzufangen;
gar manche fragen sich warum
haben denn die kein verlangen?

ein kleinklische ist meist berauscht,
denn sie essen das altgewächs;
dort, wo die große welle rauscht,
in der nähe vom roten kleks
gedeiht diese art der pflanzen,
welche die kleinklischees lieben,
und nächtlich dort hintanzen,
um ihre droge zu kriegen.

wer diese so isst wie sie ist,
der hat keine wirkung davon;
für den ist die pflanze nur mist,
und das wussten die andern schon.

kleinklischees sind da viel schlauer;
sie besitzen selbst ein sekret.
studiert man dieses genauer,
kommt man rasch drauf, worum es geht.

das sekret auf jener pflanze
verursacht eine reaktion;
im weiteren ist das ganze
gut für deren stimulation.

wenn die kleinklischees dies nützen,
springen sie in ihre pfützen,
um hocherfreut zu verwenden,
was die pflanzen ihnen spenden.

dort beginnen sie zu träumen,
um sonstiges zu versäumen.

sie hängen lange nur herum,
und wirken dabei ganz erschlafft;
für sie ist es ein heilserum,
das ihnen energie verschafft.

kleinklischees brauchten nichts zu tun,
hatten sie doch ihre substanz,
um dadurch unbeschwert zu ruh'n.
auf ihrem körper wuchs ein kranz,
der für sie ein schwimmreifen war.

wei sie ihren saft abgaben,
brachten andere gaben dar.
dies war nicht zu ihrem schaden,
denn der saft schmecktewunderbar,
sobald sie freude empfanden.

freude ist der fall gewesen,
wenn man nur zu ihren handen
einen kurzen brief zum lesen
dem schönen geschenk beilegte,
und bei diesen kleinen wesen
in der art neugier erregte.

ihre neugier machte sie schwach,
und sie waren ihr erlegen.
es gab unter dem himmelsdach
niemals einen streit deswegen.
jedoch hat es sich ergeben,
dass fünf von ihnen nach und nach, -
ohne sich niederzulegen,
nurmehr ihren saft abgaben,
weil sie die geschenke wollten.
der grund war nicht mehr zu haben, -
was andere glauben sollten,
sondern um neugier zu stillen,
welche sie wider das gebot,
ja selbst gegen ihren willen,
garantiert immer aus dem lot
brachte, in welchem sie waren,
wenn sie, - befreit von ihrer not,
die rauschwelt entzückt erfahren.

es sind all die schlechtigkeiten
durch den inneren schweinehund,
welche uns zu allen zeiten
behindern; scheinbar ohne grund.

sie alle haben wohl stärken,
aber jeder hat auch schwächen;
man kann mühsam daran werken,
oder am umstand zerbrechen.

alle funktionieren sie gleich
unabhängig von ihrer form.
dieses bewusstsein macht sie reich;
das schätzt jedes wesen enorm.

darum stört es kleinklischees nicht,
dass sie so verschieden leben.
die meisten sind unentwegt dicht,
und alle anderen geben
für jeden schrott jedem den saft,
der sofort glücksgefühle macht.

weder kannten sie "gut und recht",
noch wussten sie von "bös' und schlecht";
durch ihre spezielle ansicht
gab es diese begriffe nicht.

sie liebten ihre einheit
wie viele sie auch waren
alleine oder zu zweit
im moment wie den jahren
machte sich die eintracht breit
eine selbstverständlichkeit

nur das maskengesicht
verstand sich selber nicht

die maske wird es genannt
es ist nirgends sehr geschätzt
es ist für lügen bekannt
und dass es ethik verletzt

es gab einst ein spektakel
viele sind sehr weit gereist
zum schluss gab's ein debakel
und auch diesmal, wie zumeist
hat die maske fasziniert
was im rampenlicht geschah
und sich nicht dafür geniert
was ein jeder sofort sah

das dumme maskengesicht
stürmte vor zum rampenlicht

die menge hat es verhöhnt
alle haben's ausgelacht
war es doch wirklich verpönt
was das ding da macht

der aufruhr hat begonnen
zwischen maske und fettich;

fettich mit seinen tonnen
lag da auf seinem teppich,
den er sich selbst mitbrachte;
soeben am wasser roch -
und maske nicht sehr sachte
just in sein wasser stoch;
mit seinen schuhabsätzen
stolperte es knapp davor
verfing sich in den fetzen
und fiel auf sein nasenrohr.

das war dem fettich zu viel
er erhob sich - groß und schwer;
man kann sagen was man will -
fettich war der lage her.

er schnappte den holpertatsch
wirbelte es durch die luft -
so begann der ganze quatsch
sie lachten über den schuft
der zum licht geflogen kam
und derart unsanft aufschlug
was man sogar sehen kann
weil durch den ganzen unfug
ein neuer krater sodann
die maske in sich begrub.

das gesicht hatte ein glück,
was im gefecht niemand sah, -
es blieb maskenlos zurück
und kam seiner wahrheit nah

das maskenlose gesicht
wurde einfach ignoriert;
man kannte es derart nicht.
nur selbst war es irritiert -
so nackt wie es jetzt schaute,
und sich nichts sagen traute -
schlich es traurig und allein
unbemerkt bestohlen heim


zurück zur geschichte -
wir sind vom faden entfernt;
damit ich ihn mir richte,
hab' ich ihn kennengelernt.

es gilt weiterzudenken
ich bin mal wirklich ehrlich
den frieden zu verschenken
scheint mir selbst recht entbehrlich

das schöne so zu schreiben
ist ideen zuzulassen
und normales zu meiden
um neues zu erfassen

stimmt, ich hab' keine idee
was dem war jetzt folgen soll
so hoffe ich, dass ich seh'
es wird diese seite voll

nur irgendwie ist's ein scherz
ich kann da endlos schreiben
ich schreibe gerne vom herz -
lasse das konzept bleiben;
zurück zum letzten faden
das kann sicher nicht schaden

frag mich wozu ich schreibe -
weil's ganz einfach spass macht
und wo immer ich bleibe
passiert es, dass mein herz lacht


wir haben viel erfahren
über den planeten
was sie sind - wie sie waren
sie liebten ihre feten



ist man wirklich ganz leise
hört man weit in der ferne
den beginn einer reise;
die boten kommen gerne.

sie reiten auf den 'rannen'
von erhabenem gesandt
am horizont bei tannen;
sie waren allen bekannt

bevor die reise beginnt
will ich über feen schreiben
damit man einblick gewinnt
wie sehr gefühle treiben.

die wundersamen wesen;
jahrmillionen entwickelt -
mit jeder schrift belesen,
miteinander verwickelt
in der übersinnlichkeit
ihrer körperlichen form
lebten ihre ganze zeit
außerhalb jeglicher norm

körperlose existenz
war ihre art zu leben
bei variabler praesenz
ihrer erscheinung wegen.

sie lebten die energie -
waren herr der materie
wie wählten anatomie
in endloser serie
ihrer laune entsprechend
und nahmen die gestalt an
welche soeben gelegen kam.

der körper war nicht wichtig
das gefühl existierte
die energie war richtig
was jede illustrierte.

sie lernten gut zu sein
weil sie nun ewig waren
oft erschien es ihnen fein
dann wollten sie sich sparen -
den morgigen sonnenschein

sie haben oft nicht gewusst
wie es weitergehen soll -
und hatten nicht immer lust;
gesamt war es wirklich toll -
waren sie doch frei von frust

jeder tagesplan war voll;
sie nahmen alles zur brust.

nach hunderten jahrzehnten
wird es wieder einmal zeit;
es wollten die ersehnten
ein wenig mehr einigkeit.

und so kam man überein,
man will zusammenkommen;
in drei monaten wird sein, -
so hat man es vernommen -
dass sie über dem feuerschein
gemeinsam tanzen werden;
mitsammen am feuerstein
zur heilung der beschwerden.

die vorbereitung begann;
an alles war zu denken
es rief geister auf den plan,
die in massen erschienen,
um vom ziel abzulenken
und heimlich hämisch grienen.

kaum dass die sonne aufsteht, -
so sagt man, wenn es hell wird -
und der mond vom himmel geht,
haben feen den schrein geziert,
ihre gaben dargebracht,
den ritus abgehalten,
sodann das feuer entfacht,
damit sie kraft entfalten.

danach rochen sie düfte -
immer um die selbe zeit;
sie schwangen ihre hüfte,
zum tanz des feuers bereit.

in der schwerelosigkeit
nach tiefer meditation
entstand vom körper befreit
zusammen ihre mission.

sie kommunizierten
wenn sie meditierten,
und mobilisierten
alle involvierten.

die völker verständigen,
den zustand aufbereiten,
das gefolge bändigen,
und vertraute begleiten, -
zu tun gab es doch sehr viel.
den horizont erreichen
war das angesagte ziel.
die positiven zeichen
begannen zu erwachen,
und ihriges zu machen.

sie hatten andere werte,
denn existenz hieß zu leben;
doch das wahrlich mehr begehrte
war es durch das nichts zu fegen.

hier
sind
wir,
wind.

alles
entsteht,
wann es
vergeht.

wir geben
die lehre
dem leben
der leere
entwegen.

unser kreislauf
treibt uns voran -
ganz hoch hinauf,
wo es begann.

wir haben raumlos
die zeit verlassen,
bis hin zum vorstoss
wo wir ihn fassen.

wir lieben gemeinsam
unsere lebenskraft,
welche in uns begann,
was uns freude beschafft.

ziel ist manifestieren
und wieder aufzulösen -
auch mal mumifizieren -
frei vom guten und bösen.

heute schweben wir als nebel;
später zeigen wir uns als stein.
wir lieben unseren febel,
und springen in alles hinein.

wir leben unseren sinn
im wandel der energie.
dem ende folgt der beginn
manchmal gleich oder auch nie.

zu dem ursprung zurück,
welchem wir entspringen,
bringt uns ein gutes stück
weiter zum gelingen.

gegebenheiten
erscheinen heute;
manche verleiten
dass ich sie deute.

was ich fühle,
das ab und auf,
wärme, kühle -
ist der umlauf.

umgekehrt
ist bestimmt,
und verehrt,
was beginnt.

wieder
meiden
lieder
leiden.

sie
dich
liebt,
die
sich
gibt.

solche art lieder
und dergleichen mehr
sangen sie wieder
bei ihrer rückkehr
aus gelöstem sein
zu anderer zeit
in strahlendem schein -
zur gabe bereit.

wieder in die zeit gekommen
waren sie überall präsent,
und haben so kraft gewonnen;
wie wir wissen, sehr konsequent.

aus der liebe entstanden, -
sie mussten nicht begehren -
wussten sie dort zu landen,
wo sich die krisen mehren,
um rat und tat zu geben,
und all das zu verehren,
das es verstand zu leben.

doch anders war es diesmal;
sie wollten nirgends landen,
da sie wider den verfall
inneren drang empfanden,
auf die reise zu gehen,
um sich wieder zu sehen.

drei monate sollten vergehen,
dann will man auf die reise gehen

vom gesamten planeten
wollten sie alle holen;
alle wurden gebeten, -
manchen wurde befohlen -
am treffpunkt zu erscheinen
für das wirklich große fest
wo es galt zu vereinen -
optimismus war der rest.

ortswahl war nicht gegeben;
das ziel war traditionell
schon der gewohnheit wegen
wieder multikulturell.

unweit vom großen krater
mit dem schiff über die see
war immer ein theater -
ganz besonders für die fee,
die als großes schiff erschien
um etwa tausend meilen
die gäste zu bedienen
und das ziel anzupeilen
welches in richtung ur-stern
eine große insel war;
doch allem gewohnten fern
und für alle annehmbar.

'sobald die trinkpflanze blüht
nach der kalten jahreszeit
sei man doch bitte bemüht
und für die reise bereit'
wurde global verbreitet.

tausend boten zogen los -
vom wind ein stück begleitet
war die freude vieler groß
von dem fest zu erfahren;
wo es immer lustig ist
und immer alle waren -
wenn man alltag vergisst.

wie die gelehrten schrieben
wird ein großes fest kommen.
wenn die herzen höher fliegen
hat die holzzeit begonnen.

die terminwahl war gescheit
denn sie wussten nie genau
wie die ganze kalte zeit -
wenn draußen in weiß und grau
erschien, was da stürmt und schneit -
sinnvoll zu gestalten sei

sonst machten sie nur krapfen
gefüllte kisten - mehr als drei
für das fest der eiszapfen
und das fest zum sonnenschrei

krapfen mit kräutern gefüllt
erfreuten riechorgane
beim genuss wurde gebrüllt
wenn dieses momentane
tiefe extasegefühl
den ganzen körper ergriff
und man im gefühlsgewühl
auf alle manieren pfiff

immer war es ein malheur
sie lebten traditionell
ohne einen spediteur
im eigenen lebensraum
in welchem sie tendenziell
lebten - ihren lebenstraum

es brauchte neue ideen
um nicht zu fuss zu geh'n

so entstand in der weise
ein aufgebrachtes treiben
wie es vor jeder reise
oft schwer war zu vermeiden

sie agierten gemeinsam
und trotzdem jeder allein -
dabei blieb niemand einsam;
das empfanden alle fein.

alle waren entschlossen
zur einigung zu kommen
aufbruch wurde genossen
der entschluss war gewonnen

man hat fleißig gesammelt;
doch hat man nicht kalkuliert,
dass sich alles versammelt -
und deshalb improvisiert,
damit man beisteuern kann,
was allen nützlich erscheint.
und daher geht man daran
dass man die kraft vereint

die stimmung war gehoben
man war schlicht guter dinge
nichts wurde aufgeschoben
damit die reise gelinge.



der kleine radauz war nie zufrieden;
er musste immer gegen alles sein.
man sah ihn ausschließlich pläne schmieden -
er mischte sich immer überall ein,
um abends zornig im bett zu liegen.
oftmals schmollend roch er an seinem wein
und trämte dann hoch hinauf zu fliegen.

wie so oft in schicksalsfängen
erscheint sofort ein hindernis -
manchmal auch in großen mengen;
selten, dass ich eines vermiss'

um das ganze zu verstehen
muss man einfach weiter gehen.

wie üblich im geschehen
sich dinge im kreis drehen
wurde ein problem gemacht
über das nur radauz lacht

alle haben sich aufgeregt
dass dieser knom scheins nur meckert;
darauf hat er es angelegt -
schließlich war er auch nicht deppert.

auf der reise - hin und zurück
und auch beim riesen spektakel
fehlte ihm nichts zu seinem glück;
es war sicher kein mirakel -
dieses kleine, freche miststück
nützte das alte phänomen, -
es wird immer nur geschnattert -
bis zum globalen debakel;
bald mal hat man viel geplappert,
und das gewohnte bleibt besteh'n.

was es gab, konnte man nehmen,
so lebte man die tradition.

radauz sollte sich zwar schämen
für die soziale position;
wonach sich die andern sehnen
war für ihn nur provokation,
und er genoss die situation.

vielleicht war er der ausgleich
zum sonst üblichen 'schmeichelweich'

doch zurück zum geschehen -
dieses wahrlich wilde treiben
war von weit her zu sehen;
und war tunlichst zu meiden -
lieber lässt man es bleiben.

düfte werden isoliert;
mit gewohnten rezepten
hat man die krapfen glasiert,
und auch die zugedeckten
kräuter in fässern probiert,
um so herauszufinden
wann es sich endlich rentiert
die kräuter auszuwinden
und geruchswein zu bilden.

das binden der gerüche
war fast eine wissenschaft -
und jede kräuterküche
für sich bezaubernd traumhaft.

um eine solche zu bauen
brauchte man vorweg instinkt;
musste auf sich vertrauen -
an einem platz, der nicht stinkt.

der platz war bedeutungsvoll;
zumeist entfernt vom wohnraum,
wo man muße finden soll -
und die zeit auf sich zu schaun,
um neues zu kreieren,
was die sinne erfreut,
und alles zu studieren,
damit es zweifel zerstreut

so findet man die erde
und die passenden steine
auf denen feuer werde.
vom holz nur dieses eine
für die exakte wärme;
und metall für den kessel -
ein stab, von dem man schwärme.
ein tisch und ein paar sessel,
und ein häuschen rundherum
mit dem was dazugehört;
nebst auch der kraft es zu tun -
möglichst frei und ungestört

die ganze kalte jahreszeit
gab es zum trubel heiterkeit;
und vor allem den einen streit -
jeden tag hindurch - lang und breit,
darüber ob, und in wie weit
wie man sich vom übel befreit;
wie man damit umgehen soll
und ob man nicht besser beschließt -
denn es ist ja wirklich nicht toll -
dass man ganz einfach nicht verdrießt.

die ganze zeit war man uneins
und hat alles nur diskutiert
ergebnis gab's natürlich kein's
so das jemanden int'ressiert

sich gut zu unterhalten
hat man sich vorenthalten

dominante uneinigkeit
war in der ganzen kalten zeit
beinahe schon eine krise
und brachte allen recht viel leid
nebst einer ganz kleinen priese
der erforderlichen vernunft,
um geruch zu produzieren
schon mal, damit man nicht versumpft;
wohl auch um zu brillieren -
schließlich möchte man gelten
und beachtung erhalten
damit eigene welten
ob innerer gewalten
das glücksgefühl empfinden,
welches man täglich begehrt,
um sich zu überwinden
zu tun, was einen so schert.

die zeit der entstehung ging vorbei -
die kalten tage werden wärmer,
und wie es des weiteren so sei,
war man reicher und nicht ärmer
an erfahrung die man gemacht hat,
weil man diesen weg gegangen ist;
und die ganze lange zeit das tat,
wonach man bescheiden erfolg misst.

so fing diese geschichte an,
damit sie weitergehen kann.


 
kapitel VI - reise

der tag x war angebrochen;
nervosität lag in der luft -
vorbei war die zeit zu kochen
heute ist's dass die ferne ruft.

hektisch wurde noch erledigt
wozu man nicht gekommen war;
manches wurde auch beschädigt
es war bewegung in der schar.

viel war zu improvisieren;
verreisen war man nicht gewohnt. -
den aufbruch finalisieren
war nichts, was zarte nerven schont.

es hat genug aufgerieben
was jüngst so alles passierte;
einige sind ausgestiegen
weil man sie schikanierte.

heute war alles vergessen.
man begab sich auf die reise;
alle nach ihrem ermessen -
manche laut, andere leise.

da gab es manches missgeschick
auf diversen sammelplätzen;
einige hatten ihren tick -
sie wollten andere hetzen.
sie versuchten manch üblen trick,
um es sich selbst gut zu richten.

man sah sofort auf einen blick,
dass sie das klima vernichten.

das war nicht ganz ungefährlich
für das gelingen der reise -
einigkeit war unentbehrlich
in jeglicher art und weise.

um beispiele zu erwähnen;
es gab einiges zu lachen -
es braucht sich niemand schämen,
weil wir alle fehler machen. -
von den feen abgesehen.
genau diese unfehlbarkeit
macht ihre gegenwärtigkeit.

zurück zu den verreisenden,
die sich überall sammelten;
gut gelaunt unter leidenden,
welche nur nutzlos gammelten.

autos und züge gab es nicht -
von flugzeugen ganz zu schweigen;
deswegen kam man zur einsicht
bei diesen netzen zu bleiben,
von den flugwesen gehoben,
sicher und wirklich verlässlich;
der anblick war unvergesslich.

jedes netz trug ein ganzer schwarm
die ganze weite strecke lang;
und sie behielten ihren charme
beim trillern von ihrem gesang.

die konstruktion war int'ressant -
die flieger tauschten unterwegs;
alle, bis auf den kommandant -
nach einem flug gab es ein keks.

bevor sich netze erhoben,
geschahen lustige szenen
als wesen plätze bezogen;
einige will ich erwähnen.

es fehlte der plan,
es wurde getan;
alles ganz spontan,
alle kamen dran.

die stahlmannen waren viele;
das treiben war sehenswert -
das volk liebte seine spiele;
die masse war recht unbeschwert.

man lachte, roch am proviant,
und machte, wie man es verstand.

sie waren sehr diszipliniert,
jedenfalls viele von ihnen,
und haben perfekt inszeniert -
wofür sie lob verdienen.

sie erhielten den namen
vor vielen tausend jahren.
wo immer sie hinkamen, -
als sie nur frauen waren -
wollten sie männer stehlen,
weil sie selbst keine hatten;
die auch heute noch fehlen, -
da sie alles falsch taten.

nirgends finden sie ihr glück,
dass sie schon ewig jagen.
sie kehren allein zurück
'warum' - darf man sich fragen.


ein volk waren mannsbilder. -
als biwüs waren sie bekannt;
soffen bier und trugen schilder;
bierschilder wurden sie genannt.
wenn man sie angesprochen hat,
die würmer in flaschen waren -
'hallo bierschild' wurde gesagt,
dann ist der 'wurm' ausgefahren
aus seiner flasche voller bier, -
und kroch auf wenigen haaren
heraus aus der geliebten gier.

das bier floss über den fluss;
das wasser filterte man -
und kam so unter verschluss,
wenn man in die flasche kam.

ihr sammelplatz war am fluss. -
man liess sich entspannt treiben,
um im wasser bis zum schluss
jeden aufwand zu meiden.

am fluss war reger verkehr -
und beim großen wasserfall
war kein weitertreiben mehr;
sie stürzten hinab ins tal.

weingeister nützten den weg;
flaschenhüter waren da,
weswegen unter dem steg
ein durcheinander geschah.

flaschen kamen geschwommen;
rollten die nässe entlang,
haben sich dumm benommen;
sie strampelten am anfang,
sodass die flasche rollte;
doch rollen machte sie krank,
was niemand wirklich wollte.
sie hörten zu strampeln auf
und schliefen ein im treiben.
sie kamen beim aufprall drauf
sich in scherben zu kleiden.

ohne ihrer reiseflasche
lebten sie in ihrer tasche

wo viele scherben lagen
war manchmal kein wasser mehr;
die reise zu vertagen
viel auch wiederum recht schwer.

ohne im gesöff zu leben
war für viele sehr beschwerlich;
es fehlten hopfen und reben, -
für manche war es gefährlich.

die flaschengeister fanden schnell
einen ausweg aus der ihrer not -
zwar war es unkonventionell -
und doch war, was sich jetzt anbot
ein alternatives modell
zum gesicherten entzugstod.

so war man dazu bereit
was sonst nie möglich wäre,
man nahm eine flasche zu zweit; -
es kam zur geruchsaffäre.


überall war aufbruch im gang,
was da so alles passierte
war von der reise der anfang,
die man initialisierte.

die rotagen waren friedlich
man nahm kaum notiz von ihnen
diese wesen waren niedlich
in ihren schmalen kabinen.

sieben städte aus kabinen
in recht stattlicher dimension
mit sehr vielen duftmaschinen; -
seit der geruchsrevolution.

gerüche waren auch intim
sie alle wollten einen duft
gerüche waren lebenssinn
gerüche lagen in der luft

die masse hatte viel gepäck;
die startzeit war heute zeitig -
am schwersten schien der geruchs-snack;
sie halfen sich gegenseitig.




ebenfalls quatscher und spinner
waren heute die gewinner.

kreuzspinner waren wieder schuld,
dass es drunter und drüber ging;
ihnen fehlte jede geduld,
weil man am dünnen faden hing.

als es häuser mit kreuzen gab,
das ist schon wirklich lange her;
hingen sie von kreuzen herab,
und beklagten sich oftmals sehr,
weil ihnen das am herzen lag.

schließlich ist nicht einzusehen,
warum sie auf kreuze stehen.

kein wesen hätte das gestört,
es war ein freier lebensraum;
nur war es leider unerhört,
und für jedermann ein alptraum
in deren nähe zu kommen,
wenn die spinner munter waren,
weil die haben gleich begonnen
sich mit jedermann zu paaren.

es war ja lustig anzusehen,
wenn man selbst nicht das opfer war;
wenn sie auf die nerven gehen,
war ihre lästigkeit furchtbar

vorweg versuchten sie es nett,
lächelten bei einem balztanz;
sie erschienen lieb und adrett,
und werben in schillerndem glanz.

kreuzhäuser sind vergangenheit;
darum hängen die spinner herum,
und plazierten sich mit der zeit
an ästen am wegrand darum.

wer sich auf sie einliess,
dem erging es ganz miess.
man wusste überall,
besser, das lasse mal.

nur jetzt für die große reise
war ihr gehabe unbeliebt; -
auf sehr verständliche weise,
wenn man denkt, dass es das gibt.

sie lockten mit der duftwolle;
diese roch wirklich wundervoll.
nur schwer war ihre spinnrolle;
das war zum reisen nicht sehr toll.

kreuzspinner haben das talent
viele mit der gier zu locken,
und läuten gewohnt konsequent
ihr lied mit zwei totenglocken.


der große quatschkopfweise
wurde mogens ganz leise,
denn er ging auf die reise.



der clan der quatschkopfdynastie
war tag für tag sehr beschäftigt;
ihre hohe philosophie
hat die theorie bekräftigt.

quatschköpfe reden parallel,
oft emotional aufgebracht;
nur durcheinander generell, -
da passiert es auch, dass es kracht.

weil jeder seine meinung hat
und auf dieser freilich beharrt,
doch weiter sonst nichts dazu tat,
kam er zur sicherheit in fahrt; -

und war nicht mehr abzudrehen;
das war oft schwer zu verstehen.

manchmal, wenn ein quatschkopf flaniert,
heimlich seine gedanken spinnt, -
einfach planlos umher spaziert,
lässt sich ein kreuzspinner herab;
doch ob die sache sinn gewinnt,
war meistens, was am wetter lag.

quatschköpfen fiel es schwer zu reisen, -
hatte man doch immer nur gequatscht;
und wie üblich bei diesen 'weisenr',
bisher über das thama getratscht.

alles war hervorragend geplant,
minuziös wurden details bedacht; -
was man sich letztendlich eingestand,
man hat viel geplant und nichts gemacht.

so hat man zur kenntnis genommen,
man wird die reise bleiben lassen,
und zu keiner einigung kommen;
man kann sie lieben oder hassen.

die kreuzspinner waren sich einig,
sie blieben ebenfalls zu hause,
man hatte es ja nicht so eilig; -
und nach der kälte braucht man pause.

so profitierten alle gemein
dass zum fest 'quatsch spinnerei' ausblieb;
quatscher und spinner werden fern sein, -
derart waren sie zu allen lieb.

energien und geister
treiben sich heute herum,
und im nichts der meister
versteht auch nicht warum
die kräfte verrückt spielen;
doch er nimmt als gegeben,
dass ihm dinge einfielen,
die selbst ihn überleben.




sie liebten duftsteinherzen,
man hatte eines dabei;
sowie auch duftsteinkerzen; -
das begehrte war nie frei.

zu allen sammelplätzen
legte man duftsteinherzen;
und weil gäste es schätzen,
auch genug duftsteinkerzen.



duftblumen waren unkraut
sie standen global umher -
zur brunftzeit bekam die braut
ein ganzes blumenmeer.

hochzeit war nicht angesagt;
man genoss nur die liebe, -
lebenslang war nicht gefragt;
von klein auf ab der wiege.

es konnte schon passieren,
dass sich für eine pflanze
viele interessieren;
dann teilte man das ganze.

so viel zu den duftobjekten,
die lebensgeister weckten.


die liebeszeit hat begonnen,
die düfte strömten überall;
die reisezeit war gekommen -
die stimmung war phänomenal.

die lustigen genossen
waren sehr verständnisvoll;
viel weniger verdrossen, -
sie hegten kaum jemals groll.



die wachlacher zum beispiel
waren immer sehr gut drauf;
kaum munter, lachten sie viel, -
für's lachen gab man riechen auf.

überall an den sammelplätzen
war gute stimmung, schlecht das wetter;
flieger schnatterten an den netzen, -
die gemeinschaft zeigt sich als retter

sie waren persönlich engagiert,
sie sind ganz eng zusammengerückt -
und haben sich einfach arrangiert;
ja, das ist ihnen ganz gut geglückt.

abgesehen von ein paar pannen,
wie es im leben eben geschieht -
kamen sie doch sehr rasch zusammen;
es machte ihnen spass, wie man sieht.



fünfundzwanzig stummelbären,
phlegmatisch bis zum geht nicht mehr -
wollten beinahe umkehren;
sie dachten, sie wären zu schwer.

die flieger waren gefordert,
die bären schwer und brauchten platz;
man hat verstärkung geordert, -
und dazu auch superpiepmatz.

bären wollten nicht fliegen;
sie leben nur am boden,
sie mussten angst besiegen;
man ist noch nie geflogen.

die angst vor dem unbekannten
steckte ihnen in den gliedern;
so sehr, dass sie fast wegrannten,
worauf die flieger erwiderten:

ihr könnt uns ganz vertrauen,
wie werden nichts versauen.

das erfreute die bären,
sie nahmen die plätze ein;
wenn sie nicht so breit wären,
wäre alles superfein.

nur der knuddelstummelbär
ist sich nicht ausgegangen,
ja, - und darum meinte er,
er will nasschnäbel fangen,
und über das nass schwimmen,
um das ziel zu erreichen,
und die beute zu bringen,
um vom plan abzuweichen.

schnuddelstummelbär litt sehr,
weil ihr ihr freund sehr fehlte;
na ja, - ihr fehlte ihr bär
doch dieser freund erzählte:

wollt ihr mich nicht verstehen?
ihr habt platz, weil ich keinen habe.
wir werden und bei dem fest sehen;
das ist doch sicher keine frage.



habt ihr es bereits vergessen,
es war einst vor vielen jahren;
wir haben das feld vermessen,
wo die bunten duftblumen waren;
als es menen bruder noch gab,
der immer und überall war; -
vor dem fürchterlichen steinschlag;
es war so tragisch und furchtbar.

ich war noch so klein und so jung,
neugierig und unerfahren,
und kannte nicht die umgebung; -
war's, dass wir in gefahr waren,
weil wir dort am steinspuckerberg
einen kleinen rundgang machten,
und der große steinschluckerzwerg
sowie auch die kleinen lachten,
weil ich achtlos ausgerutscht war.
ich konnte nicht weitergehen,
und ihr wart einfach wunderbar.
selbstlos habt ihr mich gerettet
wo es für euch gefährlich ist,
und ihr sterben können hättet.
doch keiner war ein egoist;
ihr habt mich damals getragen.
vielleicht könnt ihr jetzt verstehen -
ich will derart danke sagen,
und muss jetzt meinen weg gehen.
darum bin ich euch verpflichtet
und verzichte auf meinen platz;
zeit, dass ihr es jetzt euch richtet;
nehmt von mir noch einen schmatz.
ich will die schuld zurück zahlen,
und vor lauter freude strahlen.



bummelstummelbär meinte noch,
dass man das so nicht sehen kann.
schon deshalb, weil er sich verkroch,
zumal er nur zum bummeln kam.

spontan warf langstummelbär ein,
man sei doch jedem verpflichtet,
und es könne sicher nicht sein,
dass die schuld freiheit vernichtet.
außerdem weiß jedes wesen,
die schuld wurde einst abgeschafft;
denn sie sei ein grund gewesen,
dass man das unrecht an sich rafft.
doch erlaube die situation
jetzt keine grundsatzdiskussion.

knuddelstummelbär machte kehrt,
und war hinterm stein verschwunden;
auch wenn ihn sonst nichts wirklich schert;
er hat pure angst empfunden,
über dem boden zu schweben;
weil das für ihn letztendlich heißt,
er muss den fall überleben,
wenn hoch oben das netz zerreisst.

sein freund war ein riesennässer, -
dieser wird ihn übersetzen,
die option war für ihn besser
als so ein flug mit den netzen.

jetzt muss er zum wasser eilen,
und die riesennässer finden,
die bei wasserspielen weilen.
er wird sich am freund anbinden.

wie auch immer dem so sei, -
die flieger stiegen hoch hinauf;
die wolken machten raum frei.
die bären waren gut drauf.

es war zwar recht ungewohnt,
dass man so hoch oben schwebt; -
so haben sie sich geschont
und dachten - schön, dass man lebt.

zehn stunden dauerte der flug,
das wetter war gut gewesen;
allmählich war es schon genug, -
das war ihnen abzulesen.

sie erreichten das ziel gesund;
wenn man auch völlig kraftlos war,
sie brummten wie aus einem mund,
man mache sich zum riechen rar.

es geschah vor ihren augen,
der boden wölbte sich zum dach;
tatsächlich sehr schwer zu glauben -
stunden später waren sie wach.

alle flogen zur selben zeit;
der himmel war nicht mehr sichtbar;
überall war man so weit,
sodass man sichtlich präsent war.

man muss nacheinander sehen,
wie die dinge vor sich gehen.

schauen wir uns die kleinklischees an;
sie waren klein und kaum sichtbar.
mag sein vielleicht lag das daran,
dass zu vieles ganz anders war.

da lagen tausende im netz;
für sie mit ganz kleinen maschen -
sie hatten alle eine hetz
zwischen den koffern und taschen.

sie feierten ihre ankunft
sehr laut und unüberhörbar
ganz knapp am rande der vernunft,
welcher man nicht immer herr war.

so trudelten sie alle ein,
und erreichten das festland.
und es hatte fast den anschein,
dass man hier im paradies stand.

überall waren duftsteine
und duftblumen felderweise;
düfte waren nur sehr feine, -
schon deshalb lohnte die reise.

hier auf dem wunderbaren festland
sind sie alle sicher gelandet;
auf dem strand mit strahlend hellem sand.
kein wesen ist in not gestrandet.

auch knuddelstummel kam gerannt,
um sich dem rudel anzuschließen;
er kam über's nass gut auf festland.
nichts konnte ihm den spass verdrießen.

bis zum ziel war noch ein weiter weg, -
herausforderungen warteten;
viele ereignisse - etwas schräg.
weil sie gleich nach der rast starteten,
waren sie sich sehr bald im klaren,
dass es an orientierung fehlte; -
quasi dass sie am holzweg waren,
weil man doch den falschen weg wählte.

kaum hast du irgendwelche ziele,
sind hindernisse immer viele.

'die achte richtung war zu gehen, -
zu zählen mit dem siebenten wind;
dort wo sie die vier sterne sehen,
ist der punkt, an dem alles beginnt'
stand klar über dem plan geschrieben,
den sie alle bekommen hatten.
so dachten sie richtig zu liegen,
doch gingen sie im falschen schatten.

wegweiser waren schattenformen,
nach denen man sich richten sollte;
das waren die örtlichen normen,
weil man einst es so haben wollte.

festland, das war ja sonst unbewohnt;
daher gab es auch keine strassen.
den weg zu bahnen war man gewohnt,
und nahm die wildnis sehr gelassen.

dennoch hat sich der ganze haufen
trotz der präzisen platzangabe
schon nach kurzer zeit verlaufen.
der grund war eine honigwabe.

für gewöhnlich war man nicht gierig,
doch ließen sie sich hier verführen;
mit diesem duft war das nicht schwierig -
die riesenwabe hatte türen.

der geruch war derart intensiv,
sodass sie ihm unbeherrscht folgten,
und man einfach der nase nachlief;
auch wenn sie anders gehen sollten.

bereits nach einer kurzen distanz
sah man das monströse gebilde,
und vollführte einen freudentanz;
erkunden führten sie im schilde.

da preschte radauz unbeherrscht vor;
er agierte auf eigene faust, -
er raste durch das offene tor; -
ist einfach allen davon gesaust.

da stand er in all diesen waben
die augen weit offen vor staunen,
'ich glaub's nicht', hörte man ihn sagen;
da vernahm er wimmerndes raunen.

das geräsch hallte überall her,
leise, doch sehr deutlich zu hörbar;
schön langsam quälte ihn die angst sehr.
er schaute im kreis, wer denn wo war,
weil nirgends war jemand zu sehen; -
das mutete etwas seltsam an.
war es schon zeit zurück zu gehen -
das hätte er gerne gleich getan.

doch nun, da er zu boden blickte,
schauderte es ihn kalt am rücken;
er hörte, dass es dauernd klickte -
der anblick konnte nicht entzücken.

massenhaft riesenscherenschaben -
etwa kniehoch sind sie gewesen,
krochen auf dem boden der waben.
plötzluch begannen sie zu lesen,
alle zusammen von einem stein,
den sie mit andacht vor sich trugen;
und weit weg erschien ein greller schein,
vor dem sie ihren stein vergruben.

an dieser angst, die in ihm steckte,
lag es, dass radauz fast verreckte.

er konnte weder vor noch zurück; -
so stand er starr an dieser stelle.
da hette er wirklich großes glück;
vor ihm flog eine art libelle,
und kreiste um ihn ein paar runden,
bevor sie in richtung schein abflog.
es dauerte siebzehn sekunden,
bis das schillernde wesen abbog.

sie flog ganz gerade aus hinein -
wie ein lichtblitz - schnell und hell
in das zentrum von dem grellen schein;
dort verwandelte sie ihr gestell
in zigfache überdimension,
und mutierte zu einer gestalt
einer gänzlich anderen version
der übernatürlichen gewalt.

dieses licht flutende gebilde
blendete stark mit weißer schönheit;
es strahlte wohltuende milde,
und wirkte erhaben nebst befreit.

der helle strahl wich langsam zurück;
bald war von ihm nichts mehr zu sehen,
außer ein verziertes wabenstück,
auf dem nun hieroglyphen stehen.

die riesenscherenschaben verschwanden;
der wabenboden hat sie verschluckt,
wo radauz und das wesen standen. -
seine adern haben noch gezuckt.

jetzt war dieses wesen verschwunden
leere füllte die wabenhallen;
radauz hat den schock überwunden,
gerne wäre er umgefallen.

kraftlos schleppte er sich zum ausgang
nach draußen, wo die andern standen;
und beschloss spontan den neuanfang,
was seine freunde super fanden.
er wird seine sturheit bekämpfen,
und den eigensinn bleiben lassen,
er will die ungestümheit dämpfen;
man konnte es beinah' nicht fassen.

wie sie schön langsam weitergingen
und passiertes die geschichte blieb,
war es, dass einige anfingen
ein altes überliefertes lied
miteinander im chor zu singen:

wir gehen unseren weg entlang,
und sehen, wohin er uns verführt;
unterwegs lieben wir den gesang,
der unsere herzen berührt.

ein sonnenstrahl scheint zu uns herein,
damit aus uns zwei strahlen scheinen;
drei strahlen finden den sonnenschein,
die sich miteinander vereinen.

wir scheinen, um uns zu verbinden.
wir fühlen um gemeinsam zu sein;
wir leben um das glück zu finden
den moment unseren sonnenschein.

frei von der zeit erstrahlt unser licht.
frei heben wir ab über dem raum;
die freiheit erfüllt unsere sicht -
ewig existiert der lebensbaum.

immer mehr begannen zu singen,
ein paar klatschten, andere tratschten;
die meisten gingen - manche springen -
sieben waren müde und hatschten.

wo sich die menge hinbewegte,
verströmte eine riesenblüte
einen geruch, der sie erregte;
auf einem stengel, welcher glühte,
und statt blättern flammen auf sich trug.
die aura strahlte weit zu sehen;
ein luftschlagdrache war im anflug.
man staunte und blieb vorerst stehen.

das ungeheuer näherte sich
mit laut werdenden flügelschlägen;
und das wahrlich kolossale viech
fällt auf unter den bildbeiträgen.

eine starke bodenvibration,
als der luftschlagdrache aufsetzte,
war genauso teil der situation,
wie auch donner den stein zerfetzte,
den in kreisrunder formation
jetzt der riesige drache ersetzte.

als das entsetzen der masse wich,
weil das monster so lieb dreinschaute,
meinte dieses phlegmatisch friedlich,
dass ihm vor solchen blüten graute;
weil sie riechen derart penetrant,
wenn sie ihn in der ferne stören;
und er dabei wirklich nie verstand,
warum ihn feen nicht erhören.

denn wäre es nach ihm gegangen,
stünden überall drachenstangen.

jetzt muss er die blüte vernichten;
zu diesem zweck sei er gekommen -
danach wird man auf ihn verzichten;
die blüte werde mitgenommen.

er drehte seinen kopf zur blüte,
er spuckte flammen - drei bis vier mal,
und entsprechend seinem gemüte
traf er das ziel mit dem feuerstrahl
so punktgenau am stengeleinde,
sodass die blüte zu boden fiel;
dem guten drachen in die hände -
übrig blieb einzig der nackte stiel.

der drache erhob sich in die luft,
und das feuer am stengel verschwand;
er muss weiter, weil ihn die pflicht ruft,
was er sicher ehrenvoll empfand.

die menge setzte die reise fort,
einige wolken wiesen den weg -
man kam an einen mystischen ort;
in der zwischenzeit wurde es spät.

es war zeit einen platz zu finden,
der schutz vor dem unbekannten bot;
dort unter bäumen fast sie linden
glitzerte sand in leuchtendem rot.

ein platz, der gemütlich zu sein schien
kam jetzt der horde sehr gelegen;
man schleppte sich abgekämpft dort hin,
um die nachtruhe zu erleben.

in der kurzen zeit der dunkelheit
dominierte einzig die stille.
das erlebte schuf zufriedenheit -
zu träumen blieb ihr eigenwille.

am ende der wunderbaren nacht
durfte ein neuer tag entstehen;
sie sind beim ersten licht aufgewacht,
um frisch auf die reise zu gehen.

damit man für den tag gestärkt war,
stand riecheson etwas früher auf;
und sorgte für eine geruchsbar -
sie machte das gerne - sie stand drauf.

sie hatte wahres spitzentalent
kreativ die düfte zu mischen -
es gab kaum jemand, der sie nicht kennt;
ihr lag, begehrtes aufzutischen,
weswegen zu aller entzücken
sie gerüche sichtlich genossen.
zu dieser vielfalt beim frühstücken
wurde duftwasser aufgegossen.

so hat der tag stressfrei begonnen;
sie haben energie gewonnen;
man hat sich auf das ziel besonnen,
und war entschlossen anzukommen.

schon nach relativ kurzer zeit,
die sie zum festplatz maschierten,
machte sich dichter nebel breit,
in dem sie blind umherirrten.

der duft war etwas aufdringlich;
süsslich, vergleichbar mit kaffee,
der sich wild in die nase schlich -
als der wächter vom duftsteinsee.

sie konnten nur stehen bleiben;
es war gar nichts mehr zu sehen.
sie hatten sich zu entscheiden, -
warten oder weitergehen.

der gelehrte lehrer weiß auch, -
machte sie darauf aufmerksam,
dass eine eigenheit vom rauch
es sei, dass er da bleiben kann.
weil nur er den duftstein bewacht,
welcher im siedenden see steht,
hat er es immer schon gemacht,
sodass man blind nicht weitergeht.

sie beschlossen umzukehren;
das war eine gute idee.
sie ließen sich rasch belehren, -
vom nebel und dem heißen see, -
diesen ort besser zu meiden,
und weiträumig zu umgehen;
wohl auch um gesund zu bleiben,
und weil es gut tut zu sehen.

man hat den weg recherchiert,
und ist dann weitermaschiert.

im pflanzenwald der illusionen
waren hochglatzranken zu hause;
sowie auch wandernde zyklonen.
platzregen ersetzte die brause,
als die menge zu der lichtung kam;
wo just der zyklonenrat tagte,
welcher sich jetzt auf das fest besann.
was den gästen doch sehr behagte.

ein paar gefühle standen umher,
und zu dritt mystische gestalten;
recht seltsam erschien das flair -
es galt die ruhe zu behalten.

zyklonen mit steinernem lachen;
schwarze flieger in jedem wipfel -
am horizont erschien der drachen
zum heurigen zyklonengipfel.

die menge stand wie angewurzelt,
sie wagten nicht einmal zu sprechen;
als ein zyklon die stirne runzelt.
er drohe den rat abzubrechen,
falls die gäste nicht gleich verschwinden.
sofort schwebte ein gefühl herbei,
um das problem zu überwinden
und der menge den weg zu zeigen.
hochglatzranken machten den weg frei,
es galt nicht länger zu bleiben,
und die verspätung aufzuholen;
man wollte die pausen vermeiden.

sie spürten feuer auf den sohlen,
welches der drache auf den weg spie,
als er landend den weg versperrte.
so erreichen wir unser ziel nie,
meinte ein zynischer gefährte.

der luftschlagdrache musste niessen,
er warf eine flamme zu boden;
als sie ihn 'zum wohl' wissen ließen,
ist er ganz spontan weggeflogen.

die duftblüte liess er da liegen,
sie verführte mit ihrem geruch,
doch wollten sie die gier besiegen,
und begannen einen neuversuch
ihr ziel noch heute zu erreichen;
denn man stellte an sich den anspruch
keinesfalls vom plan abzuweichen,
um nach den drei kommenden tagan
endlich beim fest angelangt zu sein;
die anreise erlebt zu haben,
und erhoffte dazu sonnenschein.

so kamen sie ganz schön ins schwitzen,
anstatt nur faul herumzusitzen.

dabei war man nicht weit gegangen,
viel ist überraschend geschehen.
maschieren hat erst angefangen -
viele wollen schon am fest stehen.

wie sie weiter querfeldein striffen,
begann man manchmal einzusinken;
als wenn nach ihnen hände griffen
fühlten sie - und rochen ein stinken.

sie konnten es sich nicht verkneifen,
sich ihre nasen zuzuhalten,
und auf der stelle umzudrehen,
um den reiseplan aufzufalten
und sich die route anzusehen.

sie sind zum moor am tor gekommen,
wie man es am plan sehen konnte;
dem moor ist noch niemand entronnen,
wie die beschreibung oft betonte.

die truppe hat nochmal glück gehabt -
sie sind rechtzeitig umgewendet;
fast wäre man in das moor getappt,
und hätte die reise beendet.

von diesem moor gibt es die vision,
es spiele die geheime rolle
als tor zur anderen dimansion.
doch fehlt bisher jede kontrolle
für das gelingen dieser mission;
und geht zurück auf die intension
der haa - so die protokolle.

haa - sie ist ein uraltes wesen,
die sich im moor herumtreiben soll;
das kann man wenigstens nachlesen -
ihre erscheinung gleicht einem troll.


nach kleineren unstimmigkeiten
was denn nun der kürzeste weg sei,
hörte man schließlich auf zu streiten,
und wählte einig einen von drei.

es hiess wieder weiter gehen,
anstatt nur herum zu stehen.

man ist seines weges gegangen,
sie haben sich jetzt etwas beeilt,
und zu erwägen angefangen,
ob man sich eventuell aufteilt;
damit noch eine chance bestehe,
dass ein teil pünktlich erscheint.
das, weil man wirklich darauf stehe,
wie die mehrheit zumindestens meint.

nur wollte niemand stehenbleiben,
um die gruppe jetzt aufzuteilen;
man müsse erst den berg besteigen,
und das sind auch noch ein paar meilen.

vor ihnen stand ein monster von berg -
sie hätten ihn mur schwer bezwungen,
ihnen wurde der durchgang gewährt;
bedingung war sich einzumummen,
bevor man zum tunnelwächter geht,
der beim tor am fuss des berges wohnt,
weil dieser nicht auf gesichter steht -
und sich sicher kein streit mit ihm lohnt.



zum eingang war's nicht mehr weit entfernt,
die distanz hatten sie rasch geschafft;
und dort den wächter kennengelernt -
er hat gerade feuer gepafft.

feuer paffen war recht verbreitet;
duftbares wurde dabei verglüht.
hitze hat zum blasen verleitet; -
und derart hatte man sich bemüht,
dass man nur besten duft bereitet.

sie hohlten ihre masken hervor
oder vermumten sich anders wie,
und bewegten sich maskiert zum tor, -
fast wie im fasching wirkten sie.

jetzt, da sie den durchlass erbaten,
winkte sie der wächter nur vorbei;
'aufpassen' hat er auch geraten,
und murmelte, der weg sei jetzt frei.

und man solle bitte aufhören,
ihn beim feuer paffen zu stören.

dann zeigte er zu den laternen,
welche sie sicher brauchen werden,
und deutete sich zu entfernen -
nebst unverständlichen gebärden.

die laternen schienen abgezählt.
alle bekamen eine lampe;
nicht eine einzige hat gefehlt,
womit man sich zum eingang wandte.

aus dem tunnel kam kurz ein lichtstrahl,
der in allen farben funkelte;
zwei, drei, vier - ja sogar fünf mal,
eh sich der anblick verdunkelte.

es war der brauch das sterben zu achten,
sichtlich ist ein wesen verstorben;
die hilfe den tod zu betrachten
ist dieser art ausgedrückt worden.

selten passierte ein sterbefall;
sie lebten tausende jahre lang.
darum feierte man überall
bei diesem ereignis großen dank.
dank dafür eine chance zu sehen
irgendwann einmal selbst zu sterben.
es war wirklich schwer zu verstehen,
hier ewig nur älter zu werden.

sie betraten den tunneleingang
wo die zwei regenbögen standen; -
von einem dunklen weg der anfang
bewohnt von dubiosen banden,
welche weit und breit im ganzen land
sonst keine zuflucht mehr vorfanden.



idi und ot sind zwei rivalen,
die immer vorherrschaft begehren;
das hobby von beiden scheusalen
ist es das verderben zu lehren.

sie kennen keine bescheidenheit,
und wollen immer alles haben -
sie studieren die unnötigkeit
und verbreiten unbehagen.



eines tages hat man sie verbannt;
hier haben sie noch platz gefunden.
rechte wurden ihnen aberkannt -
ihnen und ihren höhlenhunden.

die gruppe wanderte bergeinwärts;
schimmernd glänzten höhlenwände, -
da und dort sah man das blanke erz;
gesteinsgebilde sprachen bände.

der weg führte durch die finsternis;
sie sahen lange zeit kein ende.
plötzlich kam das erste hindernis -
der weg gabelte sich in gänge.
und nirgends war herauszulesen,
welcher richtig wäre gewesen.

drei gänge standen ihnen zur wahl.
so sollten die steine entscheiden; -
dreissig - und jeder mit einer zahl
nimmt man wie sie liegen bleiben.

man wirft jeweils sechs steine vor sich,
und bestimmt nach alten gesetzen -
wirklich hochkompliziert eigentlich -
wie sich muster zusammensetzen.

diese muster wurden gewichtet,
durch die zahlen auf allen steinen,
und komplexen berechnungen nach
wusste man letztendlich zu meinen, -
die lösung sei richtig und einfach.

ganz ehrlich kann ich nicht verstehen,
wie diese methode funktioniert;
doch war es, dass sie richtig gehen.
ich habe es nie genau studiert,
und will mir das nochmal's ansehen,
weil es mich wirklich interessiert.
man multipliziert und dividiert;
danach wird die hälfte additiert,
ein geheimer faktor subtrahiert -
und so viel mit den zahlen jongliert,
dass es einen bereits irritiert.

sie hatten noch etwas zu gehen,
da erschien am horizont ein licht;
man konnte es ganz deutlich sehen -
das ende des tunnels war in sicht.



die schritte wurden immer schneller,
man kam beinahe außer atem;
das licht wurde größer und heller,
und hat bereits das ziel verraten, -
da klappte eine falltüre auf.
fast hätte man sie übersehen.
sie legten schnell ein paar bretter drauf,
und konnten leicht hinüber gehen.

es ertönte ein grässlicher ton;
der groll hallte im gesamten schacht.
idi schrie erzürnt, du teufelssohn,
was hast du mit der falle gemacht?
prompt kam ihre antwort wie ein hohn;
sie haben idi nur ausgelacht.

sobald sie die lichtung erreichten
schienen sie sichtlich sehr zufrieden;
total erschöpft sind sie gewesen -
wind gab es, zumindest ganz leichten.
sie nahmen den plan um zu lesen;
acht stunden gehzeit, stand geschrieben.
sie entschieden pause zu machen;
es ist an der zet, kraft zu tanken -
so rochen sie an vielen sachen,
bis sie in tiefen schlaf versanken.

viel zu früh gab es lautes geschrei,
schon vor geplanter morgenwache -
bei uns wäre es etwa kurz nach drei;
und dazu gab es ein gekrache.

sie waren alle gleich putzmunter,
vielleicht noch ein wenig verdattert;
ein paar steine kamen herunter;
unweit der flugfeder, die schnattert.

als man dabei war aufzubrechen,
kam diese flugfeder geflogen,
und begann damit auszusprechen,
sie hätte wichtiges verschoben,
um die gäste bergauf zu bringen,
wo es ein gescütztes plätzchen gibt; -
man würde gleich herüber springen.
und fragte, ob jemandem daran liegt,
doch lieber selbst zu fuss zu gehen
anstatt hinauf gebracht zu werden;
vielleicht um vom weg mehr zu sehen.
er stampfte auf, um sich zu erden,
und flog mit seinen worten davon.
flugfedern leben in den bergen,
und treten immer dann in aktion,
wenn es fluggäste gibt zu werben,
denn das ist ihre lebensfunktion.

heute war die wichtigste handlung -
tradition seit milliarden jahren -
die feiern zum tag der verwandlung,
wie schon zu zeiten der vorfahren,
die unserer erscheinung glichen;
es soll sich zugetragen haben,
bevor sie vom planeten wichen,
so wie es die schriften besagen.

einst jagte ein falke einen hasen;
doch der hase war derart ausgefuchst, -
er speiste gerade auf dem rasen -
hat dem falken die feder abgeluchst,
damit die kinder lernten zu schreiben,
und nicht immer hasenfutter bleiben.

die feder war eine spezielle,
sie fiel dem falken erst gar nicht auf;
es war die glaenzend schillernd helle -
der falke kam erst viel spaeter drauf.

der hase dachte nur ans fressen,
er hatte die feder vergessen;
diese fand ein kleiner wuschel,
und der verzierte damit sein haar;
da wurde der falke zur muschel,
weil ja das seine bestimmung war.

jener wuschel erlegte das tier
und warf die schale zurück ins meer -
dachte, die feder behalt' ich mir
darum gibt es keinen falken mehr.

seither war es an diesem tag brauch,
sich möglichst lustig zu verkleiden;
oder anders, das ging eben auch -
dieses spektakel zu vermeiden.

leider musste man sich beeielen,
und konnte sonst nichts anderes tun;
auch nicht auf den festen verweilen,
die auf solcher tradition beruh'n.

der flugfederschwarm trudelte ein,
und war für den transport bereit;
man fand diese möglichkeit recht fein -
immerhin war es bergauf sehr weit.

sie hatten sich sorgen gemacht,
ob das gepäck zu schwer wiegt.
die helfer haben das bedacht,
weil ihnen das am herzen liegt.

der gipfel war rasch erklommen;
unglaublich, wie schnell sie flogen -
im nu sind sie angekommen,
und zu fuss weiter gezogen,
weil die flugfedern umkehrten
und weiteren dienst verwehrten.

der abstieg hinunter ins tal
ging rascher als angenommen;
er verlief eigentlich normal -
jetzt hiess es ans ziel zu kommen.

ein kleiner hügel war zu queren,
und danach nurmehr das weite land;
ein see war irgendwo mit fähren;
wie immer kommt vom rest der anfang.

sie gingen eine zeitlang dahin -
immerhin war man gut ausgeruht;
die flughilfe war ein zeitgewinn,
weil man sich frisch doch leichter tut.

der hügel war schon überwunden,
plötzlich stand ein fremdes wesen da;
es ging soeben seine runden,
und meinte, als es die gäste sah:
'willkommen im lan der ganz kleinen,
wir freue'n uns sehr, dass ihr bei uns seid;
wir lieben es uns zu vereinen -
und das tut uns überhaupt nicht leid.
es ist schon genug zeit verstrichen,
seit wir den letzten besuch hatten -
wir lieben es gäste zu riechen.'
und hinterliess nur seinen schatten.

ein wenig komisch war der auftritt,
welchen im grunde niemand verstand;
erst danach gewann man den einblick,
warum dieses wesen rasch verschwand.

ahnungslos maschierten sie weiter;
kleine blaue fliegen tauchten auf.
sie alle wurden bald gescheiter -
der anblick wirkte auf den kreislauf;
herab stürzten milliarden gleiter.

es kam so wie es kommen musste,
der schwarm ist heruntergekommen -
es passierte, was man schon wusste,
die kleinen haben platz genommen
auf den körpern der reisegruppe.
sie konnten nicht einmal mehr sehen,
geschweite denn dass diese truppe
war im stande weiterzugehen.

man darf sich das einmal vorstellen,
wie es da den besetzten erging;
die angst saß ihnen in den zellen
bei dem abenteuer, dass anfing
alle auf die probe zu stellen,
weil unbehagen in der luft hing.

weder konnte man weitergehen
noch waren sie fähig zu sehen,
sie konnten einzig ruhig stehen.

die biester kamen nur zum riechen;
und schon nach relativ kurzer zeit
sah man sie auf dem boden kriechen,
was vorerst von den qualen befreit.

sie waren kaum zu sich gekommen,
da standen die fliegen rundherum
und haben zu surren begonnen; -
man stand im eingekreisten zentrum.

wysty hatte ein buch dabei, -
hilfreiches bei uns auf festland -
'halten sie sich von fliegen frei'
stand darin gleich ganz am anfang.

und weiter war nachzulesen,
'bei einer fliegenkonfrontation
haben sie zu allen zeiten
abhängig von der situation
folgende drei möglichkeiten:'
und das war's dann auch gewesen,
weil die folgeseite fehlte.
daher hat man sich entschieden,
dass man diese fliegen zählte
um danach pläne zu schmieden;
doch ist nicht fertig geworden, -
die fliegen sind weggeflogen
und haben den spass verdorben.
so sind sie weitergezogen,
um rechtzeitig beim fest zu sein;
es ging weiter ins land hinein.

der see lag unweit entfernt
voller wolken behangen;
sie haben bereits gelernt
im vorfeld anzufangen
sich möglichst schlau zu machen.
sie sind zum see gegangen -
dort gab's böses erwachen,
wo ein schild ist gehangen.
auf dem stand sehr gut lesbar,
dass in allen belangen
jetzt bereits betriebsschluss war.

das war nicht sehr vorteilhaft;
viele konnten nicht schwimmen.
war man nicht genug gestraft?
das konnte doch nicht stimmen.



ein winderdauge erschien;
es war immer gut gelaunt,
und pfiff ein lied vor sich hin. -
die figur hat man bestaunt.

das winderdauge lachte -
es kam mit dem gruss zuvor,
und fragte wer bedachte,
dass man die hoffnung verlor.

sie äusserten ihr anliegen,
man müsse über diesen fluss -
und könne leider nicht fliegen;
doch sei jetzt schon betriebsschluss.

das winderdauge meinte nur,
man möge ruhe bewahren;
natürlich gäb's noch eine fuhr,
sicher können alle fahren.
es sei wohl nicht immer drinnen,
wie es darauf beschrieben steht -
und man könne gleich beginnen,
dass man an bord der fähre geht.
gleich würden die schiffe da sein,
da vorne käme schon eines;
wahrscheinlich passen alle rein,
sonst kommt sicher noch ein kleines,
und transportiert wer überbleibt.
er müsse sich verabschieden;
damit hat er sich tief verneigt,
und ist ins wasser gestiegen.

wirklich nahte ein schiff heran,
das wurde größer und bunter.
es legte da am ufer an,
und liess die treppen herunter.

eilig hasteten sie auf's schiff,
auf der treppe war gedränge;
das war nicht gerade sehr wiff -
beu plokkos brach das gestänge,
und die treppe stürzte ein.
er war letzter in der menge
und fiel in die nässe hinein.

sein aufprall am wasser war laut;
es half ihm nicht viel zu jammern -
einige haben zugeschaut -
er konnte sich an's schiff klammern,
bis man ihn aus dem wasser zog,
und ihn am schiff trocken legte.
nicht, weil er wirklich sehr schwer wog,
war's, dass er sich lang nicht regte.
plokkos lag wie tod nicht in not,
viel mehr, da er trägheit lebte.
beim versuch ihn zu beleben,
bat er, man soll ruhe geben.

sie durften schon von bord gehen,
das schiff hat bereits angelegt;
man konnte am boden stehen -
einige waren aufgeregt.

angeblich war es nicht mehr weit
bis zur begehrten festlichkeit.
es gab eine kleine wüste,
die man zu passieren hatte;
und dachte dass das sein müsste
zum abschluss dieser etappe.

zuerst kam ein stück regenwald;
seine grenze war dieser see -
bis zum gedenkstein der gewalt
war zu gehen, vorbei am tee,
die lange sandmauer entlang -
so in etwa vierzehn meilen,
um dann das ziel anzupeilen.

die baumriesen ragten empor,
ruinen standen da herum,
obelisken standen davor -
obskures zeigte das spektrum.

die luftfeuchtigkeit stieg rasant,
von den bämen hingen schwaden;
dazu kam, dass man im schlamm stand -
das klima war kaum zu ertragen.

der baum, der hier stand,
seit uralter zeit -
der weilte verdammt
zu der ewigkeit
hierher verbannt;
zur freiheit bereit.



sie kämpften voranzukommen;
schrill durchbrach ein pfiff die stille -
der waldgeist hat platz genommen,
laut ertönte seine stimme:

ihr seid willkommene gäste,
doch hinterlasst keine spuren -
steigt bitte auf keine äste,
und respektiert die kulturen.

es blieb eine wolke zurück,
der waldgeist hat sich verzogen;
die wolke schwebte mit ein stück,
und ist zum himmel geflogen.



sie kamen bald an den waldrand;
vor ihnen lag die wüste heiß,
sodass man auf anhieb verstand,
dieser weg kostet sehr viel schweiß.

mit jedem schritt wurde es wärmer,
und der wind bliess zunehmend heißer,
das ziel schien ihnen immer ferner -
das sandmeer glitzerte noch weißer.

es war schwierig weiter zu kommen,
jeder meter war extrem mühsam; -
wasser ist von der stirn geronnen.
sie verloren den glauben daran,
ob man es zum fest schaffen kann.

vor ihnen wuchs ein sandberg ermpor,
riesengroß ist er da gestanden;
er stellte sich in einer weise vor,
die sie sehr merkwürdig empfanden.

der berg schien freundlich gesinnt zu sein,
seine hänge formten ein gesicht;
höhlen vermittelten den anschein
von prismen in seinem augenlicht,
die färbig in die menge strahlten,
als seine stimme gelassen sprach -
mit worten, die den gästen galten -
das durchhalten sei niemals einfach;
sie mögen ihren mut behalten.

man konnte den berg schrumpfen sehen, -
im nu war er dem sandboden gleich;
dort, wo jetzt ein paar bäume stehen,
und in der mitte ein kleiner teich.

dem drang war nicht zu widerstehen;
man ging hin, wo die oase stand -
doch aus der nähe war zu sehen,
dass die fata morgana verschwand.

weiterkommen war beschwerlich,
die hitze hat sie ausgelaugt;
sie bemühten sich ganz ehrlich
und haben an den sieg geglaubt.

leider ließen die kräfte nach;
sie mussten etwas pausieren,
und hielten sich mit mühe wach,
um bald weiter zu maschieren.

radauz packte sein fernglas aus
und studierte den plan genau;
er roch an einem blumenstrauss,
hielt ausschau und schrie plötzlich: 'schau,
dort ist die wüste zu ende!'
alle sind sie aufgesprungen,
klatschten in des nachbarn's hände,
und schnalzten mit ihren zungen,
wie sie es bei freude taten,
wenn sie eine solche hatten.

feuerblätter zeigten an,
dass man es bald geschafft hat;
und es nicht mehr weit sein kann -
was ihnen neue kraft gab.

feuerblätter waren pflanzen,
die bei der paarung nachts brannten;
man sah ihre flammen tanzen -
in verspielten varianten.

sie haben es glücklich geschafft,
die wüste zurückzulassen;
das klima war sogar traumhaft;
sie konnten es noch kaum fassen.

das fest begann morgan vor mittag,
bevor das licht am grellsten war.
viel zeit blieb nicht mehr, die man hat -
bis dahin war der weg machbar.

die rast wurde kurz gehalten,
und sehr intensiv gerochen;
dann sind alle die gestalten
voll zuversicht aufgebrochen.

jetzt war der weg nurmehr eben;
der festplatz lag auf einem berg.
er war im zentrum gelegen
und glich wahrlich einem kunstwerk.

mit kräften mussten sie sparen
und sich ressourcen einteilen,
weil sie gescheit genug waren
sich nicht unnütz zu beeilen.



man ging entlang dem ruhigen fluss,
dessen wasser noch niemals frohr; -
schon sein geruch war ein genuss,
tief atmeten sie ein davor.

laut plan war am fluss zu gehen,
bis zum holz der sieben zeichen.
von dort war bereits zu sehen,
wann sie den festplatz erreichen.

es war eine lange distanz
entlang des flusses zu gehen,
wenn auch sein kristallener glanz
wunderschön war anzusehen.

am holz der sieben zeichen,
dass dir die zukunft aufzeigt,
sieht man die zeit verstreichen,
wenn man davor stehen bleibt.

es zeigt die vergangenheit,
sowie auch die gegenwart -
und eine andere zeit,
welche energie bewahrt,
wenn sie körperlos verweilt.

es verleiht inspiration,
und man sagt, dass es auch heilt,
sofern die intuition
im eigenen sein aufkeimt.

das holz gibt gelegenheit,
sich selbst tief zu verstehen;
sowie es davon befreit,
einen irrweg zu gehen.

diese symbole sind sieben
und seit eh und je bekannt.
weil sie die wesen lieben,
gibt es sie hier auf festland.

der überlieferung nach
stand das holz früher im eis,
bis eine der feen sprach,
wie man heutzutage weiß,
dass es hier zu stehen hat,
weil es diesem platz gebührt;
was sie energisch vertrat,
und hat es selbst überführt.

nach jeweils hundert jahren
ist sie stets zurückgekehrt;
um kultur zu bewahren,
hat sie jenes holz verehrt.

und auch das heurige jahr
war eines der verehrung.
wobei es noch eines war -
eine zeit der entleerung.

man wurde sich im klaren,
wie sehr unnützes blockiert,
und konnte nicht ertragen,
was die freiheit minimiert.

am gesamten planeten
trennte man sich vom ballast.
sie feierten auf feten,
dass man jetzt alles verprasst.

das größte aller feste
aus der zeit vom überfluss
zum entsorgen der reste
bleibt als das beste zum schluss.

darum sind sie stolz
auf dieses stück holz.

sie mussten dahin noch kommen,
und der weg hat erst begonnen.

sie trafen auf stachelquappen,
welche nur das eine taten;
am ufer auf reisigmatten
wassermengen zu erraten.

wassermengen einzuschätzen
war eine alte tradition,
um sich zusammen zu setzen: -
meist in bequemer position.

die spielregeln waren recht leicht;
man warf in den fluss einen stein,
wartete, bis es allen reicht -
und fragte: 'wieviel kann das sein?'

man schrieb auf eine holzkarte,
was man schätzte - gut lesbar;
bis der werfer verlautbarte,
wieviel wasser geronnen war.

wer dem werfer am nähesten kam,
hat die runde für sich entschieden.
darauf hin war er als werfer dran,
und liess den stein ins wasser fliegen.

haben mehrere gewonnen,
hat das los den sieger gekürt;
holzkarten wurden genommen
und eine hat zum sieg geführt.

die stachelquappe war unbeliebt;
es war besser ihr fernzubleiben.
weil sie lästig keine ruhe gibt,
suchte man den kontakt zu meiden.

sie überfielen sofort jeden,
und sprachen haarsträubende sachen;
sie hörten nicht auf zu reden
und verweigerten platz zu machen.

hast du dich auf sie eingelassen,
bist du sie nicht mehr los geworden;
ihr gefasel war kaum zu fassen -
sie haben die stimmung verdorben.

alles haben sie besser gewusst;
und mussten immer recht bekommen.
sie waren ein garant für den frust;
besser man hat abstand genommen.

so sind sie einen umweg maschiert;
um dieses übel zu umgehen,
welches einen nicht interessiert;
das kann man auch sehr gut verstehen.

ausweichen war wohl recht gescheit,
doch führte ins unbekannte;
und ein wenig knapp war die zeit -
plötzlich war, dass feuer brannte.

krater brannten überall -
ein einziges flammenmeer
verhinderte so total
weitergehen mehr und mehr.

sie dachten durchzukommen,
doch war ihnen sehr bald klar,
man hat sich vorgenommen
was leider unmöglich war.

seit uralten vorzeiten
hat man diesen platz gekannt;
hier wurden alle leichen
in diesen flammen verbrannt.

auf diesem friedhof des planeten
kamen in der ruhe der flammen
seit der alten zeit der propheten
alle verstorbenen zusammen.

es strengte an zurückzugehen,
zudem war zusäzuliche distanz -
ganz vom kraftverbrauch abgesehen -
auch emotionale diskrepanz.

natürlich kamen zweifel auf.
man hatte ja auch keinen plan; -
einige waren echt schlecht drauf -
sie kamen nur langsam voran.



ein paar wollten pause einlegen,
manche stimmten für den krisenrat.
beinahe gab es streit deswegen,
doch gfylis, die gute nerven hat,
konnte die menge überreden,
jetzt nicht vorzeitig aufzugeben.

sie sind zurückgegangen,
um einen weg zu finden
an ihr ziel zu gelangen,
und sich zu überwinden
doch wieder anzufangen
zuversicht zu empfinden.

sie hatten bald den punkt erreicht,
an dem sie vom weg abbogen,
und jetzt hofften, dass vielleicht
die stachelquappen abzogen.



wie sie den fluss abwärts spähen,
wurde die hoffnung zerschlagen;
sie mussten den umweg gehen -
den weg konnte niemand sagen.

da ist am himmel aufgetaucht,
was sie nie vermutet hätten;
das unbekannte hat geraucht.
als ufo wär' die werkstätte
was das flugobjekt dringend braucht.

bald stellte sich jedoch heraus,
das man das flugobjekt gut kennt;
da kam heran mit saus und braus,
was feuer speit und gar nicht brennt.

der drache kam wieder einmal -
das war bereits klar zu sehen.
scheins war er wirklich überall;
sie blieben beruhigt stehen.

sie bestaunten die landung sehr;
die war tatsächlich fulminant,
er spuckte feuer - mehr und mehr -
seine show war interessant.

nach der landung brauchte es zeit,
bis es aufhörte zu stauben,
und der drache - vom staub befreit
begann zur menge zu schnauben:

dort wo ihr mich landen seht,
müsst ihr nach links abbiegen;
wenn ihr dann gerade geht
kommt ihr zu sieben stiegen.
dort werdet ihr spitzkriegen,
dass ihr kurz vor dem ziel steht.

ihm entkam noch ein feuer,
flügelschläge gaben wind; -
es flog das ungeheuer,
wohin sie gegangen sind.

die aussicht bald anzukommen
hob ihre stimmung ungemein;
die müdigkeit war genommen -
im herzen strahlte sonnenschein.

sie sind dorthin gerannt
wo der drache verschwand;
man hat den platz erkannt,
weil man fusspuren fand.

links konnte man nicht gehen,
da war alles, nur kein weg;
es war abgrund zu sehen,
nach unten führend sehr schräg.

guter rat war jetzt gefragt;
wohin sollten sie gehen?
zwar hat sich niemand beklagt,
doch war unmut zu sehen.

sand spritzte aus dem boden;
immerwieder schubweise
flog sand in hohem boden
den abgrund auf die reise.

es regte sich in einem loch
ein kleiner bodengräber.
dieser grub zur zeit zu hoch;
er erwies sich als ratgeber.

die gräber sind freundlich gestimmt,
waren stets zur hilfe bereit,
sie leben immer gut gesinnt,
und lächelten zu jeder zeit.

so schien auch dieses exemplar
zu sein, wie man gräber kannte,
weil es sofort zu stelle war,
grüsste und den namen nannte:

'ich bin der zweite gansu von hier,
verwandt mit gansu, dem grabhuhn;
in dieser gegend graben wir.
sagt, kann ich etwas für euch tun?'

gfylis war nicht weit gestanden,
verneigte sich und hat gesagt,
warum sie diesen platz fanden;
und auch gleich nach dem weg gefragt.

gansu begann laut zu lachen,
und zeigte mit der kralle vor;
niemand braucht sich sorgen machen -
da vorne sei das brückentor.
er selbst werde jetzt verschwinden, -
man werde das tor wohl finden.

sie entdeckten bald die brücke
mit dem prunkvollen brückentor;
ein geflecht spröder seilstücke
stand als abenteuer bevor.

je näher man der brücke kam,
desto klarer war zu sehen,
dass es zu gefährlich sein kann
gemeinsam drüber zu gehen.



am brückentor war ein zyxton
und ging gerade auf und ab.
als er sie sah, rief er schon,
er wünsche einen guten tag.

dann holte er dreimal tief luft,
und drehte sich zweimal im kreis;
er meinte, dass er hilfe ruft,
und auch, dass er selbst sonst nichts weiß.

gleich fragte radauz recht lautstark
was denn das mit der hilfe soll,
er fände das ein wenig arg
und wirklich nicht besonders toll.

der zyxton meinte daraufhin
dass er nur nach vorschrift agiert.
es macht beileibe keinen sinn,
dass man das gebot kritisiert.

wenn sie keine hilfe bräuchten,
brauche man ja nicht zu warten.
er wird die brücke ausleuchten,
dann könnten sie sofort starten.

methoden wurden nicht neuer.
um rauchzeichen zu geben,
entzündete er das feuer.
er war beschäftigt deswegen.

es war sicher nicht zu vermeiden
das abenteuer zu bestehen,
daher lies man das los entscheiden
wer als erster dran kommt zu gehen.

sie schrieben ihre initialen
auf eine seite von einem stein -
die andere war zu bemalen -,
und warfen ihn in ein erdloch rein.

das loch war schnell gegraben,
und die steine rasch gemacht -
man brauchte sich nicht plagen.
radauz hätte nicht gedacht,
dass das los ihn auserwählt,
als pionier zu gehen.
er hat seilstücke gezählt,
dreissig waren zu sehen.

man liess die steine bestimmen,
wer wann über die brücke geht;
so konnten sie bald beginnen,
ohne dass ein chaos besteht.

es gab ein paar zwischenfälle,
doch zum glück ist nichts geschehen;
man überquerte die stelle,
und es war deutlich zu sehen,
dass alle erleichtert waren,
die prüfung geschafft zu haben.
sie durften wieder erfahren,
dass es nutzlos ist zu klagen.

sie hatten die brücke überquert,
und standen wieder vor dem problem
die richtung zu wählen statt verkehrt
unwissend den falschen weg zu geh'n.

ein paar wollten gerade aus,
einige nach rechts abbiegen;
beinahe wurde streit daraus -
auf der suche nach den stiegen.

letztlich hat man sich entschlossen,
die richtung beizubehalten;
und es gelang unverdrossen
alle zweifel auszuschalten.

es war plötzlich sommerlich heiß,
immer wärmer ist's geworden;
man verlor einiges an schweiß -
manche wären fast gestorben.

es schienen hängende lichter,
zudem tönten schrille klänge;
sie wurden zunehmend dichter -
lichter hingen jede menge.

sie verstopften die gehörgänge
und bissen die zähne zusammen,
quasi als schutz gegen die klänge,
damit sie dennoch weiterkamen.

die ohren verstopften blütenblätter,
die sie zu dünnen röllchen machten;
zum rollen nahm man kleine bretter;
es war auf die finger zu achten.

sie gingen noch ein kurzes stück;
da standen die sieben stiegen.
alle empfanden großes glück,
wo sie gemeinsam laut lachten.

einzig störten stachelziegen,
welche die stiegen bewachten.
stachelziegen waren friedlich;
nur ankommen durfte man nicht.
zwar waren sie klein und niedlich,
doch war gefährlich, wenn sie sticht;
ganz abgesehen vom gestank, -
von dem wurden viele krank.

auch stachelziegen liebten duft;
so opfern sie duftblumen.
es reichte, dass man sie kurz ruft -
mit sieben lauten der runen.

diese laute hier zu nennen
wäre unklug - ganz ehrlich -
denn man muss sie sehr gut kennen,
oder lebt damit gefährlich.

klar funktionierte das sofort;
sie legten die blumen nieder,
riefen die laute an dem ort -
eine zeit lang immer wieder -
daher waren die ziegen dort.

somit waren die stiegen frei,
bloss welche sollte man gehen?
sie wählten stiege nummer drei
um oben das ziel zu sehen.

endlich oben angekommen -
es waren sehr viele stufen, -
haben sie 'hallo' vernommen;
sie folgten erschöpft den rufen.

auf dem weg hinauf nach oben
gab es ein paar schwierigkeiten;
zwei mal fehlte etwa boden,
doch wozu die einzelheiten ...

jetzt waren sie endlich oben;
auf einem herrlichen plateau -
sie sahen die menge toben;
die begrüsste sie eben so.

das fest begann zu beginnen;
man kam in letzter sekunde.
der eindruck war zu gewinnen,
sie seien ein teil der runde.


 
kapitel VII - fest

so etwa fünftausend wesen
bei entspannter atmosphäre
waren anwesend gewesen.
es war ihnen eine ehre
aus dem tagebuch zu lesen.

all die tagebuchgeschichten
wären zu viele zum schreiben;
von der schönsten zu berichten
lässt sich dennoch nicht vermeiden.

gehone hat sehr begeistert; -
sie konnte mitreissend lesen,
wie sie ihr erlebnis meistert.
alle sind entzückt gewesen.

sie war beim spazieren gehen,
es war ein wunderschöner tag.
plötzlich hat sie schwarz gesehen,
und nicht gewusst, was sie da tat.

sie spürte sich im freien fall,
war in dieses loch gefallen; -
die finsternis war überall,
ihren schrei vernahm sie hallen.

die landung hat weh getan
in einem großen dunklen saal;
sie fragte sich, wie geh ich's an;
der duft war modrig, etwas schal.

es kamen flieger geflogen,
sie surrten überall umher;
große blaue überwogen,
es herrschte reger luftverkehr.

angst jagte blut durch die venen,
das schauspiel trieb es turbulent;
furcht begann sich auszudehnen -
zwar langsam doch recht konsequent.

die flieger kamen herunter;
da landete die schar vor ihr.
jetzt wirkten sie sehr viel bunter
und fragten, sag was willst du hier?

gehone antwortet spontan,
ihr dasein sei keine absicht;
und wenn man doch ihr zeigen kann,
bitte wo geht's zum tageslicht.

da gab es lautes gelächter;
natürlich bringt man sie hinaus.
das sei job der höhlenwächter.
es ginge dort vorne links raus.

sie wollen nicht hinaus gehen;
frische luft vertragen sie nicht,
und erst recht ganz schlecht tageslicht.
sie bitten das zu verstehen.

ein netz kam herab geflogen;
sie zappelte flux gefangen, -
war mit fäden überzogen,
und ist in der luft gehangen.

wände zogen an ihr vorbei;
sodann wurde sie abgesetzt.
ein wenig später war sie frei,
völlig gesund und unverletzt.

ein paar schritte von ihr entfernt
sah sie schon die sonne scheinen;
sie hat neues kennen gelernt,
und wollte vor freude weinen.

sie striff sich das netz herunter,
und lief hinaus in die freiheit;
sie fühlte sich frisch und munter,
und genoss den rest ihrer zeit.

die geschichte hat sie bewegt,
alle wesen waren gerührt;
sie applaudierten unentwegt,
weil es dem erlebten gebührt.

es machte sinn vorzulesen.
alle konnten etwas geben, -
und waren wichtig gesesen,
damit sie auch das erleben.

das war der erste teil vom fest,
der die stimmung gehoben hat.
alle freuten sich auf den rest
an diesem wunderschönen tag.

als eine rauchwolke aufstieg,
und sich der boden darin hob,
war es, dass nur das staunen blieb,
und aufmerksamkeit das gebot.

die rauchwolke ist verschwunden, -
lichtspiele haben fasziniert;
das dauerte ein paar stunden,
dann sind die feen aufmaschiert.

wo immer die feen erschienen,
dominierte faszination;
so wie der imker die bienen
beherrschten sie die situation.

die show war einerseits pompös,
mit allem was zu bieten war,
und gleichzeitig auch seriös;
jede fee war für sich ein star.

als das spektakel endete,
sprachen sie mit lauter stimme,
dass sich das blatt wendete,
weswegen man viel gewinne.

vieles ist besser geworden,
denooch soll man nicht faul rosten;
im süden sowie im norden,
im westen und auch im osten.

so begannen die feen
ihr anliegen vorzutragen,
und es war klar zu verstehen,
dass sie sich zwar nicht beklagen,
doch die zukunft besorgt sehen.

zu viele sind eigensinnig, -
hätten sich zurückgezogen;
disharmonisch und unstimmig,
und zu wenig ausgewogen
wird die zukunft sicher grimmig.

es sei daher hoch an der zeit,
den schlendrian abzubauen, -
und daher ist es jetzt so weit
positives aufzubauen.

sie inszenierten geschichten,
mit licht- und musikeinlagen,
um misstände zu berichten
und visionen vorzutragen.

um ihre show zu berichten,
braucht man sicherlich das drehbuch;
und das lasse ich hier bleiben;
vielleicht mach' ich den versuch
dieses sonstwo aufzutreiben.

die feen haben fasziniert;
das war sinn der inszenierung.
tosend haben sie applaudiert,
dazu hatten sie allen grund.

die show hat ihr ziel nicht verfehlt,
der optimismus war spürbar.
man hat lange davon erzählt
wie wunderbar das ganze war.

es begann dunkel zu werden;
die lichter wurden abgedreht.
feuer schien die nacht zu färben;
es folgte, worauf jeder steht,
ungezwungen ausgelassen
feiern über alle masßen.

es brannten acht feuerstellen,
um die herum alle saßen;
teils auf sesseln, teils auf fellen,
wo sie die sorgen vergaßen.

gespräche waren angeregt;
man hat sich gut unterhalten.
der tag hat die geister belebt,
später blieb alles beim alten.

für gemütlichkeit stand bereit,
alles was das herz begehrte;
sie sorgten selbst für sinnlichkeit,
wenn man die düfte verehrte.

beste düfte wurden gereicht,
bis in die frühen morgenstunden;
herb oder mild, stark oder leicht, -
man hat das beste gefunden.

in den frühen morgenstunden
ist das fest doch ausgeklungen.
es schlossen die letzten runden; -
selbst das ist ihnen gelungen.

man hat den eindruck gewonnen,
dieser tag hat sie ausgelaugt; -
sie haben sich zeit genommen,
und sich den trämen anvertraut.


 
kapitel VIII - schluss

der radio begann zu spielen,
er riss frieda aus ihrem traum.
es war ein traum von vielen,
frieda erinnerte sich kaum.

frieda musste aufstehen;
zu lange blieb sie liegen -
sie sollte zur schule gehen
und ihre trägheit besiegen.

 
 
nachwort

es war nett dieses zu schreiben,
ich schrieb es einfach vor mir her;
vorerst wird es stehen bleiben,
mag sein, es liest ja irgendwer.

sicher wäre es optimal,
wenn dir daran etwas gefällt.
ich fände das wirklich genial, -
darum ist es online gestellt.

 
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