kurzgeschichten in gedichten
 
 
 
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reime & mehr - rhymes & more wachsende wortkunst
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dies, das - irgendwas

 
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dies, das - irgendwas - index

ein index der kurzgeschichten
sei üblich zu den gedichten:
  1. zum muttertag
  2. kleines, grünes steinfresserchen
  3. jung wird alt
  4. unter dem regenbogen
  5. goldfassl
  6. sehnsucht
  7. dahingedacht
  8. warum verstehen wir uns nicht?
  9. nicht zu fassen
  10. dankbar sein
  11. großstadtsyndrom
  12. ewiges spiel
  13. am weg
  14. geröstete fliegen
  15. als jesus wiederkehrte
  16. beziehungsleid
  17. motzendorf an der klagemauer
  18. der vergessene leitspruch
  19. bin ich so dumm?
  20. weltfrieden
  21. geburtstag der lüge
  22. zum geburtstag
  23. düfte der lüfte
  24. frieden
  25. lebenssinn
  26. ausnahmen
  27. schuld
  28. himmlisches gebot
  29. bunte lichter der dunkelheit
  30. zufriedenheit
  31. unwesenheit
  32. positiv
  33. eigenartig
  34. das schlechte
  35. tierfreund
  36. wortklauber
  37. ärgerlich
  38. schaffensgeist
  39. freiheit
  40. schritt für schritt
  41. fluss
  42. spekulativ
  43. geschichtsbuch der zukunft
  44. glaube
  45. fernzug
  46. abseits meiner lustlosigkeit
  47. jahreszeit
  48. der kater
  49. beziehungsfluss
  50. stadtleiden
  51. exil
  52. lächeln
  53. unter dem baum
  54. munter werden
  55. verhaltensregeln
  56. flirtfolgen
  57. herbsteinbruch
  58. schreibessenzen
  59. zeit
  60. wahrheit
  61. streit
  62. neugier
  63. brav
  64. zukunft
  65. arbeitsroboter
  66. sozialer netzwerkstress
  67. innschrift
  68. likesucht
  69. letztes blatt
  70. kaffeebohnen
  71. hintergrundmusik
  72. theoretisch
 
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dies, das - irgendwas - inhalt

zum muttertag
( So, 14. Mai 2017 15:11:30 )


oh mutter, hier vor deinem grab
sende ich dir zum muttertag
eine art gute energie -
aus meinem herzen - irgendwie.

dankbarkeit soll sie enthalten,
wenn mein gefühl dein sein erreicht -
dort im jenseits der gewalten,
wo keine zeit vielleicht verstreicht.

danke mama, weil ich lebe,
wo mutter erde uns ernährt,
und ich meine kraft da gebe,
wo zu sein den frieden erfährt.

danke mama, dass ich hier bin,
wo ich selbst für mich entscheide;
dankbarkeit habe ich im sinn,
wenn ich mich vor dir verneige -
ob innerer verbundenheit,
welche da in uns zeitlos währt -
in ihrer unverwundbarkeit,
die mich meine dankbarkeit lehrt.

ich will dich durch mein sein stärken;
durch emotionale nähe
mögest du jetzt hilfreich merken,
dass ich an deinem grab stehe.

 
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kleines, grünes steinfresserchen
( Do, 18. Mai 2017 09:40:42 )


nun war die antwort am mittwoch
lange auf die frage unklar,
warum ein stein in einem loch,
das fünfhundert meter tief war,
sobald es ihn hinunterzog,
nur zweihundert meter weit flog.

der weise rat hat bewiesen,
dass sich das phänomen erklärt;
als lösung wurde gepriesen,
wie sich der steinfresser ernährt.

es war einst in keinem märchen,
da hatten es steine nicht leicht,
wenn das grüne steinfresserchen, -
denn hat's ihm von erde gereicht,
grub es, um steine zu jagen,-
vorhatte, sie aufzufressen,
bis es schwer war im magen.
es ist solange gesessen,
bis ein steinchen geflogen kam,
welches es mit nach hause nahm.

es lebte unter der erde
in zweihundert metern tiefe, -
einzeln oder in der herde,
in den gängen - meistens schiefe,
und weil es so winzig war,
kam das tier damit sehr gut klar.
es hatte sehr scharfe zähne,
um die steine zu zermahlen,
und es brauchte sägespäne,
sowie schwarze sesamschalen.

sägespäne und auch steine
verschlangen diese steinfresser.
reste gab es danach keine,
denn nichts schmeckte ihnen besser.

tiefe löcher gruben leute
fünfhundert meter hinunter,
doch wer kiesel hinab streute,
der füllte die vorratsbunker
kleiner, grüner steinfresserchen,
die ihre beute auffingen;
sie lebten in keinem märchen,
wenn sie in den gängen hingen.

zweihundert meter flog ein stein,
denn dann wurde er gefangen,
um steinfressernahrung zu sein;
keiner ist ihnen entgangen.

 
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jung wird alt
( Fr, 19. Mai 2017 07:01:06 )


gestern bekam ich ein papier, -
auf dem las ich dies gedicht hier.

"ich will dir etwas erzählen.
wer du bist, das kannst du wählen,
denn ich weiß nicht, wer das liest,
wo niemand gedanken vermiest -
durch banales gerede,
über das ich mich aufrege,
und meinen faden verliere,
wofür ich mich dann geniere.

es ist besser aufzuschreiben,
was in meinem hirn vor sich geht,
als bei dem schwachsinn zu leiden,
den ohnehin niemand versteht.

wenn mir einmal gesellschaft fehlt,
stell' ich mir das gerede vor,
das mich in meiner welt nicht quält, -
wozu ich den bezug verlor.

in der jugend redet man viel,
doch die worte finden kein ziel,
wenn sie belächelt versanden,
weil sie aus dem hirn verschwanden.

und so stellt man irgendwann fest,
dass man nur die zeit verschwendet,
womit man es dabei belässt,
wenn die gesprächigkeit endet.

dann sucht man die weise distanz
von dem wahnsinn der zerstörung
auf der flucht vor der diskrepanz
zwischen genuss und empörung.

und irgendwann kommt man zum schluss,
dass alles das hier nicht sein muss."

ich finde es recht bedenklich,
was der mann da hat geschrieben,
wirkt es doch beinahe kränklich,
oder gar nur übertrieben.

daher schreibe ich mitnichten,
man muss nicht allem beipflichten.

 
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unter dem regenbogen
( Di, 23. Mai 2017 21:29:28 )


hier unter dem regenbogen
fühle ich mich aufgehoben.

blauer himmel ist über mir, -
es scheint die sonne - ich bin hier.
eine wolke gibt doch regen -
von sonnenstrahlen beschienen;
dieses regenbogens wegen
möchte ich den kräften dienen,
die uns diese schönheit schenken.
ich will immer an sie denken.

 
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goldfassl
( So, 28. Mai 2017 12:22:54 )


ein freund kaufte die geschichte
von einem alten bekannten,
die ich nun mit freude dichte;
einst waren wir die gespannten,
die seiner ausführung lauschten;
einen schilling gab ich ihm auch,
und als wir geschichten tauschten,
zirpten spatzen am vogelstrauch
in der nähe vom rathausplatz.
wir sind noch schüler gewesen,
und so war ein schilling ein schatz.
vielleicht wirst du den reim lesen.

das kleine goldfassl war leer,
und deswegen sehr, sehr traurig.
das ganze ist eine zeit her,
und recht lustig anstatt schaurig.

das goldfassl lief erst zur mama,
und die schickte es zum papa.

"papa goldfassl, ich bin leer,
sag mir doch, was kann ich machen?
wo bekomme ich mein bier her?"
"da gibt es schlimmere sachen.",
sprach der vater zu dem kleinen.
"du musst zur brauerei rollen.
dort sollst du zeitig erscheinen,
weil bierkühe morgens wollen,
dass sie gleich gemolken werden,
denn dann ist das bier frisch gebraut,
und es gibt keine beschwerden,
weil die kuh den hopfen verdaut,
den sie untertags mit malz frisst,
solange sie in der nacht ruht,
sodass du besser früh dran bist,
denn da ist das bier wirklich gut.",
begann papa zu erklären.
"wie komme ich zur brauerei?
das weiß ich nicht, - bitte verzeih."
fragte das keine goldfassl nach,
worauf papa fassl zu ihm sprach,
"du rollst hinunter bis zum ring, -
dort links kommst du nach ottakring
entlang den schienen vom zweier.
meide die morgige feier,
die es vor dem rathausplatz gibt,
weil man dich sonst ins lager schiebt.
in der ottakringer strasse
ist ganz draußen die brauerei,
in der ich mich füllen lasse.
du musst nur am portier vorbei;
dem versprichst du einfach ein bier,
dann öffnet er dir den schranken.
das funktioniert genau wie hier,
und vergiss nicht ihm zu danken.
darauf rollst du in den bierstall, -
den siehst du dort von überall."

das kleine goldfassl strahlte,
und begann dorthin zu rollen,
weil es sich bereits ausmalte,
was teils hat passieren sollen.

das fassl rollte wie beschrieben
den weiten weg zur brauerei,
und blieb bei einer kuh liegen.
die gab dem fassl nebenbei
genügend bier, denn es war klein,
und konnte leicht bescheiden sein.
als das fassl wieder voll war,
machte es sich auf den weg heim,
jedoch was dann geschah, war klar.

ein junge kam aus einem 'gassl',
sah und schnappte dieses goldfassl;
er schleppte das fassl nach hause,
und freute sich darüber sehr.
schon nach seiner mittagspause
war das kleine fassl wieder leer.

dem kleinen jungen war übel;
stockbesoffen saß er am klo,
und spie das bier in den kübel.
den tag verschlief er irgendwo.

die moral von der geschichte,
ist scheins eine triviale.
bier ist immer schnell zunichte,
und fließt aufs klo zum finale,
denn es kommt, wie es kommen muss, -
das klo wird immer voll zum schluss.

 
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sehnsucht
( Di, 30. Mai 2017 06:30:17 )


den interessanten ansatz
bat mich ein freund aufzuschreiben,
und so findet er seinen platz,
um ab heute hier zu bleiben.

"wie werde ich die sehnsucht los -
nach der nähe, die es nicht gibt?
zeitweilig ist sie mir zu groß,
was wohl an der erziehung liegt.

den weg beschreibt die einsamkeit,
wie mir scheint, - für längere zeit;
vielleicht heilt die natur mein leid,
wo diese mich vom zwang befreit,
die unmenschlichkeit zu erleben.
dort muss ich mich nicht beeilen
nach einer lösung zu streben,
meine krankheit schnell zu heilen,
mich nach den menschen zu sehnen,
die mir keine nähe geben.
darum bleibt mir zu erwähnen,
dein bild will ich mir aufheben."

der typ ist spurlos verschwunden, -
wo er jetzt ist, das weiß ich nicht;
hat er sein ziel schon gefunden?
ich schätze sein kurzes gedicht.

 
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dahingedacht
( So, 11. Jun 2017 16:57:47 )


heut kam ein musiker zu mir,
der hatte zum spenden kein geld;
"das gedicht gebe ich nun dir,
ganz egal, ob es dir gefällt, -
schreib' es zu deinen gedichten,
um den inhalt zu berichten.",
sagte er, - und bevor er ging,
und dann, "ich schreib' für dich ein lied,
das ich im radio für dich sing',
denn ich hab' dich unglaublich lieb."

zum abtippen seiner zeilen
will ich nun am bildschirm weilen.

"ich habe noch nichts geschrieben.
woran könnte das wohl liegen?
jedenfalls nicht, was ich wollte,
womit ich's nachholen sollte.

ich will sehen, ob mir gelingt,
jetzt ein gedicht auszuleben,
das meinem geist spontan entspringt,
statt mir später einzureden,
dass ich es doch versucht hätte,
warum auch immer dies geschah;
wenn ich gedanken verkette,
komme ich dem ergebnis nah,
etwas neues zu erkennen,
oder sonst etwas zu finden,
was es gilt verbal zu nennen,
bevor sie wieder verschwinden.

es schein mir die gedankenjagt,
die mich ganz offensichtlich plagt.

man lebt allein auf dieser welt, -
das ist mir ja schon lange klar, -
als teil, der das system erhält,
doch das leben ist wunderbar.

zu viele wollen nur wissen,
was andere alles haben;
doch was andere vermissen,
danach wird man höchstens fragen,
doch lieber nichts davon hören,
zumal vielen ähnliches fehlt.
es würde die scheinwelt stören,
wenn man menschen mit wahrheit quält.

das nenne ich scheinheiligkeit
als übliche gepflogenheit
in der kurzen zwischenkriegszeit
auf einem weg zu neuem leid.

was sind denn schon hundert jahre
von der lebenszeit der erde,
die man im leben erfahre,
so der friede real werde?

wie ein zeitpunkt der ewigkeit
erscheint mir meine lebenszeit,
sowie in einer jauchenlacke
ein kleines stück fliegenkacke.

doch die scheisse ist der dünger
für das wachstum der menschlichkeit.
wir werden besser - nicht jünger;
die mögliche gegebenheit
aktiv an uns zu arbeiten
haben wie alle permanent,
oder aber abzugleiten,
wo das feuer der hölle brennt, -
um das leid zu definieren,
das wir menschen hier erleben,
weil wir doch dazu tendieren,
das verderben anzustreben.

schlimm daran ist mittlerweile,
dass wir diesen umstand wissen,
und nutzlos scheint jede zeile -
völlig egal, wie beschissen
bei uns viele dinge laufen
in dem chaotischen haufen, -
die man zu diesem thema schreibt,
solange wir schrott an uns raffen,
denn das halten wir für gescheit,
um uns alles anzuschaffen.

wie verständlich, wer da aussteigt,
und bei sich denkt, 'diese affen!',
wo der zustand der umwelt zeigt,
dass wir vieles ändern sollten,
was wir zur zeit an unfug tun,
und das meist schon lange wollten,
aber leider - wir sind zu dumm
unsere habgier zu steuern,
die unser leben dominiert,
um unser sein zu erneuern,
so man den grund scharf minimiert.

warum's auf der erde ausschaut,
als lebten hier die mistwesen,
vor denen einem jeden graut, -
davon will wohl niemand lesen.

so ziehe ich mich nun zurück,
um an schönes zu denken;
auf meiner jagt nach deinem glück
suche ich mich abzulenken,
weil mir die destruktivität
ein wenig auf die nerven geht.

ich will lieber davon schreiben,
was als konstruktiver beitrag
hilft, das schlimmste zu vermeiden,
selbst wenn dies zu wenig sein mag.

hören wir doch auf zu leiden -
an diesem wunderschönen tag,
und falls uns menschen beneiden,
dann wissen wir woran es lag."

 
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warum verstehen wir uns nicht?
( Di, 13. Jun 2017 23:23:43 )


vieles gehört sich einfach nicht,
weil es doch nicht der norm entspricht,
was man hier tagtäglich verbricht.

manchmal gewinnt man an einsicht, -
und schreibt deswegen ein gedicht
einfach von der leber weg
beim zeitigen frührstücksgebäck,
welches ich mir heute gönnte,
und zum thema einfach schreiben will,
was man durchaus wissen könnte.

der morgen ist noch herrlich still,
und nach meiner meditation
bleibt mir jetzt noch eine stunde
pause ist der lebenssituation,
dieser "neuerlichen runde"
welche ein jeder tag darstellt,
so einem der ausdruck gefällt.

'warum verstehen wir uns nicht?'
sei die schlagzeile zum gedicht.
uns menschen meine ich mit 'wir',
denn sie und ich, wir leben hier,
wie wir alle auf der erde.
auch wenn sie und ich nicht streiten,
fehlen in der menschenherde
oftmals die gemeinsamkeiten.

missverständnisse sind normal,
und die menschen bekriegen sich;
zerstört wurde vieles total,
und ich finde das widerlich!

sie bekriegen sich im großen,
ganz genau, wie auch zu hause,
und wenn sie rempeln und stoßen,
zwingt die polizei zur pause.

die wirtschaft ist ein rauer kampf,
sowie die politik ein krampf;
da muss ich mich doch fragen,
ob die einen klopfer haben.

als antwort wär' es zu einfach,
und auch nur ein 'finger zeigen',
sowie als lösungsansatz schwach,
ja, fast müßig aufzuschreiben.

da gibt es viele ansätze
und eine menge weisheiten,
sowie auch naturgesetze
zu den uns bekannten zeiten.

die menschlichkeit endet beim geld
in dieser schönen, neuen welt,
welche vielleicht schon bald zerfällt.

mich um die erde zu sorgen,
ist wohl weiter nicht notwendig;
wenn nicht "heute", dann doch "morgen",
wird sie schon wieder lebendig;
selbst wenn wir alles zerstören,
wird das leben nicht aufhören.

"steh zu dir!" ist ein wahrer satz,
den hier wohl kaum jemand umsetzt,
und mithin mein erster ansatz;
selbigen beschreibe ich jetzt.

unser ewiges maskenspiel
bringt uns menschen kaum ans ziel,
irdischen frieden zu leben.
die frage sei zu erheben,
"wollen wir überhaupt frieden?",
und ich muss als antwort geben,
offiziell mag man ihn lieben,
doch dies ist die halbe wahrheit;
leider muss ich sie verneinen,
oder was soll ich sonst meinen?

warum verstehen wir uns nicht,
obwohl wir dasselbe wollen?
da ist doch, was ins auge sticht,
weil wir sind, wie wir sein sollen, -
aus den verschiedensten gründen,
die wir selbst gern verstünden.

manche wollen imponieren,
andere hindert ein tabu;
vieles wäre zu notieren, -
beinahe frage ich mich wozu.

die religiösen gebote
geben der kultur die note
zu den regeln und gesetzen
welche unser sein verletzen;
mag sein, notwendiger weise,
um gemeinsam zu bestehen,
jedoch denke ich mir leise,
so kann es nicht weitergehen!

uns fehlt natürlicher respekt, -
meist vor dem eigenen leben,
dass sich hinter dem schein versteckt,
dem wir uns gerne hingeben.

"denn wir wissen nicht, was wir tun",
ist scheinbar eine tatsache;
mag sein, wir kommen dadurch um,
worum ich mir sorgen mache.

 
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nicht zu fassen
( Di, 20. Jun 2017 09:02:42 )


im gespräch entstand ein gedicht,
um dabei tränen zu lachen;
wir übertrieben die ansicht,
dass wir menschen fehler machen:

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

wir sitzen, trinken und rauchen,
wo wir täglich luxus brauchen.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

die sozialhilfe zahlt schulden,
damit wirten neue dulden.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

der mist wächst uns über den kopf,
doch voll ist unser suppentopf.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

die tauben sind blad in der stadt,
wo man von allem zu viel hat.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

wir werden ewig fortsetzen,
uns für überfluss zu hetzen.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

man kann ein lied davon singen,
wie wir uns langsam umbringen.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

wir haben schulden auf der bank,
und denken dabei "gott sei dank!"

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

man lässt im bus einen fahren,
und schaut, ob's die andern waren.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

gestern lernten wir uns kennen;
die zukünftige exfreundin
will ich sie heute schon nennen,
weil ich ihr morgen untreu bin.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

ein jeder heißt die andern dumm,
und keiner weiß dabei, warum.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

den letzten einkauf schmeißt man weg,
und kauft sich dafür neuen dreck.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

wohl niemand die gesundheit kennt,
wo jeder die andern krank nennt.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

wir zerstören draußen die welt,
damit sie uns drinnen gefällt.

es ist wirklich nicht zu fassen,
wie wir uns hier gehen lassen!

 
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dankbar sein
( Do, 22. Jun 2017 19:27:34 )


ich habe lange nachgedacht,
was denn die dankbarkeit ausmacht,
und habe jahre ausprobiert,
sie aktiv in mir zu spüren;
dankbar habe ich meditiert,
hoffend mein leben zu führen,
wohin mich respekt leitet,
damit dieser sich verbreitet.

ich dankte im geist den wesen,
sowie den menschen, die ich traf.
da war vielen abzulesen,
dass man so etwas nicht tun darf;
nach der reaktion zu schließen,
wirkten die menschen befremdet,
und ließen mich derart wissen,
das empfinden sei verschwendet, -
mehr noch, - es sei nicht willkommen, -
man hat mir's übel genommen.

anders bei pflanzen und tieren,
wo mir reaktionen zeigten,
dass sie gefühle gutieren,
wenn diese sich verneigten.

nur menschliche reaktionen
glichen strafenden sanktionen!

ausnahmen schienen mir gezählt,
und zu beginn war mir nicht klar,
dass für die, denen respekt fehlt,
meine haltung unerwünscht war.

ich entschied nicht aufzugeben,
und weiter dankbar zu leben.

 
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großstadtsyndrom
( Di, 27. Jun 2017 07:53:43 )


jemand gab mir einen reim,
der lud mich zum nachdenken ein:

wenn man eine großstadt besucht,
kommt irgendwann da der moment,
wo man sie kopfschüttelnd verflucht,
sobald man ein paar leute kennt.

der beruf sei meist kein thema, -
so bliebe besserwisserei
nach dem groß-urbanen schema,
und die sei oft von fakten frei.

 
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ewiges spiel
( Do, 29. Jun 2017 17:27:45 )


unlängst bekam ich ein gedicht,
und denke nun darüber nach;
ganz unverständlich ist's mir nicht, -
vielleicht machte ich mir's zu einfach,
habe ich mir dann überlegt,
und hab' den text ins heft geklebt,
das mir nun in die hände fiel.
als titel könnte ich schreiben,
"die liebe als ewiges spiel," -
er soll nicht titellos bleiben.

"man träumt von der großen liebe, -
ein traum, der immer wieder kehrt,
wie die stufe auf der stiege,
die einem den aufstieg gewährt, -
in das erhoffte paradies,
um die hölle zu erleben,
welche man ausgebrannt verließ;
man ist dem schicksal ergeben.

wie kann es eine schande sein,
einen irrtum zu erfahren,
doch der liebe folgte die pein,
weil wir einzelkämpfer waren.

anfangs schien alles so perfekt,
bis wir zu streiten begannen,
und weit unter dem intellekt
die ersten beziehungspannen
bald zum standard ausarteten,
weil wir zu viel erwarteten,
als jeder recht haben wollte,
damit man danach allein schmollte.

es folgte ein zähes ende,
das ich anders schöner fände.

wenn man sich das jawort verspricht,
heißt das, dass man es wieder bricht;
das sei partnerschaftsdialekt,
könnte man dazu auch sagen,
der auch in der politik steckt,
wie in vielen lebenslagen.
quasi, "nix is fix, is ka witz,
wö's leb'n is wia a schleidasitz.",
wenn man auf wienerisch ausdrückt,
dass einem der vorsatz nicht glückt.

war nur der vorsatz selbstbetrug,
oder lief die beziehung dumm, -
und hat man davon gar genug,
sich das noch einmal anzutun?

die frage für sich zu klären
mag ein unerreichtes ziel sein,
um das leben zu erschweren, -
sieht man dabei irgendwann ein."

 
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am weg
( Fr, 30. Jun 2017 19:46:20 )


ich bin zu zeitig aufgewacht,
und hab' mir gedanken gemacht.

ist der letzte tag vorüber,
wird es mich hier nicht mehr geben;
und werd' ich auch nicht viel klüger,
will ich intensiver leben.

den zwang über board zu werfen,
bringt steine am weg ins rollen,
wo einen die dinge nerven, -
die da notwendig sein wollen, -
um der gewohnheit zu frönen,
und angesichts unserer zeit
vollautomatisch zu stöhnen, -
allzeit für das schlimmste bereit.

nun nur mehr einige jahre
die ruhige kugel schieben
scheint mir nicht wirklich das wahre,
und kein brauchbares anliegen.

wenn die fingernägel jucken,
soll man die hände bewegen, -
wenn die nasenflügel zucken,
ein taschentuch bereit legen,
und dann in die hände spucken,
um nur das beste zu geben.

es gibt immer erfreuliches,
wie auch täglich abscheuliches!

wozu soll man sich vergraben,
um jeden tag zu ertragen?

mühsam nährt sich das eichhörnchen
auf der suche nach den körnchen,
welche seinen weg beschreiben,
und falls diese liegen bleiben,
wird eine pflanze entstehen, -
und eines tages vergehen, -
doch zum nutzen von den tieren
frische körner produzieren.

daraus könnte ich ableiten,
die dinge liegen zu lassen,
hiesse gutes zu verbreiten, -
dinge gibt es meist in massen.

jedoch ist das ein schlechter schluss,
und führt wahrscheinlich zum verdruss.

"ich will mich am korn erfreuen,
und neue samen ausstreuen!",
mag nützlicher sein zu denken,
um am weg richtig zu lenken.
wenn sich auch oft als falsch erweist,
was man heute noch richtig heißt.

nur ein weg der erkenntnisse
vermag wissensdurst zu stillen,
und verlangt eingeständnisse,
wie einen eisernen willen.

den schicksalsschlägen zu trotzen
ist sinnvoller als zu motzen.

 
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geröstete fliegen
( Sa, 01. Jul 2017 15:07:58 )


einen schwank aus meinem leben
sollte ich zum besten geben.
ich bin kurz in mich gegangen,
und hab' die fliege gefangen,
welche auf meinem knie kroch, -
genau über mein hosenloch.

so begann ich zu erzählen,
und die gedichtform zu wählen.

man traf sich zum mittagessen, -
am tisch saßen sieben leute.
ich hatte es fast vergessen,
zumal mich "der fraß" nicht freute.

aktuell waren wildwochen,
jedoch fleisch esse ich keines;
daher ist daheim zu kochen
in den meisten fällen meines,
weil man dort nicht dazugehört,
wo einen deren essen stört.

ich bin nicht gegen fleischkonsum,
aber ein solches aufgebot
brächte mein wohlbefinden um,
und bringt mich in gewissensnot -
das schlachten zu unterstützen;
auch springt meine lust in den tod,
statt guter laune zu nützen.

ich hab' gemüsechips zerhackt, -
aus der packung nur die dunklen,
und das in die tüte gepackt.
ich sah kinderaugen funkeln,
als man volle teller brachte,
wo ich die tüte aufmachte,
um einmal hineinzulagen,
und zu knabbern anzufangen.
"kann ich bitte eines haben?",
hörte ich die kleine fragen.

"darf deine tochter das essen?",
fragte ich höflich die mutter.
sie ist neben mir gesessen,
und nahm eben ein stück butter;
"was ist das?", war ihr anliegen.
ich sagte: "das ist fischfutter -
es sind geröstete fliegen.",
und nahm mir eine hand voll nach.
die frau lies die butter liegen,
als sie ganz angewidert sprach,
"geröstete fliegen isst du?"
rundherum herrschte schweigen,
und die dame 'lies einen puh';
den konnte sie nicht vermeiden,
wo sie sich danach übergab,
und nur unverständliches schrie,
bevor sie dort regungslos lag, -
es wirkte komisch irgendwie.

die rettung war bald zur stelle,
wo der schock in gesichtern stand,
doch man saß ja an der quelle,
und hatte das handy zur hand.
ein spital war um die ecke,
von wo der rettungswagen kam.
man legte sie auf die decke,
und fing mit erster hilfe an.

sie ist bald wieder genesen,
und auf den beinen gewesen.

niemand hat etwas gegessen, -
darauf haben sie vergessen,
die da vom geschehen sprachen,
und von gerösteten fliegen.
kopfschüttelnd musste ich lachen,
und habe dazu geschwiegen.

ihr kind zwinkerte zum abschied
so frisch und herzlich - wirklich lieb.

 
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als jesus wiederkehrte
( So, 02. Jul 2017 08:22:42 )


als quizfrage wäre nicht schlecht,
"was ist denn die teufelsmesse?"
ist das ein buch von bertolt brecht,
oder gar von hermann hesse?
die jamsession im weberknecht, -
oder ehe ich's vergesse, -
die hexenfeier bei vollmond
rund um das feuer am kessel,
in dem der oberteufel thront, -
beim spiel um den letzten sessel?

zum glück gibt es das internet,
das man zur hilfe nehmen kann.
was tät' ich, wenn ich das nicht hätt',
wo schon manche suche begann,
um die lösung zu erfahren.
weil jetzt beim schreiben zeit verrann,
will ich mir gute tipps sparen.

mir fiel eine geschichte ein, -
völlig aus der luft gegriffen, -
die könnte vom teufel selbst sein,
als ihn die engeln auspfiffen.

"it is very important to say,
please fight your devil every day.",
kam mir spontan in den sinn.
doch nun zu meiner geschichte, -
sei sie der lyrik ein gewinn,
die ich hier am morgen dichte.

jesus kam zur erde zurück,
und versuchte nochmals sein glück,
diese menschheit zu belehren.
er konnte nur den kopf schütteln,
denn niemand lies sich bekehren, -
da war nicht daran zu rütteln.

er hatte schon alles versucht, -
reden hatte er gehalten,
doch man hat ihn höchstens verflucht,
anstatt die hände zu falten.

dann hat er broschüren verteilt,
welche niemand lesen wollte;
er ist sogar nach rom geeilt,
was für ihn nicht gut sein sollte,
denn er wurde nicht gepriesen,
sondern vielmehr eingewiesen.

er hat dagegen berufen,
und geschichtsirrtümer belegt,
worauf sie jesus wegschufen,
denn das hat den papst aufgeregt.

er wäre später geboren,
als dieses in der bibel steht, -
hatte er bei gott geschworen,
und das "vater unser"-gebet
sei als ganzes der pure hohn,
wo er doch ein einzelkind sei,
und dieses war er immer schon.
er kritisierte allerlei,
und ärgerte sich in briefen
an hohe persönlichkeiten,
bis ihn richter zu sich riefen,
um den prozess einzuleiten,
weil man gotteslästerung nennt,
die er schon zu lange betreibt,
und falls er sich dazu bekennt,
sehe man zu, wie man verbleibt.

doch jesus wich nicht davon ab,
wofür man ihn beschuldigte,
wobei er zu protokoll gab,
dass man den teufel huldigte,
doch die wahreheit mit füssen tritt,
denn die gesellschaft glaube "shit".

das wurde ihm zum verhängnis,
und man hörte von ihm nichts mehr,
denn der mann starb im gefängnis, -
vor ein paar jahren ungefähr.

 
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beziehungsleid
( Do, 06. Jul 2017 11:16:50 )


da sitze ich in der schnellbahn,
und neben mir ein junger mann;
plötzlich fangt er zu reden an,
nachdem er die ganze zeit schwieg,
und die garnitur stehen blieb.

"warst du schon in dieser lage,
die ich bei mir daheim habe,
wenn du an die andere denkst,
von der du träumst und ihr nachhängst,
während sie es geschehen lässt,
damit du bald neben ihr pennst?
lieber spare ich dir den rest,
den du unter umständen kennst."

und dann an eben diesem ort,
setzte er zu erzählen fort.

"heute nehme ich mir viel zeit
für die friedliche einsamkeit;
niemand will um mich recht haben,
und meine welt ist immer heil;
auch muss ich niemandem sagen,
'schatz, du bist heute so schön geil',
oder auch sonst eine lüge,
die mir in dem moment einfällt,
damit die dem zweck genüge,
und sie mir ihren arsch herhält."

ich fragte ihn nach dem grund,
nicht bei seiner liebsten zu sein;
er streichelte nur meinen hund,
und sagte, sie sei nicht allein.

danach hat er nur geschwiegen,
als der zug die fahrt fortsetzte;
und er ist wortlos geblieben,
bis ich samt hund zur tür hetzte,
um die schnellbahn zu verlassen.
zu hause nahm ich mir die zeit,
diese zeilen zu verfassen,
und reimte jenes mannes leid.

 
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motzendorf an der klagemauer
( Fr, 07. Jul 2017 22:09:27 )


motzen macht die menschen glücklich,
oder ist es nur ein ausgleich, -
sozusagen auch ein "stück ich"
im unerforschten seelenreich?

den rekord hält ein kleiner ort, -
da muss man alles beklagen;
das beklagen ist dort ein sport.
man beschwert sich statt zu fragen.

als beispiel könnte man nennen,
was diese menschen gut kennen.

man sitzt in einem kaffeehaus,
wo man erst zu lange wartet;
so schaut man zum fenster hinaus,
während der unmut ausartet,
und wenn der ober endlich fragt,
wird es zeit, dass man sich beklagt,
und zum beispiel vorwurfsvoll sagt,
"weil mich mein magen furchtbar plagt,
möchte ich gern kamillentee,
den ich hier leider niergends seh'."

der ober mag mit den worten -
"ach, der ist ja kaum verschollen;
unter 'verschiedenen sorten'
hätte man ihn schreiben sollen.
sie bekommen sofort einen.
darf's ein schälchen milch dazu sein?
honig gäb' es einen feinen,
oder soll zitrone hinein?
und ein schnäpschen dazu vielleicht,
dann fühlen's ihnen wieder leicht." -
das gemüt ein weinig heben,
doch weil man es notwendig hat,
sich ordentlich aufzuregen,
schreitet man entschossen zur tat,
und brüllt den ober lautstark an,
dass es ein riesen skandal sei,
denn man habe viel zeit vertan, -
nur wegen dieser schweinerei,
den kamillentee zu finden.
er möge bitte schnell machen,
und solle raschest verschwinden,
denn man wolle erst aufwachen.

falls man nicht sofort hinausfliegt,
wird der ober nichts mehr sagen,
bis man den kamillentee kriegt,
und dann kann man sich beklagen.

so der beutel danebenliegt,
lässt sich dies schön beanstanden, -
"wer glauben's, dass den tee reingibt?
seit heinzelmännchen verschwanden,
muss man wohl alles selbst machen.
da vergeht mir doch das lachen.".
oder sonst kann man gleich sagen,
"ausgerechnet die marke hier
müsst ihr als sortiment haben?
zu hause graust vor dieser mir!
haben sie wenigstens ersatz,
oder sind sie ein saftladen?
geh'ns, ich lasse alles am platz,
und entleere jetzt den magen."

und wenn man dann am wc war,
kann man sich erst recht aufregen,
"die kachelfarbe sei furchtbar,
und ausserdem sei man gegen
die moderne elektronik, -
statt dem handtuch zum abwischen
sei das gebläse 'a komik',
weil das zumpferl nach dem pischen
will man vielleicht auch reinigen,
und will man sich danach trocknen,
muss man sich dabei peinigen.
gebläse hin, gebläse her,
der automat sei unbrauchbar.
wenn's eine papierrolle wär',
stellte sich alles anders dar."

schließlich kann man sich beklagen,
dass das teewasser zu kalt sei,
um dem ober vorzuschlagen,
man fühle sich deshalb so frei,
den erstz auf's haus zu trinken, -
sei es doch eine schweinerei,
einen gast derart zu linken.

in motzendorf ist es bekannt,
dass menschen alles beklagen,
und es gibt den klageverband,
wo menschen, die alles haben,
etwas beanstanden können, -
und auch dem system vorwerfen,
dass sie sich davon nichts gönnen,
und dies koste ihre nerven.

weil ihnen der verband recht gibt,
ist er in motzendorf beliebt.

am rathaus hängt die geschichte,
gemeisselt in holz der fichte:

"früher hiess der ort freudenbach.
doch das ist schon sehr lange her,
denn trauer kam der freude nach,
und fröhlichkeit will niemand mehr.

leichter war sich zu beschweren,
und andere schlecht zu heißen,
denn es schien sich zu bewähren,
den menschen ins hemd zu scheissen.

als gast lass die freude daheim,
und motze bei uns im leben,
dann wirst du einer von uns sein, -
an der klagemauer eben."

es wird eine sage erzählt,
dass vor mehr als hundert jahren
sich hat ein königspaar vermählt.
ihr "ja" gaben die vorfahren
einander mitten am dorfplatz,
wo heute die statue steht.
unter dieser läge ein schatz,
doch wer sich an diesem vergeht,
würde auf der stelle sterben,
und wäre auf immer verflucht.
aus dem schatz würden nur scherben.
daher hat noch niemand versucht,
jemals diesen schatz zu bergen,
um mit viel glück reich zu werden.

die geschichte zog menschen an,
die von weit hergereist waren.
sie waren vom schatz angetan, -
zur zeit unserer vorfahren,
doch lernten dabei den missmut,
weil ihnen dort der schatz abging.
ihre laune wurde ungut,
wodurch die traurigkeit anfing.

als sie später zurückkehrten,
griff ihre traurigkeit um sich,
die sie ihre kinder lehrten,
sodass ihr lachen vom mund wich.

ein phänomen, dass man oft sieht,
stellt sich in der gesellschaft dar,
wo man mundwinckeln abwärts zieht,
weil man schon in motzendorf war, -
oder waren die eltern dort,
die den missmut weitergaben;
man erkennt die menschen sofort,
weil sie sich dauernd beklagen.

 
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der vergessene leitspruch
( Sa, 08. Jul 2017 18:08:28 )


wir saßen einmal zusammen,
und reimten manche geschichten.
man mag sein schicksal verdammen,
oder sich auch danach richten,
war ein gedanke - irgendwie,
und so fiel uns folgendes ein, -
auch das sprichwort "sag niemals nie."
sollte für uns massgeblich sein.

"schwer ist's frauen zu vergessen,
doch dies gebietet die vernunft,
dann liegt in meinem ermessen,
was immer auch kommt in zukunft.",
dachte der einsieldler immer,
der auf einer insel wohnte,
jedoch eines tages nimmer,
weil ihn das schicksal nicht schonte.

und so vergass der aussteiger
seinen leitspruch in dem moment,
als eine frau ohne kleider
plötzlich über die insel rennt,
und er natürlich hinterher;
dabei lernten sie sich kennen,
und wurden mit den jahren mehr,
denn sie waren nicht zu trennen.

und die moral von der geschicht', -
traue deinen leitsprüchen nicht!

 
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bin ich so dumm?
( Mo, 10. Jul 2017 07:33:54 )


wir menschen sind so furchtbar dumm,
weil die schrauben locker sitzen;
so dreh ich meine eben um,
damit sie vor weisheit blitzen, -
war jedenfalls eine idee,
um der dummheit beizukommen,
doch da ich die dummheit nicht seh',
habe ich damit begonnen,
mir meinen kopf zu zerbrechen,
woher die menschen das wissen,
weil sie alle davon sprechen,
intelligenz zu vermissen.

kaum höre ich jemandem zu,
weiß ich, wie dumm die andern sind.
"die andern", - das sind "ich und du",
wenn man sagt, das ein jeder spinnt.

erst glaubte ich das wirklich nicht,
aber weil das viele sagen,
fehlte mir wohl nur die einsicht,
dass wir einen klopfer haben.

so wurde mir zum anliegen,
dem phänomen nachzugehen,
um die zweifel zu besiegen,
und die menschen zu verstehen.

jedoch war ich dafür zu dumm.
vielleicht stimmt es, was die sagen,
und ich bin ein trottel darum,
weil sie leider doch recht haben.

 
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weltfrieden
( Mi, 12. Jul 2017 08:56:19 )


wir sind gleich und doch verschieden,
habe ich einmal geschrieben,
und daran mag vielleicht liegen,
dass wir menschen uns bekriegen.

wo die schlechten menschlichkeiten
positive überwiegen,
da werden die leute streiten,
und der hass wird sie besiegen,
denn die gier, wie ihr freund, der neid
wachsen durch das menschliche leid.

das war ein gedankenende.
der text fiel mir in die hände,
als ich begann ein paar kisten
sonntag morgen auszumisten.

seit ich ihn geschrieben habe,
ist einige zeit vergangen,
wobei ich mich öfter frage,
wann wird weltfrieden anfangen?

oft höre ich menschen fragen,
"was kann ich den schon beitragen?"
und ich antworte ihnen dann,
"weil jeder etwas geben kann,
haben wir die gelegenheit,
dass die zeiten besser werden.
gib einfach eine kleinigkeit,
damit wir hier nicht aussterben.
schenk ein lächeln und freundlichkeit,
sobald du keinen menschen kennst,
statt dass du grimmig herumrennst."

 
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geburtstag der lüge
( Do, 13. Jul 2017 12:23:24 )


als es weder einbildung gab,
noch ausbildung ein thema war,
lebten die menschen in den tag,
und miteinander wunderbar.

sie lebten vom vorhandenen,
und freuten sich über die zeit;
sie sprachen von vergangenem,
bei gar mancher gelegenheit,
und so lernten sie allerlei,
das sie selbst noch nicht erfuhren;
sie genossen das dasein frei
in ihren wilden kulturen.

sie lebten glücklich auf erden
von all dem, das sie da fanden,
doch es sollte schlechter werden,
wo sich menschen missverstanden.

als sie das metall entdeckten,
lernten is das werkzeug lieben;
doch sobald sie waffen checkten,
begannen sie mit den kriegen.

es wurde um geld gestritten,
und alle wollten mehr haben;
raub und mord wurden unsitten,
um sich nicht selbst abzuplagen.

so schmiedeten sie intriegen,
und haben rache geschworen;
bei diesem ende vom frieden
wurde die lüge geboren.

 
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zum geburtstag
( Sa, 15. Jul 2017 16:58:47 )




eben schien jetzt noch die sonne,
wo schwarze wolken nun sind;
kurzer regen füllt die tonne,
doch stetig weht ein leichter wind,
und blauer himmel nähert sich.
der regen ist wieder vobei, -
die sonne strahlt schon zärtlich,
und langsam wird der himmel frei
von dieser dunklen wolkenschicht,
wo sein blau in mein auge sticht.

ich genieße dieses schauspiel, -
auch weil ich geburtstag habe;
es schenkt uns die natur so viel,
wofür ich jetzt "danke" sage.

wie schade, falls der mensch zerstört,
was die natur uns bescherte,
und uns eigentlich nicht gehört, -
weil es sich bisher bewehrte.

 
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düfte der lüfte
( So, 16. Jul 2017 09:01:50 )


man saß gesellig zusammen,
wo man scheins nur alkohol trank,
als die konturen verschwammen,
und es intensiv nach wein stank.

viel alkohol ist geflossen, -
viel zu viel in rauhen mengen;
man hat die party begossen,
und wollte sich nicht einengen.

ein mann klopfte plötzlich ans glas,
und meinte laut, "ich sag euch was.
das leben ist zu beschissen,
als das nicht bereits zu wissen:
auch wenn mich freunde vermissen,
werde ich mich jetzt verpissen."

dann trank er seinen letzten schluck;
er hat noch sein glas erhoben,
jedoch hatte schon längst genug,
und fiel krachend auf den boden.

viele gäste sind gegangen,
bis wir nurmehr zu fünft waren;
dann hat ein mann angefangen,
mit dem reden fortzufahren,
und er erzählte einen schwank
aus seinem bewegten leben
zum thema alkoholgestank.
"dies hat sich wirklich ergeben.
ich fuhr einmal mit dem aufzug
siebenundneunzig stockwerke.
mich begleitete ein bautrupp, -
und stinken war seine stärke.
sie haben mach schnaps gerochen,
wie ich es zuvor niemals roch,
und mehr gelallt als gesprochen, -
ich glaube, es war ein mittwoch.
da ließ einer einen fahren,
und ein zweiter tat es ihm gleich,
bis alle, die noch da waren, -
als wäre es ein zapfenstreich, -
deutlich hörbar gepfurzt hatten,
und darüber herzhaft lachten.
das ging derart schnell von statten,
was sie da gemeinsam machten,
sodass sie ungläubig schauten,
sich danach 'high five' gaben,
und kräftig auf die wand hauten.
fast begann ich angst zu haben.
kommt leute, lasst uns nun gehen,
denn ich hole jetzt den wagen,
und will ein paar runden drehen,
um uns die zeit zu vertreiben."

ich sah die menschen einsteigen,
weil das auto vor der tür stand,
was auch der ober recht arg fand,
und bezahlte meine schulden.
der ober meinte humorvoll,
er hätte viel zu erdulden,
wo das alles sei, was sein soll.

beim gehen musste ich lachen.
eigentlich ging ich nur hinein,
um einen anruf zu machen,
und brauchte mein notebook dafür;
doch es kam anders als man denkt.
so schloss ich hinter mir die tür,
und dachte, was einen ablenkt,
darf hin und wieder komisch sein.
dann fuhr ich mit dem taxi heim.

 
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frieden
( Di, 18. Jul 2017 20:24:10 )


ich war damals zirka sieben,
und sorgte mich um den frieden.

"wie können wir frieden schaffen?",
fragte ich in schönbrunn affen,
weil kein mensch die antwort wusste,
doch ich dieses wissen musste.

da kam der grösste auf mich zu,
und sagte, "neugierig bist du, -
aber ich will dir verraten,
dass noch nie menschen uns baten,
ihnen einen rat zu geben,
und ich sage dir deswegen,
mit der politik macht ihr krieg,
und euer glaube führt zum streit."
worauf er auf das gitter stieg,
und machte sich dort oben breit.

nun sprang ich einen schritt zurück,
denn er wirkte furchterregend;
jedoch meinte er: "du hast glück!",
und die banane aufhebend,
die neben ihm am boden lag,
neigte er seinen kopf zu mir,
und flüsterte, "was für ein tag!
komm her, ich verrate es dir,
weil du hast die welt begriffen.
trinkt weniger wein, schnaps und bier,
denn stattdessen sollt ihr kiffen.

dann werdet ihr frieden haben,
und euch in zukunft vertragen."

 
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lebenssinn
( Mi, 19. Jul 2017 18:12:25 )


was erwarte ich vom leben,
und was kann ich sinnvoll geben?

weil ich hier meinen tee trinke,
wo ich diesen tag genieße,
und in gedanken versinke,
fehlt die lust, dass ich verdrieße.

da schreibe ich ein paar zeilen,
um sie dem wind vorzulesen,
und dann im facebook.com zu teilen.
"ausser spesen nichts gewesen"
ist ein zutreffendes sprichwort,
und es hat wirklich spass gemacht.
nun ja - langsam sollte ich fort.
schön ist's, wenn man darüber lacht,
was ich so zum besten gebe,
selbst wenn ich es nicht erlebe.

nun zurück zur eingangsfrage,
welche ich mir gestellt habe.

ich will erwartungsfrei leben,
um enttäuschung zu vermeiden;
eher soll es hoffnung geben,
fällt mir dabei ein zu schreiben.

den frieden zu unterstützen,
wenn ich in der gemeinschaft bin,
heißt das leben gut zu nützen, -
scheint ein erstrebenswerter sinn.

genügend hoffnung zu haben,
um sie auch noch herzuschenken,
versuche ich beizutragen,
und vielmehr weisheit beim denken
wollte ich dazugewinnen,
habe ich mir unlängst gedacht,
um mich darauf zu besinnen,
dass mir das leben freude macht,
um sie mit menschen zu teilen,
und derart weiter zu geben.
mein ziel, zufrieden zu bleiben,
würde ich gerne erleben.

falls mir das alles gut gelingt,
wird der rest sicher lebenswert,
was immer mir das leben bringt,
sei, was mich auf meinem weg lehrt.

so ich auch noch gesund bleibe,
oder schreibe ich besser 'werde',
bis ich aus dem leben scheide,
hoff' ich, dass ich glücklich sterbe.

 
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ausnahmen
( Do, 20. Jul 2017 11:03:42 )




heute hab' ich lust zu lügen,
und bescheiden will ich nicht sein,
denn ich will mich selbst betrügen, -
so richtig - mit heiligenschein.

ich könnte in die stadt fahren,
und einmal auf den putz hauen, -
wo menschen nie ehrlich waren;
in ein kaffee könnt' ich schauen,
und ein mädchen kennenlernen,
um mich anzicken zu lassen,
und mich danach zu entfernen, -
von all diesen menschenmassen,
wo ich meine wahrheit lebe,
und tiere ehrlich zu mir sind,
damit ich mich nicht aufrege, -
zumal ich das zum kotzen find'.

ach was, man muss ja nichts reden;
ich kann genauso gut schweigen,
und mir nur das treiben geben,
um dabei ehrlich zu bleiben.

ich wollte es nicht mehr hoffen,
doch ich habe sie getroffen,
bei der ich die letzte nacht blieb, -
die schon beim kennenlernen schwieg.

wir schauten uns in die augen,
und spürten beide ein gefühl;
der moment war schwer zu glauben, -
mitten in dem menschengewühl.

wir sprachen den abend kein wort,
und wir wussten keine namen,
doch gingen miteinander fort,
bis wir später ins bett kamen.

die nacht mit ihr war wunderbar,
und wir trennten uns am morgen;
ich will sagen, dass es schön war,
denn es ist fast mittag geworden.

ausnahmen gibt es überall, -
durfte ich wieder erfahren,
um die hoffnung zu ermahnen
meine sehnsucht zu bewahren.

die schlechten zeiten sind normal,
und gute eine rarität
auf dem ganzen weg zum portal,
durch das man dem leben entgeht, -
kötte man vielleicht auch sagen,
um eine einsicht zu haben.

 
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schuld
( Sa, 22. Jul 2017 08:04:56 )


ich übernehme ihre schuld, -
beichten können sie sich sparen,
denn ich bin gut geschult
im entschärfen der gefahren,
welche das leben mit sich bringt, -
wie auch das ewige schuld sein,
das eigentlich nicht unbedingt
sein muss, - als permanente pein.

doch will ich daran verdienen,
denn gratis tue ich das nicht;
weil sich geschäfte geziemen,
frage ich sie mit dem gedicht,
ob sie mir jetzt die schuld geben,
die ich ihnen abnehmen will,
oder ob sie damit leben, -
heimlich, und weiterhin so still,
sowie sie es bisher taten, -
vielleicht weil es jeder tut,
was uns die götter verbaten,
da im verbot verlockung ruht.

weit abseits der philosophie
bleibt mein angebot bestehen,
denn ich löse das irgendwie,
was sie als hinderlich sehen.

also sparen sie sich geduld,
und kontaktieren sie mich gleich.
entledigen sie sich der schuld;
und machen sie mich damit reich.

haben sie dazu noch fragen,
will ich gern für sie zeit haben.
rufen sie mich doch einfach an,
damit ich ihnen helfen kann.

 
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himmlisches gebot
( Mo, 24. Jul 2017 13:28:59 )


fünf monate bis weihnachten
können wir noch weiter schmachten ... ;)

ich hab' mein notebook vergessen,
und mit dem tablet zu schreiben
ist insoferne vermessen,
als dass sich die geister scheiden,
damit texte einzutippen
sei ein spezielles vergnügen;
so ein tablet mag sich schicken,
jedoch würde ich lügen,
dieses ausreichend zu nennen
performant weiterzukommen;
und die den unterschied kennen, -
ich hab' am keyboard begonnen, -
würden sicher auch ablehnen
das tablet dafür zu nehmen.

ich schreibe mit stift und papier,
denn zum dichten spare ich mir
technische alltagsprobleme,
für die sich die IT schäme.

ich kann niemandem vorwerfen,
schlechte arbeit zu verrichten;
trotzdem geht's mir auf die nerven
kreatives zu vernichten,
weil ein programm wieder nicht tut,
was es im moment machen soll,
denn das verursacht nur unmut,
und in weiterer folge groll, -
oder sag' ich, es ist ungut.

jetzt gab es einen wolkenbruch;
es ist halbacht am yppenplatz, -
schreibe ich heute in mein buch
in diesem gedichteten satz,
und währen ich ihn ferig schrieb,
begann die sonne zu scheinen;
den regenbogen fänd' ich lieb,
doch ich sehe nirgends einen,
und ausserden schüttet es noch.
schön langsam sollte ich gehen,
und gibt's den regenbogen doch,
könnte ich ihn vielleicht sehen,
aber das heißt, nass zu werden,
und das möchte ich vermeiden;
also will ich tee erwerben,
und länger sitzen bleiben,
um das gedicht zu beenden.
ich will später weiterschreiben,
und die zeit hier nicht verschwenden,
denn der regen hört langsam auf,
und aus zucker bin ich wohl nicht.
die nässe nehme ich in kauf,
und genieße die wolkenschicht,
die uns etwas abköhlung bringt, -
und wasser brauch' ich unbedingt.

am heimweg war er schön und toll, -
der regenbogen - grün, gelb, rot;
wie ein regenbogen sein soll, -
strahlend als himmlisches gebot.

 
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bunte lichter der dunkelheit
( Di, 25. Jul 2017 18:57:24 )




es war mir einen versuch wert, -
da waren tausende leute,
die haben sich um nichts geschert,
denn da wartete die meute
auf ein grösseres spektakel,
das mich eigentlich nicht freute.
wie ein menschliches debakel,
das mich nur deshalb nicht reute,
weil mir im vorhinein klar war,
wie die menschen reagieren.
sie sind exakt berechenbar,
und man will sich fast genieren;
die szene stellt sich traurig dar,
wie die menschen danach gieren,
ein feuerwerk anzusehen,
welches angekündigt beginnt.
knapp davor würde ich gehen, -
wusste ich gewiss und bestimmt.

wenn sie die umwelt zerstören, -
mehr als es ohnehin geschieht, -
würde mich das nur empören,
was man für eine show abzieht.

bunte lichter bei dunkelheit
am wasser draußen auf boten
erschienen mir eine gute zeit,
quasi beim spiel zu den broten
hundert flyer zu verteilen,
und kurz beim fest zu verweilen.

eintausendsiebenunddreissig
menschen bot ich den flyer an -
das war eigentlich sehr fleissig,
damit ich hundert los sein kann.

die art, wie menschen nein sagen,
obwohl man sie beschenken will,
ist fast schmerzhaft zu ertragen;
als würden sie nach bösem drill
nurmehr verschlossenheit haben.

beinahe verging mir die lust
diese zeilen hier zu schreiben,
denn ein solcher versuch bring frust, -
und auch missmut dort zu bleiben.

 
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zufriedenheit
( Mi, 26. Jul 2017 08:18:18 )




wenn du irgendwo ein herz siehst,
dessen aura vom körper strahlt,
spürst du, dass deine freude sprießt,
die in dir dein lebensbild malt.

man fühlt sich wohler, wo man spürt,
was die menschlichkeit hervorbringt, -
wo einen das leben verführt,
dass man in seine tiefen dringt.

das positivste in der welt
ist immer wieder die natur,
die sich überall zur schau stellt, -
selbst in der menschlichen kultur,
die das leben mit füssen tritt,
um niemals zufrieden zu sein, -
scheinbar völlig egal womit,
und sei es auch ein edelstein.

kurzzeitige zufriedenheit
schafft das oberflächliche glück,
und davon die verschiedenheit
führt zum lebensursprung zurück.

aber wie dem auch immer sei,
halten wir das hirn davon frei.

tät' ich, was die andern wollten,
stünd' auf der urne geschrieben,
er tat, was andere sollten,
und war immer unzufrieden.

 
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unwesenheit
( Fr, 28. Jul 2017 04:34:24 )


wir lügen uns tagtäglich an,
weil wir es nicht besser lernten;
und das netteste ist daran,
dass wir uns von uns entfernten,
sodass wir ein trugbild sehen,
dass wir realität nennen,
die wir leider nicht verstehen,
da wir uns selbst nicht erkennen.

 
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positiv
( Sa, 29. Jul 2017 06:51:49 )


ich kann das positiv sehen, -
all den morast auf dieser welt,
und mit freude hinausgehen,
damit die welt mir gefällt,
und mich dabei selbst betrügen;
um den luxus auszukosten,
will ich mich dem schicksal fügen,
wenn auch tief im herzen frosten.

 
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eigenartig
( Mi, 02. Aug 2017 18:41:09 )


"die gedanken sind spürbar hier",
dachte ich in der u-bahn mir.
neben mir nahm da ein typ platz,
und begann mir zu erzählen,
es sei zu vieles für die katz',
wo ihn die umstände quälen.

zuerst dachte ich, schon wieder -
so ein unnützer jammerant,
doch dann schrieb ich dies hier nieder,
weil ich den mann großteils verstand.

zwar war ich anderer ansicht,
aber schrieb dennoch das gedicht.

zum schluss meinte er nebenbei,
man sei im leben hier nicht frei,
und könne darüber fluchen, -
oder nasche mit am kuchen.

 
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das schlechte
( Do, 03. Aug 2017 22:47:54 )


"man soll die menschen beachten, -
also mithin danach trachten,
respekt für leute zu haben,
die einem irgendwann schaden, -
nur um ihres egos willen,
dessen gier sie dadurch stillen.
ausnahmen sind leider gezählt,
weil zu vielen die achtung fehlt.",
wusste ein mann zu beklagen, -
vielleicht auch ins glas zu sagen.

als interessantes dabei
ziehe ich doch in erwägung,
dass der umstand unstimmig sei,
denn auf grund der überlegung,
dass viele ähnliches sagen,
verunsichert mich die unstimmigkeit,
dass so viele leute beklagen,
herzlos wäre unsere zeit,
wo sie selbst sich doch bemühen,
und scheinbar nur charme versprühen.

das ist beinahe wie im stau,
wo jeder auf die anderen zeigt,
und niemand weiß dabei genau,
warum ein jeder stehen bleibt.

alle fluchen über den stau,
den sie da als lenker bilden;
fast könnte ich sagen, "jö schau,
die werden zusammenfinden."

ist denn vielleicht das phänomen,
sich selbst am wichtigsten zu sein,
in der gesellschaft ein problem,
und wahrscheinlich nicht das allein?

heißt sich selbst wichtig zu nehmen,
die gesellschaft zu bekämpfen,
oder könnte man erwähnen, -
und den realismus dämpfen, -
dass der mensch in der gesellschaft
ein anderer ist, als allein,
und in der masse grauenhaft, -
denn das muss einfach so sein,
wenn man unser leben anschaut, -
nur sagen darf man es nicht laut?

dieses "gemeinsam einsam sein"
sollten wir bald überwinden, -
zwecks linderung menschlicher pein,
und um ein stück glück zu finden.

am ende bin ich selber schlecht,
und glaub', ich mach's den andern recht.

 
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tierfreund
( Fr, 04. Aug 2017 20:18:46 )


ein tierfreund sagte ein gedicht,
das in meinen gedanken blieb;
er hat eine extreme sicht,
weswegen ich es niederschrieb.

während einer unterhaltung
bat er uns um aufmerksamkeit,
denn für die redegestaltung
stehle er uns nur wenig zeit.

"wenn mir die menschen abgehen,
rede ich mit meinen tieren,
zumal sie mich gut verstehen,
anstatt mich zu ignorieren,
denn mit den menschen zu reden
scheint mir eine sinnlosigkeit,
weil sie ihres von sich geben,
doch ist's eine gegebenheit,
dass sie nicht zuhören wollen,
und mithin verschwendete zeit,
dem irrsinn tribut zu zollen.

viele menschen sind ignorant, -
die können nicht einmal grüssen;
da hält man am besten abstand,
oder tritt sie auch mit füssen,
so wie sie dieses selbst machen;
sollen sie ihre art büssen,
und vielleicht dabei aufwachen.

ein hund erwidert einen gruß,
ein mensch reagiert mit verdruss."

mir scheint verständlich, was er meint,
auch wenn er nur sich selbst verneint.

 
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wortklauber
( Sa, 05. Aug 2017 20:07:08 )


mein smartphone wurde gestohlen, -
das nenn' ich eine sauerei;
möge sie der teufel holen,
denn dies ist eine schweinerei.

jedes schwein ist charakterlich
vielen menschen vorzuziehen;
daher entschuldige ich mich
denn vor menschen muss man fliehen,
während ein schwein friedfertig ist.
nervig kann so ein schwein schon sein,
hingegen macht es keinen zwist, -
folglich schimpf' ich "du mensch" ein schwein,
denn das macht nur beim meschen mist,
der es zwingt, darin zu leben, -
ist doch ansich ein schwein sauber,
weniger der mensch hingegen;
und diesen nenn' ich wortklauber.

wortklauber trifft uns recht genau,
oder bringt "mensch sein" auf den punkt,
denn worte spricht auch keine sau,
wo der mensch die erde auspumpt,
sobald er dafür geld erhält, -
sieht man den dreck auf dieser welt.

vielleich sollte ich bald sterben,
um danach ein schwein zu werden;
dann reicht zu fressen und grunzen
nebst auf die scheisse zu brunzen,
könnte ich vielleicht derb sagen,
um mehr spaß daran zu haben,
und das ganze zu ertragen.

zurück zum thema "handy weg",
denn endlich fehlt mir dieser dreck,
und ich komm' zu vielen dingen,
für welche mir die zeit fehlte,
und kann zeit damit zubringen,
die mich sonst das handy quälte.

mir kommt kein smartphone mehr ins haus, -
das nächste fliegt postwendend raus!

smartphone hatte ich zwar keines,
doch für mich war mein handy smart,
und ich habe wieder eines, -
jedenfalls so eins in der art

jetzt ist mein ärger hier verfasst,
wie "von der seele geschrieben, -
fällt doch jeder apfel vom ast,
um nicht ewig reif zu bleiben.
nun fiel mein ärger zu papier, -
dachte ich bei diesem reim mir.

 
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ärgerlich
( Di, 08. Aug 2017 12:15:44 )


weil der ärger in mir wütet,
will ich ein paar zeilen schreiben,
da er sonst dummheit ausbrütet,
und den unfug lass' ich bleiben.

ich kann mich dadurch ablenken,
und grüble über vieles nach.
es macht spass herumzudenken,
und diesen habe ich mehrfach.

zum einen arbeitet mein hirn,
und denkt nicht mehr an das, was war;
damit wird es hinter der stirn
ein wenig besser aushaltbar,
obwohl es mühen bereitet
das schöne in mir zu finden,
weil sich der ärger aubreitet,
anstatt einfach zu verschwinden,
und das schöne andauernd dämpft.
ich muss mich noch überwinden,
damit freude ärger bekämpft,
der nur langsam in mir nachlässt,
und sei es nur der letzte rest.

jedoch ist das schreiben hilfreich,
den ärger zu minimieren,
und recht nützlich ist es zugleich,
um mich neu zu inspirieren.

manchmal habe ich einfälle,
wenn ich die gedanken dichte, -
gleich einer gedankenwelle
mit einer neuen geschichte,
sowie jetzt eben geschehen,
um sie irgendwann zu reimen, -
und ganz davon abgesehen, -
wenn neue ideen keimen,
kann ich mich besser verstehen.

je rascher mein ärger verfliegt,
desto eher hab' ich gesiegt,
weil angefressen nichts gelingt,
was letztendlich nur spesen bringt.

sicher hilft mir meditation
meinen ärger zu vergessen,
um ohne intensivstation
das übel quasi zu fressen.

 
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schaffensgeist
( Fr, 11. Aug 2017 08:04:22 )


einfälle haben die leute,
die sind manchmal kaum zu fassen;
weil ihn die arbeit nicht freute,
begann ein freund sie zu lassen,
und begann bilder zu malen,
die seinen lebensweg zeigen;
doch niemand will ihn bezahlen,
und so begann er zu schreiben.
nun sandte er mir ein gedicht,
damit ich dieses hier schreibe,
denn es entspreche seiner sicht,
die er öfter übertreibe, -
ergänzte er zu den zeilen,
die ab sofort hier verweilen.

"umso weniger ich tue,
desto mehr arbeit bleibt denen,
die anstatt der schönen ruhe
ihre arbeit wichtig nehmen,
oder gar keinen job haben,
und sich bei der suche plagen.

würde ich arbeiten gehen,
müsste jemand daheim bleiben,
und wahrscheinlich nicht einsehen,
arbeitslos zu haus' zu leiden.

für mich soll niemand verzichten,
seine arbeit zu verrichten!

lieber bin ich selbst zu hause,
damit es genug arbeit gibt,
und bleib' ein arbeitsbanause,
der gerne in seinem bett liegt."

gut, dass nicht alle so denken,
kann ich dazu nurmehr schreiben;
jeder muss sein leben lenken, -
durch alle freuden und leiden.

 
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freiheit
( Sa, 12. Aug 2017 07:09:30 )


mein ärger ist noch verschwommen, -
vereinzelt blitzt ein gefühl auf.
er ist so plötzlich gekommen;
als wär' es einfach der verlauf
der inneren turbulenzen
zwischen jedem für und wieder
aufgrund eigener tendenzen, -
mal hoch oben - dann danieder.
dieses ewige drum herum,
und die theaterspielerei
sind mir mittlerweile zu dumm.
wann bin ich endlich davon frei?

 
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schritt für schritt
( So, 13. Aug 2017 14:06:12 )


wie ein film spielt unser leben
sich vor unseren augen ab;
man mag nach allerlei streben,
was an der vergangenheit lag,
um die ziele zu erreichen,
die man permanent im kopf hat,
während die tage verstreichen,
und trotzdem man sein bestes gab,
stellte das leben die weichen,
womit erklärbar sein mag,
dass unter schlechten vorzeichen
nichts blieb, ausser der gute rat,
die zeiten nicht zu vergleichen.

man mag es wieder versuchen,
anstatt über pech zu fluchen!

im kopfkino leben szenen,
die vorstellungen entsprechen.
man soll sie als geschenk nehmen,
und seine grenzen durchbrechen,
um darin regie zu führen,
und den überblick zu wahren.
das gelingen öffnet türen,
doch oft scheint alles verfahren,
und es geht einfach nichts weiter, -
so, als wäre alles verhext.
man wird ein wenig gescheiter;
daher schreibe ich meinen text,
denn dann geht es mir befreiter -
von gedanken, die mich plagten, -
oder waren sie auch heiter,
die in meinem gehirn nagten,
um ihren platz zu bekommen,
und welche andere jagten.
ich habe sie ernst genommen,
und ein gedicht daraus gemacht, -
da war es drei uhr in der nacht.

endlich ist mir der schritt geglückt,
nach dem ich lange ausschau hielt;
mich hat bereits der schuh gedrückt, -
und ob das schicksal mit mir spielt,
dachte ich bereits seit wochen.
endlich ist mir das gelungen!
die idee kam mir beim kochen, -
da ist der funke gesprungen.

nach dem essen ging ich daran,
meinen einfall umzusetzen,
und es klappte von anfang an
alles derart zu vernetzen,
sodass sich erfolg einstellte,
den ich so lange vermisste,
als ich die entscheidung fällte,
einen punkt meiner wunschliste
spontan in angiff zu nehmen,
und sich so zusammenfügte,
was wichtig scheint zu erwähnen,
da es für mein ziel genügte.

ein etappenziel ist erreicht,-
zumindestens aus meiner sicht;
der weg bis hierher war nicht leicht,
und bewiesen ist es noch nicht,
doch habe ich jetzt sicherheit,
den durchbruch bald zu erleben,
denn die fehlte mir lange zeit,
und das schuf zweifel am streben.

noch ist zu früh zu berichten,
worum es bei der forschung geht.
ich will später in gedichten
zum besten geben, was entsteht,
auch weil ich erst beweisen muss,
worum sich die erfindung dreht,
und damit bin ich schon am schluss,
denn ein hund, der bellt, der beisst nicht,
und ich teile diese einsicht.

 
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fluss
( Do, 17. Aug 2017 07:22:18 )


gestern schrieb ich ein paar zeilen,
und heute schreibe ich wieder,
um die gedanken zu teilen;
nurmehr schreiben wär' mir lieber.

manchmal ist es recht anstrengend
worte in reime zu fassen,
wenn gedanken herumhängend
ihre spuren hinterlassen.

dann wieder fließen die zeilen,
wie das wasser in einem fluss,
wo sich gedanken beeilen,
weil jeder unbedingt raus muss.

im fluss fließt das wasse länger,
als ein mensch auf der erde lebt;
ich fühl' mich, wie ein anfänger,
der nach endlosem fließen strebt.

endlos, - weil kein ende feststeht,
auch wenn es wohl ein solches gibt,
weil zeit meine lebensuhr dreht,
bis mein rest leblos herumliegt.

oder gibt es sonst einen grund,
mit dem schreiben aufzuhören?
lustlosigkeit oder hirnschwund
könnten meinen schreibfluss stören.

somit bin ich wieder beim fluss,
der kraftvoll das wasser bewegt;
einmal fließt ein tropfen zum schluss,
bis ihn das flussbett trocken legt.

es kommt der letzte buchstabe
aus jedem stift, wie auch von mir.
wann, das ist die gretchenfrage, -
oder auch nicht, - dann bleibt sie hier.

 
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spekulativ
( So, 20. Aug 2017 16:18:06 )


auf der suche nach einem sinn
denke ich manchmal so dahin.
neulich ist's mich überkommen,
und so habe ich begonnen,
einfach vor mich hinzuschreiben,
worüber sich geister scheiden.

manches stellt sich gar anders dar,
als es vergangen wirklich war,
doch wichtiger ist im moment,
dass man sich zu diesem bekennt.

das wichtigste ist jetzt zu sein,
gesund und seiner lage her;
die sicht ist vielleicht allgemein,
und doch wird sonst das leben schwer.

hin und wieder, da denke ich
durchaus auch über den tod nach, -
kommt dieser wohl selbstverständlich, -
und ich hoffe schön wie einfach.

das stärkt den weg meines lebens -
vorbereitend auf die reise
nach dem moment des ablegens
des daseins auf seine weise.

die reise ins ungewisse,
irgendwo sowie irgendwann,
wobei ich manchmal vermisse,
dass ich den tod begreifen kann,
der die vorstellung übersteigt,
da unser verstand nicht ausreicht,
und das vermutlich auch so bleibt,
bis die irdische zeit verstreicht.

die erkenntnis ist für mich schlimm,
jedoch fehlt mir jeder schimmer;
mir kam die frage in den sinn, -
ist der umstand denn für immer?

man müsste ein 'ja' annehmen,
weil wir nicht kurz tod sein können,
um im anschluss zu erwähnen,
den tod sollte man sich gönnen,
um die erfahrung zu haben,
und vielleicht weiter zu sagen.

'für immer' sei die kernfrage,
die ich zu erörtern wage.

unser verstand nimmt stetig zu,
und wir nützen mehr bewusstsein;
vielleicht kommt der moment im nu,
und wir bringen mehr licht hinein, -
in diese mystische sache,
die ich hier zum thema mache.

sowie körper grösser werden, -
vergleicht man generationen
an der grösse von den särgen, -
erkennt man informationen
über die kontinuität
der menschlichen evolution,
die mich zum nachdenken einlädt,
denn ich mag die variation.
die menschliche situation
enthält auch so manche option.

wie die körper, wächst der verstand -
und wir nützen mehr bewusstsein;
wir wissen heute allerhand, -
ist unser wissen auch noch klein,
so man mit der zukunft vergleicht,
was uns heute zum leben reicht.

wahrscheinlich scheint daher sehr wohl,
dass wir einmal mehr begreifen;
zuviel des hirns erscheint mir hohl,
wo die augen umherschweifen.

könnten wir die zukunft sehen,
würden wir gewissheit haben
den tod einmal zu verstehen,
und den sieg davonzutragen!

doch hätte ich angenommen,
dass wir dieses ziel nicht schaffen.
wir werden kaum soweit kommen,
denn uns leiten geld und waffen,
sowie unser neid und die gier, -
viel zu unzufrieden sind wir!

unser sein scheint lebensfeindlich,
und die entwicklung ist langsam;
zuviel luxus hilft vermeintlich,
der uns leider nur schaden kann.

doch wir entwickeln uns weiter,
und verbessern immer wieder
auf unserer lebensleiter
mehr als nur die weihnachtslieder.

die kinder zeigen mehr verstand,
als wir erwachsenen haben;
die jugend begreift allerhand,
dem 'wir alten' uns entsagen.

die evolution kommt an's ziel,
das wir menschen noch nicht kennen;
die menschheit ist ihr kaum zu viel -
man könnte sie perfekt nennen.

so wir uns nicht selbst umbringen,
wird unser verstand ausreichen
uns wohl dazu durchzudringen, -
selbst wenn jahrzehnte verstreichen, -
das leben zu unterstützen,
statt die erde auszunützen.

um in die zukunft zu sehen,
muss man den moment verstehen,
doch das müssen wir erst lernen,
oder uns von hier entfernen!

objektive realität
ist mit sicherheit vorhanden,
auch wenn jeder daneben steht, -
was schon viele herausfanden.

noch streiten wir um die wahrheit,
die wir selbst zumeist nicht kennen.
das kann man zu unserer zeit
subjektive weisheit nennen, -
oder vielleicht eher dummheit, -
selbst um den preis des verderbens;
wir fühlen uns dabei gescheit, -
bis zum augenblick des sterbens.

sobald unser verstand ausreicht,
hass und krieg zu überwinden,
schaffen wir noch weit mehr vielleicht,
als zufriedenheit zu finden,
wie auch die zukunft zu wissen,
oder den tod zu besiegen.
religionen werden wir missen, -
in der welt, - beherrscht vom frieden.

irgendwann wird es soweit sein,
falls wir uns nicht selbst umbringen,
dass uns frei von unserer pein
unfassbarkeiten gelingen,
die wir heute noch ausschließen,
weil uns die vorstellungskraft fehlt,
und sich die wahrheiten spießen,
von der jede andere quält.

irgendwann ist der spuk vorbei,
und wir leben gemeinsam frei.

wir sind dem leben verpflichtet,
weil es sonst auf uns verzichtet.

die evolution zu stützen
heißt dem leben jetzt zu nützen.

wir können dazu beitragen,
schneller zum umbruch zu kommen,
wenn wir uns der gier entsagen,
denn die zeit hat schon begonnen,
in der diese menschheit umdenkt,
um endlich nicht mehr zu hassen,
und wenn unser denken umschwenkt,
werden wir uns leben lassen,
statt uns für geld umzubringen -
im glauben, dass wir gewinnen.
wann werden wir uns aufschwingen
den weltfrieden zu beginnen?

ist uns welfriede vorstellbar,
und wird er eines tages wahr?
was wird, können wir nicht wissen,
doch besser können wir werden,
um das leben nicht zu missen,
bevor wir irgendwann sterben.

eigentlich ist unsere pflicht
dem leben dank zu erweisen;
aber leider tun wir das nicht,
und lassen es scheins entgleisen,
wie ein zug aus den schienen springt,
der achtlos in die kurve fährt,
damit er mehr noch schneller bringt,
doch sich das ziel dadurch verwehrt.

jeder umbruch ist gefährlich,
und sollte vorbereitet sein;
dafür tun wir wenig spärlich, -
macht es mir zur zeit den anschein.

je mehr ich mich jetzt bemühe,
desto besser kann ich dann sein;
wo ich energie versprühe,
kommt energie in mich hinein.

selbstverantwortung zu lehren
ist eine große aufgabe,
um uns heute zu bewähren, -
in der bestehenden lage.

wir helfen der evolution
durch innere revolution,
wenn wir fähigkeiten stärken,
welche wir sonst kaum bemerken.

je mehr wir uns selbst anstrengen,
anstatt nur herum zu hängen,
desto besser wird das leben,
dem wir unser dasein geben.

man soll keine regeln schaffen,
denn es geht um selbstständigkeit,
und um das schweigen der waffen, -
hin zu einer friedlichen zeit.

heute für morgen zu handeln
heißt verantwortung zu zeigen,
und sich zum besseren wandeln,
damit wir nicht stehen bleiben.

es ist zeit für gemeinsamkeit,
und unsere chance zu wahren.
heute ist die gelegenheit
einen erfolg zu erfahren.

wir alle sind dabei gefragt
uns täglich voranzutreiben;
selbstbewusstsein ist angesagt,
möchte ich ergänzend schreiben.

unser potential zu nützen
sei die aufgabe im leben, -
auch um dieses zu beschützen,
und uns einen sinn zu geben.

wir können nurmehr gewinnen,
wenn wir dem guten vertrauen,
und täglich erneut beginnen
unser leben aufzubauen!

einen solchen weg zu gehen
wird den frieden siegen lassen,
und uns die zukunft bestehen,
die wir dem dasein anpassen.

das positive zu geben
heißt das schlechte zu beleben,
und es zum guten zu wandeln.
in dem sinn sollten wir handeln.

wir, das sind sie und du wie ich, -
und sind wir auch unterschiedlich,
können wir gemeinsam leben,
und nach verbesserung streben.

 
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geschichtsbuch der zukunft
( Di, 22. Aug 2017 13:19:32 )


so wird's im geschichtsbuch stehen,
falls wir nicht zugrunde gehen.
"die bequeme müllgesellschaft
verbrauchte ressourcen sorglos.
sie verschwendeten ihre kraft,
denn ihr egoismus war groß.

'it's a men's world', hat er gesummt,
ist im kugelhagel verstummt,
und jetzt liegt er im massengrab -
seit diesem denkwürdigen tag.

dieses war kein einzelschicksal
zur zeit des menschlichen raubbaus;
ihre zeit war prädigital
bis zu dem jahr des supergaus,
der ihren krieg beendete,
wonach sich das blatt wendete."

es könnte positiver sein, -
so ein geschichtsbuch der zukunft;
vielleicht fällt ihnen ja mehr ein, -
als beitrag menschlicher vernunft.

 
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glaube
( Do, 24. Aug 2017 14:04:55 )


wir haben uns unterhalten,
um uns die zeit zu vertreiben,
und diese dort zu gestalten,
wo die menschen sitzen bleiben,
um einen kaffee zu trinken, -
viele allein, manche zu zweit,
die in gespräche versinken;
und diese klingen oftmals g'scheit,
sodass ich meistens erstaunt bin,
was die leute alles wissen
über unseren lebenssinn,
den sonst sehr viele missen.

da nahm ein mädchen bei uns platz,
und fragte mich plötzlich spontan,
woran ich glaube, - mit dem satz,
"verzeih, glaubst du, auf gott kommt's an?"

im moment war ich irritiert, -
verschwieg sie doch ihren namen;
ich wirkte sicher recht verwirrt, -
aber ja, - so sind die damen.

zuerst habe ich nachgedacht,
und hätte sie beinah' gefragt,
ob die sache etwas ausmacht;
dann habe ich zu ihr gesagt:

"nun, ich persönlich bin buddhist,
daher glaube ich nicht an gott,
wie sonst üblich für einen christ,
doch glaube ist für mich kein schrott.

darf ich dir nebenher sagen,
so würde ich niemals fragen;
aber das ist deine sache,
aus der ich mir wenig mache.

ohne viel zu überlegen
sage ich dir jetzt deswegen:

wer glaubt, was man nicht wissen kann,
der weiß viel mehr als jedermann,
und will menschen überzeugen,
damit sich dem alle beugen.

wahrer glaube versetzt berge,
damit dein traum wahrheit werde,
und man sein ziel gewiss erreicht,
wo zweifel der sicherheit weicht.

glaube ist die überzeugung
steine aus dem weg zu räumen,
oder aber die betäubung,
um das leben zu versäumen."

sie schaute mich nur fragend an;
langsam stand sie auf und ging dann.

 
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fernzug
( Fr, 25. Aug 2017 11:48:18 )


manchmal macht mir das leben spass,
dann wieder freut mich nichts davon;
ein emotionaler engpass
mit depressivem unterton
war wieder einmal der anlass.

versunken in meine welten
kamen erinnerungen hoch;
solche, die bereits verwelken,
und manch' andere wirken noch.

irgendwo zwischen wien und rom
traf ich diese seltsame frau;
die mir erst so sympathisch war, -
doch schon bald wusste ich genau,
sie sei für mich eine gefahr,
weil ich mich in sie verliebte,
während sie nur diese nacht will.
weil letztendlich die gier siegte,
machte ich mit bei ihrem spiel,
und dann später im schlafabteil
hatten wir unser vergnügen.
sie war tatsächlich mehr als geil -
die beste von allen zügen.

so kam uns die zeit abhanden;
wir kamen am zielbahnhof an.
"leb' wohl!", hab' ich noch verstanden;
sie zog sich an, und ging sodann
bei der schlafwagentür hinaus,
wo sie noch ein paar wörter sprach.
vorerst machte es mir nichts aus,
aber ein paar stunden danach
spukte sie mir im kopf herum.
ich wollte anderes denken,
und suchte im gehirn darum
mich mit manchem abzulenken.

das sollte mir nicht gelingen,
dabei hatte ich nichts von ihr.
bis die gedanken vergingen,
trank ich am abend zu viel bier.

manchmal schmerzen die gefühle,
und es gibt keinen knopf dafür,
der ähnlich der klospüle,
per schalter, den ich dort berühr',
macht, dass der ballast verschwindet,
der meine gedanken diktiert,
und sie lästig an ihn bindet,
was mich natürlich irritiert.

vielleicht ging es bereits frauen
genausom wie mir geschehen;
ich begann mir zu vertrauen,
dass die gedanken ergehen
und die die gefühle erlischen,
und wollte das schöne speichern, -
das schlimme endlich wegwischen,
wie die erfahrung bereichern,
an die ich mich erinnern will, -
später, falls ich einmal alt bin,
vielleicht auch schon etwas senil;
mag sein, das ist davon der sinn.

 
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abseits meiner lustlosigkeit
( So, 27. Aug 2017 11:44:12 )


was wird sich mir offenbaren
heute zu papier zu bringen?
auf der suche nach dem wahren
soll mir ein gedicht gelingen.

ich bin noch kurz ausgegangen,
als die uhr schon mitternacht schlug,
um das gedicht anzufangen,
weswegen ich mein buch mittrug.

es freut mich im moment nicht sehr,
irgendetwas los zu werden, -
und niergendwo ist irgendwer,
um mein unglück zu gefährden.

noch recht früh am sonntag morgen
scheint die stadt wie ausgestorben;
vorhin bin ich aufgestanden,
als meine träume verschwanden.

die erste runde mit dem hund
auf der menschenleeren strasse
scheint mir zum nachdenken ein grund,
wobei ich reime verfasse.

mein gedicht bekommt als namen
'abseits meiner lustlosigkeit';
ein titel ist wie ein rahmen
für die formale richtigkeit,
wo worte zusammenkamen -
als ausdruck ihrer wichtigkeit.

ich lasse die zeilen so stehen,
und werde den tag angehen.

 
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jahreszeit
( Fr, 01. Sep 2017 10:16:21 )


hörst du nicht, wie die zeit vergeht,
die auf meiner uhr kreise dreht?

bald ist auch diese sommer um, -
wie üblich - alle jahre wieder;
ich genieße das farbspektrum,
und das zwitschern vom gefieder.

ich fand ein passendes gedicht
zum wechsel dieser jahreszeit;
draußen kommt bald das tageslicht,
dem noch der mond scheint zum geleit.

ich sitze neben dem ofen,
und will ihn gerne anzünden,
um ein paar gedichtsstrophen
wissbegierig zu ergründen.

draußen ist's schon kalt geworden,
weil der winter in das land zieht;
erst spät dämmert der morgen,
welchen man am horizont sieht.

so zünde ich den ofen an, -
auf dem weg unter die decke;
damit der winter kommen kann,
und ich dabei nicht verrecke.

eben hatten wir noch sommer,
als wir die hitze beklagten;
jetzt regieren blitz und donner,
als erscheinung des besagten.

ich will den moment genießen,
statt am umstand zu verdrießen!


 
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der kater
( Sa, 02. Sep 2017 13:55:03 )


der kater ist wieder zurück, -
nach zweieinhalb wochen - zum glück -
kam er stark verletzt nach hause, -
um sechzehn uhr - zur teepause.

die hinterläufe sind zu schwach,
um sein hinterteil zu tragen;
mit letzter kraft zog er es nach;
wo er war, kann niemand sagen.

die wunden bluteten nicht mehr,
die groß auf seinen beinen sind;
sicherlich leidet das tier sehr, -
zum tierarzt fuhren wir geschwind.

glück im unglück hatte das tier,
denn nichts schien gebrochen zu sein;
daheim fraß er mit großer gier,
und nach dem fressen schlief er ein.

sein schwesterherz kennt ihn nicht mehr, -
sie pfaucht nur, und flüchtet sogleich, -
so, als wäre er irgendwer;
er braucht einen sonderbereich,
bis er wieder bei kräften ist;
ich bin froh, dass er herzhaft frisst!

die brutalität der natur
ist eine eigene kultur!

aufpäppeln ist jetzt angesagt, -
und viel liebe braucht der kater,
der sich bei jedem schritt sehr plagt, -
und dennoch laut geschnurrt hat er.

ein wenig ist es schauderhaft,
wie sehr ich mich eben freue,
weil es mein kater "auf's kistl" schafft,
wo ich frischen sand einstreue.

wie nah man doch dem leben steht,
wenn sich der tod vor einem zeigt;
und man erst merkt, wie schnell doch geht,
dass der sensenmann sieger bleibt.

 
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beziehungsfluss
( So, 03. Sep 2017 10:11:37 )


eben habe ich nachgedacht,
und die geschichte, die da steht,
zeigt, wie gemeinsamkeit ausmacht,
dass diese in die hose geht.

die zwei verliebten sich spontan,
und lebten gemeinsam fortan.

bald standen sie vor dem altar,
zumal das noch so üblich war.

sie schienen ein traumpaar zu sein,
doch was glänzt, bleibt nicht immer fein.

weil man schwächen nach stärken sieht,
sobald sich die maske verzieht,
zerbricht so manche partnerschaft,
und dies schmerzt oftmals grauenhaft.

wenn wir ehrlich zu uns sind,
fallen die masken hand in hand,
doch für uns selbst sind wir oft blind,
und nicht immer reicht der verstand.

die schuld muss beim andern liegen,
auch damit wir zuspruch kriegen,
denn selbst hat man fast immer recht, -
und was gut war, ist plötzlich schlecht.

sehr bald trennten sich die beiden,
um das schlimmste zu vermeiden.

er heiratete bald wieder,
und sie schrieb die hochzeitslieder.

 
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stadtleiden
( Di, 05. Sep 2017 12:58:23 )


ein freund gab mir diese zeilen,
und bat mich diese zu schreiben,
um sie mit lesern zu teilen;
er möchte ungenannt bleiben.

es sei provokativ gemeint,
fügte er seinen versen bei,
doch sei auch wahres mitgereimt -
verpackt als lyrischer aufschrei.

"hier gewöhnt man sich wirklich ab,
menschen ein lächeln zu schenken;
das finde ich irgendwie schad',
doch sein haupt abwärts zu senken
erspart einem diese blicke,
die freudlos durch's leben ziehen, -
echt zum kotzen, aber bitte.
zum glück kann man dem entfliehen,
denn verbessen lässt sich das nicht;
selbst wenn man zu lächeln versucht,
lächelt hier zurück kein gesicht, -
bis man diese menschen verflucht.

den menschen fehlt interesse
am freundlicher gemeinsamkeit;
winkeln hängen von der fresse,
und dies scheinbar die ganze zeit,
sodass ich es schon satt habe,
diese visagen zu sehen;
und dieser umstand ist schade,
denn es ist nicht durchzustehen,
ein fröhlicher mensch zu bleiben,
wenn ich die leute betrachte,
und so möchte ich vermeiden,
dass ich sie auch noch verachte.

ich vermeide den blickkontakt,
und auch mit menschen zu reden,
weil mir das ganze nicht behagt,
und nun wissen sie weswegen."

seinem gedicht merke ich an,
dass ich auch anderes erfuhr,
weswegen ich nicht sagen kann,
'so' ist die menschliche natur.

 
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exil
( Sa, 09. Sep 2017 08:10:37 )


ein guter freund zog ins exil,
und schreibt hin und wieder nicht viel.
nach jahren die ersten zeilen
sollen ab jetzt hier verweilen.

"wundert dich, dass ich jetzt schreibe,
und lieber auf distanz bleibe?
ich will niemandem unrecht tun,
nur lief die vergangenheit dumm;
und weil erfahrungen prägen,
bin ich alleine deswegen.

ich habe lange nachgedacht,
und war oft wach - jede nacht,
weil mir die gesellschaft fehlte,
die mich eigentlich nur quälte.

darum kam ich einmal zum schluss,
dass dieser umstand nicht sein muss,
und zog mich ins exil zurück -
auf der suche nach meinem glück.

ob ich mein glück finden werde,
bevor ich irgendwann sterbe,
kann ich heute noch nicht sagen, -
aber ruhe werd' ich haben.

die leute nerven mich nicht mehr,
denn die umwelt ist menschenleer.

man muss auf einem weg gehen,
um am schluss im ziel zu stehen.

auch wenn wir uns nicht mehr sehen,
werde ich mich nicht umdrehen.

mir sagt der schatten des baumes,
nähe bedarf keines raumes.

sag den menschen hallo von mir,
viele grüsse schicke ich dir."

ich las den brief zum zigsten mal,
denn dieser lies mir keine wahl -
zumal der freund ein guter ist,
und man gute freunde vermisst.

 
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lächeln
( Do, 14. Sep 2017 08:51:59 )


in der stadt musst du ernst schauen.
möglichst unfreundlich sollst du sein!
das gilt vor allem für frauen
im anonymitätsverein.

sie schrieben in einem schundblatt,
wie lächerlich man es fände,
dass man im ausland kurse hat,
und dafür die zeit verschwende,
freundlich schauen zu erlernen.
hier scheint die grimmigkeit gefragt,
denn lächeln kommt von den sternen.
weh dem, wer hier zu lächeln wagt!
probiere es doch einfach aus,
unterwegs freundlich zu schauen!
die reaktionen sind ein graus,
und du wirst den hut draufhauen,
wie es bei uns im volksmund heißt,
denn für's lächeln will man hier geld,
wo man sonst scheins nur um sich beisst,
und uns freundlichkeit vorenthält.

von zehn werden acht wegblicken,
oder sie schauen zu boden,
als würdest du sie anzicken,
oder wärest du verschroben.

man überrumpelt sie damit,
könnte man beinahe meinen;
so, als wärest du ein frustdieb,
verhalten sie sich zum weinen.

menschen werden sich benehmen,
als fänden sie dich abnormal;
da kann man vieles erleben, -
es ist wirklich phänomenal.

ein mensch wird ein lächeln zeigen,
sobald du ihm ein solches gibst,
und mit sicherheit nur schweigen,
doch sein froh, wenn du eines kriegst!

im durchschnitt lächelst du zehnmal,
und bekommst es einmal zurück,
als wäre lächeln eine qual,
oder brächte menschen unglück!

diesem erwähnten schundblatt nach
ist den menschen der frust lieber.
ich ignoriere das einfach,
und probiere immer wieder,
menschen ein lächeln zu schenken,
auch wenn es diese befremdet,
oder was weiß ich sie denken,
wird doch ein lächeln gespendet.

 
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unter dem baum
( Fr, 15. Sep 2017 19:23:27 )


wenn ich diesen baum betrachte,
spüre ich seine energie;
als ich bei ihm zeit verbrachte,
beschäftigte mich poesie.

so ist es neulich geschehen,
als mir dieses gedicht einfiel,
wo sehr viele bäume stehen, -
berauschend durch ihr blätterspiel.

im rauschen der grünen blätter
ist zu schreiben ein vergnügen;
überhaupt bei schönem wetter
ist's genuss in vollen zügen.

manchmal wäre ich gern ein tier,
um für immer hier zu leben;
der lebensraum gefiele mir,
um mein sein dem baum zu geben.

 
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munter werden
( Mo, 18. Sep 2017 08:04:40 )


ich sehe vor dem fenster
vermutlich keine gespenster,
wo der mond hoch am himmel steht,
und ein mensch dort auf mich zugeht.

was ich da sah, glich meinem traum,
den ich kurz davor erlebte, -
und ich glaubte das zuerst kaum,
weshalb ich den verdacht hegte,
dass ich noch gar nicht munter war.
ob sich der traum real machte,
schien im moment mehr als unklar.
aber da ich bewusst dachte,
schlief ich mit sicherheit nicht mehr.
allmählich kam mir in den sinn,
da ist tatsächlich irgendwer, -
und dass ich wirklich munter bin.

 
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verhaltensregeln
( Mi, 20. Sep 2017 12:15:18 )


lächeln sie nie auf der strasse,
weil sie menschen damit stören;
viel zu viele in der masse
würde ihr lächeln empören!

menschen empfinden anmache,
falls sie angelächelt werden;
mag sein, das ist ihre sache,
doch sie könnten schelte erben.

die menschen fühlen sich bedrängt,
wenn man ihnen ein lächeln schenkt!

schauen sie recht angefressen!
das sollten sie nie vergessen,
wenn sie angepasst sein wollen.
üben sie daheim zu schmollen!

kleiden sie sich blau oder grau;
zur not kommt auch schwarz in frage.
tragen sie nie farben zur schau, -
jahr ein, jahr aus - alle tage!

man muss sich nicht dafür schämen,
dieses gedicht ernst zu nehmen,
um in zukunft freundlich zu sein.
ich lade sie zum lächeln ein!

 
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flirtfolgen
( So, 24. Sep 2017 09:57:55 )


der ausblick vor meinen scheiben
eignet sich, ihn zu beschreiben.
kleine häuser, wie modelle,
wurden in die natur gebaut,
sowie man sich das vorstelle,
dass ein kleiner ort ausschaut,
der in den feldern gelegen
etwas natürliches ausstrahlt;
vielleicht erscheint mir deswegen,
er sei in die landschaft gemalt.

anlässlich der gelegenheit
fiel mir eine geschichte ein;
ich nehme mir deswegen zeit,
und mache daraus einen reim.

eine frau suchte einen mann,
und so ging sie am abend aus,
womit später ein flirt begann, -
am stadtrand in einem gasthaus.

ein junger mann saß an der bar,
der ihr auf anhieb sehr gefiel,
weshalb man sich bald einig war,
und die frau erreichte ihr ziel, -
hatte sie insgeheim gedacht;
doch weil es das schicksal wollte,
hat sie die nacht anders verbracht,
als ihr morgens lieb sein sollte.

die zwei wollten eben gehen,
da kam sein bruder auf sie zu;
er hatte sie gleich gesehen,
und rief, "hallo joe, was machst du?"

so ist ein gespräch entstanden,
und die drei tranken und lachten,
bis sie gemeinsam heim fanden,
und die nacht liebend verbrachten.

einzelheiten kenne ich nicht,
und sind nicht inhalt vom gedicht.

mir hat das dieser typ erzählt,
als ich ihn bei einem fest traf;
vielleicht hat die wahrheit gefehlt,
denn sonst wirkt er immer so brav.

einige haben das gehört,
die rundum gestanden waren,
und sich darüber sehr empört.
"er möge sich bitte sparen,
von einer schlampe zu reden!",
kam es bald laut aus der menge,
und alle pflichteten ihm bei.
der typ verschand im gedränge,
weil ihm das ganze zu blöd sei,
hat er kopfschüttelnd kommentiert,
doch die leute schimpften weiter.
auch ich habe mich absentiert, -
dies schien mir damals gescheiter,
denn sie beschimpften nur die frau;
es fielen unschöne worte,
von 'schlampe' bishin zu 'drecksau',
und noch viel mehr von der sorte.

mir wird immer unklar bleiben,
woran solche menschen leiden!

warum beschimpfen sie jemand,
den sie überhaupt nicht kennen?
ehrlich und offen gestanden
will ich das schon chuzpe nennen.

ausserdem ist, was mir missfällt,
dass man eine frau schlampe heißt,
aber einen mann weiberheld;
soetwas geht mir auf den geist!

 
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herbsteinbruch
( Mo, 25. Sep 2017 09:23:44 )


mir scheint, es ist der herbsteinbruch
ein ernster jahreszeitenfluch
für einen depressionseinbruch
und meinen widerstandsversuch.

wenn der herbst seine spuren zeigt,
ist auch der winter nicht mehr weit.

 
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schreibessenzen
( Mi, 27. Sep 2017 13:29:59 )


ein gedicht zu schreiben ist leicht;
als zutaten benötigt man
zeit, die einem zum schreiben reicht,
und eventuell schon begann.

die lust zu schreiben ist wichtig,
die ein wohlbefinden bedingt;
sie scheint als essenz einsichtig,
damit eine session gelingt.

ebenso schreibstift und papier
sind eine erforderlichkeit;
das habe ich immer bei mir, -
quasi als selbstverständlichkeit.

wenn ich in die ferne schaue,
ist immer etwas zu sehen,
und sei es auch nur das graue
an den mauern, die dort stehen.

das grau wirkt reichlich langweilig;
dafür ist der schmutz kaum wahrnehmbar.
genügend dreck ist anteilig,
und der scheint kaum mehr abwaschbar.

ein gedicht vom schmutzpartikel
könnte derart jetzt entstehen;
für einen zeitungsartikel
dürften sich zeilen ausgehen.

vom schmutzpartikel an der wand
schreibe ich ein anderes mal,
denn er sei thema am rand,
ist dieser doch ein sonderfall,
ging es doch um die zutatem,
um ein gedicht zu verfassen.
mag sein, man ist gut beraten,
die gedanken los zu lassen,
um flüssig dahin zu spinnen,
was immer im gehirn auftaucht,
und sich darauf zu besinnen,
auch wenn manchmal der schädel raucht.

verdiente man auch noch damit,
dann wäre das schreiben ein hit.

 
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zeit
( So, 01. Okt 2017 11:52:28 )


die zeit heilt jegliche wunden,
ist sie erst einmal verschwunden!

zeit gibt es, - die habe ich nicht,
weil ich ihr hinterherlaufe,
in der andauernden absicht,
dass ich ein- oder verkaufe.

ich wünschte mehr zeit zu haben,
aber ich habe gar keine,
denn ich konnte sie nicht tragen,
oder kommt irgendwann meine?

die zeit vergeht viel zu rasant!
vorhin habe ich sie verpasst,
vielleicht hielt ich zu viel abstand,
oder war ich zu sehr in hast?

ich möchte bewusster leben,
und mehr zeit damit verbringen!
möge dir auf deinen wegen
bewusst zu leben gelingen.

 
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wahrheit
( Di, 03. Okt 2017 21:59:24 )


auf der suche nach der wahrheit
finde ich ein stück; - wie gescheit
dieses doch da liegt auf dem weg,
und schrill funkelt, wie ein beleg
für den sinn des gegangenens
des im system gefangenens.

das stück wirkt so erwartungsvoll;
"weil ich es endlich nehmen sill",
sagt mir die innere stimme,
wenn ich mich auf sie besinne,
und komme dabei zu dem schluss,
dass ich die wahrheit haben muss.

ich lange zu der wahrheit hin,
doch dabei kommt mir in den sinn,
dass ich sie wohl kaum verstehe,
nur weil ich sie vor mir sehe.

trotzdem stecke ich das stück ein,
denn diese wahrheit ist nun mein,
und könnte einmal wertvoll sein.

sie bekommt einen ehrenplatz,
und vielleicht ein schild mit dem satz,
"ich bin als wahrheit vorhanden,
wenn auch von dir unverstanden.",
um es einmal wegzuschmeißen,
und sie willkommen zu heißen.

 
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streit
( Fr, 06. Okt 2017 12:24:03 )


heute bin ich mitten in der nacht
ganz unerwartet aufgewacht.

ich entleerte meine blase,
und schaltete die heizung ein, -
lies entweichen meine gase,
und schüttete den tee hinein
in die tasse für den morgen.
langsam ist es hell geworden.

benommen hab' ich nachgedacht,
und dabei zu papier gebracht:

sie streiten im gemeindebau,
sie streiten in der politik;
ebenso streiten mann und frau,
und sinnlos ist da die kritik.

fehlt uns wirklich die energie
für die friedliche harmonie?
das streiten gehört zum leben,
wie bei zeiten zu vergeben.

wer wirklich frieden haben will,
der findet diesen im exil,
denn scheins macht man sich unbeliebt,
wenn einem viel am frieden liegt.

 
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neugier
( So, 08. Okt 2017 11:45:28 )


der hahn weckt seine hühner auf,
der stier springt schnell auf die kuh drauf,
der eber hüpft noch rasch auf's schwein,
da kommt die bäuerin herein,
und meint beim anblick liebevoll,
"ihr treibt es heute wieder toll"!

am bauernhof ging's lustig zu!
stell dir vor, der bauer bist du,
und sag, was würdest du machen,
außer erst einmal zu lachen?

schreib mir jetzt deine ansicht -
auch gereimt - in einer nachricht.

 
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brav
( Do, 12. Okt 2017 01:38:49 )


da denke ich manchmal zurück,
und finde ein gedankenstück.

die dame hat mir gefallen,
die ich gestern im cafe traf;
auch begann ihr blut zu wallen,
jedoch blieben wir beide brav.

dies schrieb ich vor einiger zeit;
es ist unlängst spät gewesen,
und ich hatte gelegenheit,
diesen reim nochmals zu lesen.

warum sagt man dazu "brav sein",
wenn man bedürfnisse verneint?
brauchen wir den heiligenschein,
damit man ausdrückt, was man meint?

im leben entgeht uns vieles
bis zum erreichen des zieles
oft auch der üblichkeit wegen
unserer natur entgegen.

so zwingen wir uns zu rollen,
obwohl wir anderes wollen.

manchmal bin ich gern alleine,
und tue einfach das meine,
um mein sein darauf zu bauen,
meinem schicksal zu vertrauen.

immer länger wird die vergangenheit
in ihrer gier nach meiner zeit.

 
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zukunft
( Mo, 16. Okt 2017 07:56:09 )


wie oft werd' ich noch aufwachen, -
morgens die augen aufmachen?
war es heute das letzte mal?
das schicksal lässt mir keine wahl,
und ich werde es erfahren,
wenn meine tage um waren,
sodass der tod mein leben nahm,
weil ich an mein lebensziel kam.

wie lange die zukunft dauert,
die wir auf erden erleben,
und wo der tod uns auflauert,
weiß niemand auf seinen wegen.
auch deshalb ist die ganze zeit
das leben eine kostbarkeit.

 
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arbeitsroboter
( Di, 17. Okt 2017 21:07:04 )


ein freund hat mir einmal erzählt,
dass ihm die vergangenheit fehlt.
er hat in die zukunft geschaut,
und seinen augen nicht getraut.
es gab einen zeitungsbericht,
der spannende zeiten verspricht.

ich habe ein gedicht verfasst,
damit sein bericht hierher passt.

im logbuch der letzte eintrag
war für die klärung ein beitrag.

"mein roboter geht arbeiten, -
in die alte autofabrik;
restenergie abzuleiten
beherrscht seine automatik,
und dank seiner zuständigkeit
sind wir mit energie versorgt,
und frieren nicht die ganze zeit.
wir haben energie verborgt,
weil wir zu viel davon hatten,
doch bekamen sie nicht zurück.
die anzeige zu erstatten
gebührte so einem miststück,
jedoch strafte man dann auch mich,
denn solch handel ist untersagt,
und die strafe wäre grauslich,
wesegen kaum noch jemand wagt
restenergie zu verkaufen.
so hat man zwar viele kunden,
aber muss um sein geld raufen,
und hat sich für nichts geschunden.
nun habe ich angefangen
die energie umzuwandeln.
das ist bisher schief gegangen;
ich muss sie anders behandeln,
damit brauchbares resultiert,
denn bisher entstand nur viel mist,
und der ist zu erde mutiert,
doch weiß ich, dass mehr möglich ist.
daher möchte ich probieren
lebewesen zu erschaffen,
welche andere schockieren.
dann haben die etwas zum gaffen,
und werden dafür bezahlen,
damit sie auch eines haben;
mir den reichtum auszumalen
sei grund genug mich zu plagen.
vielleicht fällt mir sonst etwas ein,
um eines tages reich zu sein."

des weiteren war zu lesen,
der mann wurde tot geborgen.
ein monster sei es gewesen;
es ist neben ihm gestorben.
nach unterschiedlichen thesen,
ist das tier zu mist geworden.
man wisse nicht genau, was war,
denn der hergang sei noch unklar.

 
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sozialer netzwerkstress
( Mo, 30. Okt 2017 19:03:41 )


soziale netzwerke sind gut,
weil sich dort immer etwas tut,
und man kann freundschaften pflegen,
ohne sich viel zu bewegen.

wie fein, dass es computer gibt,
damit man vor dem bildschirm pickt!

mich schützt die virtualität
perfekt vor der realität;
damit mir trotzdem nichts entgeht,
nütze ich sie von früh bis spät.

jetzt muss ich schauen, was da steht, -
nur mist! verdammt und zugenäht!

wenn mir schon die finger zittern,
will ich schnell noch etwas twittern.

weil viel zu viele nachrichten
mich zur reaktion verpflichten,
beschloss ich sie zu vernichten,
und auf diese zu verzichten.

sozialer netzwerkstress macht hin,
aber gibt meinem leben sinn!

ich werde tot ins bett kippen,
und morgen früh weiter tippen ...

 
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innschrift
( Sa, 28. Okt 2017 17:59:27 )


mich hat ein bekannter gebeten,
ob ich sein gedicht hier schreibe.
spontan habe ich 'ja' gesagt,
womit ich konsequent bleibe,
und dem werk diesen platz gebe,
das mir recht merkwürdig erscheint,
so ich es korrekt auslege;
mag sein, es ist anders gemeint,
oder auch überhaupt nicht wahr.
dies sei, wie man es sich richte,
wenn mir selbst auch reichlich unklar.
lesen sie selbst die geschichte.

"es war irgendwann letztes jahr,
dass ich einmal am friedhof war.

ich halte nichts vom begraben,
wenn wir menschen gestorben sind;
'ein letztes mal feuer haben,
und nähre die asche den wind,
damit er das wasser bewegt,
wodurch das leben weiter lebt.',
ist mir hundertein mal lieber,
als mich packt das lampenfieber,
wenn ich an mein sterben denke,
und so dazu überschwenke,
vom friedhofsbesuch zu schreiben,
den es gilt nun aufzuzeigen.

'lasse einmal danke sagen,
um dich danach tot zu schlagen,
und danke will ich auch sagen,
um dich zu grabe zu tragen.'

diese innschrift sah ich unlängst,
was immer du dir dabei denkst;
ich finde den satz abscheulich,
sowie extrem unerfreulich.

der satz auf einem mistkübel
stand am deckel nebst 'flaschengrab';
trotzdem finde ich das übel,
auch dass der neben dem grab lag.

den kübel brachte ich zum mist,
damit er nun geschichte ist.

 
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likesucht
( So, 29. Okt 2017 12:20:40 )


hier für die "i like"-süchtigen
ein unschlagbares angebot.
es gibt geld für die tüchtigen -
ein cent pro "i like" für die not!

wer zuerst alle beiträge
im facebook mit "i like" anklickt,
bekommt eine nervensäge
und wird auf psychokur geschickt.

weitere details beim salzamt;
oder sonst bei der resi-tant'.
'agebes' sind ausgeschlossen.
lieber gruß der artgenossen.

 
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letztes blatt
( Do, 02. Nov 2017 20:01:21 )


die bäume standen blattlos da,
wo ich sie unweit von hier dort sah,
als ein letztes blatt zu mir flog,
das knapp über meine stirn zog,
und hinter mir zu boden fiel;
ein faszinierendes windspiel,
das seinen flug komponierte,
und mit dem blatt jonglierte.

das letzte blatt fiel zu boden;
ich habe es aufgehoben,
und nach hause mitgenommen,
denn es ist zu mir gekommen.

 
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kaffeebohnen
( Mo, 06. Nov 2017 23:19:12 )


die kaffeebohnen betonen,
wie gut sie dir schmecken werden;
und auch deinen magen schonen,
wollen sie im raum bewerben,
sobald die mühle sie zermahlt,
wenn sie ihren duft verbreiten,
damit sich der genuss auszahlt,
zu dem sie dich sanft verleiten.

 
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hintergrundmusik
( Di, 07. Nov 2017 21:28:57)


die stimme der musik lenkt ab -
hält meine gedanken auf trab,
wo sie nichts verloren haben;
wenigstens an manchen tagen.

da singen sie mir liebe ein,
wenn mir der sinn anderswo steht;
zum teilen ist mein hirn zu klein,
wo es sich selbst im wege steht.

instrumentalmusik ist frei
von dem ablenkenden geschrei!

gute musik im hintergrund
lässt mein hirn vor sich hinspinnen -
zum produzieren von dem schund,
um dem alltag zu entrinnen.
 
 
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theoretisch
( Do, 07. Dez 2017 20:05:45 )


einst führte ein spaziergänger
ein gespräch mit einem sänger.
er sagte zu dem musiker,
"du, - dir glaube ich nun nichts mehr.

deine lieder sind wunderbar!
ich wünschte, dein text wäre wahr,
denn du wirkst so überheblich, -
fast schon für die stimmung schädlich,
sodass ich dir nichts glauben kann.
in diesem sinn - bis irgendwann."

jener angesprochene schwieg,
und schien irgendwie betroffen,
bevor er in sein auto stieg,
und meinte, "mir bleibt zu hoffen.

theoretisch wird alles gut,
selbst wenn es dann praktisch weh tut,
dass die theorie versagte,
und man das schicksal beklagte."

ich liege in meinem bett wach,
und denke über dieses nach.


 

durch ihre spende wächst sie weiter, -
die pflanzenbar, nett und heiter. lesen sie mehr ...
 
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fische

bilder elektronisch nachbearbeitet - originale erwerbbar
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you may say I am a dreamer, but I'm not the only one;
maybe some day you'll join us and the world will be a better one.