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181 180 179 178 177 176 175 174
173 172 171 170 169 168 167 166
165 164 163 162 161 160 159 158
157 156 155 154 153 152 151 150 149
148 147 145 146 144 143 142 141 140 139
138 137 136 135 134 133 132 131 130 129 128
127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116
115 114-111 110 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100
99 98 97 96 95 94 93 92 91 90 89 88 87 86 85 84 83 82 81 80 79 78 77 76
75 73 72 71 70 69 68 67 66 65 64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54 53 52 51
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316
316

eins steht oft an erster stelle,
doch ist es hier die ziffer drei;
sechs sich ans ende geselle, -
bleiben noch sieben ziffern frei.

 

318
318

dreihundertachtzehn - das ist gut,
obwohl das nichts zur sache tut.

der fehlerteufel kam zu mir, -
dreihundertachtzehn für den stier,
seine hörner für die fische
sind an diesem schalk typische.

 

317
( Sa, 18. Jun 2016 08:59:34 )

317

die 80-äugige spinne
trank einst wasser aus der rinne.
getrieben von ihrem instinkt
lebt sie, wo ihr das schicksal winkt.

das wasser begann zu fliessen, -
hat die spinne mitgerissen,
dieser drache musste niessen,
so war die lage beschissen.

dreihundertsiebzehn meter weit
wurde die spinne fortgespült, -
der sand hat sie vom leid befreit, -
da hat sie sich besser gefühlt.

zum glück ist die spinne zurück.

 

316 - 2
( So, 19. Jun 2016 07:24:21 )


316 - 2

so manches kommt immerwieder, -
und anderes bleibt verborgen;
wo dreihundertsechzehn glieder
"96" die kette eisern versorgen,
da entstanden ihre lieder, -
sie sind niemals ausgestorben.

vögel zwitschern ihre töne, -
ihre klänge sind das schöne;
rastlos schlagen ihre schwingen
uns ihre nachricht zu bringen.

 

315
( Di, 21. Jun 2016 05:21:02 )


315

dreihundertfünfzehn grashalme
standen stolz auf der waldlichtung.
ungestüm wuchs eine palme
stetig in die himmelsrichtung.

diese palme wurde breiter;
so geschah die grasvernichtung, -
es wuchs am palmenrand weiter,
wo zwei menschen eine leiter
unangekündigt aufstellten,
wovor dazu ein weg entstand -
hinein in andere welten,
sobald man ein palmenblatt fand,
das beide bereiche verband.

dreihundertfünfzehn meter weit
ging ich mit einem palmenblatt
anläßlich der gegebenheit
zum grabmal in einer kleinstadt
wo man palmenblätter vergrub,
nach ihrem palmenblattflug;

zum dreihundertfünfzehnten mal
trug ich ein palmenblatt zum ziel,
wo es bei der palmenblattwahl
klarer favorit sein will.

alle wollen das beste sein, -
im gelben palmenblattverein.

 

314
( Di, 21. Jun 2016 05:29:49 )


314

es fielen dreihundertvierzehn
wassertropfen aus der wolke
über dem haus auf seinen lehm;
sie las laut die witwe bolte
für lauschende kinderohren
unter bunten regenschirmen.
wohl hat man sie auserkoren
zur bildung von kinderhirnen
da wilhelm busch vorzutragen,
wo kinder ferien haben.

 

313
( Mi, 22. Jun 2016 08:09:07 )


313

dreihundertreizehn mal gehofft, -
dreihundertdreizehn mal zu oft;
die hoffnung hat man umgebracht,
die täter kamen in der nacht,
erst morgens bin ich aufgewacht,
und habe an den tag gedacht;
die uhr am wecker zeigte acht.

dreihundertdreizehn minuten
träumte ich schönes vom guten,
und muß mir nunmehr zumuten
mich durch den morgen zu sputen.

hoffnungslos bleibt zu erleben
sich darüber aufzuregen.
der sinnlosigkeit ergeben
bleibt der hoffnungsmörder wegen
die enttäuschung ungelegen.

tote hoffnung aufzuheben
entspricht dem örtlichen segen.

 

312
( Do, 23. Jun 2016 16:41:31 )


312

dreihundertzwölf blätter vom baum
liegen unter ihm am boden;
in deren mitte liegt mein traum -
ein paar fetzen hängen oben.

die blätter bewegt sanft der wind,
wo sie förmlich im kreis laufen;
dreihundertzwölf stück sind geschwind
am baumfuß ein blätterhaufen.

dreihundertzwölf mal träumte ich
vom tanz der kreisenden blätter, -
dreihunderzwölf mal labte mich
sonnenschein bei schönem wetter.

irgendwann träume ich wieder
von der globalen harmonie,
von der laus in ihrem flieger
und dem impuls der energie.

den träumen bin ich ergeben,
sie deuten nächtens das leben.

 

311
( Fr, 24. Jun 2016 06:18:17 )


311

dreihunderelf kieselsteine
schmiss ich in einen holzkarton, -
der hing an der hundeleine;
die steine schleifte ich davon.

diese schachtel bekam ein loch,
und verstreute ihr ladegut;
die steine liegen immer noch -
auf einem dort steinalten hut.

dreihundertelf kleine löcher
bezeugen hunger der motten, -
mit meinen pfeilen im köcher
werde ich das pack ausrotten.

dreihundertelf mal daneben
schoss ich und traf keine motte
die geniessen dort das leben
wie in einer mottenflotte.

sechshundertzweiundzwanzig sind's -
nadeln, die jetzt im hut stecken -
einer spur des geburtatskinds,
um die steine abzudecken.

ich wollte meinen hut ziehen,
der von motten zerfressen war;
einen hab' ich mir geliehen
und fand ihn mottenfrei wunderbar.

mir war der hut um vieles zu klein,
um ihn auf dem kopf zu haben;
dreihundertelf steine hinein
machten ihn zu schwer zum tragen.

auf den hut muss ich verzichten
und mit kappe weiterdichten.

 

310
( Sa, 25. Jun 2016 13:19:54 )


310

dreihundertzehn - und das kommt jetzt?
samstag, einen tag lang hitze,
in der man sich besser nicht hetzt -
so lehrte mich meine mietze.

dreihundertzehn atemzüge
machte ich soeben bewußt;
selbst wenn ich mein sein betrüge,
habe ich nichts davon gewußt.

die dreihundertzehn gedanken
zogen in atemzügen ein;
die mietze schlug mit den pranken
ihre emotionen hinein.

während der übung saß das tier
die gesamte zeit neben mir.

meistens saß sie bewegungslos,
und starrte löcher in die luft.
sie folgt einem belebungsstoß,
den die energie hervorruft.

sie reagiert mit luftschlägen
auf schwingungen der energie,
um sie sofort auszuleben -
im einklang ihrer harmonie.

 

309
( So, 26. Jun 2016 11:14:24 )


309

da liegt ein großer sandhaufen
dreihundertneun schritte entfernt;
oben, wo zwei läuse raufen,
passiert, dass eine daraus lernt,
unsanft hinunter zu rollen -
über dreihundertneun körner,
wo ihr in einem erdstollen
abgestossene stierhörner
den fall in die tiefe sparten.

der stollen war ein mäusebau,
wie nicht anders zu erwarten;
die hörner waren schmutzig grau,
wo die laus am lurch liegen blieb,
dreihundertneun momente lang
in der bewußtlosigkeit schwieg,
und von des windes hörnerklang
aus ihrem koma erwachte.

die laus schien wütend in dem horn,
weil ihre lausfreundin lachte,
und sprang geladen voller zorn
mit einem satz auf den haufen,
um mit dem gegner zu raufen.

dreihundertneun mal ist passiert,
was eben vorhin der fall war.
die laus hat sich selbst deklassiert, -
das war als ende absehbar.

 

308
( Mo, 27. Jun 2016 12:18:48 )


308

ein häuschen wollten wir bauen,
und berechneten den bedarf;
diese dreihunderacht grauen
ziegelsteine, die man wegwarf,
sollten die bunten ersetzen,
die morgens vor der tür lagen -
mit den dreihundertacht brezen,
die sie eingemeisselt tragen.

dreihundertacht steine tragen, -
statt der gewohnten tätigkeit
hieß sich morgens abzuplagen;
zu einer ungewohnten zeit.

dreihundertacht ziegelsteine
reichten nur für eine mauer;
so bauten wir diese eine, -
und kennen auch häuselbauer.

eine annahme wurde wahr -
das alte war nur unbrauchbar.

ein häuschen wäre überfluß,
den wir für unnötig hielten;
weil unnötiges nicht sein muß,
und wir lieber karten spielten,
erbauten wir ein labyrinth
mit dreihundertacht steinen.
jenes ist für kräuter bestimmt,
die darin windgeschützt keimen.
von den kräutern haben wir mehr,
und der bau war leicht statt schwer.

wir erhielten eine einsicht,
und gewannen durch den verzicht
was schmackhaft zu werden verspricht.
kräuter wachsen im sonnenlicht,
wo gutes mit schönheit besticht -
bis zum letzten kräutergericht.

 

307
( Di, 28. Jun 2016 06:04:20 )


307

erst musste ich überlegen,
was zu dreihundertsieben passt;
und es machte mich verlegen -
oder schreibe ich besser fast -,
dass mir den tag lang nicht einfiel,
was ich mit der zahl anfange.
so dachte ich an jedes spiel,
und an zähne einer zange,
doch es sollte partout nicht sein.

daher schreibe ich die wahrheit,
mir fällt zu dieser zehl nichts ein.

muß ich den dreihundertsieben
als genannte primzahl lieben?

weil die zahl eine primzahl ist,
steht hier, dass ich dies erwähne, -
und wer dem wichtigkeit beimisst,
weiß jetzt, wonach ich mich sehne.

ich lasse den text nun stehen,
um anderes anzugehen.

 

306
( Mi, 29. Jun 2016 07:31:23 )


306

etwas seltsames fällt mir ein, -
manchmal will man anderswo sein.

ich belauschte das vogellied, -
ein volgelchor zirpte dazu -
mein vogel schaute, was ich trieb,
ich begrüßte sie mit "na du"

"ich will dreihundertsechs kerne
von der sonnenblume haben,
weil ich picke diese gerne",
wollte mein vogel mir sagen,
und so begann ich zu zählen.
ich bat das tier um verständnis,
"sei nicht böse, dass zwei fehlen",
war das, was ich sie wissen lies.

sie warf dreihundert kerne -
stück für stück zum fenster hinaus.
"einmal treffe ich die sterne"
zwitscherte mein vogel zur maus,
die am boden die kerne fraß,
umd dann mit gefüllten backen
fiepste, "danke für diesen spaß".
die katze nahm sie am nacken,
und warf sie in ihr katzengras,
wo sich die maus sofort vergrub,
weshalb ich die box hinaus trug -
samt dreihundert grashalmen,
und stellte sie auf den rasen.
eine zigarre zu qualmen -
beim gestank von autogasen -
gab mir ein gefühl von palmen
am strand an irgendeinem meer,
als die maus aus der schachtel sprang,
und panisch auf die straße lief,
wo sie im verkehr den tod fand.
da half nicht, dass ich "vorsicht!" rief.

traurig frage ich mich ehrlich,
"ist denn das rauchen gefährlich?"


 

305
( Do, 30. Jun 2016 23:35:28 )


305

das geschenk deiner existenz
mögest du zu schätzen wissen, -
entgegen deiner grundtendenz
unbekanntes zu vermissen.

 

304
( Fr, 1. Jul 2016 09:40:40 )


304

drehundertvier worte schrieb ich
einst für ein geburtstagsgedicht;
die gäste freute das wie mich -
auf meiner party war ich nicht.

zeilen zu meinem geburtstag
widmete ich meinen gästen;
während ich schon anderswo lag,
konnten sich die menschen mästen.

ein fressgelage war der fall, -
fleisch und pflanzen gab es reichlich;
der alkohol stank überall, -
reinigung war unausweichlich.

dreihundertvier flaschen standen
in der ganzen gegend herum,
und dreihundertvier girlanden
doch ein farbenfrohes spektrum.

es war für sie ein frohes fest, -
ich kümmerte mich um den rest,
und putzte einmal mehr mein nest.

 

303
( Sa, 2. Jul 2016 07:36:42 )


303

dreihunderdrei rosenblätter
lagen vor mir auf dem boden;
windig war zuvor das wetter, -
ich hatte sie aufgehoben.

dreihundertdrei rosenblätter
füllte ich in eine schale,
diese stellte ich auf bretter
und fand einige merkmale

in die schale fiel mir der föhn;
dreihundertdrei blätter flogen -
das anschauen war wunderschön -
in hohem bogen zu boden.

jetzt steht die schale blätterleer, -
denn ich fand keine schönen mehr -
dreihunderdrei tage ist's her,
schätze ich heute - ungefähr.


 

302
( So, 3. Jul 2016 20:00:43 )


302

einst lag ein brief vor meiner tür, -
offen - es fehlten absender wie ziel,
sowie die marke als gebühr -
darin stand in gereimtem stil:

"an die leberkäs-bäckerei,
porto steht dem empfänger frei.

gerne will ich ihnen danken,
dass mir endlich durch sie gelang,
morgens kein brot mehr zu tanken, -
dank ihrem leberkäsgestank.

ich meine das, was ich schreibe,
und will ihnen auch verraten,
warum ich ihnen fern bleibe,
wo sie doch ihr bestes taten.

ich kaufte mir etwas gebäck,
und trank zudem einen kaffee,
nahm die serviette als gedeck,
und erfuhr, dass ich besser geh'.

die gäste, die vor mir saßen,
ignorierten meine grüße, -
sie scherzten, tranken und aßen, -
doch als wenn es so sein müsse,
schien ich wie luft für sie zu sein,
was ich tatsächlich seltsam fand.
ich zahle, und ging wieder heim,
und verspürte ziemlichen grant.

als ich wieder gebäck erwarb,
aß ich es draussen auf der bank.
die lust auf solche gäste starb
für mich war ihr verhalten krank.

zwar taten mir die menschen leid,
doch zu mehr war ich nicht bereit.

dann kam ich wieder am morgen.
niemand war in ihrem laden.
ich wollte ein brot besorgen,
doch konnte es keinem sagen.

ich rief mehrmals laut 'guten tag,
jedoch schien mein gruß vergeblich,
und woran es auch immer lag,
ich empfand es unerträglich,
dass die chefin just jetzt erschien,
als ein mann der feuerwehr kam.
ich hatte es eilig - nach wien,
in die arbeit per eisenbahn,
doch wurde vorerst nicht bedient.
denn sie sagten zu diesem mann,
dass er leberkäs essen kann, -
im semmerl, wie es sich geziemt,
fast wurde er dazu geküsst -
andererseits ich nicht gegrüßt.

dann kam eine angestellte, -
zehn minuten sind vergangen;
von meiner inneren kälte
sichtlich völlig unbefangen
wurde ich gefragt, wie gewohnt,
nach dem von mir hier begehrtem.

ich hoffe, dass sich für sie lohnt,
dass sie mir die gunst verwehrten,
und bleibe ihrem geschäft fern,
mein brot kauf' ich anderswo gern,
denn für ignoranz fehlt mir zeit,
und dieses tut mir hier nicht leid.

ich verbleibe ohne grüsse,
zumal dies scheinbar sein müsse."

so sei der text hier verewigt, -
den brief hab' ich weggeschmissen;
mich quasi seiner entledigt,
und will nicht so genau wissen,
warum wer diese zeilen schrieb,
oder sich nur die zeit vertrieb.

weder verkaufe ich ein brot,
noch esse ich leberkäse, -
dreihundertzwei stand dunkelrot,
damit man es sicher lese,
groß auf dem umschlag geschrieben,
weil menschen einander lieben.

es geschieht doch zu jeder zeit
auch so manche merkwürdigkeit.

 

301
( Mo, 4. Jul 2016 07:17:47 )


301

zuerst habe ich überlegt,
was sich dreihunderteinmal dreht,
oder sonst irgendwie bewegt,
dann suchte ich wo etwas steht,
das mein interesse erregt;
einfach damit die zeit vergeht,
hab' ich vor langer zeit erlebt,
wonach man so in kursen strebt,
und das passierte unentwegt.

dreihunderteins ist nicht teilbar -
zumindestens nicht ohne rest.
es gab einmal so eine frage
im muntermachenden kurztest.

wieviele sekunden blieben
zwischen der vor fünf minuten
und dem zeitpunkt jetzt zum liegen?

dreihundert waren die guten,
und die erste danach sei jetzt,
war die antwort noch im halbschlaf;
dann hat man sich wieder gesetzt,
und das dreihunderterste schaf
wurde beim erwachen gezählt -
von der langeweile gequält.

man war jung, dumm und gefräßig, -
und nur selten mittelmäßig ...

 

300
( Di, 5. Jul 2016 07:51:21 )


300

du suchst das glück - du findest leid, -
du schaust zurück - du bist schon weit.

dreihundert mal warst du schon hier;
dir bleibt die wahl, - wozu die qual?
komm' heut' zu mir, dann feiern wir
zum dreihundertsten mal die zahl.


 

299
( Mi, 6. Jul 2016 07:08:08 )


299

zweihundertneunundneunzig liegt
achtundachzig häuser entfernt,
wo es jenes tanzlokal gibt,
in welchem man sich kennenlernt.

ob ich dich dort heute finde,
werden ich abends erleben;
daneben unter der linde
wollen wir uns die hand geben,
und miteinander losgehen
unser leben zu erfahren.
ich freue mich Dich zu sehen, -
nach all den einsamen jahren.


 

298
( Do, 7. Jul 2016 07:50:23 )


298

zweihundertachtundneunzig stück
sind auf dem boden gelegen;
der matte schatten vom gestrüpp
hat schwache tarnung gegeben.

vielleicht kannst du mir verraten,
warum was wo am boden lag, -
und was die dinger da taten?

wer gerne solche rätsel mag,
dem schenk' ich dieses für den tag.


 

297
( Fr, 8. Jul 2016 07:20:21 )


297

zweihundertsiebenundneunzig
leitet den zahlenkult heutig, -
das sei mithin hier eindeutig.

dort wird vermutlich anders sein,
oder vielleicht relativ gleich, -
der unterschied verschwindend klein,
und diese erkenntnis hilfreich.


 

296
( Sa, 9. Jul 2016 17:48:54 )


296

zweihundertsechsundneunzig war
für meinen stein ein geburtsjahr.

schon seit ich mich erinnern kann,
verfolgt mich dieser kleine stein, -
sozusagen von anfang an
durfte ich sein begleiter sein.

ein stein hat seinen geburtstag
am tag der jüngsten bewegung,
weil er ab dann seinen platz hat,
wo meinem einst die begegnung
mit mir am abend wiederfuhr.
ich spazierte auf dem waldweg
inmitten der schönen natur, -
der ist eben dort steil und schräg,
wo ich kurzzeitig innehielt, -
warum, weiß ich bis heute nicht.
ich seh' noch immer dieses bild,
weil ein donner und ein blitzlicht
einen baum vor mir spaltete, -
vielleicht zwanzig meter enfernt -
das den waldfleck gestaltete;
so habe ich ehrfurcht gelernt,
das darf ich ehrlich zugeben, -
ich hatte angst um mein leben.

steine begannen zu rollen, -
wie durch ein wunder nicht viele;
mehr hat zum glück nicht sein sollen.
die steine erreichten ziele
wenige meter neben mir,
wo sie endlich liegen blieben,
und seither ist auch mein stein hier, -
bedeckt von blättern und zweigen.

wenn ein stein zu rollen beginnt,
können viele daraus werden;
den neuen ist zu sein bestimmt,
wenn die alten dafür sterben.

darum hat ein stein geburtstag,
sobald er an seinem platz liegt,
und wenn er lange genug lag,
kann es sein, dass es neue gibt,
die aus ihm durch teilung werden, -
das bezeichnet er als sterben.

ich hielt es zwar für vermehren,
doch ließ mich gerne belehren.

ich zählte die blätter im wind,
zweihundertsechsundneunzig war
für mich überaus viel als kind -
damals in des steins geburtsjahr.


 

295
( So, 10. Jul 2016 09:48:32 )


295

zweihundertfünfundneunzig gramm -
das liess mir keine ruhe mehr, -
rinde von einem kirschbaumstamm
als holzmehl gibt man ungefähr
zu einer handvoll mistelkraut,
um die paste anzusetzen,
bedecke sie mit blütenstaub,
und einem feuchten wollfetzen
fünfundvierzig sommertage;
die pflanzenbasis nehme man
zum ende vom mai, so man kann.

das muß ich einmal probieren,
und ende mai daran denken.
wenn wolken abendrot zieren,
wäre die paste zu schwenken
und wird morgens beim bach verbrannt,
damit man den kummer verbannt.


 

294
( Mo, 11. Jul 2016 12:10:12 )


294

zweihundertvierundneunzig cent
haben die oliven ausgemacht;
mag sein, dass man es zufall nennt,
so hatte ich spontan gedacht.

zweihundertvierundneunzig cent
hatte ich einzeln im hosensack
und zahlte in diesem moment
mit dem geld zu des maktmann's schock.

er schenkte mir die oliven,
und unschöne worte dazu, -
solche von den wirklich tiefen -
ich will mich nicht fragen, wozu.

derart bekam ich viel geschenkt, -
das ich mir im kopf bewahre;
was man sich so alles ausdenkt
während seiner jungen jahre,
in denen dieser zeitraum wich,
ist bemerkenswert erstaunlich.


 

293
( Di, 12. Jul 2016 07:33:12 )


293

zweihundertdreiundneunzig, - nein,
soviele werden es nicht sein -
frösche springen über die strasse;
einer blieb am asphalt zurück.
im auto die fette masse
brachte dem frosch heute unglück,
auf seinem weg im letzten stück.

von den fröschen, die da waren -
wurde einer überfahren.


 

292
( Mi, 13. Jul 2016 09:57:43 )


292

zweihundertzweiundneunzig stand
als zahl dort auf der lichterwand;
sonst nichts - der wandrest blieb tief schwarz,
und nur die zahl bewegte sich.
daneben spielten leute darts.
da war es kaum verwunderlich,
dass ein pfeil plötzlich die wand traf,
worauf die zahl sofort verschwand,
und einer schrie, 'da zahlst du brav,
nimm schon mal den scheck in die hand';
plötzlich heulten die sirenen -
man hat das gelände geräumt,
und ein mann mit weissen strähnen
hat gleich den tatort abgezäunt.

während alle hinaus stürmten,
schaute ich mir die szene an;
zwei besucher, die erzürnten,
fragten laut, was sei den daran
in dem ausmaß so gefährlich,
dass man das gelände räume -
man gestehe jetzt ganz ehrlich,
dass man auch wutentbrannt schäume,
weil man von sehr weit her reiste,
und versäume jetzt das meiste
wegen so einer kleinigkeit -
dies empfinde man als frechheit.

der mann musterte die beiden,
dann nützte er sein funkgerät,
sagte noch, 'dummheit soll leiden,
wenn sie anderen im weg steht!',
und rief die verstärkung herbei.
es dauerte nur sekunden,
und überall war polizei.
die zwei herren sind verschwunden,
und so zog ich vor zu gehen,
denn es gab nichts mehr zu sehen.

am tag darauf las ich zeitung, -
ein terroranschlag war passiert,
und man dankt der messeleitung;
alles war gut organisiert.

die mücke wird zum elefant, -
fast frage ich mich, wer das plant.

 

291
( Do, 14. Jul 2016 15:05:40 )


291

zweihunderteinundneunzig mal
trug ich meinen grellgelben schal,
der quasi im sommerschlaf liegt, -
bis er mir seine wärme gibt.


 

290
( Fr, 15. Jul 2016 07:00:20 )


290

in zweihundertneunzig tagen
werde ich mich sicher fragen,
wozu diese texte gut sind,
oder einfach stehen lassen, -
sowie meinen frischen kopfgrind
für das kopfkino verfassen.


 

289
( Sa, 16. Jul 2016 11:49:25 )


289

zweihundertneunundachtzig - bar!,
schrie mich dieser verkäufer an;
ich legte ihm ganz offen dar,
was er mich nur reinigend kann.

der geschäftsführer kam vorbei,
und fragte, was denn hier los sei.

"fragen sie ihren kollegen",
sagte ich ihm schroff kurzerhand,
und "der unfreundlichkeit wegen
hab' ich ihren laden gekannt",
und wollte den moment gehen,
da meinte er, "warten sie noch,
ich bitte sie zu verstehen,
wir pfeifen aus dem letzten loch.
es ist gerade urlaubszeit,
und da fehlt das stammpersonal;
da ist so eine kleinigkeit
überall leider ganz normal."

da mußte ich sogar lachen,
und antwortete dem hampelmann,
"wenn sie ihre witze machen,
so bitte nicht über den mann,
der hier schon lange arbeitet.
ich finde sonderbar daran,
dass man den umstand abstreitet,
wenn man damit verdienen kann."

ich habe das geschäft verlassen, -
vieles ist ja nicht zu fassen.


 

288
( So, 17. Jul 2016 09:32:30 )


288

zweihundertachtundachtzig nur
kostete der flug zur natur.

zweihundertachtundachtzig mal
flog man zum klaren wasserfall,
mag sein, auch noch ein paar mal mehr, -
es ist schon wirklich lange her;

jetzt ist dort eine landebahn,
und hotels stehen überall.
aus stein ein riesen wasserhahn
ersetzt heute den wasserfall,
und den wald fünf plastikbäume.
kunststoffwiesen schützen zäune,
wo man keineswegs versäume,
aromaluft zu genießen,
selbst wenn solcherlei albträume
den luxusgenuß verdrießen.


 

287
( Di, 19. Jul 2016 10:12:30 )


287

gestern war ich im montagsstress,
und hole nach, eh' ich's vergeß,
diesen reim hier jetzt zu schreiben,
um noch aktuell zu bleiben.
da vorne auf dem schild stand groß
zweihundertsiebenundachtzig

"ich bin im moment fassungslos, -
mein mp3-player sagt klick,
und schaltet sich gleich wieder aus; -
und ich muß mit der bahn fahren,
das ist vielleicht ein schlimmer graus!

vielleicht sollte ich mir sparen,
meine meinung auszudrücken,
und jetzt ein lobgedicht schreiben,
doch lügen lasse ich bleiben." -
das sagte sie laut vor sich hin,
und hat mich gefragt, "was macht sinn?".

und dann sagte die dame zu mir,
"schreibe mit, was ich jetzt sage,
das sage ich einmal zu dir,
weil ich mich beim schreiben plage."

da leistetet ich gehorsam,
und sie fing mit den reimen an,
dabei ging es hurtig voran,
was ich somit hier schreiben kann.

"mich warf man aus dem letzten zug,
mit einer gütigen karte;
von denen habe ich genug,
mir reicht schon, wieviel ich warte.

nur weil ich eingeschlafen bin,
und die karte nicht sofort fand, -
der verein ist echt ein unsinn,
und bringt mich um meinen verstand.

ich war nicht einmal betrunken,
sogar ordentlich gekleidet,
und habe auch nicht gestunken.
wer einen schaffner beneidet,
dem fehlt im hirn jeder funken.

ihre sinnlosen ansagen,
muß man beim fahren ertragen.
man soll die plätze freihalten,
damit wer einen platz findet,
wird im leeren zug geschalten, -
macht's spaß, wenn man kunden schindet?

vielleicht sind die leute so dumm,
dass sie werbelügen glauben;
nur mir dreht es den magen um,
mehr noch als vom wein der trauben.

wenn ich ihre lügen lese,
dann wird mir ohnehin gleich schlecht,
als wenn wie ein rind äse,
was mengen diesel frißt in echt.

und dann schreiben sie sparen hin.
co2 spart man angeblich, -
die glauben wohl, dass ich blöd bin,
und beschwindeln derart auch mich.

die diesellokomotiven
produzieren nie abgase,
man riecht doch wie die miefen, -
deutlicher als rinderschase,
die das ozonloch verschulden;
da muß sich die wahrheit gedulden.

und dann schaue man einmal zu,
wie teils sinnvoll der einsatz ist.
bezahlen dürfen ich und du,
für deren schlamprei und mist.

es gibt haarsträubende dinge,
doch die werden uns verschwiegen,
weil es einem dann verginge,
irgendwas daran zu lieben.

für die schlamperei gibt es geld,
subventionen aus der eu;
so ist das in unserer welt,
und zahlen dürfen ich und du.

die wartung ist katastrophal,
das beginnt schon beim entscheiden;
die trägheit als beamtenqual
hilft wirtschaftlichkeit vermeiden.

wie es beginnt, so hört es auf, -
verspätung nimmt die bahn in kauf,
und entschädigt uns mit steuern,
um fahrpreise zu verteuern,
oder in schöneren worten,
'um die unschuld zu beteuern
und ihren fuhrpark zu horten.'

vor der wahl gibt's garnituren,
und gleich hundert zum sonderpreis;
die kriese hinterließ spuren,
und auch wie alles - einen preis.

menschen, die zur arbeit fahren,
kostet die bahn oftmals viel zeit,
um präpotenz zu erfahren,
die teilweise zum himmel schreit.

auch heute steht man wieder bahn,
damit man sich aufregen kann.
unsere bundesbahn ist lahm,
und unser zug kommt irgendwann.

vergleicht man uns mit dem ausland,
sind wir offiziell auch noch gut,
doch der umstand bleibt ein zustand,
der den kunden vieles antut,
das die erträglichkeit erschwert,
und funktioniert scheins teils verkehrt.

wie anderes in dem system
ist unsere bahn ein problem."

leider mußte ich aussteigen,
und dankte ihr für die reime.
"ich werde es im web schreiben,
die geschichte ist fast meine"
sagte ich zu ihr und dachte,
das schreib' ich, was ich nun machte.


 

286
( Mi, 20. Jul 2016 7:33:43 )


286

ich hätt's gestern schreiben wollen,
das hat leider nicht sein sollen.

""""zweihundertachtundachtzig gleich,
und vierzehn eben irgendwann
liefere der lieferant dann,
sobald die erstgelieferten
sich gänzlich eingelebt hätten,
damit sie einander nicht nährten,
sonst müsse man fische retten,
und dafür fehle der vertrag.
man wünsche einen guten tag."

sie ärgerte ein solcher brief
beim wein fluchend wie ein rohrspatz,
und weil sie zu oft 'scheisse' rief,
sprach folglich der wirt diesen satz:
"schnepfe, verlasse mein lokal,"
und ergriff sie am oberarm,
sie hingegen einen pokal,
und meinte mit sprühendem charme,
"damit alles besser werde,
sei es, dass der wirt jetzt sterbe."

sie erschlug den wirt und lachte.
rate, warum sie das machte.",

erzählte mir ein junger mann
heute an der haltestelle,
der absolut nicht dicht sein kann.
sein intelligenzgefälle
blockiere die antriebswelle
der einzigen gehirnzelle
jenseits der akzeptanzschwelle!",

schilderte ein mann in der bahn,
der nur starr zu boden blickte.
da mein zielbahnhof schon bald kam,
war mir egal, wie er tickte.
ganz egal war es mir zwar nicht,
jedoch betraf es mich nicht mehr.
der mann war sicher nicht ganz dicht."

pause - "wie der herr, so des g'scherr,
war auf einmal meine antwort,
zumal ich eben zeitung las, -
politische gewalt und mord, -
dort, wo man auf vernunft vergaß.


 

285
( Mi, 20. Jul 2016 16:10:18 )


285

den versuch auf gleich zu kommen,
habe ich nun ernst genommen.

zweihundertfünfundachzig grad
drehe man sich nach links - spontan
mit dem blick in richtung windrad
und fülle das atmungsorgan
wiederholte male bewußt,
bis der ausdruck der windstimme
voller wehender lebenslust
zum wohl der fühlenden sinne
nach einiger zeit irgendwann
deutlich verstanden werden kann.

falls ein windrad der gegend fehlt,
ist das gänzlich unerheblich;
die innere einstellung zählt, -
unser feinsinn ist maßgeblich.


 

284
( Do, 21. Jul 2016 09:36:32 )


284

auf einer parkbank träumte ich
vom großen geld für dich und mich,
und vom ewigen glück ansich, -
das besuchte uns angeblich.

job hatten wir beide keinen,
nur ideale ohne geld;
wir konnten lachen und weinen -
in einer unbeschwerten welt.

zweihundertvierundachzig hier -
bestimmt ansonsten niergendwo -
kauften deines glücks wegen wir,
die dachten, das leben sei so.

eine schachtel voller lose
opferten wir alle habe.
wir besaßen hemd und hose,
und sonst nichts mehr diese tage.

zweihundertvierundachzig buck, -
auf denen 'schilling' gedruckt stand,
ergab als spärlichen betrag
in bar abgezählt auf die hand
damals der ganze loshaufen -
für die rechnung vom besaufen.

das ist rund dreissig jahre her,
und jede woche wird es mehr, -
was ich mir an losen spare;
ich behalte mir das bare!


 

283
( Fr, 22. Jul 2016 10:20:35 )


283

"zweihundertdreiundachzig trifft
exakt den pfeil - ja punktgenau!", -
da nahm mein nachbar einen stift,
und bemalte vier kästchen grau.

die robympix war im gange,
roboter kämpften um den sieg;
die runde dauerte lange,
was die langeweile vertrieb.
holzkopfschiessen an der stange
hat man die disziplin genannt,
bei der die pfeile weit flogen.
danach sind sie zum ziel gerannt.
das hat die stimmung gehoben,
wenn es eine kollision gab, -
an so einem robympix-tag!

sie schossen hunderte meter,
um den holzkopf abzuschiessen, -
und schnellstmöglich wenig später -
wenn die pfeile ihn umstiessen,
bewegten sie sich als gruppe
wohin sie geschossen hatten.
dabei war die ganze truppe
optisch schneller als ihr schatten.
bedingt durch bunte flutlichter
überholten sie einander,
nah beisamen - immer dicher, -
jeder zeigte was er kann her.

und so passierten unfälle
meistens an der selben stelle,
wo die hindernisse waren,
um sie wendig zu umfahren.

die zuschauer waren erfreut,
weil maschinen feuer spien;
sie haben holzschrauben gestreut,
wenn sie enthusiastisch schrien.

das publikum wettete viel;
dies war vielleicht ein schräger deal, -
ich gewann dort ein letztes hemd,
das jetzt daheim ein fenster dämmt.

jedoch ist das nebensächlich,
und daher auch unerheblich.
wie auch dieser teil der zukunft,
einstweilen zum vergnügen ist;
kann sein, er zeigt die unvernunft,
oder ist ein buchstabenmist.

--------------------------------------
"als virtueller zuschauer
zahlen sie nur den halben preis;
sie sehen das spiel genauer,
und sparen dabei ihren schweiß
während der qualvollen hitze,
in der man beim wirten sitze,
und von den geschehnissen weiß
gehöhren sie zur fan-spitze!

nur kurze zeit zwanzig prozent -
greifen sie zu - jetzt wehement -
hören sie gleich auf zu warten, -
kaufen sie virtuell karten!"
--------------------------------------


 

282
( Sa, 23. Jul 2016 08:56:03 )

282

zweihundertzweiundachzig pfund
waren ein schwerwiegender grund,
und das monster kugelrund,
tat der bräutigam damals kund,
steckte ein baguette in den mund, -
sodann flüchtete dieser hund
und rannte seine sohlen wund.

der jüngste las am strand den schund,
und meinte lapidar "na und?"


 

281
( So, 24. Jul 2016 19:15:14 )

281

zweihunderteinundachzig links,
und auch ebensoviele rechts;
auf einer seite schwarze sind's
in der mitte der fluss des hechts
und vis a vis liegen weisse, -
die steine liegen blockweise.
anfangs man den würfel schmeisse,
und dann beginnt die spielreise,
wer die höchste augenzahl hat.
danach folgt im uhrzeigersinn
reihum der bau einer spielstadt
bis eine partei den gewinn
bei der fischbank in anspruch nimmt,
weil die hechte gefangen sind.

die spielsteine sind fischfutter,
wobei man würfelt, wieviel stück
für eine fahrt vom fischkutter, -
sowie natürlich auch zurück -
man diese runde investiert,
wonach die karte entscheidet,
was eine aktion inszeniert,
und wie man dabei abschneidet.

man kann flusssteine erhalten,
und damit die stadt gestalten,
oder auch nur fische fangen,
die für eine mahlzeit langen,
oder im casino spielen,
um fischgewinn zu erziehlen.
vorher muss man eines bauen,
oder kann sonst lose klauen,
wenn die mitspieler wegschauen.

die spielanleitung war heiter,
und ging in diesem ton weiter.


 

280
( Mo, 25. Jul 2016 8:59:43 )

280

zweihundertachzig bergzwerge,
und auch gleich viele steinriesen
auf den säcken voll mit erde
für zwei kleine blumenwiesen
bestellte ich im internet.
jetzt muss ich zu hause leben,
weil der lieferant war so nett, -
leider weiss ich nicht weswegen, -
mich früh morgens zu schockieren.
die säcke hat er hingestellt, -
um die türe zu blockieren.
ich gab dem ochsen noch trinkgeld.

nun war ich daheim eingesperrt,
hatte kein telefon bei mir,
und habe mir mein kreuz gezerrt,
an so einem schweren sack hier,
der allein achzig kilo wiegt.
auf mails hat niemand reagiert,
darum hat die vernunft gesiegt,
ich habe zwei mal eins addiert,
meine termine verschoben,
und mich in mein bett verzogen.


 

279
( Di, 26. Jul 2016 11:13:53 )

279

zweihundertneunundsiebzig nur
kostete die antike uhr
mit der seltenen weckkultur
in a-moll und dazu b-dur.

ich habe gleich zugeschlagen,
um dieses schnäppchen zu haben,
und als sie mich morgens weckte,
während ich mich wohlig streckte,
schlug ich noch ein zweites mal zu -
diese uhr gibt für immer ruh'.

man kann sich das nicht vorstellen,
wenn man es nicht selbst gehört hat;
nachbarliches hundebellen
verglichen mit der pendeluhr
war dagegen eine wohltat!
bei dem letzten teil in b-dur
kam sie zur verdienten abfuhr.

dabei fängt sie so lieblich an, -
unbeschwert mit leisen tönen,
doch zehn minuten später dann
kommt pause vor kurzem stöhnen,
das einer art ächzen gleichkommt,
vor den dissonanten klängen -
entsetzlich, aber das gekonnt -
und auch in grausamen mengen
beginnt dieses ding zu lärmen,
und würde zombies aufscheuchen,
um einen fürchten zu lernen.

erschöpft hörte ich mich keuchen,
nachdem ich die uhr wegkehrte,
weil ich mich erfolgreich wehrte,
und dann wieder in mein bett stieg,
was ich meinem schicksal zuschrieb.


 

278
( Mi, 27. Jul 2016 06:53:34 )

278

ich muss wohl falsch gefahren sein,
dabei war ich dem ziel so nah;
grell strahlte vorne klein
zweihundertachtundsiebzig da.

immerwieder kamen zahlen, -
unsortiert sind sie erschienen
zwischen den scheinwerferstrahlen,
um als wegweise zu dienen.

es war ein ganz neues system,
welches sich 'die willkür' nannte,
viele klagten über das problem,
dass man mittlerweile kannte.

die kreuzung habe ich verpasst,
an der die beleuchtung fehlte;
abends hatte ich keine hast,
als ich den weg zurück wählte.

ich denke nebenbei noch nach;
die lösung ist sicher einfach,
und mit sicherheit absehbar -,
zweihundertachtundsiebzig war
mir vorhin irgendwie unklar.


 

277
( Do, 28. Jul 2016 08:22:28 )

277

dieser witz hatte die nummer
zweihundertsiebenundsiebzig,
und er war wirklich kein dummer,
nebst die pointe äusserst witzig.

sie erzählten ihre witze
indem sie die nummer nannten.
diese runde fand ich spitze, -
die da ihre witze kannten,
und sie per nummer erzählten,
was sie zum lachen auswählten.

als ich da eine zeitlang saß
war ich plötzlich an der reihe;
so machte ich mir einen spaß.

es gab lachendes geschreie,
nachdem ich eine zahl sagte, -
und da ich neugierig fragte,
ob denn der witz derart gut sei,
antwortete man mir, "verzeih,
dieser witz war uns unbekannt,
und aus diesem grund amüsant."

"wie leicht man sie zum lachen bringt",
hab' ich mir verwundert gedacht;
ob mir wohl noch ein witz gelingt,
über den man ausgiebig lacht?


 

276
( Fr, 29. Jul 2016 08:19:57 )

276

mir gefielen diese blätter,
die da als strassenbild lagen -
bei dem wumderschönen wetter
in den heissen sommertagen.

ein strassenstück war farbenfroh,
wenn auch nur eine kurze zeit;
die farben lagen irgendwo
als recht nette begebenheit
in dieser sonst so grauen stadt
an jenem einen donnerstag.

blätter pflückten wir als versuch
für den beschäftigungsverein,
und packten in ein kopftuch
zweihundertsechsundsiebzig ein.

wir bemalten die blätter bunt,
und legten sie auf die strasse;
offiziell hatte dies den grund,
dass man farben sprechen lasse.


 

275
( Sa, 30. Jul 2016 16:31:14 )

275

in der kiste waren keine
zweihundertfünfundsiebzig mehr,
doch stand daneben noch eine,
und eine weitere war leer.

in den kisten lagen stäbe,
um den zaun abzudichten,
rund um das kleine gehege.
drei stellen waren zu richten.

jede der stangen aus tor-stahl
wurde in die erde geklopft -
eine hunds-arbeit allemal -
ein plastikkäppchen aufgepfropft,
und mit draht am zaun festgemacht,
damit der hund nicht mehr durchgräbt.
fertig war ich spät in der nacht;
der hund hat derweil gut gelebt.


 

274
( So, 31. Jul 2016 10:29:49 )

274

dreimal so weit war es jetzt noch, -
angesichts dieser hausnummer;
ich stolperte über ein loch,
villeicht ein zufall, - ein dummer,
oder ein reinfall am mittwoch.

zweihundertvierundsiebzig - schön, -
auf diesem elends langen weg
strömte der wind als warmer föhn,
besitzt er doch das privileg
seine freiheit auszuleben,
um das wasser zu bewegen,
das in wolken vorüberzieht,
die man den himmel malen sieht.

schau zu, was der wind erzählt, -
er spricht zu dir durch die wolken,
die er für seinen ausdruck wählt,
den wir respektieren sollten.


 

273
( Mo, 1. Aug 2016 11:16:03 )

273

die ziffern zwei, sieben und drei
kamen laufend tatsächlich oft;
ich fragte mich, was da los sei,
und hatte insgeheim gehofft,
dass endlich anderes käme.
der abend schien scheinbar verhext,
was ich zwar ungern erwähne,
jedoch passt es zu diesem text,
denn bei einer wahrsagerin
zeigte die kugel immer acht.
so fragte ich mich, welchen sinn
zweihundertdreiundsiebzig macht.


 

272
( Di, 2. Aug 2016 9:21:45 )

272

ich wollte etwas erleben, -
das ich noch nicht erlebt habe,
und überlegte deswegen,
wen ich wohl am besten frage,
was mir den nervenkitzel bringt,
und wo dieser kick wann beginnt.

so fragte ich bei vielen nach,
was sie mir empfehlen würden,
doch worüber ein jeder sprach,
waren fast immer nur hürden,
die es gelte wegzuräumen,
um dabei nichts zu versäumen.

letztendlich kam ich zum entschluß,
dass ich wohl selbst entscheiden muß,
was ich eigentlich machen will;
anders verpasse ich mein ziel.

es sollte von innen kommen, -
ganz aus meinem innersten ich.
nur lagen da viele tonnen
unnützer sorgen - fürchterlich!

es fehlte mir doch der zugang
zur quelle der eigenen kraft, -
der weg dorthin schien mir zu lang,
und all mein unrat grauenhaft.

ich wollte einen satz schreiben,
'frei der qual treffe ich die wahl.',
und um nun dabei zu bleiben,
zweihundertzweiundsiebzig mal.


 

271
( Mi, 3. Aug 2016 10:37:12 )

271

das zählen von wassertropfen
erschien mir keineswegs sinnvoll,
daher dachte ich an hopfen,
weswegen kam, dass ich verscholl.

ich wollte nicht endlos zählen,
in diesem kleinen bierlokal.
dort einen pfiff auszuwählen,
reichte vorerst mehr als total.

das bier leerte ich auf die bar,
und beseitigte erst den schaum;
zweihunderteinundsiebzig war
eine glückszahl in meinem traum,
weswegen ich spontan beschloss,
die zahl der tropfen zu schätzen,
während ich schnaps in den schlund goss,
und das bier mit einem fetzen
berauscht von der theke wischte.

dann wurde ich eingeladen.
weil sich der schnaps in mir mischte,
mußte ich morgens ertragen,
schlimme kopfschmerzen zu haben.

genüsse sind oft steinige; -
missstände gibt es einige.

ist es denn nicht bemerkenswert,
wie man den alkohol bewirbt,
oder eher mehr als verkehrt,
weil der mensch daran unschön stirbt?
oder diktiert auch hier 'das geld',
was dem verbraucher auch gefällt?

genuss wird als mengenfrage
übertrieben oft zur plage.

können wir die kinder lehren,
in zufriedenheit zu leben,
um eine kultur zu nähren,
die es lohnt für sie zu geben?

ich nahm den letzten schluck kaffee,
und dachte zu mir, 'schluss jetzt, geh!'


 

270
( Do, 4. Aug 2016 08:32:08 )

270

weil neulich ein wettstreit ausbrach,
beschloss ich, dem zuzuschauen,
doch der sieger blieb ungenannt,
wo man vorzog abzuhauen.

zweihundertsiebzig minuten
stritten die beiden erbittert;
beide waren keine guten, -
sie wirkten zum schluss zerknittert.

sie liessen die köpfe hängen,
und meinten im selben moment,
man würde farbe bekennen,
was heißt, dass man sich heute trennt.
und sei dann morgen wieder hier, -
wie gewohnt, viertel vor vier.


 

269
( Fr, 5. Aug 2016 07:09:44 )

269

zweihundertneunundsechzig plus
zweihundertneunundsechzig sind
fünfhundertachtunddreissig fuß, -
das wußte früher jedes kind,
weil wir im kopf rechnen lernten,
und das längenmaß fuß kannten;
wir wußten kirschen zu ernten,
wenn wir zum baum barfuß rannten.

das mag nicht zusammenpassen,
doch ich will es stehen lassen ... ;)

nurmehr sms zu senden
und fast-food hinein zu stopfen,
um papa's geld zu verschwenden,
ist - bitte verzeih - ein topfen.

optisch zeigt das übergewicht
der präsenten jungen leute
ein ausmaß, das wohl für sich spricht;
sieht man die gesundheit heute
denn in solch fragwürdigem licht?

mich wundert keine allergie,
angesichts der üblichkeiten, -
achtlos verbraucht man energie
in diesen modernen zeiten.

man fragt sich, wie es weitergeht,
wo doch genau das niergends steht.

und die zukunft wird wie immer
täglich auch ein wenig schlimmer, -
könnte man dazu bekunden,
um die sache abzurunden.


 

268
( Sa, 6. Aug 2016 09:16:13 )

268

das bild fand ich einem buch,
das meine grossmutter klebte.
sie sammelte fast jeden spruch -,
und witze, als sie noch lebte.

ich dachte nach, was ich schreibe,
und blätterte nur so darin;
die wc-zeit ging zur neige.
mich amüisierte der unsinn,
der mich auf die idee brachte,
die ich zur geschichte machte.

zweihundertachtunsechzig kam -
endlich war ich an der reihe -
mein linker fuß war mächtig lahm.
aus dem zimmer kamen schreie,
die mich halb erstarren liessen,
weil ich mein knochenmark spürte,
und mein blut in mir kalt fliessen,
als ich die klinke berührte.

unsicher betrat ich den raum,
wo mir ein arzt den platz anbot, -
da saß ich und fasste es kaum,
dass eine frau schie, 'du chaot!'.

die hübsche 'vorzimmerdame'
hüpfte wie das rumpelstilzchen,
und hatte den mund voll sahne.

'also, was macht das pilzchen?',
hat mich der doktor gefragt.
'das sei weg', habe ich gesagt.
'nur hab' ich mich morgens verletzt,
und kann leider kaum noch gehen.'

er hat sich vor den fuß gesetzt,
sagte, 'lassen sie mal sehen',
und nahm mein bein in die hände.
ich unterdrückte meinen schrei,
und dachte, dies sei mein ende.

'machen sie bitte das bein frei',
hat er kurzerhand gebeten,
und ich tat, wie mir befohlen.

er begann den fuß zu kneten,
und dieser sich zu erholen.

er hat mir den schmerz genommen,
und ich bedankte mich dafür.
'ich sollte bald wiederkommen',
begleitete er mich zur tür.

'danke, das werde ich machen',
konnte ich jetzt wieder lachen.


 

267
( So, 7. Aug 2016 09:36:46 )
267
eine träne aus dem gesicht
würzt salzig das zwiebelgesicht.
sie sucht den frieden zu giessen,
wo sie ihn verkommen liessen.

die tombola war angesagt, -
alle schauten recht bedächtig;
glück hat eine nummer gehabt,
zweihundertsiebenundsechzig.

zwei flaschen tequila als preis
hat eine dame gewonnen.
sie aß zur nachspeise ihr eis,
und dann ist der schnaps geronnen.

ich bin neben ihr gesessen,
und sie lud mich fortwährend ein;
den rest habe ich vergessen,
wie sollte es auch anders sein.


 

266
( Mo, 8. Aug 2016 08:06:12 )

266

zweihundertsechsundsechzig nur
fuhr der hochgeschwindigkeitszug.
gerade wie entlang der schnur
mit aerodynamischem bug
schlich er aus unbekanntem grund
auf diesem teilstück zu langsam.
irgendwo war scheinbar ein hund,
und der war wirklich schuld daran.

der hund war hier nicht begraben,
oder ist er vielleicht jetzt doch, -
er verursachte den schaden,
denn er pinkelte in das loch,
wo er technik beschädigte,
weil er sich dort entledigte.

man schlug die terrortrommel an,
alamierte die polizei,
und fand jeden nasenrommel,
wie auch so manche sauerei.

so ist verspätung entstanden,
denn es dauerte sehr lange,
bis sie den hund endlich fanden.
sie leinten ihn an die stange.


 

265
( Di, 9. Aug 2016 13:18:32 )

265

zweihundertfünfundsechzig mal
ist die sonne aufgegangen,
und jedesmal war ich vital,
um einen tag anzufangen.
noch hundert mal, dann ist's ein jahr,
dass ich der sonne dankbar war.


 

264
( Mi, 10. Aug 2016 00:00:00 )

264

ich war irgendwo unterwegs,
wobei ich den bus benützte,
und aß gerade ein paar keks,
als sich jemand auf mich stützte.
vor mir stand ein älterer mann,
der schon etwas gebrechlich war.
seine frau hielt sich bei mir an.

der bus rüttelte doch furchtbar,
und sie stand schlecht auf den beinen.
daher räumte ich meinen platz.
sie setzte sich neben meinen,
und ihr mann sagte mir den satz,
"wir erlauben uns zu danken";
er lies sich neben ihr nieder.

später fuhr ich zu bekannten.
da traf ich die beiden wieder,
und gab ihnen meine karte.
"ich schreibe als hobby reime,
wenn ich mir auch nicht erwarte, -
was ich keineswegs schlecht meine,
dass sie im internet lesen.",
sagte ich in freundlichem ton,
jedoch ist das falsch gewesen,
den er las meine texte schon.

mir schienen die beiden alten
im herz durchaus jung erhalten.

wir fuhren gemeinsam im zug
zufällig die selbe strecke,
und hatten deshalb zeit genug.
"wenn ich den eindruck erwecke,
dass ich schon alt geworden bin,
ist mein körper recht bald dahin;
bitte schreiben sie das für mich,
und verbrennen sie das papier.",
sagte er zu mir natürlich,
als seine frau zum wc ging.
sie sollte nichts davon wissen,
auch wenn er wirklich an ihr hing;
sonst hätte er ausgeschissen,
wie er selbst nebenher sagte,
und so sei, worum er mich bat,
wenngleich ich mich damals fragte,
woran der eine umstand lag,
dass mich die zeilen brührtem;
sie sind hier die angeführten.

"es hat einen ort gegeben,
da lebten menschen recht und schlecht;
bescheiden war dort das leben
in einem sozialen geflecht.

eines tages kam ein fremder,
der sich in dem ort niederlies.
er reiste durch viele länder,
bevor er auf diesen ort stiess.

er war zwar fremd aber bekannt,
da er hier die schule bestand.

der fremde wollte etaws tun,
weil es seiner idee entsprach,
und er arbeitete darum
zu hause seinem konzept nach.

der fremde begann sein leben
und fing an hier fuß zu fassen;
er nahm sich viel zeit deswegen,
und nahm die dinge gelassen.

er werkte mit fleiß und auch mut,
um schon bald erfolg zu sehen.
'geht es diesen menschen hier gut,
wird es mir auch besser gehen.',
war dabei seine devise.
darauf basierte sein projekt.
er kämpfte gegen die kriese
zu hause emsig doch versteckt.
sein schaffen ist unbeschreibbar, -
es war ein ganz neues konzept,
jedoch weil er erfolgreich war,
hat er die neugier geweckt.

die gemeinschaft war misstrauisch,
zumal er nicht hinein passte;
zuweilen war er auch launisch,
was man oftmals falsch auffasste.

so setzte er sein schaffen fort,
und bald kamen sogar leute
zu besuch in den kleinen ort,
den der tourismus erfreute.

den menschen ging es bald besser,
so doch die fremden geld brachten.
sie leerten volle weinfässer,
und blieben zum übernachten.

das geheimnisvolle projekt,
wurde in weiter ferne bemerkt,
doch blieb andererseits suspekt,
und der argwohn wurde verstärkt,
denn was wirklich dahintersteckt,
sagte der neue ungehört,
das hat die gemeinschaft empört.

gerüchte wurden erfunden,
und der neue ausgeschlossen.
kontakt wurde unterbunden,
und der fremde ausgestossen.

man machte ihm das leben schwer,
natürlich extrem vorsichtig,
und man war bald der lage her,
immerhin war dieses wichtig.

der fremde zog sich zurück,
und agierte in der ferne.
dort hatte er sehr rasch mehr glück,
denn man hatte anfangs gerne,
dass viele besucher kamen.
die gerüchte holten ihn ein,
was die menschen übel nahmen,
und sollten bald ablehnend sein.

der fremde beschloss zu gehen,
zumal man ihn betrogen hat.
er wurde kaum noch gesehen,
und man wußte nicht, was er tat.

er ist zu hause geblieben,
und diente in sich dem frieden;
auf distanz zu den intrigen
verfolgte er sein anliegen.

irgendwann ist er verzogen,
wo er herzlich willkommen war.
bald ist sein kummer verflogen,
und sein werk wurde herzeigbar.

im ort kehrte der alltag ein,
wo man um's überleben kämpft,
doch das schien man gewohnt zu sein.
die stimmung ist eher gedämpft.
manchmal spricht man über den mann,
weil er touristen bringen kann,
worum man ein wenig trauert.
'die gastronomie versauert.',
hat man sich schon öfter beschwert,
'man mache wohl etwas verkehrt.'.

ebenso ärgert die leute
sogar teilweise noch heute,
dass sie nie erfahren haben,
was vor sich ging in diesen tagen,
die damals so anders waren, -
und den rest kann man sich sparen."

ob zweihundertvierundsechzig
tatsächlich die busnummer war?
war er wirklich so verdächtig,
oder stellt er das nur so dar,
dass er die besucher anzog,
und stimmt das ganze übehaupt?
mag schon sein, dass er mich anlog,
und es wird seelig, wer es glaubt.

der mann hat mir sehr viel erzählt,
und auch ein paar witze gemacht.
der humor hat ihm nicht gefehlt,
und ich habe sehr viel gelacht.

ein beispiel will ich hier schreiben,
mögen sich die geister scheiden.

"sonntags sind sie in der kirche,
der adonis und die schirche.
von ihrem hausfreund, dem inder
hat sie zwei ältere kinder.
die hat er von daheim gebracht,
und ihr dazu noch zwei gemacht."

seine frau rügte ihn dafür,
und er meinte "moralgeschwür".


 

263
( Do, 11. Aug 2016 10:34:12 )

263

zweihundertdreiundsechzig maß
wurden in dem bierzelt serviert,
dann erhoben alle das glas,
schreiend - wer gewinnt, der verliert.

so stieg jeder auf den sessel,
und alle brüllten inbrünstig;
es glich einem hexenkessel.
das getränk war äusserst günstig,
nur ein euro für ein maß, -
rasch leerten sie da jedes fass;

natürlich lies der stress bald nach,
denn das bier ist stark gewesen;
im catering war man noch wach,
und einer hat vorgelesen,
was da auf seinem zettel stand.
den erfolg hat er gepriesen,
man wäre fast das beste land,
und trotzte tapfer den kriesen.

doch niemand hat ihm zugehört,
die gesellschaft war betrunken;
da hätte wohl nichts mehr gestört,
und nach bier hat es gestunken.


 

262
( Fr, 12. Aug 2016 10:07:50 )

262

zweihundertzweiundsechzig mal
teilten wie das bett in der nacht;
dann kam diese übliche qual,
die das beziehungsende macht.

es war, das ich tage zählte,
weil ein freund gewettet hatte,
dass die dame mir bald fehlte, -
hundert tage laut der ratte.

es war eine sehr schöne zeit, -
mir tat dieses ende sehr leid.


 

261
( Sa, 13. Aug 2016 10:06:14 )

261

"zweihunderteinundsechzig gilt!",
schrie diese schiessbudenfigur;
meine neugier blieb ungestillt, -
wieder die menschliche natur.

da stand eine menschenmenge,
die diesen typen anstarrte;
ich wollte nicht ins gedränge,
und dachte, schau zu und warte.

dann kam so ein ordnungshüter, -
das erhitzte die gemüter.

sie fluchten manch unschönes wort,
das war wohl unmissverständlich,
und verliessen sofort den ort, -
sowie ich es tat letztendlich.

ich hätte sehr gerne gewußt,
was da eigentlich vor sich ging,
und spürte daher leichten frust,
der am fehlenden wissen hing.

mir war klar, die kämen wieder,
bloß fehlte es mir an geduld,
und es schmerzten meine glieder;
auch daran war ich selber schuld,
weil ich so weit gegangen bin,
sodass zu stehen schmerzhaft war.
ganz spontan setzte ich mich hin,
und las ein zeitungsexemplar, -
einfach um mich abzulenken,
und nicht zu viel nachzudenken.

die gratiszeitung war ein schund,
nur der tageswitz war sehr nett,
und ein bild tat darunter kund,
dass heute mehr menschen im bett,
beim fernschauen etwas essen,
als vor fünfundzwanzig jahren;
nur soll man nicht vergessen,
das beste aufzubewahren,
bis die werbung zur pause zwingt,
damit auch der nachwuchs gelingt.

ich lies dieses schundblatt liegen,
und bin in den bus gestiegen.

vieles will ich gar nicht wissen,
von anderem hingegen mehr.
ich will hier nichts mehr vermissen,
doch leider plagt dies öfters sehr,
denn auch ich bin wissbegierig,
und obendrein sicher schwierig.

gänzlich davon abgesehen
will ich mich gern selbst verstehen.


 

260
( So, 14. Aug 2016 18:28:06 )

260

da fragte mich einmal ein mann,
ob das folgende wahr sein kann.

"zweihundertsechzig kilogramm
als höchstzulässiges gewicht, -
nachwuchs fehlt daher im programm,
den zu fuß gehen will man nicht.

den aufzug wird man neu bauen,
darauf müsse man vertrauen.

sie hatten bereits vier kinder, -
und ein fünftes wäre gekommen, -
die kinder werden geschwind mehr;
gesund hat man zugenommen.

die beihilfe hätte man gern,
denn es ist finanziell recht knapp, -
das arbeiten liegt einem fern,
mit fünf kindern ginge es glatt.

die bequermlichkeit als faulheit
hat sich doch förmlich aufgedrängt -
man sei zu anderem bereit,
so einem der staat alles schenkt.

ein wenig angst macht die zukunft,
falls nur für zwei kinder geld kommt, -
sorge bereitet die vernunft.
man hätte arbeiten gekonnt,
nur ist das schon sehr lange her, -
fett, wie man heute schmerzen hat,
funktioniert arbeiten nicht mehr, -
dazu lebe man in der stadt.

aber man werde ja sehen,
es würde gut weitergehen.

man bekomme bald frühpension
in der arbeitslosen-version
quasi als extraprovision.

ich pilgerte zum konsulat
für deren schönen heimatstaat,
und fragte um unterstützung an -
die sagten mir, was ich sie kann.

ich finde das schon ungerecht,
aber das gute ist auch schlecht.

wie zahlen für den staatsvertrag
der verstorbenen vorfahren,
doch was kümmert uns der betrag,
wo wir selbst nicht dabei waren?"

"das zu beantworten sei schwer",
gab ich diesem mann zur antwort;
"es gäbe an aspekten mehr.",
er drehte sich um und ging fort.


 

259
( Mo, 15. Aug 2016 10:30:42 )

259

wir gingen im park spazieren,
und setzten uns in die wiese,
wo wir gerne fantasieren;
da saß ein paar - in der kriese.
sie stritten unüberhörbar,
sodass wir ihnen zuhörten,
weil es beinahe lustig war,
worüber sie sich empörten.

ich zählte grashalme vor mir,
und die lage schien ungünstig;
ich halbierte die gräser hier, -
schon zweihundertneunundfünfzig,
während er sie sehr laut anschrie.
mit destruktiver energie
kam seine abschiedspoesie.

"deine körpersprache ist nett,
und du schaust mir in die augen,
als wolltest du mit mir in's bett;
ich mußte es einfach glauben.

ich habe dich angesprochen,
doch du hast mich nur angezickt,
und so mein gefühl zerbrochen, -
hast mich abwesend angeblickt,
meintest, ich wolle das eine,
das dir auf die nerven gehe,
weil lust hättest du noch keine,
wie immer, wenn ich dich sehe.

ich kann gut alleine leben,
und pfeiff auf zicken deswegen;
lass doch dein handy vibrieren,
und hab viel spaß, dich zu zieren.

was ich will, dafür zahle ich,
daher bitte zicke, - schleich' dich!."

jetzt war es rund um uns ganz still,
wo man dieses paar anstarrte.
ich fragte mich, was der typ will -
und was er sich wie erwarte.

die erwartung enttäuscht sehr oft,
auch weil man ihr selbst kaum entspricht,
obwohl man immer wieder hofft,
dass in der dunkelheit ein licht
die schwarze finsternis erhellt,
schmerzt am ende die illusion,
die man sich insgeheim vorstellt.
wider die soziale union
wurde die entscheidung gefällt,
sich verbittert luft zu machen,
die man manchmal später bereut.
feuer kann den streit entfachen,
oder die wärme, die uns freut.


 

258
( Di, 16. Aug 2016 9:47:18 )

258

"super schön finde ich die da",
sagte ich zu dem bekannten,
weil damals in der stadt geschah,
dass die menschen beim sport rannten.

zweihundertachtundfünfzig - schrill -
leuchtete rot auf ihrem hemd;
ich wußte, dass ich nur sie will,
weil ich spürte, dass mein herz brennt.

so bin ich nachgelaufen,
und holte sie vor dem ziel ein;
wir willten beide verschnaufen,
und dann den tag zusammen sein.


 

257
( Mi, 17. Aug 2016 16:16:06 )

257

ich schrieb im zug so vor mich hin,
da fragte plötzlich eine frau,
ob es wahr sei, dass ich es bin.
ihr haar war schon ein wenig grau.

zuerst bemerkte ich sie nicht,
doch dann habe ich sie erkannt, -
an der sanften art, wie sie spricht,
und weil ich sie so schlecht verstand.

ich erzählte, dass ich schreibe,
und die einsamkeit geniesse,
da rückte sie mir zuleibe,
damit ich nicht mehr verdrieße.

wir wollten uns gar nicht hetzen,
und beschlossen uns zu setzen;
zwei siebenundfünfzig war es,
auf meiner digitalen uhr;
da spürte ich wunderbares, -
es kribbelte in mir natur.

zum abschied schrieb sie dies gedicht,
und bat mich es abzuschreiben,
dem wiedersetzte ich mich nicht, -
ab sofort kann es hier bleiben.

"doch, ich kann mich noch erinnern,
es war eine ungute zeit -
mit den möchtegern-gewinnern
rund um mich herum weit und breit.

ich lebte zurückgezogen,
wo ich zuerst anschluß suchte,
doch ich wurde nur belogen,
worüber ich zuerst fluchte,
und mich zur einsamkeit entschloß;
später bin ich weggegangen,
um anderswo anzufangen,
meine existenz zu leben,
und dort mein ziel anzustreben,
wo gefühle freude geben,
die da rund um mich entstehen.

ein wenig hat es weh getan,
diese entscheidung zu treffen,
doch wenn man nicht mehr anders kann,
weil die hunde zu laut kläffen,
bleibt die erfahrung irgendwann,
die einen weiterbringen kann.

ich wollte nicht mehr schwarz malen,
und glück tief in mir spüren,
fand meinen weg - einen schmalen, -
und lernte mich selbst zu führen.

heute geht es mir wieder gut,
was allem rundherum gut tut."

klar habe ich ihr versprochen,
diesen text hier herzuschreiben;
sie hatte ja nichts verbrochen, -
wir sollten in kontakt bleiben.


 

256
( Do, 18. Aug 2016 09:42:47)

256

damals standen in der halle
fast nur männer und eine frau;
vom alkohol waren alle
zweihundertsechundfünfzig blau,
wo die menschenmenge grölte,
weil fass um fass von gutem wein
ihre stimmbänder gut ölte;
sie durften ausgelassen sein -
und torkelten dann wieder heim.

wieviele räusche im leben
kann man seinem körper geben?


 

255
( Fr, 19. Aug 2016 12:34:55 )

255

es passiert selten, dass sie reist,
doch nie ohne ihre glückszahl;
zweihundertfünfundfünfzig meist.
so schenkte man mir ein stück stahl
bei folgender gegebenheit.
wir haben ein stahlwerk besucht,
denn am nachmittag blieb uns zeit,
hatten dort ein zimmer gebucht,
und blieben spontan über nacht.
die führung war spannend gemacht,
und wir wurden mit stahl beschenkt.
ich bekam das letzte metall, -
das habe ich dann im see versenkt, -
sozusagen als wassermal
zu ehren für den wassermann, -
hoffend, dass er das eisen braucht,
und daher es aufnehmen kann.
der nebel im sonnenschein raucht,
wo er hinauf zum himmel steigt, -
durch das feuer hinaufgebracht -
damit der kreislauf lebend bleibt,
habe ich mir dabei gedacht.
ich geniesse hier die kühle,
wo ich die harmonie fühle,
und die erdenergie spüre,
zwischen bäumen am see stehend,
während ich mein müsli rühre,
die schüssel zeitweise drehend,
bis ich mich auf den stein setzte,
den ich als speiseplatz schätzte.

wie ich so dasaß und dachte,
standen alle zeichen günstig,
denn wo ich die zeit zubrachte,
waren wir zwei fünfundfünfzig,
wenn wir das alter addierten.
heute ist bald jeder so alt;
als haare grau den kopf zierten,
wirkte reifer meine gestalt ...
ich aß meine schonende kost,
und beschloss dieses zu schreiben.
ich entfente noch bodenrost
von dem schon betagten stück.
so schön es war hier zu bleiben,
genoss ich wiederholt das glück,
das der wald am wasser mir gab,
und gehe wieder in den ort, -
erfüllt mit freude für den tag.
ich weiß, bald bin ich wieder dort.


 

254
( Sa, 20. Aug 2016 11:53:07 )

254

jeder stellte eine zahl dar,
zweihundertvierundfünfzig war
die nummer, die es zu mir trieb,
und die bir bereits öfters blieb.

zahlen spielten eine rolle
bei diesem so lustigen spiel, -
wie für den pulli die wolle,
auf jener tombola mit stil.

jeder gewinn stand am regal,
den man selbst abschiessen sollte;
welchen man traf, war ganz egal,
wenn man einen haben wollte.

man bastelte einen flieger,
selbet bemalt aus einem papier,
und wer traf, war dabei sieger,
mein flieger entstand wie der hier:

klick' hier für die animation.
die da auf ihrer seite steht,
sie bekam die isolation,
damit die seite schneller lädt.

mit diesem flieger aus papier
traf ich aus karton ein klavier, -
welches dabei hinunterflog,
und sich am boden selbst verbog.

ich ging, um es aufzuheben,
und stieg dabei auf den flieger;
der blieb auf meinem schuh kleben,
so zerknüllte ich ihn lieber.

der karton war ein grauer ball,
mit dem ich eine vase traf,
sonst hatte ich keinen einfall,
stattdessen war mir mehr nach schlaf.

 

253
( So, 21. Aug 2016 07:44:04 )

253


damals knurrte mir der magen, -
als des sparschweins ende geschah.
und alles in allem lagen
zweihhundertdreiundfünfzig da;
voller münzen war der esstisch,
nur zu essen war nichts daheim;
so braute ich mir ein gemisch
aus tee und dem restlichen wein,
und torkelte zum würstelstand,
welchen ich geschlossen vorfand.

es war schon vier uhr am morgen, -
wahrscheinlich sogar schon vorbei;
mir nahrhaftes zu besorgen
trieb mich zur kondotorei
unten zweimal um die ecke,
die ware geliefert bekam;
ich erwarb eine zimtschnecke, -
und der kaffee war erholsam.

die zimtschnecke aus dem sparschwein
sollte heute mein frühstück sein.


 

252
( Mo, 22. Aug 2016 07:04:51 )

252

wir spielten um unser kleingeld,
genannt 'weniger oder mehr',
ich legte zum wurf in's spielfeld -
zweihundertzweiundfünfzig - her.

sie hatte hundertzwei dabei,
das brachten wir erst auf gleichstand;
fünfundsiebzig stück steuerfrei
zählte ich bar in ihre hand.

wir malten einen kreidekreis,
und legten einen stein hinein, -
die münze je runde als preis
warf man nähest möglich zum stein,
und dessen münze näher kam,
hatte die punkte erhalten,
die des andern münze wert war, -
und die punkte zu verwalten,
war mit bleistift und blatt machbar.

sie hat viel besser getroffen,
und alle münzen gewonnen.
anfangs durfte ich noch hoffen;
sie hat alle mitgenommen,
und zum zählautomat gebracht.
jedenfalls hat es spass gemacht.



 

251
( Di, 23. Aug 2016 12:11:44 )

251

wir spielten mit uno-karten
das spiel auf tausend im garten:
dafür nahmen wir gleich zwei sets, -
unser spieleinsatz war die hetz.
von jeder ziffer gibt es drei,
der rest bleibt nebenbei spielfrei.
drei karten ziehst du je runde,
man spielt eine viertel stunde.

beim spiel steht eine küchenuhr,
wenn sie läutet, ist das spiel vorbei,
dann ist die zeit, da man erfuhr,
wer nach der runde sieger sei.

regeln sind zu vereinbaren,
bevor man mit dem spaß beginnt,
um nach diesen zu verfahren,
bis letztendlich jemand gewinnt.

und dreht man den spieß einmal um,
gewinnt der letzte der verliert;
so blicken die übrigen stumm,
oder wird eifrig spekuliert ...

es gibt ein paar spezialfälle,
die dich auf null zurücksetzen, -
wie die fünf an jeder stelle.
oder hat man zeit zum schwätzen, -
drei mal neun ist wartewelle -
und heißt zwei runden pausieren,
und derart nichts zu addieren.

wenn du drei mal die acht abhebst,
darfst du genau einmal raten,
was du nächste runde auflegst;
das schreibst du zu deinen daten.
wenn du dich nur um zehn verschätzt,
bleibt die karte, die du umdrehst
bei dir als joker bis zuletzt.
du kannst diese jetzt verwenden,
um die runde zu beenden,
und mußt sie danach deswegen,
wieder in den stapel legen;
dann beginnt das spiel von neuem.
ich hatte glück an diesem tag;
einmal durfte ich mich freuen, -
zweihunderteinundfünfzig lag
vor mir, die mir exakt fehlten,
um genau tausend zu haben,
und ein anderes mal zählten
drei einser, die vor mir lagen,
die hälfte vom offenen rest -
doch dann verlor dreimal die vier.
man sagt, 'es war mir ein volksfest', -
vielleicht spielen irgendwann wir.


 

250
( Mi, 24. Aug 2016 19:59:10 )

250

die platte ist dagestanden, -
ich musste ein foto nehmen,
weil platten vom markt verschwanden,
doch ist's kein grund sich zu grämen.

es sind weniger geworden,
jedoch noch nicht ausgestorben.

zweihundertfünfzig handtücher
lagen da in ihrem kassten;
daneben standen zwei bücher, -
eins vom glauben, eins vom fasten.

sie führte ein schliches leben,
handtücher waren der inhalt,
der ihr galt nach ihm zu streben, -
in dieser stofflichen gestalt.

sie hatte damals geburtstag, -
so verbrachten wir den abend;
als ich mit ihr auf der couch lag,
meinte sie, sie sei wohlhabend,
weil sie reich an handtüchern sei;
jede nacht hätte sie eines,
und voelleicht diese sogar zwei,
denn ich bräuchte vielleicht meines.

wir ließen die musik laufen, -
und zerbrachen untertassen;
dann lag da ein handtuchhaufen;
die feier war ausgelassen.


 

249
( Do, 25. Aug 2016 12:28:23 )

249

die orientierung war unklar,
es stellte sich kompliziert dar,
und bereitete mir kummer.
zwerhundertneunundvierzig war
die gesuchte zimmernummer.

ich weiss, dass sie sich auskennen,
die menschen in uniformen.
am gang sah man kranke pennen,
und ich studierte die normen
all der hilfreichen wegweiser
überall hier auf den wänden.
reden war schwer, - ich war heiser.
um die suche zu beenden,
beschloss ich dennoch zu fragen,
bevor mich der dschungel verdrießt.
sicher würde man mir sagen,
wo das gesuchte zimmer ist.

zwei schwestern waren da am gang,
die anscheinend zeit hatten;
nur war dieser gang elends lang,
und ich sah noch ihren schatten,
wo sie eben noch da standen,
kurz bevor ich endlich ankam;
manchmal ist das leben mühsam.
das hiess, dass ich umsonst hinging.
weit und breit sah ich niemanden,
weswegen ich langsam anfing
mir meinen kopf zu zerbrechen,
wie ich hier an mein ziel käme.
auf den großräumigen flächen
würden aus wegen probleme
bei wachsender planlosigkeit,
und um dieses zu verhindern,
dachte ich, es wäre gescheit,
meine unkenntnis zu mindern.

nun ging ich zur information,
und war in zehn minuten dort,
jedoch just in der situation
war das spitalspersonal fort.

ein arzt ist vorbeigekommen, -
und ignorierte meinen grusß;
so hatte ich angenommen,
dass er es eilig haben muß.

um zwei uhr sollte ich da sein,
und jetzt war es bereits halb drei;
ich bin offensichtlich allein,
und nahm mir extra dafür frei,
um einen freund zu besuchen,
der nach seiner op hier liegt.
mir war danach laut zu fluchen.
ich hoffte, dass er mir vergibt,
weil ich mich derart verspäte,
und suchte auf gut glück weiter,
betrachtete die geräte,
und nahm die situation heiter.

irgendwie schaffte ich es doch,
zu dem zimmer zu gelangen.
besuchszeit war gerade noch,
ist sie auch beinah vergangen.

allerdings wunderte mich sehr,
dass ich hier der einzige war.
ich stand da und verstand nichts mehr -
in der hoffnung, das sei nicht wahr.


 

248
( Fr, 26. Aug 2016 10:03:37 )

258

gestern bekam ich ein papier
von einer älteren dame, -
sie kam auf mich zu und gab mir
das stück - ich roch ihre fahne.

"ich möchte sie nicht vertreiben",
meinte sie niedergeschlagen.
"würden sie das für mich schreiben"
hörte ich sie leise sagen, -
dann stieg sie in ihren bus ein,
und lies mich mit dem text allein.

ich kann sie ganz gut verstehen, -
manchmal schmerzt es hinzusehen,
wo aus den menschen das leid spricht,
zumal man es nicht ändern kann.
man wünscht sich von anderen licht,
und scheitert womöglich daran.

es wird wohl meine schwäche sein,
wenn mich die umgebung bedrückt,
zumal mir ein kieselstein
für mein glück nur zum teil genügt.

um nicht selbst weiterzuspinnen,
will ich nun diesen text schreiben,
und mich so darauf besinnen,
selbst gut aufgelegt zu bleiben.

"was bringt's in augen zu schauen,
die trauriger als meine sind?
mir die stimmung zu versauen
ist, was mir dadurch leicht gelingt.

ich bin durch die stadt gezogen,
und blickte nurmehr zu boden.
ich sah die ersten drei leute,
und wusste, mir reicht es heute.

besser fahr ich umgehend heim,
und feiere für mich allein.

mir fehlt die kraft und der glaube,
dass es anders werden würde;
auch brauch ich alte schreckschraube
keinen mehr, den ich erwürge.

so ging ich zur haltestelle,
den blick nach unten gerichtet;
mit einer gedankenzelle
hatte ich steinchen gesichtet,
und einfach vor mich hingezählt.
auch all die füsse, die ich sah,
hatten mich nicht derart gequält,
wie das dumme geschaue da,
welches eben vorhin geschah.

zwehundertachtundvierzig heut'
sind auf meinem weg gelegen;
vermutlich waren noch mehr leut'
während des zählens zugegegen."

mir scheint der text sehr negativ,
doch wer weiss, was ihr widerfuhr, -
es darf ja sein, dass sie schlecht schlief,
oder gegen ihre natur
ganz etwas anderes schief lief.


 

247
( Sa, 27. Aug 2016 12:28:05 )

247

sie hatte so einen stierblick, -
zusammen war unser alter
zweihundertsiebenundvierzig.
als brave systemerhalter
feierten wir den geburtstag
von einer freundin beim wirten,
weswegen am alkohol lag,
dass sie nach einem verschierten
regungslos abwesend da saß,
und den abend konsequent schwieg,
an dem sie betrunken vergaß,
wo sie die vielen stunden blieb.

wir sind zu fünft ausgegangen,
um den abend lustig zu sein;
der spaß hat gut angefangen,
dann war uns schlecht von zu viel wein.

da fiel mir dieses sprichwort ein,
wie man sagt, - 'die gier ist ein schwein.'.


 

246
( So, 28. Aug 2016 07:34:21 )

246

ich bemalte tote fliegen,
damit sie nicht grindig liegen, -
ungut war diese verflixte
zweihundertsechsundvierzigste.

die fliege hat sich tot gestellt,
und wie ich sie nehmen wollte,
ist sie plötzlich emporgeschnellt,
was mein verhängnis sein sollte,
denn sie flog mir in mein auge,
dass schmerzend zu tränen begann, -
weswegen jeder irrglaube
zum eigenen schaden sein kann.


 

245
( Mo, 29. Aug 2016 11:45:23 )

245

"ein muß" war die ablschlussfeier
denn die volksschule war vorbei.
es gab überraschungseier -
für jedes kind waren es zwei -
von uns hübsch bemalt und verpackt.
dazu fünf flaschen saft pro kind -
neunundvierzig haben gesagt,
sie kämen sicher und bestimmt, -
so besorgten wir ein paar mehr,
und schleppte darum gemeinsam
zweihundertgünfundvierzig her.
wir hatten recht viel spaß daran.


 

244
( Di, 30. Aug 2016 21:33:39 )

244

länger habe ich nachgedacht, -
stunden waren im nu dahin -
zweihundertvierundvierzig macht
scheinbar überhaupt keinen sinn, -
nahm ich bereits als gegeben,
und wollte die zahl auslassen.
ich stand vollkommen daneben
und konnte das nur schwer fassen.

in letzter zeit lief alles schief,
als wollte das schicksal mich nicht;
was passierte, ging manchmal tief,
und bedeutete oft verzicht.

so beschloss ich wegzufahren,
und suchte mir ein reiseziel;
weil die preise günstig waren,
fand ich bald, wo es mir gefiel.

zweimal ist besser als einmal,
war schon oft mein gedankengang,
und so hatte ich den einfall,
das beste wäre am anfang
gewinnspiele einzuschicken, -
genügte es doch vollkommen,
in die medien zu blicken.
tatsächlich habe ich gewonnen;
das schicksal war verwunderlich, -
ich gewann die reise dorthin,
wo ich davor recht beschwerlich
mit dem bus hingefahren bin.

selbst nahm ich ein billiquartier
bei sehr gemütlichen leuten;
sie gaben sich extrem smart hier,
wo sie sich fast immer freuten,
wenn man bei der tür hereinkam, -
mich wunderte, wie das sein kann.

mein gewinn waren fünf sterne,
und das klima steif gehalten,
im hotel war ich nicht gerne,
wo viele vorschriften galten.

dafür gab es keinen kaffee
zeitig am morgen um fünf uhr;
etwas, worauf ich gar nicht steh',
doch im hotel blieben sie stur.
ab sechs sei kaffee vorhanden,
und keine minute davor;
auf die art bin ich gestanden,
weswegen ich mir damals schwor
'sicher nie fünf-sterne-schuppen',
für meinen urlaub zu bucben;
mir war danach auszuzucken,
doch ging anderes zu suchen,
und landete, wo ich schon war.
dort fühlte ich mich geborgen,
und der urlaub war wunderbar,
sowie frei von quartiersorgen.

mir fiel die episode ein,
wenn auch schon älter aus ein jahr,
weil die nummer am gewinnschein
zweihundertvierundvierzig war,
und die hausnummer der bleibe
hatte ebenfalls diese zahl,
über welche ich dies schreibe, -
denn es fehlte mir die auswahl.


 

243
( Mi, 31. Aug 2016 09:58:24 )

243

eine kerzenparty brachte glück, -
wir entzündeten grabkerzen;
zweihundertdreiundvierzig stück
erfreute unsere herzen.

wie erwarben die grabkerzen,
weil wir an sicherheit dachten;
wollten wir doch keine schmerzen,
falls die leute feuer machten,
was solche kerzen erschweren,
und die roten plastikhüllen
manch' romantische affären
mit liebesstimmung erfüllen.

das ist etwa zehn jahre her,
so alt ist von freunden der sohn;
der junge liebt grabkerzen sehr -
soll man sagen - 'das kommt davon`!'?


 

242
( Do, 1. Sep 2016 10:09:41 )

242

uns plagte die langeweile;
wir zerschossen untertassen
in zahlreiche einzelteile,
und durften uns gehen lassen.

"scherben schiessen" hieß dieses spiel, -
bekanntlich bringen scherben glück;
so zerschossen wir bis zum ziel
zweihundertzweiundvierzig stück.


 

241
( Fr, 2. Sep 2016 10:48:35)

241

puppe durfte es keine sein,
weil ihre scheidung daran lag,
dass es früher bei ihr daheim
zweihunderteinundvierzig gab.

eine freundin hat mir erzählt,
ein weihnachtsgeschenk fehle ihr;
weil sie das schon im august quält,
bestellten wir lachend ein bier.

mir gelang mich zu verschlucken, -
man soll beim trinken nicht lachen;
diese vielen nackten puppen
sollten mir zu schaffen machen,
denn als sie mir das schilderte,
was ich geistig bebilderte
und meine ohren vernahmen,
fiel mir das bierglas zu boden,
weswegen wir nass heimkamen.
wir haben den plan verschoben,
später noch tanzen zu gehen;
zumal wir recht müde waren,
wollten wir lieber fernsehen.
die details will ich mir sparen.


 

240
( Sa, 3. Sep 2016 09:15:40 )

240

sie spielten gemeinsam quartett,
wo eine runde kinder saß
das wirkte irgendwie sehr nett,
sodass ich beim anblick vergaß,
weswegen ich hier vorbeikam.

weil so ein geistiger engpass
zeitweilig entspannend sein kann,
erlaubte ich mir den spaß,
und fing gleich mitzuspielen an.

autos waren auf den karten,
wo ihre höchstwerte standen, -
immerwieder hiess es warten,
bis alle ihren wert fanden.

dann wurde wieder gestritten,
wo es eigentlich um nichts ging, -
so sind eben die kindersitten;
sie lachen über jedes ding,
darum braucht man nicht zu bitten.

demal mußte ich auswählen,
welcher wert der messung diene;
da war nicht viel aufzuzählen, -
ein prototyp für die schiene
mit nur durchschnittlichen werten;
zweihundertvierzig schnelligkeit
gehörte zu seinen stärken -
ich nannte diese eigenheit.

dafür wurde ich ausgelacht,
denn alle hatten mehr als ich,
doch das hat mir nichts ausgemacht, -
und wäre eher lächerlich.

mit so einem superflitzer
ging die nächste runde an mich;
der rennwagen und einsitzer
war rasant und höchst beweglich.

schön war diese unbeschwertheit;
gerne nahm ich mir dafür zeit.

als wir noch selbst kinder waren,
hatten wir schon ein solches spiel ...;
in zukunft ölfrei zu fahren
brächte unserer umwelt viel,
und täte auch der wirtschaft gut.
warum man das nicht bereits tut,
habe ich mich schon oft gefragt.
wahrscheinlich fehlt nicht nur der mut,
habe ich mir immer gesagt.


 

239
( So, 4. Sep 2016 07:01:00 )

239

ganz knapp oberhalb des gesichts
verbinde ich mit dieser zahl
zweihundertneununddreissig nichts.
der stift aus dem federpenal
wollte vorab schon nicht schreiben,
und der kaffee rann auf das blatt.
so lasse ich lieber bleiben,
was ohnedies keinen sinn hat,
und möchte anderes schreiben.

es dürfte scheinbar stillstand sein,
oder nahm sich mein hirn nur frei.
was auch immer die wahrheit sei,
fällt mir dabei natürlich ein,
was ich alles zu tun habe, -
ist doch der tag meine zukunft.
in dieser misslichen lage
scheint es mir zeit für die vernunft,
was heissen soll mich im leben
auf ein neues zu bewegen,
damit die zeit nicht nur verging,
um diesen text zu verfassen;
hier endet was eben anfing,
und wird so stehen gelassen.


 

238
( Mo, 5. Sep 2016 13:41:25 )

238

zweihundertachtunddreissig - stimmt, -
diese zahl schreib' ich heute hier,
weil der tag romantisch beginnt,
vor mir auf karriertes papier.

da scheint belanglos mit bedacht,
was am heutigen tag geschieht;
zum ersten mal ist es noch nacht,
auch wenn sich das dunkel verzieht.

es ist nicht einmal noch fünf uhr,
und gestern schlief ich viel länger, -
wenn auch bis halb vor sieben nur;
dann sah ich meinen traumfänger
beim frühstückskaffee am morgen.
knapp nach fünf war es sonst immer,
und es war schon hell geworden.
in meinem finsteren zimmer
wollte ich das licht einschalten,
doch nahm stattdessen die kerze,
um ein lichtlein zu erhalten,
womit ich heute verschmerze,
dass die hietze vorüber scheint,
weil der herbst im spätsommer keimt.


 

237
( Mi, 7. Sep 2016 09:56:03 )

237

gestern fand ich nirgendwann zeit,
das geschriebene zu tippen;
ich war nicht besonders fleissig,
doch bin nicht dazugekommen.
zweihundertsiebenunddreissig
blieb vom schreiben ausgenommen;
doch jetzt ist es endlich so weit,
dass die tasten wieder klicken,
damit dieser text gleich hier steht,
der keinen lersern mehr entgeht:

wie packten den wagen voll,
und waren dabei recht schleissig:
das gewicht lag über dem soll, -
zweihundertsiebendunddreissig
kilogramm waren acht zu viel,
so wir zu dritt fahren wollten;
doch mussten wir zu dritt ans ziel,
weswegen wir hören sollten,
dass der bordcomputer fiepste,
und danach abschaltete,
und auich nicht einmal mehr piepste,
wenn man den wagen startete.
man hörte ein kurzes knacksen,
doch mehr tat dieses auto nicht.
fahren war nicht mit der kraxen,
es scheiterte am höchstgewicht.

ausräumen hatte keinen sinn,
das ding fuhr keinen meter mehr;
scheinbar war dieses auto hin, -
das ärgerte uns damals sehr.

weil es hier ansonsten nichts gab,
ausser dieses einsame haus,
standen wir hier festegefahren,
und machten das beste daraus.

wir sollten fünf koffer holen,
und dazu noch ein paar sachen.
die show wirde uns gestohlen,
die arbeit fertig zu machen.

strom hat es keinen gegeben,
so haben wir feuer gemacht.
das ganze kam ungelegen,
doch morgens haben wir gelacht,
weil das auto funktionierte,
was immer die gründe waren,
dass es uns nicht trabsportierte, -
wir sind erfreut heimgefahren.

das gepäck ließen wir zurück,
denn damit hatten wir kein glück.


 

236
( Do, 8. Sep 2016 01:11:27 )

236

zweihundertsechsunddreissig - ja,
die zahl wirkt irgendwie vertraut;
ich dachte nach, doch war nichts da,
was nach dem gesuchten ausschaut.

zwei mal drei ergibt zweifelsfrei
die letzte ziffer der zahl sechs;
da hofft man was vielleicht noch sei,
so will es ein naturgesetz.

was auch immer der tag noch bringt,
wiege ich mich in sicherheit,
dass mir mein vorhaben gelingt -
jetzt bleibt noch für ein frühstück zeit.


 

235
( Do, 8. Sep 2016 18:36:32 )

235

jetzt nütze ich meine pause
zum nachtrag, was ist geschrieben, -
und sitze deshalb zu hause
für dieses kleine anliegen.

'zweihundertfünfunddreissig steht -
weil es derart besser geht -
vor mir auf einem stück papier,
ich schrieb die zahl groß vor mich hin.
derart war ein reminder hier,
damit ich ja informiert bin,
zu welcher zahl ich schreiben will.
jetzt grüble ich daüber nach,
bloß ist da noch nicht allzu viel;
so fiel mir ein, was jemand sprach.

"ein wenig traurig stimmt abschied
eigentlich im herzen immer;
doch opfer verlangt jeder sieg,
und zu verlieren ist schlimmer."

vielleicht ob der netten wortwahl -
nur zu schwarz-weiss ist es gemalt.
scherzend nannte ich ihn fortfall,
da hat er mir ein bier bezahlt.

gestern bei einer konferenz
war ich ein geladener gast;
zum thema "menschliche tendenz
als unerwünschte alltagslast"
formulierte der gastgeber
diesen gelungenen schlusssatz:
"meine reise als glücksjäger
führt zu meinem gesuchten schatz."'

damit endete die notiz,
denn ich verließ wohl den klositz.


 

234
( Fr, 9. Sep 2016 09:52:26 )

234

zweihundertvierunddreissig - gut,
dass man sich bei der zahl leicht tut
ein paar zeilen zu verfassen,
wenn auch davon keine massen.

die ziffernfolge "zwei, drei, vier"
ist als eigenschaft auffällig,
und ausserdem, denke ich mir,
ist die zahl sicher dreistellig.
doch bin ich heute der dumme,
dann ist acht ihre quersumme.

weil zweimal neun im datum steht,
sowie die quersumme vom jahr,
das leider auch zu schnell vergeht,
in ein paar monaten neun war,
will ich den tag jetzt beginnen,
und vielleicht neun mal gewinnen.


 

233
( Sa, 10. Sep 2016 11:17:44 )

233

die zahlen bis tausend je blatt
und ohne ein einziges wort
standen im "buch der geisterstadt";
so begann man dieses spiel dort,
wo jene zahl am spielplan stand,
die man vorweg im buch aufschlug;
zweihundertdreiunddreissig fand
ich mühsam vor dem ersten zug.

der spielplan war alt und schäbig,
und das büchlein hatte flecken;
es existierte schon ewig,
mag es den eindruck erwecken,
hat mir ein alter mann erklärt,
der mir dieses spiel beibrachte.
das habe ihn sein dad gelehrt,
der das alles machte.

heute programmiert man spiele, -
das darf man auch fortschritt nennen;
änderungen gab es viele,
und dinge, die wir nicht kennen.


 

232
( So, 11. Sep 2016 10:00:21 )

232

"zwei, drei, zwei" könnte man sagen, -
zwehundertzweiunddreissig auch,
und will sich eigentlich fragen,
ist das um nichts viel schall und rauch?

aber davon unabhängig
sind die schleissigkeiten gängig;
"hundert", "und", und "sig" zu sparen
verhindert darauf zu beharren
sie beim lesen auszusprechen.

die gedankliche spielerei
zählt manchmal zu meinen schwächen,
doch ist der anfall jetzt vorbei.


 

231
( Mo, 12. Sep 2016 18:07:04 )

231

zweihunderteinunddreissig - und -
der ein oder anderen grund
diese zeilen hier zu schreiben,
um gedanken aufzuzeigen,
sind ausreichend motivation
den computer einzuschalten,
und die textimprovisation
auf den tasten zu entfalten.

das ist soeben geschehen, -
nur die katze hat's gesehen.


 

230
( Di, 13. Sep 2016 07:45:55 )

230

zweihundertdreissig kann viel sein,
oder auch kaum der rede wert;
viel als gewicht von einem stein,
wenn man mit ihm am fahrrad fährt,
doch wenig für den lastwagen, -
der wäre unterbeladen.

und fiele dieser stein auf mich,
so würde ich daran sterben;
der countdown wäre vergeblich,
oder würde bekannt werden, -
doch ist's für wahr unerheblich.


 

229
( Mi, 14. Sep 2016 08:02:31 )

229

zweihundertneunundzwanzig schon, -
kinder, wie die zeit doch vergeht!
aber ja, - das hat man davon,
dass man mitten im leben steht,
welches man sich passiv anschaut,
wie es hier als film vorbeizieht,
oder sich etwas mehr zutraut,
damit heute gutes geschieht.


 

228
( Do, 15. Sep 2016 09:40:19)

228

ich glaube nicht an zufälle,
wenn gewiß mein verständnis fehlt,
und wohl auch die gehirnzelle,
sowie die wahren kenntnisse,
warum etwas derart geschieht,
sodass man es als zufall sieht.
wohl war ich noch nicht lange wach,
und dachte nebenher über
zweihundertachtundzwanzig nach.
so wurde ich wieder müder,
und wollte mich niederlegen.
es wahr nicht einmal noch fünf uhr,
und eigentlich schon deswegen
ein argument für die schlafkur.

ich hatte das tablett zur hand,
und schaute, was dort kluges stand,
wenn ich diese zahl eintippe.
missisippi's ärea-code, -
da beschloss ich, dass ich klicke.
der sound spielte banana boat,
und ja - durchaus interessant
sind die fakten da gewesen.
mir war jedenfalls unbekannt,
was dort steht, um es zu lesen.
mein hirn versuchte zu reimen,
wie es das morgens meistens tut.
so mag es verständlich scheinen,
weil doch die neugier niemals ruht,
was mir dabei einfiel - hippie, -
und kam zu 'rainbow gathering',
wo ich statt von missisippi
überrascht zu lesen anfing,
dass es am siebenten august
zum polizeiaufgebot kam.
sie haben das vielleicht gewußt,
beim einsatz waren siebzig mann -
ein vorfall in der steiermark,
wo noch hippi's ein skandal sind.
irgendwie finde ich das stark,
und habe mich darauf besinnt,
dass wichtigeres existiert,
und mir ein urteil nicht zusteht,
auch wenn mich dabei irritiert,
wie man mit toleranz umgeht.

hoffentlich wird bald der frieden
das negative besiegen!

nach über zweitausend jahren
kriegerischer vergangenheit
in der menschen grausam waren
wäre für gescheiteres zeit!


 

227
( Fr, 16. Sep 2016 07:32:54 )

227

zweihundertsiebenundzwanzig -
das braucht als wort schon acht silben;
als alter wäre das ranzig, -
könnte man damit verbinden.

zu einer solchen fantasie
fehlt mir zum glück die energie,
doch wenn ich schon beim thema bin,
dann frage ich mich dach dem sinn
um das glück kämpfen zu müssen.
seiten könnte ich vollschreiben, -
soll mich doch die muse küssen,
und mir meinen weg aufzeigen!

der tod ist als teil des lebens
angesichts seiner ewigkeit
eine phase des bestrebens
der ruhenden vollkommenheit.

daher will ich mich bewegen,
um heute noch zur rechten zeit
mir mein glück zurechtzulegen;
sei es dumm oder auch gescheit -
noch bin ich dem sein ergeben,
und lebe da mit heiterkeit.

uns soll heute nichts aufregen, -
wünsche ich uns schlicht deswegen.

wünsche dir nichts - entschließe dich!
dies sage ich mir tagtäglich.


 

226
( Sa, 17. Sep 2016 06:12:55 )

226

mir bietet sich keine auswahl;
jetzt scheine ich schonwieder wach,
und sinniere über die zahl
zweihundertsechsundzwanzig nach.

dabei fällt mir allerhand ein,
nur nicht das, was ich vermisse;
also lasse ich zu missen sein,
wie auch hämorridenbisse
heute als thema versagen, -
bin ich froh keine zu haben!

wir haben ohnehin vieles,
das wir sicher niemals wollten, -
und in der zukunft fossiles,
wenn uns forscher finden sollten.
die fänden die hämorride,
und denken dann, das wäre ich;
den hämorriden zuliebe
ist mir mitnichten wesentlich
vorbeugend keine zu haben.
das könnte ich zum grund machen
dem schicksal danke zu sagen,
ohne solche aufzuwachen.

ich wollte anderes schreiben,
um es nicht zu weit zu treiben.

ich wollte dir etwas geben,
um das paradies zu leben.
dieser versuch ging daneben, -
soll mich das etwa aufregen?
es gibt anderes auf wegen,
die es gilt offenzulegen.
und mir fehlt die zeit deswegen
den überfluss anzustreben.

acht zeilen zu je acht silben
war mein anliegen zu bilden.

"besser als den groll zu hegen,
ist das schöne freizulegen.",
mag uns ein tagesmotto sein, -
wo wir unseren weg gehen
zum paradies beim meilenstein,
den wir in der ferne sehen.


 

225
( So, 18. Sep 2016 10:50:09 )

225

wo ich da ein gedankenspiel
am morgen im kopf erfahre
fliessen die worte an ihr ziel, -
vielleicht bis nach satu mare.

da steht nun vor mir am papier,
was ich gar nicht schreiben wollte,
daher schreibe ich den text hier,
der es eigentlich sein sollte.

vom stephansplatz richtung osten
gehe man bis zu dem pfosten,
bei dem ein langer weg beginnt,
was in schritten ausgedrückt
zweihundertfünfundzwanzig sind,
die es braucht ans ziel zu kommen,
bis einen der anblick entzückt;
und ist genug zeit verronnen,
sowie der gaumen zufrieden,
kann man einfach weitergehen,
wohl um das leben zu lieben,
und seine prachten zu sehen,
auf dem weg nach satu mare,
den man natürlich nur anfängt,
doch ein andermal hinfahre,
falls man dorthin die reise lenkt,
weil man ein nettes plätzchen nützt,
an dem man sich neue kraft schenkt,
die einen vor dem unheil schützt.

es steht dir frei zu erleben,
dich selbst dorthin zu begeben,
wo du die schwingungen aufnimmst,
die deine sinne durchdringen,
und du dich darauf einstimmst,
die energie einzubringen,
bis das wohlgefühl vibriert,
in das du dich schwingend einfügst,
da es die freude zelebriert,
die du dir ansonsten vorlügst,
und nun durch dein inneres strömt -
deiner zufriedenheit willen,
an die man sich sehr schnell gewöhnt,
um das verlangen zu stillen.

jetzt freue ich mich auf den tag,
den ich gerne erleben mag.


 

224
( Mo, 19. Sep 2016 06:02:58 )

224

zweihundertvierundzwanzig - fein,
es gibt statt dem sonnenaufgang
um diese zeit hellen mondschein
morgens nun zum tagesanfang.

ich möchte mich jetzt beeilen
die dinge zu erledigen
und daher nicht hier verweilen,
sinnlosigkeit zu predigen,
damit meine realität
nicht nur aus fantasie besteht.


 

223
( Di, 20. Sep 2016 09:03:33 )

223

ich versuche vorzuschreiben, -
ein blödes wort, will ich meinen,
könnte doch der zwang durchscheinen,
und den lasse ich da bleiben.

ich will den text vorbereiten,
den ich morgen einklopfen muß,
und kritzle auf leere seiten
vor dem träumen zum tagesschluss.

zweihundertdreiundzwanzig mal
abzüglich dieser einen wahl
darf ich mich daher entscheiden,
ob ich nachher träume jage,
oder nach dem traum zu schreiben,
damit ich den text beitrage,
welcher der tageszahl entspricht, -
in worten, ein neues gedicht.


 

222
( Mi, 21. Sep 2016 08:58:09 )

222

die minute hat begonnen,
denn die davor ist schon vorbei;
andauernd ist zeit verronnen.
man nimmt sich die minuten frei,
und es ist immer eine da;
sonst gäbe es einen aufschrei
oder passiert als ein hoppala,
das im leben das letzte sei.

jetzt wollen ein paar zeilen sein;
der umstand lud mich dazu ein,
mir aus den fingern zu saugen,
weil hier in der realität
ganz deutlich vor meinen augen
zweihundertzweiundzwanzig steht.

an diesem letzten sommertag
las ich in sachen herbstbeginn,
dass ich dem irrtum unterlag,
doch nun wieder gescheiter bin,
weil ich nachgelesen habe, -
und fand sehr schnell im internet,
fakten über diese tage.
ich könnte sagen, "am 'tablet'
werde mir das wissen serviert",
wo dank dieser erungenschaft
wissen mit bedarf korreliert.
wenn man sich nur dazu aufrafft,
das gesuchte aufzufinden,
damit die irrtümer schwinden.

der herbstbeginn ist ein gemisch,
sieht man es nun kalendarisch
oder sind die fakten am tisch
vorzugsweise astronomisch.
und denke ich phänologisch,
also mehr pflanzenbezogen, -
und auf den herbstzeitlosen fisch,
ist der herbst längst eingezogen.
ich führe mir zu gemüte,
mit der herbstzeitlosen blüte
sei der herbst bereits eingekehrt, -
wie mich das internet belehrt.

bei uns beginnt der herbst morgen,
um es einfach auszudrücken;
es ist schon recht kühl geworden, -
möge uns die zukunft glücken!


 

221
( Do, 22. Sep 2016 21:51:16 )

221

ich war mitten in den nacht
fast halb erfrohren aufgewacht,
und habe mir daher gedacht,
dass eine decke mehr sinn macht.
erst war der klogang angebracht, -
langsam wich aus mir die schwäche,
während ich dasaß und starrte,
mit dem kinn in der handfläche,
in der zweiten eine karte, -
momente regungslosen seins
vergingen viele wie im flug.
eins,eins,null,eins,eins,eins,null,eins
ist binär gedruckt - achtmal klug.
zweihunderteinzundzwanzig steht
als dezimaler wert dabei;
und weil die zeit so auch vergeht,
wird das hirn von gespinsten frei.


 

220
( Fr, 23. Sep 2016 05:17:37 )

220

zweihundertzwanzig war zu breit, -
es hätte keinen platz gehabt;
das tat mir ausnahmsweise leid,
denn das ding hat mir zugesagt.

die rede sei von einem bett, -
mein altes ist eingebrochen;
die dame war zwar wirklich nett,
nur mein bett "hat sich besprochen".

beides kann ich kaum vergessen, -
schliesslich war die nacht wunderbar;
und mein zimmer auszumessen
stellte sich unterhaltsam dar.

vielleicht war es ja diese nacht,
weswegen wir so viel lachten.
oder das messen hat's ausgemacht,
dass wir nehr als kindisch dachten,

es ist ein "zwiefler" geworden,
wie dazu holländer sagen;
eins vierzig breit, - wie im norden,
galt es ins auto zu tragen.
es gab leider kein wagerl mehr, -
nicht ein einziges stand herum,
und so ein bett wiegt höllisch schwer.
zusätzlich war daran sehr dumm,
dass sie nicht schwer tragen sollte,
also trug ich das bett allein;
da ich mein bett haben wollte,
mußte dieses eben so sein.

zu hause war kein parkplatz frei
und sogar die einfahrt verstellt, -
den moment ein pech für uns zwei.
"es ist viel mehr, das man aushält.",
dachte ich mir, und seufzte nur.
zwei gassen weg war ein parkplatz, -
und jetzt auch noch eine bremsspur,
sei da noch erwäht als nachsatz.
sie hätte ihn beinah' verpasst,
aber zum glück eben nur fast.

wir kamen mit meinem bett heim,
und weihten es natürlich ein.

heute erinnere ich mich
mit diesen gedankensplittern, -
sei es auch nicht weltgeschichtlich,
ob der zweihundertzwanzig gern.


 

219
( Sa, 24. Sep 2016 20:45:10 )

219

ich saß da - in jener u-bahn,
und überlegte momentan,
was ich zusammenreimen kann, -
zweihundertneunzehn stünde an.

zu neunzehn fällt mir etwas ein, -
zu zweihundert selbstverständlich,
nur bei zweihundertneunzehn - nein,
leider heute nichts schlussendlich.


 

218
( So, 25. Sep 2016 08:58:20 )

218

zweihundertachtzehn bringt mir glück,
und auch ein wenig pech dabei;
sicherlich ist das zahlenstück
nicht nur ein vielfaches von zwei.

gedanken zum aberglauben
führten mich zu pferdehufen,
sowie gelockerten schrauben
am geländer von den stufen
knapp vor den bananenstauden,
wo die affen wolken rufen.

"wolken rufen" war ein stichwort,
das spontan ausreichend schräg klang,
und so weiter, wie auch sofort
ist dies nun der geschichtsanfang.

es gibt menschen, die behaupten,
man könne die wolken rufen,
und die gleichfalls daran glaubten,
dass sie selbst die welt erschufen.

nun könnte man sich vorstellen,
menschen stehen auf der strasse
um den himmel aufzuhellen,
und schreien gegen das nasse,
doch andere rufen wolken,
die lieber den regen wollten.
auf der strasse wäre geschrei,
denn jeder wollte das seine;
manche schreien den himmel frei,
die anderen wolken herbei.
man würde die wolken hetzen,
und auch die natur verletzen.

wahrscheinlich käme ein gesetz,
oder die wolkenrufsteuer;
es gäbe weniger geschwätz
in den höfen der gemäuer,
ob das wetter sonnenschein bringt;
damit das schönwetter gelingt,
würde man vielleicht lieder singen,
und wolkentöne anstimmen.

ich finde es wirlich gut,
dass der wind die wolken treibt,
und das wetter das seine tut,
damit es spekulation bleibt,
statt menschlicher zerstörungswut.


 

217
( Mo, 26. Sep 2016 08:53:12 )

217

auf der venus gab es berge,
nicht so hoch wie auf der erde.
dorthin schienen sonnenstrahlen,
wie als schöne pracht gemalen,
welche ins dunkel einbrachen;
zweihundertsiebzehn schienen hin,
als auf erden menschen sprachen, -
wenngleich mit zweifelhaftem sinn.
dabei ist ein wolf aufgewacht,
war es doch mitten in der nacht.
so war eindeutig bewiesen,
auch die wölfe sind die miesen,
zumal sie entschieden haben,
die tiere seien ein schaden.

die wahrheit wurde verschwiegen,
denn sein grab ist leer geblieben.

die großmutter-variante
sollte die fakten verschleiern,
weil rotkäppchen's reiche tante, -
um den geburtstag zu feiern,
das zeitliche segnen sollte,
da man ihr geld haben wollte.

man schmiedete den teufelsplan,
die alte frau umzubringen,
wobei die zukunft anders kam;
der plan sollte nicht gelingen.

die großmutter war verschwunden,
sie wurde nie mehr gefunden.

das war rotkäppchen peinlich,
und es erfand die geschichte,
dass die tante höchstwahrscheinlich
auf ihr erscheinen verzichtete,
weil sie sich spontan verliebte,
wo sie die vernunft besiegte.
näheres sei noch unbekannt,
aber ein ausnahmezustand.

später schrieb sondann das märchen, -
damit kinder wölfe meiden,
ein paranoides pärchen.
dabei sollte es nicht bleiben;
es schrieben die gebrüder grimm
das original nochmals um,
denn der text war wirklich recht schlimm.
nur selten ist das schicksal dumm.


 

216
( Di, 27. Sep 2016 11:29:35 )

216

zweihundertsechzehn ist gefragt.
ich starre löcher in die luft,
zumal mein hirn sich plötzlich plagt,
und das gespeicherte abruft,
um da brauchbares zu finden,
einen netten text zu schreiben.
dabei kommen und entschwinden
gedanken, die kurz verbleiben.
doch jetzt waren welche dabei,
die ich spürte, wie sie treiben;
fast wie ein innerer aufschrei
sollten sie ihr dasein zeigen.

dabei eintwickelt sich ein reim,
weil die worte sich einfinden,
um in sätzen sinnvoll zu sein.
ich will mein gehirn auswinden,
das zeitig morgens langsam denkt,
damit es mir die worte schenkt.

abgesehen von dem umstand
ist eine runde zahl erreicht,
erwähnt man nebenher am rand,
was man mit dem beginn vergleicht,
der als dreihundertsechzehn gilt.
heute sei ein jubiläum,
das gleichfalls eine rolle spielt, -
nun ist die zeit auch wieder um,
die ich damit verbringen kann,
solche gedichte zu schreiben.
ich frage mich ob irgendwann
diese texte zeit vertreiben.


 

215
( Mi, 28. Sep 2016 19:37:27 )

215

heute begann die weckerzeit,
zumal ich gestern schon verschlief;
erst um sechs uhr war es so weit,
dass meine innere uhr rief,
'oida, ausse aus da hapfen,
und eine in deine schlapfen.', -
sagt man doch so auf wienerisch,
wenn man das warme bett verlässt.
vielleicht etwas zu energisch,
im gegensatz zum tagesrest.
zu gunsten der bequemlichkeit
redet man da lieber gescheit.
freilich gibt es genug ausnahmen, -
eigentlich, sowie überall.
'regionalisch' sagt man amen
zu dem abnormen sonderfall,
den ich gestern erlebte
wo ich war den durst zu stillen.
und weil dort mein zwerchfell bebte,
kostete mich das den willen,
zeitig nach hause zu gehen;
ich muß viel getrunken haben, -
einiges bleibt zu gestehen -
mehr ist dazu nicht zu sagen.

es führte am thema vorbei,
die gespräche zu zitieren.
geredet wurde allerlei,
und ich will das nicht sezieren.

ich mußte das haus verlassen,
um einen wecker zu kaufen;
mein alter lies mich verpassen,
und fand den weg zu müllhaufen.

das eigenartige daran,
er weckte mich mit taktschlägen,
und nach dem abdrehen sah man
die schlaganzahl wie daneben
die dafür benötigte zeit.
gestern versagte der wecker;
das tat mir irgendwie recht leid,
zum glück ist der neue netter.
der alte stand eingeschalten,
und zeigte fünfzehn nach zwei an, -
da hatte er angehalten.
somit bleibt, dass ich schreiben kann,
dass zweihundertfünfzehn drauf stand,
als ich das ding kaputt vorfand, -
sonst fehl hier der zusammenhang.


 

214
( Do, 29. Sep 2016 07:43:56 )

214

ich war ins ausland gegangen,
und musste zur arbeit fahren,
wo die leute fröhlich sangen, -
sieht man ab von liebespaaren,
die sich zumeist innigst küssten,
als ob sie verschmelzen müssten.

zum "zweihundertvierzehn-'er'"-Bus
ging ich damals gerne;
der spürbare optimismus
gab morgens innere wärme.


 

213
( Fr, 30. Sep 2016 11:08:22 )

213

da steht ein schwuler am wc
und ein sodomist daneben,
wo ich zufällig vorbeigeh', -
auf die grosse seite eben.

kommt eine fliege geflogen.
"einmal diese fliege lieben!" -
hat der sodomist erwogen,
und danach verträumt geschwiegen.

"ssss" - summte hörbar der schwule -
sozusagen auf "die coole".

der witz ist mir eingefallen, -
nur zu zweihundertdreizehn nichts;
dieses gedankliche schwallen
geschah im lichtschein des teelichts.


 

212
( Sa, 01. Okt 2016 19:00:07 )

212

zweihundertzwölf schritte entfernt
ist ein anderer platz als hier;
ein auto fährt vorbei und lärmt, -
es hält und stinkt, - denke ich mir.

der bahnhof wird frisch umgebaut, -
selbst die kameras fehlen noch,
der da so jungfräulich ausschaut, -
verglichen mit dem alten loch.

mir fuhr eben der zug davon,
und mir bleibt zu warten über;
so schreibe ich für morgen schon,
denn in der früh bin ich müder
als fromm alle klosterbrüder,
zumal ich heute ausgehe,
und meine biouhr störe,
an welcher ich nächtens drehe.
ich vermisse vogelchöre
nach einem netten nachmittag,
was an der späten uhrzeit lag.

zugverspätung wird angezeiegt,
vier minuten sollen es sein, -
gut möglich, dass es dabei bleibt.
ich bin mutterseelenallein, -
das auto ist weggefahren,
ausser mir verweilt hier kein schwein;
drei kids gingen, die da waren.
ich habe drauf losgeschrieben,
und dachte vorab gar nicht nach;
das hat mir die zeit vertrieben,
die dem hier notierten entsprach,
und so ist der text entstanden,
den sie hier eben vorfanden.

eigentlich war es ein versuch,
ein gedicht spontan zu reimen, -
als beitrag für das zahlenbuch,
könnte ich wohl dazu meinen.

in englisch wäre zu sagen,
"the countbook under construction
means the bull shits introduction.",
und will man's deutschsprachig haben,
"das zahlenbuch in entstehung
ist vom bull shit die vorsehung".

die sinnlosigkeit im gedicht
entstand in der guten absicht
etwas besseres zu schreiben;
dieser wird sich nächstens zeigen.


 

211
( So, 02. Okt 2016 08:59:58 )

211

auf bahnhöfen die ausstrahlung
fasziniert mich immerwieder;
von den zügen die beschalung
wie von den rädern die lieder,
die sie fahrend von sich geben,
und die menschen, die da laufen,
samt auch denen, die da leben,
sind als scheins planloser haufen
ein fundus für die geschichten,
welche sich spontan entwickeln;
wo energien mitnichten
zuweilen in mir ein prickeln
durch mein rückgrad laufen lassen,
andererseits grind und kälte
auch zu dem geschehen passen.

ein gegensatz voller vielfalt
stellt den nächsten in den schatten;
hoffentlich kommt mein zug schon bald,
zumal zwei verspätung hatten.

gerade mal vierzig leute
von zweihundertelf personen
zähle ich fassungslos heute,
deren blicke froh belohnen,
was sich ihnen um sie bietet;
die anderen schauen finster,
wie durch das system gemietet, -
sauer starrt ein angegrinster,
sein hund uriniert ungeniert,
denn der ist weniger frustriert.

so vergehen die minuten
welche man bald als stunden zählt, -
und hält ausschau nach dem guten,
während man auch das schlechte wählt.

acht zu zwei scheint hier vertreten, -
ein verhältnis, dass es oft gibt;
ich will die gedanken kneten,
weil das meine einsicht verschiebt.

die gedanken laufen zu lassen,
schafft eine gute möglichkeit,
sein inneres aufzufassen;
beim warten ist gelegenheit,
nicht nur selbiges zu hassen.

ist es auch dumm oder gescheit,
traurig oder um zu spassen,
bleibt für die vielfalt dabei zeit,
sich dem umfeld anzupassen.


 

210
( Mo, 03. Okt 2016 13:50:08 )

210

wenn ein vogel hoch oben fliegt,
möchte ich seine feder sein,
die mit ihm wie er die luft liebt,
zwischen wolken und sonnenschein.

zweihundertzehn ist halb so viel,
wie es vierhundertzwanzig ist,
und so viel meter bis ins ziel
hatten wir einen freund vermisst,
der heute vor zehn jahren starb,
wo ihn sein glück verlassen hat,
als man ihn auf der strecke barg, -
an seinem letzten schicksalstag.

wir trafen uns, wie jedes jahr,
um diese strecke zu gehen,
die damals seine letzte war.
von dem umstand abgesehen,
war mir noch niemals wirklich klar,
was die massen daran finden,
wenn stars ihr leben riskierend
von der bildfläche verschwinden.
das empfinde ich schockierend.


 

209
( Di, 04. Okt 2016 07:04:02 )

209

mich hindert meine traurigkeit
mir da mehr zu überlegen;
ruhe wie auch besonnenheit
fehlen mir heute deswegen.

mir fehlt die zeit zum reimen,
weil ich zu viel zu tun habe;
und ich muss sogar verneinen,
dass ich dazu etwas sage.

ohnehin will niemand wissen,
was die anderen vermissen,
schon um die distanz zu wahren,
und sich den ärger zu sparen.

zweihunderneun mal zu klopfen
ändert nichts an diesem topfen.


 

208
( Mi, 5. Okt 2016 12:29:40 )

208
.. zu lange lag der bart vom witz
im sportwagen am nebensitz,
bis der auf einer autobahn
bei schlechtwetter ins schleudern kam.

den wagen hat man geborgen,
mitsamt dem bart am nebensitz;
da ist der witz befreit worden, -
doch entkam er durch einen schlitz.

als alle gerettet waren,
wurde der witz überfahren.

zweihundertacht solche witze
konnten rekonstruiert werden,
gerade zur verkehrsspitze
konnte man teils witze bergen,
die spurenexperten nützten
texte wieder herzustellen,
wobei sie sich darauf stützen,
alles sei getreu der quellen.

man hört viele alte witze,
über die niemand lachen kann;
andere sind dafür spitze,
und das ist das gute daran.

da war beim tierarzt ein dackel,
der dorthin zum einschläfern kam;
er biss irgendeinen schackel,
und der klagte dann das "herrchl" an.
ein schäfer wartete gleichfalls,
weil er sich am "frauerl" vergriff;
und so harrte er dem schicksal,
bis der arzt ihm die nägel schliff.


 

207
( Do, 06. Okt 2016 04:20:52 )

207

zweihundertsieben ist recht viel,
so man damit die meter meint,
und eine minute zum ziel
noch als rest über zu sein scheint,
die unmöglichkeit zu geben,
um das maximum zu leben.
chancenlos gibt man sein bestes,
das sicher nicht genug sein kann,
und angesichts des kraftrestes
scheitert man kläglich daran
die vorgabe umzusetzen,
wo es gelang sich zu hetzen.

mir ist es ähnlich gegangen, -
zum glück ist das schon länger her;
ich war kurz davon befangen,
denn es geschah wesentlich mehr.
davon schreib' ich ein andermal,
weil de facto ist das egal.

ich suchte den zusammenhang,
zu der zahl zweihundertsieben
vergebens am tagesanfang, -
noch dabei im bett zu liegen,
und dieser text ist entstanden,
den ich jetzt in eile schreibe.
falls sie diesen text gut fanden, -
worum ich sie fast beneide, -
weil sie damit das verbanden,
was für sie interessant scheint, -
und sei es nur, dass es sich reimt, -
so würde mich sehr freuen,
von dem eindruck zu erfahren,
um die zweifel zu zerstreuen,
anstatt sie aufzubewahren.


 

206
( Fr, 07. Okt 2016 06:23:12 )

206

meistens zählt der erste eindruck,
ob man mehr interesse hat,
und spontan gibt man sich den ruck,
zu äussern, was man gerne mag.

da fällt mir ein ich muss gehen;
anstatt vor mich hinzuträumen,
habe ich die uhr gesehen,
die mir zeigt, bald zu versäumen,
was ich mir ausgemacht habe,
und da es eine wegzeit gibt,
bin ich in gestresster lage,
so mich meine trägheit besiegt.

der tag hat eben begonnen,
oder besser es wird bald hell,
und schon ist die zeit verronnen, -
das geht immer so furchtbar schnell.

das ist ein spontaner bericht,
wie mir text soeben einfällt;
zu zweihundertsechs leider nicht, -
so bleibt der reim dahingestellt.


 

205
( Sa, 08. Okt 2016 18:01:09 )

205

ich hörte 'für arsch und friedrich',
und musste erst einmal lachen;
dann später wunderte ich mich, -
und zwar genau beim aufwachen,
wenn die gedanken noch frei sind
von tausenden tagessorgen,
die wie der sturm oder der wind
am polar im hohen norden
wärme durch präsenz verhindert,
so muss man immer etwas tun,
damit dies die sorgen mindert;
das resultat ist oft verkehrt,
sodass wir mehr am hals haben,
weil uns das schicksal wieder lehrt,
dass wir zu bequem ertragen,
wovon man meist erst spät erfährt,
wenn der körper die rechnung zeigt, -
für jahrelanges schindluder,
von dem eine spur überbleibt -
in dem kapitän am ruder,
der die wogen des lebens schreibt.

niemand hat uns vorgeschrieben,
oftmals faul herumzuliegen;
darum hab' ich das vermieden,
um mein sein gesund zu lieben.

mag sein, ich kann mich beschweren,
und mich dabei selbst belehren
vor meiner tür selbst zu kehren.

soweit die ersten gedanken
am morgen zum tagesanfang,
und nun war ich kurz im schwanken,
denn der abend war gestern lang,
und wie es das schicksal wollte,
weil es gut zum mir sein sollte,
bekam ich ein gedicht geschenkt.
wir diskutierten den count down,
und wie man sich vielleicht schon denkt,
passt da zu zweihundertfünf kaum,
was die schreiberin verfasste,
und trotzdem tippe ich es hier,
weil einiges ganz gut passte, -
wenigstens sagte ich das mir.

alles kann ich nicht gut heissen;
doch will ich eher ergänzen,
als mich darum zu bescheissen,
was besteht mich zu begrenzen.

der text war kunstvoll geschrieben,
teils mit verzierten buchstaben
im inhaltlichen anliegen,
und darf da seinen platz haben.

"dieses wunderbare system
hat leider ein grosses problem;
negatives schön zu färben
verursacht langsam zu sterben.

doch negativ und positiv
sind oftmals leider relativ,
und somit ein grund zum streiten,
um den irrtum zu verbreiten.

es ist nicht immer ein irrtum,
was wir menschen überzeugt tun;
doch ist für mich ein kriterium,
ob eine aktion rechtens ist, -
bringt sie indirekt menschen um,
und sei es nur durch ihren mist?

wir sind uns des umstands bewusst,
was unser luxusrausch bewirkt,
und genau das gereicht zum frust,
wie man sich dabei selbst verdirbt.

ich begann mich zu bedanken, -
bei der kraft, die mich lebend hält,
anstatt mich selbst zu verschlampen
und zu machen, was mir einfällt, -
wenigstens diese kurze zeit,
die ich dank empfinden wollte.
so entstand die gegebenheit,
die bald mein weg werden sollte.

da dankte ich der lebenskraft,
und somit auch mutter erde
für das wasse als lebebssaft, -
bis hin, dass ich einmal sterbe,
und empfand mich selbst ekelhaft,
wie achtlos ich mich benehme,
und eigennützig agiere.
so entstand, dass ich mich schäme, -
immer wenn ich meditierte,
zumindest in der anfangszeit,
wenn ich, - was war, resümierte.
wahrscheinlich war das halb gescheit.

ich stoppe diese selbstkritik,
bevor ich mich noch ärgern muss, -
angesichts schlechter politik
zu meinem schmerzvollen verdruss.

um zum dank zurückzukommen, -
es ist nicht dabei geblieben,
und so habe ich begonnen,
das universum zu lieben,
wo ich als teil davon lebe,
und dabei nehme und gebe.

ich danke täglich der sonne,
weil sie leben mit feuer nährt.
damit ich zum thema komme,
es hat sich dabei sehr bewährt,
keine ansprüche zu stellen,
um entscheidungen zu fällen.

ich praktiziere dankbarkeit
zeitig morgen jedes tages,
und mildere selbst dieses leid,
bis mich die reise zum hades
von diesem bedürfnis befreit.
das erzeugt eine harmonie
meiner umgebenden einheit
mit respektvoller energie.

ich schrieb diese zeilen für dich,
vielleicht schreibst du sie jetzt für mich."

ich dachte darüber viel nach,
und jetzt bin ich entgültig wach.


 

204
( So, 09. Okt 2016 07:20:50 )

204

sonntag ist heut' wieder einmal,
früh - drei uhr wird es cirka sein;
zweihundertvier als tageszahl
lässt das hirnschmalz aktiv sein.

die notdurft trieb mich aus dem bett,
weswegen ich überlege,
ob vor der stirn das morsche brett
ich durch weiterschlaf zersäge.

so ich es abfallen lasse,
indem ich einen kaffee mache,
bewegte sich die hirnmasse,
wodurch ich sicher aufwache.

jetzt bin ich munter geblieben,
und habe den text geschrieben.

"mein brett vor der stirn" klingt heiter;
das wäre doch ein buchtitel -
irgendwann schreib' ich dies weiter.
als kurzer zeitungsartikel
fände ich das zwar gescheiter,
aber zeitungen schätzen nicht,
wenn man so ein thema anspricht.

erledigungen stehen an -
daher solle ich beginnen,
jetzt statt nie oder irgendwann
mich auf diese zu besinnen.


 

203
( Mo, 10. Okt 2016 23:42:29 )

203

ich bin heute schlecht aufgelegt,
weil mich einiges hier aufregt, -
und belasse zweihundertdrei,
vom gedichteten bullshit frei.

so ich zu mir denke "verzeih",
will ich mir dies zugestehen,
und morgen zu zweihundertzwei
die welt positiver sehen.


 

202
( Di, 11. Okt 2016 15:05:03 )

202

der tag beginnt und geht vorbei, -
dies widerfährt wohl allem so,
wie auch dem tag "zweihundertzwei",
gleich mir und ebenso dem floh,
der den hund unangenehm juckt,
oder dem grashalm am beton,
und dem milchzahn, den man ausspuckt, -
nur wann, weiß niemand - oder schon?


 

201
( Mi, 12. Okt 2016 13:21:43 )

201

"W(e) zwehunderteins (punkt) eu"
als homepage eies vereins
fand ich im internet im nu.
das thema dort ist nicht meines,
und so fiel mir ein gedicht ein.

der titel soll 'wahrheitsraum' sein.

einst bekam man in einem raum
allerlei gratisgetränke,
nur ein nachteil war sein albtraum, -
schlimm schmerzten einen gelenke,
sobald man die unwahrheit sprach.
darum herrschte immer schweigen,
das man wirklich nur schmerzhaft brach;

man musste beim lügen bleiben,
um widerspruch zu vermeiden.

das gratisanbot war begehrt,
und so war es schon bald üblich,
dass man nur vor der tür erfährt, -
wenn auch nicht besonders rühmlich,
was die menschen von sich geben,
zumal man dann wieder wusste,
selbst den schwachsinn mitzureden,
den man schließlich sagen mußte,
wollte man dazugehören -
und den schein zu sein nicht stören.

im raum ist man still geblieben,
denn die menge hat geschwiegen.

so vergingen viele jahre,
bis einer begann zu fragen,
damit er wahres erfahre.
da begann das absehbare, -
alle sollten schmerzen haben.

der fragende war neugierig -
seine ehrlichkeit blieb schmerzfrei.
die lösung war nicht sehr schwierig.
weil die gefahr furchtbar gross sei,
wurde das fragen verboten,
um so schmerzen zu verhindern.
leider gab es idioten.
ähnlich wie bei kleinkindern,
fragten sie voll trotz geladen,
um daran freude zu haben,
dass andere schmerz ertragen.

daher hat es sich ergeben,
dass man im raum alleine trank;
um den schmerz nicht zu erleben,
standen die leute draussen lang.
der anblick wirkte deswegen
mitnichten ausgesprochen krank.

die leute standen oft tage
draussen in der menschenmasse.
problematisch war die lage,
vor diesem haus auf der gasse,
wo so viele menschen standen,
die da den verkehr blockierten;
und als geschäfte verschwanden,
weil sich die kunden mokierten,
wurde der wahrheitsraum versperrt,
und der zugang streng untersagt.
damit sich niemand mehr beschwert,
wurden die menschen angeklagt,
sobald sie das haus betraten.
man erließ sogar ein gesetz,
worum die anreiner baten, -
das verbot jegliches geschwätz
über den alten wahrheitsraum,
und untersagte berichte.
doch auch nicht der stacheldrahtzaun
machte die wahrheit zunichte.
denn man fand unter einem baum
später einige gedichte,
die wurden fast alle verbrannt,
und das schandhaus abgerissen.
trotzdem wurde dies hier bekannt,
wovon wenige noch wissen.


 

200
( Do, 13. Okt 2016 09:18:25 )

200

gut und schlecht sind ansichtssache,
oben und unten relativ,
und wenn ich morgens aufwache,
war der schlaf regenerativ.

dieser tag beginnt positiv, -
hier auf "mutter erde" im all;
ich träumte in meinem tiefschlaf,
irgendwas neben dem schicksal.

dies mag sich ausschliesslich reimen,
aber sinn ergibt das keinen.

ich denke einfach so herum,
weil ich bei zweihundert ankam;
so eine art jubiläum,
falls man dazu so sagen kann.

worüber soll ich denn schreiben,
zum unrunden jubiläum?
kein thema, um einzusteigen
sind für mich "das brunoläum",
wie gleichfalls auch "der ötscherbär",
oder gar die semmeringbahn.
vielleicht liest das ja irgendwer,
und vielleicht kräht danach kein hahn.

falls sich jemand dabei fragt, -
zu zwentendorf hat man gesagt,
dies sei nun das brunoläum;
im volksmund wußte man warum.
lies nach, wer bundeskanzler war, -
dann ist der ausdruck sicher klar.

schluss mit dem ausschlussverfahren,
welches mir hier fehl am platz scheint;
noch bin ich mir nicht im klaren,
was mein hirn im nächsten satz meint.

ich will wissen, was ich denke,
bevor ich lese, was ich schrieb,
weil ich mich ansonsten kränke, -
über mein hirn als nudelsieb,
in dem gedanken verschwinden,
bevor ich sie bemerkt habe,
anstatt diese festzubinden -
am bullshit, den ich beitrage.

es gibt bullshit ohne ende,
und mancher ist ja leider geil,
wofür ich die zeit verschwende,
oder zumindest einen teil.

noch hat der hahn jetzt nicht gekräht,
folglich ist es früh oder spät,
wenn jetzt um vier der text entsteht, -
gemäß der relativität.

noch immer oder schon wieder
herrscht in der finsternis die nacht;
zu schlafen wäre mir lieber,
als zu denken, was kopfweh macht.

ich hab' spontan aufgeschrieben,
was mir so gerade einfällt,
und mich jetzt dazu entschieden,
dass es heute den text darstellt.

jetzt ist es eben erst vier uhr,
und ich bin noch gar nicht munter,
mein hirn hört "A-H(a)" in "i-Dur",
mit langen pausen darunter, -
das kann ich bereits erkennen.
meine erste hörgeschichte
könnte ich danach benennen.
allerdings wird's eine schlichte,
und "i-dur" kann niemand hören,
weshalb ich die pausen dichte,
anstatt die ruhe zu stören.

relativ absolut und gut
ist das, was sich im weltall tut.
absolut relativ braucht's mut,
anstatt dem inneren disput
sich manchmal einzugestehen,
irgendetwas falsch zu sehen,
wenngleich die welt nicht untergeht,
nur weil man etwas nicht versteht.

"man muß die welt nicht verstehen, -
wo reicht, sich zurechtzufinden", -
diese weisheit einzusehen
lässt so manchen frust verschwinden.
frei zitiert nach albert einstein
kann's der schlüssel zum erfolg sein.
sie hilft schönes zu gestalten,
um den wahnsinn auszuhalten,
den wir ungeniert betreiben,
und obendrein dabei bleiben.

hoffnung verlangt dazu geduld, -
fehlt sie, bin ich selbst daran schuld.

es ist fast dreissig jahre her,
da sprach ich mit einer freundin
dieses und jenes und viel mehr.
sie ist geboren in beijing.
wir saßen gemeinsam bei tisch.
ich erwähnte meine herkunft -
durch die geschichte ein gemisch,
und fragte sie voll unvernunft
nach ihrem quasi "entstehen".
"zweihundert prozent chinesin"
war als antwort einzusehen -
auf meine frage ohne sinn.

mir wurde schmerzhaft öfter klar,
wenn wir miteinander sprachen,
dass ich zuvor am holzweg war, -
leider gab's da viele sachen
mal zum weinen - mal zum lachen.


 

199
( Fr, 14. Okt 2016 06:06:29 )

199

einhundertneunundneunzig, und -
an luftballons reichte dies.
neunhundertneunundneunzig bunt
waren's nicht, die man steigen lies,
sonst herrschte auf der welt frieden,
wo wir luftballons nicht bräuchten,
die hinauf zum himmel fliegen, -
gegen die raketenleuchten.

wenn mir wünschen erfolg brächte,
funktionierten keine waffen,
und messer gäbe es schlechte,
damit sie statt morden gaffen,
die leben umbringen wollen;
zu dumm wäre es zu warten, -
auf dinge die nicht sein sollen.
ich sorgte für schlechte karten
im seltsamen spiel des lebens, -
das warten wäre vergebens.

dann feierte ich mit affen
im käfig ehrlicher tiere,
für sie den frieden zu schaffen,
der ewig global regiere.

"die allerbeste möeglichkeit
schöne träume wahr zu machen,
schafft zwingend die notwendigkeit,
vorab zuerst aufzuwachen.",
verstand ich einmal als nachricht
von so einem werbeplakat;
eine berechtigte ansicht
zu diesem bullshit zum quadrat.


 

198
( Sa, 15. Okt 2016 08:25:23 )

198

es wird zeit, dass ich ausmiste!
zuviel hat sich angesammelt;
leider liegt in jeder kiste
nur klumpert, das da vergammelt!

zwölf kisten will ich wegschmeissen,
und erst gar nicht hineinschauen,
oder meine zeit verscheissen, -
mir käme das pure grauen!

hundertneunundneunzig sind's nicht -
derart betrachtet hab' ich glück;
und seh' ich es im rechten licht,
lass' ich das zeug am end' zurück,
wenn es mich einmal nicht mehr gibt,
ganz egal, ob ich verziehe,
oder ob es am sterben liegt.
vielleicht passiert, dass ich fliehe,
weil mich die umstände zwingen,
und dann wird mir kaum gelingen,
diese altlast mitzunehmen;
ach, wie werde ich mich schämen!

es schmerzt mich dieser überfluss,
wenn ich das elend bedenke,
das auf der welt da sein muß,
damit ich den schrott verschenke,
über den ich mich einst freute,
als ich noch luxushungrig war.
nur die gegenwirkung heute
stellt sich - mitnichten - anders dar.

herschenken kann ich mir sparen,
wo fast jeder zuviel müll hat,
somit bin ich mir im klaren,
niemand will wohl meinen unrat.

mithin fasste ich den entschluss,
"ab heute strikt kein überfluss!"
inkonsequent oft vergebens
auf dem weg zum ziel des lebens.


 

197
( So, 16. Okt 2016 08:34:25 )

197

hundertsiebenundneunzig, - ... - nein,
heute lass ich das dichten sein!
ich habe wirklich zu nichts lust,
denn in mir regiert der frust.

gestern hat mich jemand gefragt,
ob ich ihr antworten könne;
da habe ich "na klar," gesagt;
so sie mir die frage gönne,
will ich gern darauf eingehen, -
und ich schwieg, um zu verstehen.

plötzlich blickte sie verlegen,
und schaute mich nurmehr gross an;
"ich kann mir selbst nicht vergeben"
meinte sie leise - und ging dann.

das war eine begebenheit
von vielen am gestrigen tag,
in dieser destruktiven zeit,
in der ich mir zu sein schwer tat.

kurz davor war ich gut aufgelegt,
und noch für das meiste offen;
dann hat mich der rest aufgeregt -
denn ich war davon betroffen.

wohl muss ich an mir arbeiten
um mich nicht daran zu stossen,
an diesen ganzen wahrheiten,
die den lebensfluss durchflossen.

oft erfuhr ich als resonanz
für mein geben einzig distanz;
mich freut da nicht hinzuschauen
wo sie ihre mauern bauen.

dieses ewige andeuten,
ohne konkret vorzubringen,
was man begehrt zu erbeuten,
mag die einstellung bedingen -
jedoch will ich den umstand nicht,
der unzufriedenheit verspricht.

jetzt hab' ich doch was geschrieben,
vielleicht a u c h nur aus eigennutz;
ich wünsch' dir dich selbst zu lieben -
so diene dir zu deinem schutz!


 

196
( Mo, 17. Okt 2016 23:53:52 )

196

so knappe zeit vor mitternacht
hab' ich zu tippen begonnen,
und mir ganz nebenbei gedacht,
die zeit sei zu rasch verronnen.

hundertsechsundneunzig ist fein,
und sollte jetzt das thema sein;
nur fiel mir wieder nichts ein,
das zu dieser zahl dazupasst.
somit schreibe ich diesen reim, -
dafür habe ich ihn verfasst.

gar viele wollen nur hören,
was sie zu hören erwarten,
doch sollte mich das nicht stören -
auf dem weg durch den tiergarten.

es ist schon recht lange her,
dass ich einen zoo besuchte,
denn käfige schmerzen mich sehr.
da ich eine reise buchte,
ist mir genug zeit geblieben,
und weil freunde derart schwärmten,
wollte ich mich selbst besiegen,
und die früchte dafür ernten.

der versuch ist mir misslungen,
und der schuss ging nach hinten los;
mir ist das viel zu gezwungen,
und meine abneigung zu gross.

ich will erst gar nicht ausführen,
warum mich ein tiergarten stört.
menschen, welche tiere spüren,
sind vermutlich gleichfalls empört.

einmal davon abgesehen
trat ich wieder ins fettnäpfchen.
irgendwie ist's zu verstehen,
und trotzdem ging's mir auf's zäpfchen,
um das malheur auszudrücken,
ohne dabei tief zu fluchen.
doch zum bauch gehört ein rücken,
und man muss sein glück versuchen.

ich soll niemanden ansprechen,
wenn ich im herzen traurig bin.
das zu tun ist kein verbrechen,
aber dennoch ist's ein unsinn.

wir besuchten erst ein kaffee,
und lachten miteinander viel
beinahe über jeden schmäh -
und spielten beide unser spiel,
damit wir uns näher kommen,
daher schien der tag gerettet, -
denn ich hätte angenommen,
man liegt so, wie man sich bettet.

ich unterlag einem irrtum,
denn sie ging unerwartet heim,
und ich saß verwundert herum;
diesen abend blieb ich allein.

man frage mich nicht weswegen
dinge unerwünscht geschehen,
die logisch sind zu erleben;
das habe ich eingesehen.

ich fänd's legitim, dass sie ging,
hätte sie mich nicht schon gefragt,
ob ich sie "eh" nach hause bring,
und - klar habe ich ja gesagt.

deshalb muss ich den kopf schütteln,
und mein hirn einmal durchrütteln.
der fall ist eine ausnahme,
weil ich mein lachen oft spielte.
tags darauf traf ich die dame,
die sofort auf mich abzielte.
in dem moment war mir bewußt,
zu einem abend wie gestern,
hätte ich wirklich keine lust.
ich verzichtete zu lästern, -
lächelnd hab' ich abgewunken,
und den tee allein getrungen,
sowie ich auf einer bank saß,
und dabei ein wenig reis aß.
da begann ich nachzudenken,
warum was so gekommen war;
besser wär es mir zu schenken, -
auch dieses war mir sonnenklar,
der frau eine schuld zu geben,
dass wir uns nicht kennenlernten,
um das schöne auszuleben,
sondern uns davon entfernten.

was für ein frust lohnt deswegen
ihn aus meinem sumpf zu heben?

mir bot sich die gelegenheit,
diese geschichte zu reimen,
statt wegen einer kleinigkeit,
mich im herzen zu beweinen.

ein bekannter erzählte mir
diese kleine episode.
die gesamte zeit lachten wir;
er meinte, es sei dies mode
allein gelassen zu werden;
ihm blieben immer nur scherben,
während die anderen trinken,
und ihn würde man nur linken.
ich meinte, er ziehe das an,
und sollte daran arbeiten,
damit es besser werden kann,
denn alles hätte zwei seiten.

traurig oder angefressen,
sollte man frauen vergessen.


 

195
( Di, 18. Okt 2016 14:03:54 )

195

um nicht darauf zu vergessen,
weil vor zeitlichen engpässen
fast schon zu viel zu tun ansteht,
schreibe ich, - weil sich's noch ausgeht, -
hundertfünfundneunzig dinge
kann ich um mich stehen lassen,
wenn ich damit zeit verbringe,
diese zeilen zu verfassen.

mir ist durch den kopf gegangen,
was zu erledigen wäre,
und hab' deshalb angefangen,
dass ich mich um all das schere.

da fiel mir spontan ein satz ein,
den ich sofort in mein buch schrieb;
ich leg' ihn mir zu meinem schrein,
damit er nicht vergebens blieb.

mich von begierden zu trennen
lässt mich das erwünschte finden,
um die schönheit zu erkennen,
ohne mich daran zu binden.

ich will daüber nachdenken,
und mein haupt zu boden senken.

momente als opfergaben
dem leben dank zu sagen,
sowie den tod wertzuschätzen
möge all den hass ersetzen!

somit lasse ich nun bleiben,
weitere zeilen zu schreiben,
und freue mich auf diesen tag,
damit er uns glück bringen mag.


 

194
( Mi, 19. Okt 2016 05:15:31 )

194

hundertvierundneunzig steht an, -
weil das mein denken beeinflusst,
wird mir klar, was ich schreiben kann.
wenigstens das ist mir bewußt.

meine gedanken zu lesen, -
koennte ich beinahe sagen,
ist für mich spannend gewesen,
um ein ergebnis zu haben.

gedanken lesen als stichwort
inspiriert jetzt meinen denksport.

so erlebt man immerwieder,
dass menschen etwas begehren,
doch scheinbar schweigen sie lieber,
wenn sie von der hoffnung zehren.

sobald sie es nicht bekommen,
sind sie enttäscht und verbittert;
manchmal habe ich angenommen,
sie wirken dazu zerknittert,
wenn sie angedeutet haben,
was sie vermieden zu sagen.

man muss sich eigentlich fragen,
worüber sie sich beklagen.

dabei wäre es denkbar leicht, -
ein paar worte hätten gereicht.

eine zeitlang wollte ich nichts, -
warum, das ist hier nicht wichtig,
doch zum abschluss dieses gedichts
wenigstens sicher aufrichtig.

das heisst, da trieb ich nur voran,
was das schicksal geboten hat,
und arbeitete dann daran,
was sich als gegeben auftat.

nichts zu wollen ist sehr schwierig,
denn wir sind nun einmal gierig.

aber man lernt dabei sehr viel
auf seinem weg in richtung ziel, -
wohl auch so manches üble spiel.


 

193
( Do, 20. Okt 2016 23:41:36 )

193

ich hatte am bahnhof noch zeit, -
statt zwei minuten zehn davon;
das warten bot gelegenheit
für so manchen tiefen misston
aus der anwesenden menge
am doch überfüllten bahnsteig.
im vorhandenen gedränge
fand ich nur mühsam den verbleib.

der unmut wirkte ansteckend,
und die verspätungsanzeige
nicht sehr vertrauenserweckend.
ich dachte, wenn ich einsteige,
muss ich nachrichten verschicken,
dass ich leider zu spät dran bin.
weil scheins die uhren anders ticken,
verschob sich der reisebeginn.

die gedanken abzupassen,
anstatt minuten zu zählen,
liess mich das gelassen fassen;
wozu soll ich mich denn quälen?

ich nahm den filzstift zum schreiben,
dachte dieses, jenes und das,
um beim gedanken zu bleiben,
"hundertdreiundneunzig ist was?"

der unmut um mich lies nicht nach,
viele ätzten in der masse,
wovon ich mir nicht viel versprach;
weil ich solches bla bla hasse,
reimte ich zeilen vor mich hin,
wenn auch mit echt fraglichem sinn.

so kam folgendes zu papier,
und dieses schreibe ich nun hier.

die pünktlichkeit der öbb
und die hexe vom zauberland
genossen miteinander tee;
sie saßen nahe der steinwand,
wo ein lagerfeuer brannte,
und ein zwerg im feuer entstand,
ein hase, der den platz kannte,
hoppelte zufällig vorbei,
und traute seinen augen nicht,
vor allem, weil er nüchtern sei,
rieb er die pfoten im gesicht,
und glaubte nicht, was er da sah.
er wusste nicht, wie ihm geschah.
der hase wollte nur schnell fort,
völlig etal, an welchen ort.
er setzte zum ersten sprung an,
als die pünktlichkeit zu ihm rief,
"meister hoppel, du braver mann,
ich habe für dich einen brief.
setz' dich her, um dich zu wärmen."
da lachte sich der hase schief,
er lies seine pfoten lärmen.
"wollt ihr mich für dumm verkaufen?
nehmt erst die masken vom gesicht!
sonst werde ich davonlaufen, -
eure geschichte glaub' ich nicht."

die beiden am feuer lachten,
und schlüpften aus der verkleidung.
"du bist klüger als wir dachten!
triff weise deine entscheidung."
"ach, - der wolf und das krokodil!
das ist euer wahres geseicht.
ihr treibt wirklich ein böses spiel,
und wollt mich fressen, - oder nicht?"

"woher wußtest du die wahrheit?",
fragte da der wolf den hasen.
"hexen meiden die pünktlichkeit,
wenn es nicht wirklich wichtig ist.
verzeih, ich habe kein zeit, -
also baut allein euren mist."

der hase hoppelte davon,
und spottete, "ihr seid ein hohn!"

da plötzlich schappte ihn der fuchs,
und warf ihn in richtung feuer, -
genau zu seinem freund, dem luchs.
"du zahlst jetzt deine steuer"
griente dieser zähnefletschend.
der hase schrie mitleid weckend.
"ihr steckt unter einer decke,
und macht gemeinsame sache.
ihr seid anscheuliche säcke!"

"nimm an, dass ich nach dir trachte!"
herrschte ihn das krokodil an,
dem der luchs den hasen brachte.
"du weißt, wie man das machen kann.",
erfreute sich der wolf daran,
dem der speichel aus dem mund rann.

"was soll ich von euch erwarten?
ich habe scheins hier fahrkarten,
um in die hölle zu reisen.",
stellte der hase traurig fest.
"der spiess ist ein heisses eisen."
gab ihm der fuchs dazu den rest.

der hase wurde ohnmänmächtig,
als ein jäger des weges kam.
dem schien das ganze verdächtig.
er hat nur seinen job getan,
und schoß zwei knaller in die luft;
sofort flüchteten alle vier.
der rauch ist vom gewehr verpufft,
und das dichten endete hier,
zumal ich aussteigen musste, -
das war, was ich wirklich wusste.


 

192
( Fr, 21. Okt 2016 22:27:19 )

192

hundertzweiundneunziig fische,
schwammen da im aquarium;
knapp davor standen zwei tische
und vierzehn sesseln rundherum.

vierzehn sesseln standen im kreis,
und kein einziger war besetzt.
neben der tierhandlung gab es eis,
dort war man als stammgast geschätzt.

meine katzenleine war weg,
deshalb ging ist ins geschäft,
unweit entfernt am strasseneck;
ein hund davor hat laut gekläfft.

ein mann vor dem aquarium
bewegte seinen mund;
seine gebärden wirkten dumm, -
wie ein fisch zum kläffen vom hund.
mein frage nach dem "warum"
ergab als antwort nur "na und".

nachdem die leine gekauft war,
meinte der tierhändler zu mir,
"hundertzweiundneunzig fische
schwimmen in dem aquarium,
und, - das sei das fantastische,
der mann setze energie um,
welche die fische ihm geben, -
er stärke die schwingungen,
um nach höherem zu streben.
gute wetterbedingungen
garantierten zu erleben,
wie sich die arme bewegen,
als mache er flügelschläge,
worauf der boden stark bebe.
man solle sich nicht aufregen,
da sei er gewiss dagegen;
auch weil die vögel es lieben,
wenn fische lernen zu fliegen.
weil es für sie lustig aussieht,
beginnen sie sich zu putzen.
sie spüren dass etwas geschieht,
und dies sei von grossem nutzen."

ich dankte für die erklärung
dieser energievermehrung
ob des bullshit's als belehrung,
und musste noch lange lachen,-
es gibt auch lustige sachen.


 

191
( Sa, 22. Okt 2016 10:47:03 )

191

diese kräne als vogelstangen
gehören zu den belangen
eine geschichte anzufangen
weil die krähen darauf sangen.
und die fledermäuse hangen;
dort oben trafen sich schlangen
deren töne zischend klangen.

darüber will ich nachdenken,
wenn der zeitpunkt gekommen ist,
das thema dorthin zu lenken;
da wüsste ich noch genug mist.

soweit es das dichten betrifft,
brauche ich papier und stift,
und natürliche harmonie
der hölzernen baumenergie.

sitzend am erdenen boden
bin ich ganz gut aufgehoben,
und wärme mich am tageslicht
zum ausreifen meiner ansicht.

hunderteinundneunzig ist gut, -
sowie eine andere zahl,
wobei es jede sache tut -
gemäß persönlicher auswahl,
um das denken anzustossen, -
und dazu die sommersprossen,
um der muße grund zu geben,
federführend aufzuleben.

ich fische im gedankenfluss
nach dem geeigneten einfall;
für den beginn braucht's den entschluss,
auf unserem schönen erdball
diese verse einzuleiten,
deren spur die geschichte schreibt,
wenn sich die sätze ausbreiten,
wo ein reim am papier bleibt.

dieses spontane entstehen
zusammenhängender reime
bedingt ganz in mich zu gehen,
was auch immer da erscheine.

so ich dies brauchbare finde,
das ich als text verwenden will -
auf das die leere verschwinde,
ist zielabhängig diffizil,
die aussage zu verpacken,
um form und fluss zu gestalten,
und dort passend einzuhacken,
wo sich die verse entfalten.

damit eine zeile entsteht,
geht's um die anzahl an silben,
und darum, wie es weitergeht,
um den ganzen satz zu bilden.

die konvention zu bestimmen,
liegt in eigenem ermessen, -
sich auf diese zu besinnen,
darf man fallweise vergessen.

acht silben in jeder zeile
setzte ich mir selbst als rahmen,
womit ich oft dabei verweile,
gedanken, welche da kamen,
in diese norm einzupassen;
was einerseits den fluss aufhält,
doch parallel das verfassen
in der art seinen reiz behält.

wenn ich eine zeile habe,
muss ich eine zweite finden,
und ob dieser ausgangslage
die zwei irgendwie verbinden,
wofür zwei andere fehlen,
die da den satzbau ergänzen,
sowie dienen zu erzählen, -
wohl im sinne der tendenzen.

einzeiler brauche ich selten,
um das gesamte zu schmücken,
selbst wenn sie in sich darstellten,
was sie nebenher ausdrücken.

es entstehen oft umwege
nur der formulierung wegen,
die ich regelrecht erlebe,
um sie zum besten zu geben.

auch das gedicht hat ein gesicht.

das kombinieren der sätze,
wo ein-, zwei-, und vielzeiler sind,
ist auch etwas, das ich schätze,
weil ich dies ganz spannend find'.

derart sind zeilen entstanden,
um auf der seite zu landen.


 

190
( So, 23. Okt 2016 17:38:45 )

190

zur morgendämmerung ist zeit
für gedanken der offenheit;
das spektrum scheint in der früh breit,
der horizont nach innen weit, -
geöffnet von all den träumen,
die jetzt ins nirwana sinken.
schade wäre zu versäumen,
dass ideen zum abschied winken,
oder erinnerung fehlen,
die der tagesbeginn verdrängt.
einen mittelweg zu wählen
ist oft viel klüger, als man denkt.

auf der reise durch das leben
kommt so manches ungelegen;

ich war dem umstand ergeben,
mich darüber aufzuregen,
und erfuhr vielleicht deswegen,
dieses zum teil abzulegen.

vieles ist bereits länger her, -
das meiste könnte morgen sein,
einiges aber auch nicht mehr,
vielleicht kann es ja spassig sein,
dahin wieder zu fahren,
wo die dinge ungut waren.

und unlängst sollte ich dorthin,
wo ich weit jünger kurz lebte;
dort erlebte ich viel unsinn,
weswegen mein gemüt bebte.

in nur drei wenigen wochen,
kam alles ungut zusammen;
fast wäre ich zerbrochen, -
ich wollte aus mir verbannen,
was mir damals furchtbar erschien;
jetzt holte mich das schicksal ein, -
längst hab ich mir verzieh'n.

ich war bei so einem verein
für eine viel bessere welt;
und hätte können klüger sein, -
auch das hab' ich mir vorgestellt.

neulich fand ich eine mitschrift,
die ich scheins gedichtet habe,
und auf meinen nachttisch legte,
was immer ich da aushegte.

testhalber gab ich mir mühe,
menschen zum lachen zu bringen,
damit die freude erblühe,
es sollte nur teils gelingen.

das war unsere vorgabe,
zu der ich heute beitrage;
das soweit zur ausgangslage,
die ich morgen hinterfrage.

die menschen wirkten betroffen,
und wahrten finstere distanz;
einige hatten gesoffen, -
es fehlte ihnen ruhm und glanz.

ich entschied zu meditieren,
um den mut nicht zu verlieren.

das umfeld entmutigte mich,
wo die leute grimmig schauten, -
anfänglich war's unerträglich,
doch wurde bald das vertraute.

meine gute laune verblich,
ohne das mir dieses auffiel;
bald war auch dies unerheblich,
oft freudlos unterwegs zum ziel.

niergends scheint es hier gesellig;
alles wirkte so schwerfällig, -
konservativ egoistisch,
wie ein erdrückendes gemisch.

so entstand mein frust jeden tag,
was natürlich an mir selbst lag.

ich bekam einen lächelkurs
vor der tafel jenes hausflurs,
und "allzeit zum lächeln bereit
zur förderung der fröhlichkeit"
grüsste ich die passanten,
die ignorant vorbeirannten.

ich sollte das ausprobieren, -
es sei hilfreich gegen den frust;
und durfte es auch notieren, -
so nahm ich mein büchlein zur brust,
um den unsinn aufzuschreiben,
und auch aufmerksam zu bleiben.

das sei als floskel angebracht
zwischendurch erwähnt zu werden;
aber die haben viel erdacht,
wofür keine fliegen sterben ..

der fliegen-spruch hat mir gefallen, -
dann folgte einiges geschmiere;
ich schnitt beim lesen die krallen,
damit ich nicht zeit verliere.

einmal hätte ich nachgedacht,
und selbiges mitgeschrieben,
mir seltsame sorgen gemacht,
sowie da die dinge liegen.

"falsches lächeln sei wohl besser,
als dieser spiegel der unlust
als böser energiefresser
reflektiert er all seinen frust
gleich einem pilz der gesellschaft, -
ich empfinde mich ekelhaft."

anderswo konnte ich lesen,
es sei neunzehn uhr gewesen,
als dieser kurs abends begann;
das erinnert mich jetzt daran,
dass dies zu hundertneunzig passt,
oder auf eine weise fast?

dabei fiel mir ein schundblatt ein,
das über lächelkurse schrieb;
diese würden lächerlich sein, -
verteilten sie als seitenhieb
der ausländischen unsitte,
was ich sehr bedenklich sehe, -
eher rechts weit von der mitte,
so ich die nachricht verstehe.

doch das soll nicht thema sein, -
ich schrieb da in mein buch hinein,
"aber ist denn auszuschliessen,
dass leute gerne verdrießen?
vielleicht braucht man die bedrücktheit,
wenn mundwinkeln wie bei fischen
da hängen als notwendigkeit;
und dennoch schmecken fische gut.
diese ansicht als möglichkeit
machte mir spontan ein wenig mut,
denn sie bietet die löblichkeit,
dass man etwas sinnvolles tut."

ich werde den tag angehen,
und heute das schöne sehen!


 

189
( Mo, 24. Okt 2016 10:03:50 )

189

ein montag ist heute wieder, -
zweiundfünfzig sind es im jahr;
bald hören wir weihnachtslieder, -
ich finde dies einfach furchtbar.

oder kann man sie schon hören?
daheim wird mich das nicht stören.

ich müsste montage zählen, -
deiundfünfzig könnten es sein;
vielleicht gibt's welche, die fehlen, -
darauf lasse ich mich nicht ein.

die wirtschaft wird wieder klagen,
dass die leute kein geld haben,
und den sparstift mit sich tragen.
was soll man dazu bloß sagen?

kirchliche geplflogenheiten
überstehen kriesenzeiten.

will man auf den wogen gleiten,
sollte man sich vorbereiten
über die wellen zu reiten.

im sturm am meer da zerschellen
hundertneunundachzig wellen,
wie auch eine oder tausend, -
wohin der fluss sein wasser bringt.
gern hör' ich die muschel rauschend,
wo sanfte ruhe in mich dringt.

so, - genug heute mit schwachsinn,
denn am abend zählt der gewinn.


 

188
( Di, 25. Okt 2016 07:21:07 )

188

wohl habe ich heute geträuml,
ich hätte zu träumen versäumt.

ist unmöglich zu versäumen,
seiner zeit vorauszuträumen?

unbewusste illusionen
durchsuche ich nach visionen,
bevor sie wieder verschwinden.
ich möchte den traum vergebens
an den haarwurzeln anbinden;
sei als ironie des lebens
die fantasie oft auch hilfreich, -
der traum als bild des bestrebens
erschien aus dem gedankenteich;
was will mir das gespinst sagen?
es soll hier seinen platz haben.

er lebte in der leeren stadt
voller unbewohnter bauten;
den alltag hatte der mann satt, -
weit weg, - abseits des vertrauten.

sein traum war meister zu sein, -
er zog sich zurück ganz allein.
hundertachtundachzig tage
in seiner kosmischen lage
kam nur dieser wunsch in frage -
für die wortlose erleuchtung;
ihm schien, dass die ecke bräucht' rund.

im wind der unscheinbare ring
wies dem wanderer den kreislauf;
wo er an einem faden hing,
lag das "i ging" oben darauf.

dort flog ein rabe zur mitte,
und äusserte seine bitte.
"reiche mir die hand zum landen;
zu den grossen rabenbanden
lass mich dich ein stück geleiten,
bis dich neue dinge locken.
dich soll die weisheit begleiten -
auf dem weg zum nächsten brocken!"

ich spürte meinen arm strecken,
und den zug der schwingen wehen;
sein schrei sollte mich aufwecken, -
zusammen mit dem der krähen,
die da vor dem fenster saßen.
sie warten auf ihre ration,
während sie flattern und spassen -
nahe ihrer futterstation.


 

187
( Mi, 26. Okt 2016 09:58:53 )

187

hundertsiebenundachzig war
kurz die spitzengeschwindigkeit.
so stellte der fahrer dies dar -
zu der längst überholter zeit.

mit stolz hat er angegeben,
dass der rückenwind stärker blies,
er brauste auf abwärtswegen
erheblich schneller überdies.

ich hab' das am rand vernommen, -
und mich dabei herzlich bedankt.
wichtig war ans ziel zu kommen, -
daher bin ich dorthin gelangt.


 

186
( Do, 27. Okt 2016 08:31:10 )

186

so viele tage begannen,
so viele stunden verrannen;
heute hat er angefangen,
morgen wird er schon vorbei sein, -
was soll ich denn mehr verlangen,
besser stell' ich mich darauf ein,
zu tun, was ich gestern wollte, -
oder gebe mir den anschein.
wenn ich denke, was ich sollte,
lebe ich für den muss-verein.

hundertsechsundachzig gibt es
heute als zutat zum denksport, -
für am morgen so geliebtes
durch träume geprägtes vorwort;
vorwort zu dem was der tag bringt,
bevor die logik in mich dringt.
ein vorwort, das eben entsteht,
damit der unsinn nie vergeht.

jeden morgen bin ich gespannt,
was zu schreiben heute anstand.

nun gewann der tag konturen,
und es dämmerte geplantes;
ich fühle nächtliche spuren, -
bewusst wird langsam geahntes.


 

185
( Fr, 28. Okt 2016 09:25:28 )

185

"wenn du einmal zur hölle fährst,
warte ich dort bereits auf dich!
mach, dass du dich zum teufel scherst,
der sich nur deinentwegen schlich!"

wenn das schicksal günstig eingreift,
hat man manchmal glück im unglück;
dass der ärger dabei ausschweift,
bringt mir meine ruhe zurück.

ich war damals wirklich sauer
auf so einen idioten;
nachher weiss man's oft genauer, -
lästig sind diese chaoten.

so ein kasperl an einer bar
rempelte mich, wo ich da war,
und entschuldigte sich freundlich.
ich drauf "ist kein problem, geht klar,
mein nächster whisky geht auf dich."

er lachte, als er bestellte,
und rempelte mich dabei fest;
"pass auf.", sagte ich voll kälte,
und so geschah danach der rest, -
und der vermißt seinesgleichen,
weil er die entscheidung fällte,
auf mich plötzlich hinzuschlagen!
die reaktion auszuweichen
lies mich noch einmal glück haben.

der typ flog eigenständig hin,
ohne dass ihn jemand angriff.
mir war beinah', als ob ich spinn',
als die menge klatschte und pfiff.

der typ blieb regungslos liegen,
denn er verlor sein bewusstsein;
wir menschen können nicht fliegen,
das sah dieser mann zu spät ein.

nun musste die rettung kommen,
und hat den mann mitgenommen.

mir ist einfach unverständlich,
was in solchen menschen vorgeht.
recht geschah ihm zwar letztendlich,
nur dumm ist, dass der's nie versteht,
und wohl kaum etwas daraus lernt;
er wird wieder aggressiv sein, -
vom frieden leider weit entfernt,
macht das ganze mir den anschein.

hundertachzig und fünf ergibt -
hundertfünfundachtzig bestimmt,
was an der mathematik liegt,
so man mit dem rechnen beginnt.

darüber wollte ich schreiben,
jedoch fehlt dazu jetzt die zeit;
folglich lasse ich es bleiben,
und gleichfalls die gegebenheit
als mein gedicht zum tag stehen.


 

184
( Sa, 29. Okt 2016 06:44:10 )

184

hundertvierundneunzig hunde
bellten aus der katzenkunde, -
einen hat die katz' gefressen,
darauf hatte er vergessen.

dies lässt sich gut dahinspinnen,
um zu erleben, was entsteht.
ich will gleich damit beginnen,
weil es sich bis acht noch ausgeht.

eine zeile mit acht silben
ist unüberlegt zu bilden.

das telefon hat kaum mehr strom, -
na und, wen kümmert das schon?

was mach' ich unterwegs damit,
ausser es bei mir zu tragen.
das ding ist eigentlich nur shit!
wofür kann ich mich jetzt fragen.

muss ich dauernd erreichbar sein?
ich kann später zurückrufen.
will ich am handy hängen? - nein!
was ist dringendst einzustufen?
die rettung im notfall vielleicht,
wo die telefonkarte reicht.
ich lass' mein telefon daheim,
und lebe ohne dem ding fein,
bis ich wieder zurückkehre,
und meine messagebox leere.

es ist ja wirklich unbrauchbar,
zumal es früher anders war.
das klingt beinahe alsmodisch,
und deshalb ist es für die fisch
ein handy haben zu müssen.
ich will es zum abschied küssen!

die telefonnuss als titel
wäre anscheinend angebracht;
der telefonkuss aus dem kapitel
meiner unbewussten zwietracht
beendet quasi diese nacht.


 

183
( So, 30. Okt 2016 14:58:44 )

183

erst jetzt schaff' ich da zu schreiben,
was ich am papier kritzelte,
wo den worten seiten bleiben,
auf denen mein geist witzelte.

ich musste mit dem zug fahren,
dabei inspiriert die landschaft,
zu diesen worten in scharen, -
abschnittsweise wirklich traumhaft.

schwachsinn liest man und wahres,
wie die erkenntnis des jahres, -
"hier wird ehrlichkeit abgelehnt"
stand auf einem schild geschrieben;
ehrlich wird die wahrheit erwähnt,
und diese gilt nach belieben.
da weiß man gleich, woran man ist,
ohne dass man erst "die krot frißt".

"auf zum echten multitasking, -
man denkt anders als man spricht;
heute werde ich zum mask-king,
und besoffen bin ich undicht."

wo sie witziges redeten,
am doppelsitz neben meinem
und kids plastilin kneteten,
begann die sonne zu scheinen.

"man tut sich recht schwer zu scherzen,
wenn die basis aus dem lot kommt.
vom schlimmsten sind die herzschmerzen.
wer hat da schon lachen gekonnt?"

die leute prägten vierzeiler, -
die mich mehr als amüsierten;
süss waren die zwei rothweiler,
die da chillend posierten.

"ich ging gerne unter leute,
das ist noch nicht so lange her, -
und änderte sich bis heute;
mich befriediegt niemand mehr."

"ich habe viel um die ohren,
schon allein, weil es sich gehört;
sonst hat man vorweg verloren,
weil man in der gesellschaft stört."

"stress gehört zum geilen ton,
sowie zur strasse der beton."

bevor ich endlich erwähne,
was hundertdreiundachzig sei,
bleibt mir, dass ich zweimal gähne,
weil ich sauerstoffmangelfrei
mich gerne kurz zurücklehne;
alle guten dinge sind drei,
und wird, wie ich es ersehne.

was hunderdreiundachzig ist,
das kann ein jeder nachschlagen;
aber was man dabei nicht liest,
das wollte ich hier beitragen.

die mathematik lass ich sein,
von wegen ist durch drei teilbar;
der themenkreis ist mir zu klein,
und selbstverständlich sonnenklar,
so man sich damit beschäftigt,
und zu mathematik den draht hat;
es mag auch sein, man bekräftigt,
dass die thematik ihres tat,
was man mit einer ansicht sieht,
die losgelöst davon geschieht.

das bringt mich auf eine idee,
die es gilt jetzt auszuspinnen;
ich trinke vorerst meinen tee, -
dann will ich damit beginnen.

zum glück geschah dieser umstand,
den ich hier ungenannt lasse;
um diesen geht es nur am rand,
und man muss den nicht erfassen.

was immer im moment geschieht,
weiß ich beschränkt zu begründen,
weil man nachher die dinge sieht,
die man versteht zu verkünden.

der zufall lässt sich erklären,
wenn auch nicht bis in jedes detail;
so wir bloss gescheiter wären,
verstünden wir den grössten teil.

wenn der zufall begründbar ist,
dann ist der zufall wohl schicksal,
und die theorie vom glück mist,
oder anders gesagt abfall
der menschlichen wissbegierde;
wo der glaube nicht weiterbringt,
da sind glück und pech die zierde
in einem licht, das meist wahr klingt.

was hab' ich vom überlegen,
warum sowie doch weswegen
die marsmenschen am mars leben,
oder ob der mond zurück fliegt,
wenn ich ihn nicht vorwärts schiebe,
weil doch grundsätzlich an mir liegt,
ob nichts bleibt wie es sonst bliebe?

mir fällt frei von jedem bezug
zu hunderdreiundachzig ein,
der mond erspart sich den rückflug,
denn dafür ist die welt zu klein.


 

182
( Mo, 31. Okt 2016 19:59:35 )

182

soviel habe ich geschrieben,
und bin nicht fertig geworden;
dies muss wohl am leben liegen, -
bin ich doch noch nicht gestorben.

ich möchte stressfrei verfassen,
was ich schon zu schreiben begann;
um mich nicht dafür zu hassen, -
in ein paar jahren irgendwann
einen pfusch lesen zu müssen.

hundertzweiundachzig male
suche ich zu den ergüssen
eine vers-gerechte schale.

jetzt will ich umdisponieren,
und schreibe den text, den es gibt,
morgen ab von den papieren, -
was ja der möglichkeit obliegt.

ich sollte mich kürzer fassen,
weil im november zeit fehlt,
hier davon zu viel zu lassen,
damit mich manches nicht mehr quält,
als es unerledigt würde;
aber ich will weiterschreiben,
damit sie trotz dieser hürde
täglich am laufenden bleiben.

hier ein vorgeschmack auf morgen,
um sie neugierig zu machen;
ich hatte ein paar sorgen,
und kann darüber kaum lachen.
darum schrieb ich ganz nebenbei,
dass einiges recht seltsam sei.
wahrscheinlich schrieb ich für die katz',
diesen reim als blossen ansatz.

ich erfahre das ergebnis
aus tausenden jahren kultur
als kopfschüttelndes erlebnis
aufgrund einer kranken natur,
die wir menschen hauptverschulden.
wo schicken wir den wald auf kur,
oder muss er sich gedulden?

der rest sollte morgen kommen,
soviel sei vorweggenommen.


 

181
( Di, 01. Nov 2016 17:57:16 )

181

hunderteinundachzig tage
will mir noch etwas einfallen,
nur wofür ich mich plage,
mag von diesen bäumen hallen,
auf denen die affen lachen,
und dabei nicht wissen warum
sie morgens fröhlich aufwachen.
nennt man darum die affen dumm?

warum sprechen wir von tieren
eigentlich oftmals abwertend?
die schauermärchen kursieren
so manchen irrtum erhärtend.

die falsche schlange zum beispiel,
und erst recht das dreckige schwein,
doch auch das vielfraß frißt zu viel,
und am ozonloch sind allein
die blöden kühe letztlich schuld, -
in diesem bedenklichen kult.

tierfreunde werden beipflichten,
und die gegner widersprechen, -
sich nach der mehrheit zu richten
ist per gesetz kein verbrechen.

in viel zu vielen belangen
wird das wahre übergangen.

das beginnt schon beim weihnachtsmann,
und zieht sich hin bis zum essen,
was langfristig nur schlecht sein kann,
frei nach logischem ermessen.

da wird zuckerwasser verteilt,
wo man sich zum doktor beeilt,
denn man weiss ja, was gesund ist,
und konsumiert trotzdem viel mist.

ungesund ist, was uns gut schmeckt,
viel gesundes wird abgelehnt;
weil gesundheit im pulver steckt,
sei nebenbei dazu erwähnt.

wir wissen in vielerlei hinsicht,
was besser für uns wäre;
tun können wir es leider nicht,
das ist unsere misere.

wenn man den menschen nicht recht gibt,
macht man sich zumeist unbeliebt.

mir ging da vieles im kopf um,
und dies ärgerte mich darum,
weil ich zu oft auch verschwende,
was ich scheins kopflos verwende.

wer über das kleingeld verfügt,
darf "seine" umwelt schädigen;
in der welt, wo zahlen genügt
sich der schuld zu entledigen.

schaue ich das ergebnis an,
so erscheint mir naheliegend
dass einiges nicht gut sein kann, -
oder sogar überwiegend.

aus böser feder geschrieben
hat der luxus übergewicht,
dem wir menschen leicht erliegen;
beim betrachten dieser aussicht
ist dies das, was ins auge sticht.

und in diesem zusammenhang
fragte ich mich nach dem ausgang
der so verschwenderischen zeit -
in menschlicher uneinigkeit.

dabei schrieb ich auf das papier
den eingefallenen reim hier.

"ich erfahre das ergebnis
aus tausenden jahren kultur
als kopfschüttelndes erlebnis
aufgrund einer kranken natur,
die wir menschen hauptverschulden.
wo schicken wir den wald auf kur,
oder muss er sich gedulden?"

in geschichtsbücher zu blicken,
zeigt, dass wir schuld auf uns luden;
der machtrausch der katholiken,
gleiche dem verbrechens-duden,
sagte früher meine mutter;
es war eine lange blutspur,
seit sklaven als löwenfutter
dieser so heiligen kultur.

ich sollt's mir einfacher machen,
und über das ganze lachen.


 

180
( Mi, 02. Nov 2016 04:40:58 )

180

"hundertachzig jahre alt sein,
das wäre wirklich extrem fein!",
meinte einer in der runde
zu fortgeschrittener stunde;
"zweihundert möchte ich werden.",
meinte damals ein anderer.
"ja klar, ich will niemals sterben,
dann bliebe ich im land derer,
die in der hölle auf erden
ewig als lebenswanderer
den himmel für immer sehen,
und niemals vor die hunde gehen.",
gab einer darauf zum besten.
ich zahlte und ging nach hause,
dachte "nichts neues im westen.",
und genoss die zuhörpause.


 

179
( Do, 03. Nov 2016 00:26:05 )

179

ich zählte vor mich hin, - recht weit,
weil ich mir etwas auszeit gab;
dabei ging mir die ganze zeit
einhundertneunundsiebzig ab.

ich hoffte auf einen einfall,
der irgendwann zu früh da war,
und dankte dafür dem schicksal,
ist es doch manchmal wunderbar.

deshalb schrieb ich vor mich hin,
bestrebt, dass ich dann munter bin.
ein selbstgespräch ist enstanden,
wofür sich auch worte fanden.

du, der in mir drinnen ist,
gib dich endlich zu erkennen.
zeit, dass du ehrlich zu mir bist.
wohin willst du heute rennen?

sag mir, was stellst du dir denn vor?
womit wärest du heute zufrieden?
jetzt steige schon aus mir empor,
sonst komm ich hinabgestiegen.

hör jetzt auf dich zu verkriechen,
denn ich finde dich überall;
ich kann dich von weitem riechen,
also los jetzt, mister rübezahl, -
ich bin kein meister der geduld.
nebenbei, das ist deine schuld.

ich zähle zuerst bis sieben,
und dann will ich dich besiegen;
so zähle ich vorerst bis acht,
vielleicht bin ich dann aufgewacht.


 

178
( Fr, 04. Nov 2016 15:49:28 )

178

"guten morgen! - bitte zahlen!",
bat ich im hotel den ober,
und sah geile strandsandalen
ganz in tiefrotem zinober
an den füßen einer dame,
direkt unter dem nebentisch.
der küche fehlte die sahne
für ein gutes kaffeegemisch,
und so verlangte ich ersatz;
frech meinte er, sie sei zu frisch,
aber er machte einen "patz",
so ich nur darauf bestünde.
da ertönte vom nebenplatz,
"ein patzerl sei keine sünde."

wir fingen so zu plaudern an,
und sprachen über dies und das, -
die zeit verflog und irgendwann
endete morgens dieser spaß.

mit hundertachtundsiebzig hat
die episode nichts am hut;
doch fiel mir das ein, weil sie tat,
als wäre auf der welt nichts gut,
und krank wäre auch der ober, -
womit ich mir recht schwer tue.
'da helfe sicher ein lob mehr.',
meinte ich, und dann war ruhe.

für sie war ihr mann schwer krank,
genau wie ihre nachbarin, -
und auch bei jedem kleinen schwank
war irgendetwas krank darin.

wie sollte ich widersprechen,
wenn jemand die gesellschaft krank nennt?
ist den krank sein ein verbrechen?
wo ist, wer "die gesellschaft" kennt?

du und ich sind die gesellschaft,
folglich sind wir zwei die kranken.
komm, wir investieren die kraft,
dem sein für's kranke zu danken.

gibt es denn noch kein heilmittel?
gegen die gesellschaftskrankheit?
therapiert man das im spittel,
oder bräuchte dies zu viel zeit?

überall "jeierten" leute,
und ich machte mich unbeliebt,
weil ich zweifel streute,
ob es wirklich ein problem gibt,
oder nur ein klischee darstellt, -
zum schutz einer beschränkten welt.


 

177
( Sa, 05. Nov 2016 08:49:11 )

177

zu mittag in zentimetern
bin ich schon um einen kleiner;
wenn ich mir denke "gebet gern",
war einer von allen meiner, -
den zentimeter war ich los.
ich war an der massbandleiste
hundertsiebenundsiebzig gross.
abends schrumpfte ich das meiste,
scheinbar mehr, falls ich viel sitze, -
dann sind vier millimeter mehr weg,
als wenn ich körperlich schwitze.
mag sein, mir fehlt bewegt der speck,
den ich am schreibtisch ansetze.
kann sein, es wirkt das fettgewicht,
oder auch nur das arbeitslicht.

der umstand ist unerheblich,
jedoch gut für dieses gedicht,
denn das macht den tag erträglich,
und bringt vielleicht eine einsicht.

geistige leistung kostet kraft,
die in meinem körper verbrennt;
hier kann man lesen, was sie schafft,
so man die pflanzenbar-site kennt.

abends bin ich etwas schwerer,
als ich am morgen aufwachte, -
doch an kraft wesentlich leerer,
egal, was ich am tag machte.

da könnte ich weiterdenken,
wo zu viel zeit hinverschwindet.
darum möchte ich mir schenken,
dass mich das thema anbindet,
und meine kraft dorthin lenken,
wo sie zufriedenheit findet.


 

176
( So, 06. Nov 2016 14:01:40 )

176

mir fehlt die ruhe zum dichten,
und mich ärgert das gehabe
von ein paar spießigen wichten,
weil ich das nur schwer ertrage.

hundertsechsundsiebzig als grund
hier ein gedicht zu verfassen,
macht mich heute auch nicht mehr rund;
darum möchte ich nun lassen,
weiteren unsinn zu schreiben;
soll ich mein leben verpassen,
weil trotteln es zu weit treiben?

es wird immer trotteln geben,
und vielleicht bin ich noch dümmer,
sobald mich diese aufregen,
und emotionale trümmer
mir meine stimmung zerlegen.


 

175
( Mo, 07. Nov 2016 16:57:14 )

175

ich musste so früh aufstehen,
was ich eher störend empfand, -
und beschloss sofort zu gehen;
nahm schlüssel in die eine hand,
und in die andere tabak,
geld, ausweis und mein schreibbüchlein, -
wischte kurz über den schuhlack,
steckte noch taschentücher ein,
und lief los zur haltestelle.
es war in der jackentasche
ein "kuli" für alle fälle
und darum auch eine fasche,
welche mein fuß zeitweise braucht,
wenn er nach wenig schlaf noch schmerzt,
leider ist er etwas verstaucht, -
hab's mir mit ihm schmerzhaft verscherzt,
könnte ich dazu auch sagen,
um mit humor zu ertragen,
dass er recht langsam gesundet;
nach dem fall von der reckstange
blieb ich zum glück unverwundet,
nur mein fuß spürte das lange.

seither bin ich doppelt achtsam,
das ist wohl positiv daran.


 

174
( Di, 08. Nov 2016 08:19:11 )

174

"hundertvierunsiebzig und eins
sind die umstände des anscheins
trotz der einwände des vereins
für die opfer des alleinseins."

den völlig unsinnigen satz
gabst du mir mit auf meinen weg,
denn er wäre ein grosser schatz,
und für dein dasein ein beleg,
falls ich ihn je verwendete,
wo logik lange endete.

du magst es vergessen haben,
und die zeilen noemals lesen,
denn sowie die dinge lagen,
bist du vergesslich gewesen.

dieser satz ist typisch für dich,
und wer dich kennt, wird dir sagen,
dieser sei von dir natürlich;
du wirst dann dein gehirn plagen,
wann denn das wohl gewesen sei,
und wo du so betrunken warst.
das jahr, das hatte eine drei,
damit du den rest raten darfst.

jetzt will ich den satz ablegen, -
mir fehlt ein einwand dagegen;
daher soll er stehen bleiben,
der half dies gedicht zu schreiben.


 

173
( Mi, 09. Nov 2016 15:40:24 )

173

ich bin mit dem bus gefahren,
und zwei menschen, die da waren,
liessen mich vor mir im klaren,
dass sie sich die worte sparen.

ich habe mein buch ergriffen,
las von atollen und riffen,
und etwas später geschrieben,
dass schwer sei menschen zu lieben.

hundertdreiundsiebzig mal nein
ist nicht notwendig zu sagen;
bereits dein blick lässt mich allein, -
ich fühle mich halb erschlagen.
in dieser befremdenden zeit
der geselligen einsamkeit.

trotzdem möchte ich dir danken,
auch wenn du schaust um zu schweigen,
und deine emotionsschranken
nicht weiter unnütz beschreiben.

ich musste aussteigen;
dieser text soll nun hier bleiben.


 

172
( Do, 10. Nov 2016 05:22:27 )

172

hundertzweiundsiebzig beine
zählte ich in zwei minuten,
und an mancher hundeleine
musste sich ein tierchen sputen.

am boden lag einer verletzt,
wohl länger als zwei minuten;
die menge ist vorbeigehetzt, -
man kann in ruhe verbluten.

ich hab' mein handy vergessen,
und bat die rettung zu rufen;
einer hat nur stumm "gefressen",
der zweite saß auf den stufen,
abschätzig meinte er "schleich dich!",
zwei haben diskret weggehört,
und eine sagte, "nimm gleich mich.", -
sie wirkte irgendwie verstört,
bevor einer das handy nahm,
und tatsächlich die rettung rief,
die zwei minuten später kam,
und ich zu einem termin lief.

ich muss jetzt einfach loswerden
lieber anderswo zu sterben.


 

171
( Fr, 11. Nov 2016 19:29:53 )

171

zwei mal eins und eine sieben
hat die zahl zum heutigen tag;
über neun wird nichts geschrieben,
weil ich die neun nicht so gern mag.

hunderteinundsiebzig statt neun
steht in dem count down am programm;
damit ich den stress heut' versäum',
beginne ich den tag spontan.

der wecker läutet um sieben,
zwei stunden sind bis dann noch zeit;
wozu soll ich sinnlos liegen,
wenn dieser tag nach taten schreit?

tee machen, tiere versorgen,
wc und bad sind angesagt,
und auch das frühstück am morgen
ist danach unbgedingt gefragt.

meditation und gymnastik
haben im zeitfenster noch platz,
und so schreibe ich da hastig,
für diesen reim den letzten satz.


 

170
( Sa, 12. Nov 2016 06:49:18 )

170

hundertsiebzig ist einfacher,
weil die zahl als wort kürzer ist,
bloß der ansatz scheint ein schwacher,
oder simpler - ein grosser mist.

zu einhundertsiebzig als zahl
fehlt mir der direkte bezug,
trotzdem inspiriert sie zur wahl
dieser reime mehr als genug.

verallgemeinern darf man nie -
ob der lebenden ausnahmen;
doch scheint mir menschliche manie,
für mehr dreck viel abzusahnen.

jetzt muss ich tatsächlich lachen,
denn ich wollte das nicht reimen,
aber um weiterzumachen,
könnte ich dazu noch meinen,
da dient der ironie des scheins
der reblausgeist in form des weins.

hätte ich jetzt etwas mehr zeit,
würde mein hirn weiterspinnen,
mich auf diese gegebenheit
der ironie zu besinnen.

nun weicht schon bald die dunkelheit
dem erscheinenden tageslicht;
das bietet mir gelegenheit
für dies entstandene gedicht.

jeden moment zu erleben
mag da sein der lohn des schicksals;
es wird zeit sich zu erheben,
wo ich denke, "danke vielmals
meiner kraft, die mich vorantreibt,
wie einer jeden energie
da rundum im universum
auf ihrem weg der harmonie.
schluss mit schreiben, - ich will mehr tun!

für mich bleibt die frage offen,
was wie wo das schlechte ausgleicht;
zu wenig ist es nur zu hoffen,
dass uns der wahnsinn einmal reicht.


 

169
( So, 13. Nov 2016 06:48:24 )

169

schön langsam kommt es mir so vor,
als wäre dichten eine sucht;
vielleicht da links vom rechten ohr
reift die idee wie eine frucht.

man überlegt im leeren hirn,
denn so ähnlich fühlt es sich an;
stetig fließt wasser aus dem firn,
das in mir als blut leben kann.

hundertneunundsechzig funken
scheinen da oben zu fliegen, -
wie so niedliche halunken,
die aufblitzen, um zu siegen.

vereinzelte bleiben liegen, -
andere verflüchtigen sich,
nur einer wird aufgeschrieben,
und mag sein, er beflügelt mich,
ihn zur geschichte zu machen.
die idee folgt dem geistesblitz,
unter dem einfluss der sachen, -
traurig, lustig oder als witz
liegen sie überall umher,
und hungern zu wachsen so sehr.

hundertneunundsechzig ist geil, -
könnte ich jetzt daher schreiben;
und jeder weiß, warum und weil,
doch dabei will ich nicht bleiben.

das thema wäre ein leichtes,
wo man nur an das eine denkt;
doch ehrlich gesprochen reicht es
an dem, was im netz herumhängt.

auf der suche nach dem neuen
scheint genau dieses zu fehlen.
ich will die mühe nicht scheuen,
besonderes auszuwählen.

irgendwo werde ich sterben, -
irgendwann - ganz unbemerkt -
leise und ohne beschwerden,
frei für die zukunft gestärkt.

egal, was da oder nicht wird,
ich werde wunschlos glücklich sein,
wenn auch mein lebenswille stirbt,
und ungeachtet jeder pein
meine restneugier dort killen;
oder sagt man eher stillen?

ich habe mir vorgenommen,
heute nicht zu viel zu schreiben;
somit wird damit begonnen,
diesen plan voranzutreiben,
zumal nicht viel doch wenig ist, -
denke ich mir als realist.

willst du oder auch wollen sie
einen guten wunsch für den tag?
dann sind jetzt diese zeilen die,
aus denen man das lesen mag.


 

168
( Mo, 14. Nov 2016 13:27:46 )

168

hundertachtundsechzig wovon -
und nicht nur das, sondern auch was, -
vielleicht gar stufen aus beton,
oder zeichen im reisepass, -
und dabei geht es nicht darum,
sondern mehr um den denkanstoss,
und die antwort auf das "w a r u m";
zumindest ist die hoffnung gross.

diese hoffnung auf den einfall,
der plötzlich meinen tag rettet,
wie am flipper so ein freiball
oder das meer, das sich glättet
als lösender wink vom schicksal,
nach dem kampf mit dem sturm am boot;
alles dies erlöste die not,
sowie es dieser einfall tut,
nach dem ich beinahe schmachte,
denn die präsenten sind nicht gut,
weil ich über sie dies dachte.

trotzdem ist ein text entstanden,
welchen es bis dato nicht gab,
weil sich die gedanken fanden,
denen genug am ausdruck lag.

eine geschichte zu dichten
kann durchaus sehr anstrengend sein,
doch wo sich die nebel lichten,
entsteht oft wie von selbst ein reim,
der durch seine worte ausdrückt,
was das innerste sagen will.
fast immer ist's, dass ihm das glückt,
und noch dazu zeitweise schrill.


 

167
( Di, 15. Nov 2016 07:10:11 )

167

am gehsteig lagen die blätter,
die vom baum herunterfielen;
von der baustelle die bretter
dienten den kindern zum spielen.

es hingen nur zahlen herum, -
eintausend ganz in hellem blau,
und vielleicht war eben darum
hundertsiebenundsechzig grau.

die türe war orange im traum,
und dahinter ein grosser raum;
linien waren am boden,
und darüber diese zahlen
manche hingen ganz weit oben,
doch weit herunten die schmalen
in ihren leuchtenden farben,
die um aufmerksamkeit warben,
jedoch stromgeladen waren;
sie anzufassen wäre tötlich,
was ich vermied zu erfahren.
ein fleck am boden war rötlich
wo die blutspur schien frisch zu sein, -
wahrlich beängstigend statt fein.
mein gefühl sagte mir da gleich,
dies war wohl kein lausbubenstreich.

deswegen bin ich aufgewacht, -
der wecker zeigte mir drei uhr;
es war noch mitten in der nacht, -
und von munter sein keine spur.

ich nahm einen schluck tee zu mir,
und wollte noch weiterträumen, -
doch dann war's plötzlich halb nach vier,
und zeit den traum zum versäumen.

so braute ich meinen kaffee,
und hörte musik beim trinken;
im bergland liegt schon wieder schnee,
wo beine darin versinken.
ich will niemanden beneiden,
wenn ich durch die webcam sehe,
was müssig scheint zu beschreiben;
bald ist's so weit, dass ich gehe.


 

166
( Mi, 16. Nov 2016 12:28:07 )

166

sie und ich tranken saft bei tisch
in einer entzückenden bar;
wir sahen einiges kritisch,
was den moment recht lustig war.

was da purem bull shit entspricht,
ist vielleicht ein nettes gedicht.

die menschen sind unzufrieden.
woran mag dieses wohl liegen?

ein ausblick für das neue jahr
sei hier kurz zusammengefasst,
weil es unlängst erst thema war,
was ein staatsbürger alles hasst.

einiges wurde verschoben,
worüber man sich doch freue,
vorschriften wurden erwogen, -
hundertsechsundsechzig neue,
und einige sind geblieben, -
diese seien hier beschrieben.

die neue hausverstandsteuer
wird nächstes jahr wirklich teuer.
die bioschmähsteuer kommt auch,
denn wie alle jahre wieder
steigen die kosten für den bauch
und die massen um die glieder.

rechnungspapier wird besteuert,
und es steigen die brieflose;
hier wird das konzept erneuert,
und reisst ein loch in die hose.

eine mehrkaufsteuer auf gier
wird es zusätzlich noch geben,
teurer werden auch wein und bier,
sowie überhaupt das leben.

dafür wird das geld billiger,
und münzen gibt es wieder mehr;
die politik wird chilliger,
denn man arbeite viel zu schwer.

dann kommt im gesundheitsbereich
plastikkrankheit auf krankenschein
einzigartig in österreich,
damit man erlebt, fit zu sein.

die hundesteuer für katzen
wird ausserdem noch eingeführt,
und auch amseln sowie spatzen
werden regional vergebührt.

viele be- und entlastungen
sowie neue bestimmungen,
wurden glücklich übersprungen
und gelten als bedingungen
in hinkunft auch unbeschlossen,
denn es sei genug verflossen,
und ob des ewigen verschiebens
gehe man den weg des friedens.

für ihren urlaub im ausland
kommt eine extraabgabe;
der auslandsaufenthaltsverband
kostet ein paar urlaubstage
zum wohl der gemeinnützigkeit
sowie auch mehr wirtschaftlichkeit.

bitte glauben sie dieses nicht,
und informieren sie sich gut,
es kommt, was man ihnen verspricht,
weil sich permanent vieles tut.


 

165
( Do, 17. Nov 2016 09:53:26 )

165

im netz habe ich nachgesehen,
was darin zu dieser zahl steht.
man kann es wenden und drehen,
findet da "vom winde verweht",
und sonst eine menge dinge,
die zum dichten wenig reizen, -
und die olympischen ringe
neben einem haufen weizen
in einer bildergalerie
ignoriert heute ihr schicksal, -
bezogen auf die poesie.
hundertfünfundsechzig als zahl
passt offenbar niergends dazu,
weswegen ich mich jetzt frage,
ob dies sinnvoll sei, und wozu
ich meinen senf hier beitrage.

der richtigkeit sei zu spenden,
dass anstatt "wenden und drehen",
eigentlich "drehen und wenden"
da korrekter sollte stehen.

zweifel dürfen zwischendurch sein,
sie liegen am weg wie ein stein,
den man zur seite rämen muss, -
nur selten ist dies ein genuss,
doch hat man sie überwunden,
fasst man gestärkt den neuentschluss,
den rest zum ziel zu erkunden.

es gibt nie zu viele steine,
und ohne sie keinen boden;
nutzlos wären meine beine,
und wie ein vogel geflogen
käme ich wohl auch nicht einher,
denn wo sollte ich wie landen,
gäbe es keinen boden mehr,
auf dem wir lebenslang standen.

ein steiniger weg kostet kraft,
und man kennt das ziel nicht genau,
aber wenn man es endlich schafft,
löst sich viel an innerem stau,
der störend den fluss blockierte,
und der himmel erstrahlt hellblau,
wo zuvor der sturm rotierte.

es entsteht aus dem sumpf die lust,
das nächste ziel anzustreben;
irgendwann wird einem bewusst,
man ist dem letzten ergeben,
um den verbleibenden elan
der energie auszuleben.

hundertfünfundsechzig fehlt
zwischen eins und fünf die neun nur,
damit mir mein gehirn erzählt,
ich war schon bei geburt so stur.

"vol. hundertfünfundsechzig" gibt's
im netz aus "science news", - kein witz.

für heute sei das mein betrag
zu diesem "count down" - zahlenbuch;
der nächste kommt erst am freitag,
denn es ist bald zeit zum aufbruch.


 

164
( Fr, 18. Nov 2016 08:02:18 )

164

hundertvierundsechzig meisen
wollten einst in die stadt reisen.
nur eine saß auf den gleisen;
sie überrollte das eisen.

ich saß heute morgen herum,
doch mir ist nichts eingefallen;
ich dachte mir, dies sei zu dumm,
und dabei an vogelkrallen.

vielleicht kann man morgen lesen,
woran die nächste meise starb,
und wieviele dieser wesen
man auf ihrer flugroute barg, -
sowie auch vom hexenbesen
und der mystik im meisensarg.

für heute steht hier dieser reim,
um geschrieben worden zu sein.

hoffentlich werden sie lachen,
und erheitert weitermachen, -
sei die situation opportun -
bei alle dem, was sie so tun!


 

163
( Sa, 19. Nov 2016 08:39:23 )

163

vielleicht ist es ein verbrechen
ein anliegen auszusprechen.
jedenfalls musste ich lachen;
ich stand an der haltestelle,
da redet mich so ein typ an, -
der war bereits "in der welle",
dieser etwas ältere mann.

er meinte offen und direkt,
was ihm hier offenbar nicht schmeckt.
"bei de weiba wirst zum wixa"
und nach einer kurzen pause,
"oba i hob eh an mixa".
und er sei am weg nach hause.

einen moment war ich sprachlos,
und wusste wirklich nichts zu sagen;
offenbar war sein frust sehr gross,
den wir alle manchmal haben.

dann habe ich schallend gelacht,
obwohl mir nicht zum lachen war;
das lachen hat mir spass gemacht.
ausserdem war berechenbar,
das diskutieren sinnlos ist,
und soweit war ich realist,
denn der typ war stockbesoffen,
und ich für den streit nicht offen.

im bus saß vor mir eine frau,
die drehte sich oft zu mir um,
ihr haar war bereits etwas grau,
und mir wurde das bald zu dumm.

höflich fragte ich die dame,
ob ich mich wegsetzen sollte,
doch kam von ihr das seltsame, -
dass sie mir nichts sagen wollte.

sie fragte ihre nachbarin,
ob sie für sie wolle habe,
und dazu, sie hiesse karin;
ich entschied, dass ich nichts sage.

ich wollte ein gedicht schreiben,
doch hab' kopfhörer aufgesetzt,
und lies so das dichten bleiben, -
vielleicht war gar mein stolz verletzt.

ich bin erst spät heimgekommen,
und habe den stift genommen,
um mir den satz zu notieren,
dass mich die dinge schockieren.

dann wollte ich mich ablenken,
und mir einen bullshit schenken:

hundertdreiundsechzig pferde
passen in keinen eiskasten;
jede wiehernde beschwerde
würde mich noch mehr belasten;
und ich fand, dass es besser sei,
mein kühlschrank bliebe pferdefrei.


 

162
( Sa, 19. Nov 2016 22:03:29 )

162

hätte ich morgen dafür zeit,
würde ich nicht jetzt schon schreiben;
und mich quält die unsicherheit,
im plan die zeit aufzutreiben.

zum vorigen text fiel mir ein, -
bitte mir nicht böse zu sein -
als vegetarier ist's schwer,
den aasesser zu verstehen;
frisch raubt der mensch schon lang nicht mehr, -
und dies würde gar nicht gehen.
soviel zum pferd im eiskasten,
um beim schreiben auszurasten.

hundertzweiundsechzig tut gut,
wenn man darüber lachen tut.
da fällt mir etwas ein dabei,
kurz gehalten - für die kartei.

bei so einem schimpfwettbewerb
fluchten die menschen ziemlich derb.
man wagt kaum zu wiederholen,
was man da alles hören kann.
einer hat's schimpfen befohlen,
und alle fingen sogleich an.
doch dieser text bleibt jugendfrei,
weil respekt eine tugend sei.


 

161
( Mo, 21. Nov 2016 07:45:00 )

161

ich hasse das herumsitzen,
und dabei däumchen zu drehen;
da such' ich nach geistesblitzen, -
derart bleibt mein hirn nicht stehen.

sagt man, das gehirn bleibt stehen?
und wann lernte es zu gehen?

so stehe ich in der u-bahn, -
nun habe ich mich hingesetzt;
da am boden liegt ein milchzahn, -
oder war gar jemand verletzt?

blutspuren sehe ich keine,
was ich positiv erachte;
ein paar kleine kieselsteine, -
nichts schlimmes, falls man dies dachte.

manchmal denkt man böse sachen,
und dann wieder durchwegs gutes;
ich finde wenig zum lachen,
aber bin noch frohen mutes.

mein termin wurde verschoben, -
daher schreibe ich die zeilen;
ich könnt natürlich vieles loben,
doch ich muss mich sehr beeilen,
und so lasse ich es dabei
zu schreiben, dass es gutes gibt,
und bin andererseits so frei,
dass mir mehr an der kritik liegt.

als ich dieses und das dachte,
war, dass ich mir sorgen machte,
weil sich alles nur um's geld dreht,
woran der mensch zugrunde geht.

ich habe mir zeit genommen,
und die feder schreiben lassen;
dabei ist herausgekommen,
was mir schwer fällt heut' zu fassen.

dass wir immer schlechtes wählen,
um später daran zu leiden,
mag einen hier wirklich quälen,
doch scheins wird es dabei bleiben, -
und sogar noch schlimmer werden,
wenn wir bald im plastik sterben.

die beheizte brille am klo
brauchen wir sinnlos ebenso,
wie benzin statt der sonnenkraft.
die plastikwelt in cola-saft
ist streng genommen grauenhaft.

und dann von gesundheit reden
lässt mich nach anderem streben.

das rauchen ist so ungesund,
zu abgasen meint man "na und"
und hinterlässt uns müll und dreck,
für schlimme schmerzen unterm speck.

hunderteinundsechzig schlechtes,
wie der zucker zur haltbarkeit
ist uns menschen doch nur rechtes
für unser leid am zahn der zeit.

das alles hier aufzuzählen
würde jetzt den rahmen sprengen;
mit vielem muss man sich quälen,
oder an den nagel hängen,
was man an annehmlichkeit hat.
vielleicht macht mich einsamkeit satt.


 

160
( Di, 22. Nov 2016 10:37:46 )

160

wären bei mir im raum leute,
ich fragte, "was tut sich heute";
ich schaue auf den kalender, -
der ist ein anzumalender -
ich habe gestern geschrieben,
was da so je nach belieben
richtig verstanden werden darf, -
was mein hirn spontan hinauswarf.

ist nicht falsch was sei da richtig,
nimmt man erst sich selber wichtig.
mir ist meine hose näher, als dein leiberl,
nur nicht beim begehrten weiberl ...

ich fände sehr intelligent,
wenn wäre weniger immenent,
dafür um so konsequenter
global der friede presenter.

friede öffnete die türen
zum zufriedeneren leben,
wie unterhaltungslektüren
leider dies meist von sich geben.

am liebsten fahre ich herum,
wo ich neue dinge sehe;
das wirkt wie ein nachdenkserum
auf welches ich schlichtweg stehe.

ein älterer herr setzt sich her -
im zug auf die bank vis a vis;
menschen sind hier wesentlich mehr -
das ist gut für die phantsie.

mich stören meine kopfhörer,
doch brauche ich den ansagenschutz;
die durchsagen als nervenstörer
sind entsetzlich und zu nichts nutz.

die tugend kundenfreundlichkeit
kommt vielleicht zur nächsten eiszeit.

hundertsechtzig steht heute an,
und ich sollte noch mehr schreiben;
es hat sich einiges getan,
und so wird es woh auch bleiben.


 

159
( Mi, 23. Nov 2016 06:57:42 )

159

jetzt bin ich wieder unterwegs
doch wäre lieber zu hause;
im moment geht's mir auf den keks, -
also zeit für die schreibpause, -
ohnehin fehlt mir für morgen
diese tageszahlgeschichte.
quasi gedanken ermorden, -
sehr komplexe wie auch schlichte.

da schreibem ich einen ansatz,
weil die silben genau passen -
für den literarischen schatz,
um ihn hier zurückzulassen.

wenn ich gedanken aufschreibe,
wo sie als text stehen bleiben,
sind sie weg, und ich vermeide,
mich an ihnen aufzureiben.

sind sie derart untergebracht,
habe ich sie einmal gedacht,
und somit ergo umgebracht, -
sei mein gegebener verdacht.

wo ist die gedankenbrücke
über meine gehirnlücke, -
leergefegt von jedem unsinn
zu hunderneunundfünfzig hin?

ich stochere weiter herum, -
in der hoffnung des ergebens;
ansonsten kann ich nicht mehr tun -
zum erfahren des erlebens
einer reise durch die willkür
der momentanen einfälle.
"steht denn der zeitaufwand dafür?"
frage ich mich an der stelle
zwischen dem spass an der sache
und realer sinnlosigkeit,
in der ich zeitig aufwache, -
von meiner illusion befreit.

ich habe es länger trainiert,
mir der träume bewusst zu sein,
die man im schlaf manifestiert;
doch morgens macht es den anschein,
als ob man nichts geträumt hätte -
da nächtens ruhend im bette.

morgen will ich den traum schnappen,
und hoffe ihn zu erwischen,
um ihn als gedankenhappen
zu einem bullshit zu mischen.


 

158
( Do, 24. Nov 2016 17:25:13 )

158

weihnachten steht vor der haustür -
da steht jeder aufwand dafür,
wo alles steht - und nichts mehr geht.

hundertachtundfünfzig sachen,
sind bis dahin noch zu machen
auf der so langen checkliste
inklusive der schmuckkiste
mit den alten weihnachtsglocken -
es fehlt die zeit herumzuhocken.

eigentlich hasst man den aufwand,
und ist froh, wenn man überstand,
was zur freude der kinder ist;
wahrscheinlich, denkt der realist,
geht es den kindern einmal gleich -
als erben von dem "geniestreich".

sie werden den stress auch hassen,
und erst recht diese müllmassen,
die wir ihnen hinterlassen, -
wo wir doch dafür bezahlen -
ja, sogar für die nussschalen.

wie hoch ist der lohn der erde?
was verdient die natur dabei?
was tun kinder mit dem erbe
meines müllberges, der da sei?

"und ewig grüßt das murmeltier",
passt als zitat ausgezeichnet
als doch gänzlich anderes bier
präsenter gesetzmäßigkeit.

"'ihr kinderlein kommet' werde, -
denn wir brauchen die sternsinger;
für die finanz auf der erde
seien sie uns die geldbringer.",
schrieb ich vor langer zeit einmal, -
mag sein, nur als dummen einfall.

ich hab das lied umgeschrieben, -
mögen wir das leben lieben!

"ihr kinderlein kommet!

kinder willkommen - kinder kommt rein
ihr seid die sonnen - heute nicht allein
ein baum voller lichter - erstrahlt die nacht
macht frohe gesichter - seid glücklich und lacht.

für euch ist der baum - für euch ist das licht
ihr glaubt es kaum - die lüge zählt nicht
lass eltern dir schenken - sie brauchen dein lachen
du brauchst nicht zu denken - nur geschenke aufmachen

da liegt alles am boden hier - nimm dir zeit zum schauen
ja, es gehört alles da dir - machs auf, du darfst dich trauen
das ganze nach herzenslust zu versauen.

alles ist für dich gemacht - nimm und beschwer dich nicht
lass zu, dass dein herz heut lacht - du stehst im rampenlicht."

heute fand ich mein altes buch,
in dem ich diesen text umschrieb;
es war ein lustiger versuch,
der bislang nur ein solcher blieb.


 

157
( Fr, 25. Nov 2016 18:14:50 )

157

da gab es humpsti und bumsdi, -
zwei gar lustige gesellen;
humpsti sagte, "du, das funzt nie",
und bumsdi sprang in die wellen.

von humpsti und bumsdi den reim
will ich mir eigentlich sparen, -
alles gibt es in gross und klein,
und manches ist abgefahren.

hundertsiebenundfünfzig hohl,
und etwa gleich viele gefüllt;
mit karotten und etwas kohl
und reisteig mit sesam umhüllt, -
etwa im raviolistil,
jedoch wahrscheinlich nicht so viel.

mag sein, mir bleibt am abend zeit,
mir dieses zuzubereiten,
oder kommt die gelegenheit
den kochvorgang einzuleiten
zu einem anderen moment,
wenn wieder der herd öfter brennt.

ich schrieb irgendwas daher,
um die einleitung zu haben,
und aus meinem gedankenmeer
mehr reime herauszuschaben.

das nächste thema sei erwähnt,
welches bislang unbekannt scheint;
jedenfalls ist eines ersehnt,
wie die intention spontan meint.

wie wäre es mit einem witz?
er sitzt bei tisch auf seinem sitz.
meint sie beim spiegel mit dem föhn,
"wärest du geil, wäre das schön."
sagt der andere eheteil,
"wärest du schön, wäre das geil."

jetzt will ich den tag beginnen,
und den überblick gewinnen.


 

156
( Sa, 26. Nov 2016 15:35:15 )

156

hundertsechsundfünfzig blieben
von den vorhanden zurück;
man mag sie hassen und lieben,
denn sie bringen und pech und glück,
sowie es die anderen tun, -
nur von hinten, statt vorn' herum.

sie treffen oft aufeinander,
zwischen diversen extremen -
inmitten dem heissen sandmeer,
um einander anzunehmen.

dünen im sand und nomaden
verbindet man mit der wüste;
mit kamelen - schwer beladen -
ziehen sie in richtung küste.

die fata morgana erscheint,
wie aus einer wunderlampe;
weh dem, der da zu glauben meint,
wasser käme in die wampe,
in dem die lampe sich spiegelt;
der steht auf der abschussrampe -
durch die trockenheit besiegelt.

sand, von skorpionen verziert,
liegt da soweit das auge reicht,
weil sich der horizont verliert,
wo selbst das leben dem tod gleicht.

ich las gestern derartiges,
und habe es modifiziert;
doch muss sagen, dabei blieb es
mithin als ansatz initiert.

die wüste wächst unaufhaltsam,
das ozon verschwindet langsam,
die meere sterben vor sich hin.
ist dies des menschen lebenssinn,
um die erde zu verdrecken,
bis wir gemeinsam verrecken?
und die verschwendung beenden?


 

155
( So, 27. Nov 2016 07:43:54 )

155

wüsste ich, was ich schreiben soll;
empfände ich den umstand toll.
freilich wird etwas entstehen, -
daran zweifle ich erst gar nicht;
und von sonntag abgesehen
ist mehr der grund für ein gedicht,
dass hundertfünfundfünfzig steht,
wo der "count down" zu ende geht.

er geht seit beginn zu ende,
sowie jedes irdische sein;
werdegänge füllen bände, -
und zerberstet ein riesen stein,
sei noch kiesel seine spende.

man lässt sich auf so vieles ein,
in einem existenzausschnitt;
die zeit ist kurz und die welt klein
in diesem wahnsinn's höllenritt.
bei dem man nur sicher erlebt,
dass irgendwann vorbei sein wird,
wie man sich hier derzeit bewegt,
wei jedes lebewesen stirbt.

die theorie der ewigkeit
schafft praktisch nur das grosse leid,
sowie in der vergangenheit.

würden die menschen nicht streiten,
um dinge, die wir nicht wissen,
könnten sie frieden ausbreiten,
statt zufriedenheit zu missen.

ich schreibe davon ein andermal,
so ich in zukunft schreiben kann;
vielleicht erwischt mich der verfall
bereits früher als irgendwann.


 

154
( Mo, 28. Nov 2016 23:13:51 )

154

wenn man dabei ist zu reisen,
verschiebt sich minimal die zeit;
am breitegrad führt das eisen
eigentlich doch ganz schön weit.

was ist denn weit und was ist nah?
was liegt mir fern und was ist klar?
vieles sehen wir relativ;
wo absolut subjektiv ist,
wächst die meinung kumulativ, -
und mancher wird zum egoist.

es gedeihen vorurteile
aus der engstirnigkeit heraus,
doch da reichte eine zeile, -
rassismus ist ein grosser graus.

über den kranken faschismus
puncto politik und glauben
als brennstoff für meinen verdruss
mir aus den fingern zu saugen,
was niemanden interessiert,
scheint mir zeitverschwendung zu sein;
wo vieles rechtslastig tendiert,
macht mir die sorge der anschein.

das thema politik lohnt nicht
näher darauf einzugehen,
und ob der düsteren aussicht
vermeintlich nicht zu verstehen.

der glaube ist ein menschenrecht
oder sollte mancherorts sein,
denn diese welt ist gut und schlecht, -
vielleicht der freiraum nur zu klein;
womit ich wieder auf suche bin,
was denn da der inhalt wäre,
weil ich dadurch den lebenssinn
aus dem inneren begehre.

es sind zu viele aspekte
scheins offensichtlich nennenswert,
sowie eine jede sekte
ihren eigenen kult verehrt.

unabhängig von der kuzpe
der ungeklärten glaubensfrage
geschah, dass ich mich verkutzte
als eine sehr kurze plage.

die themen lassen mir die wahl
zum schreiben von diesem gedicht;
sehr wahrscheinlich ist die anzahl
hundertvierundfünfzig nicht.

um dies zu verifizieren,
müsste ich sie vorerst zählen,
die sich laufend etablieren,
damit sie ihres erzählen.

doch weil die tagespflicht mich ruft,
beende ich die dichterei,
zumal man für wichtig einstuft,
was demnächst meine arbeit sei.


 

153
( Di, 29. Nov 2016 07:49:21 )

153

ich schrieb vorher im nachhinein,
was ich am morgen versäumte,
und bildete mir den sinn ein,
den ich viele male träumte.

der sinn ist praktisch austauschbar,
und stellt sich auch als unsinn dar,
wenn man ihn derart betrachtet;
wie man für richtig erachtet.

das konkrete fehlt diesem satz
gleich seinem nachbarn oberhalb, -
und doch verdient er einen platz
in dubiosem sachverhalt.

ich liebe dieses einkreisen
der unbekannten gedanken;
durch die fantasie zu reisen
wirft ein licht zum ungenannten.

für heute bleibt da ungeklärt,
was manifestierbar wäre;
doch weil sich darum niemand schert,
ist dies gar keine affäre.

hundertdreiundfünfzig orte
mag man bis zum ziel passieren;
bildern fehlen oft die worte,
obgleich diese danach gieren, -
könnte ich beinah' behaupten,
wenn sie im archiv auftauchen,
weil sie ansonsten verstaubten,
und dieses ist nicht zu brauchen.

da mag nur wortspielerei sein,
was ich zwanglos vor mich hinschrieb, -
oder doch mehr, als dies zum schein,
damit ich mir die zeit vertrieb.


 

152
( Mi, 30. Nov 2016 07:59:57 )

152

damit ich schneller fertig bin,
will ich heute vorausschreiben,
was morgen hier als textbeginn
geeignet scheint zu verbleiben.

morgen ist ein wichtiger tag,
und mir bleibt in der früh kaum zeit;
die wege für einen vertrag
sind mehr als eine kleinigkeit.

es geht immer um den anfang, -
darum, den einstieg zu finden -
auf einem weg bis zum ausgang,
um das gehirn auszuwinden,
das teils schon lange mit sich schleppt,
was es laufend gekonnt versteckt.

hundertzweiundfünfzig nägel
kann man in ein holz einschlagen,
und schlägt löcher in den kegel,
um sich nach dem sinn zu fragen.

jetzt ist mir der satz gelungen,
der meine tageszahl enthält;
er ist der idee entsprungen,
die das ausgedrückte dastellt.

namenstag habe ich heute,
an diesem wunderbaren tag,
über den ich mich schon freute,
als er noch in der zukunft lag.

ich will eisstockschiessen gehen,
und werde nicht dazukommen,
weil viele dinge anstehen, -
eisstockschiessen ausgenommen.

wollen darf man viel im leben, -
schon weil es viel zu wollen gibt;
schwieriger ist abzulegen,
woran einem am meisten liegt.


 

151
( Do, 01. Dez 2016 16:33:33 )

151

hunderteinundfünfzig ist eins,
eine fünf und die eins dabei, -
man rätselt um den sinn des seins, -
schon puncto "henne und das ei",
und spekuliert um den anfang, -
mag sein, ein ganzes leben lang.

zwar fehlt hier der zusammenhang,
und doch entstand so ein beginn, -
ein umstand, - als solcher nicht schlimm.

man hat an allem den teil schuld,
soviel dieses einen betrifft;
manches kostet einfach geduld,
anderes braucht ein "gegengift",
oder auch eine "medizin", -
so gemeint im weitersten sinn.

wenn ich dieses weiterspinne,
dann sind wir alle schuld daran,
ob - wohl ganz in unserem sinne
die natur fortbestehen kann.

schuld bedeutet verantwortung,
und mag positiv bestehen,
wie auch die diverse hortung
viele erstrebenswert sehen.

wer sich verliebt, ist daran schuld -
oder wurde es befohlen?
manche kaufen den grössten schund,
und schoppen sich wunde sohlen,
weil ihnen freude bereitet,
ihren kaufrausch auszuleben;
und seien sie auch verleitet,
ihr ganzes geld auszugeben,
profitiert der handel davon,
und alle werden zufrieden.
anderen wieder graust da schon, -
davor, was die schopper lieben.

unterschiedliche vorlieben
sind uns erhalten geblieben.

ergänzen scheint nicht immer leicht,
auch wenn vorhandenes ausreicht,
mensch und tier zigfach zu nähren,
wird so mancher mehr begehren.


 

150
( Fr, 02. Dez 2016 11:13:43 )

150

es ist noch mitten in der nacht, -
eine halbe stunde nach drei;
ich bin durch den sturm aufgewacht,
bin noch benommen - und doch frei
von dem wunsch weiterzupennen.
auf die toilette muss ich auch -
ein gefühl, dass alle kennen.

hundertfünfzig geschichten noch,
und eine entsteht soeben;
so füllt sich mein gedankenloch,
wo sich gehirnzellen regen.

mir ist nach kochen zumute,
auch weil der magen frühstück braucht;
da wird zum essen das gute,
sobald das holz im ofen raucht.

das wasser wird für tee erhitzt,
und gemüse schnell geschnitten,
eine kartoffel im rohr schwitzt, -
demnächst hat sie ausgelitten.

reisbälle wandern auch ins rohr, -
hund und katzen werden verpflegt,
und somit sitze ich davor -
papier und stift zurecht gelegt,
um mein frühstück zu geniessen,
und spüre in mir dankbarkeit,
dass mich die kräfte tun liessen,
was mich von meinem drang befreit.


 

149
( Sa, 03. Dez 2016 09:49:53 )

149

hundertneunundvierzig ist jetzt
ein grund reime zu verfassen;
geeignet, dass man etwas ätzt,
oder ein lob zuzulassen.

doch will ich mich nicht umschauen,
sondern einen text kreieren,
ohne irgendwo zu klauen
oder ewig zu senieren.

der "count down" hat mich beschäftigt,
und mir fiel dazu spontan ein,
dass der sinn den willen kräftigt
mit herz bei der sache zu sein.

es gilt den sinn wohl ganz zwanglos
durch die feder auszudrücken,
damit sozusagen dranglos
mir textpassagen glücken,
die wiederum tiefer führen,
wo das übersehene ruht,
damit sich von all den türen
die eine richtige auftut,
hinter der die erkenntnis liegt,
die mir noch einen einblick gibt,
der meine ansichten verschiebt,
und meinen horizont verbiegt.

eben habe ich mich gefragt,
warum ich bis null schreiben muss,
und ob mir dies wirklich behagt,
denn wer will überhaupt den stuss
jemals eventuell lesen?
freilich ist mir dieses egal, -
doch ist's nicht immer gewesen.
es fehlt einem zu oft die wahl.

nun, zurück zu diesem "count down",
war er doch nur eine dumme idee,
und bekanntlich war schwarz nie braun,
wenn ich es unpolitisch seh'.

ich darf den "count down" beenden,
wann immer ich das entscheide,
oder vielleicht einfach wenden,
damit ich den "count up" schreibe.

ich kann auch zahlen auslassen,
falls mir danach zumute ist,
um jenseits der norm zu fassen,
was mich ansonsten nur verdrießt.

sichtlich bin ich ungebunden,
und das ist mir wirklich wichtig;
ich habe herausgefunden, -
und sei es auch noch so nichtig,
dies sparte mir ein paar stunden,
die ich sonst was schreiben wollte,
um die reime zu bekunden,
die ich heute finden sollte.


 

148
( So, 04. Dez 2016 09:52:01 )

148

hundertachtundvierzig ist gut,
und wirkt irgendwie elegant,
auch wenn die zahl dazu nichts tut,
ist sie doch hinlänglich bekannt.

jeder kennt sie, - man weiss bescheid,
zur utopie ist es noch weit.

abgesehen von dieser zahl
lässt sich vieles mehr beschreiben,
und sei es nur ein muttermal,
oder das menschliche leiden.

was immer da aus dem hirn quillt, -
durch den reim wird der drang gestillt.

auf der suche nach dem fremden
mag selbst die unklarheit enden,
so man essentielles findet,
das die grenzen überwindet.

borderbreaking ist ein stichwort,
das hier erörterung erstrebt;
vielleicht dient es als gehirnsport,
den man instiktiv gern' auslebt.

gibt es eine gerechtigkeit
in dieser bedenklichen zeit?
ich sehe auf den ersten blick -
sie gibt es mit viel missgeschick.

europa wollte offen sein, -
und einst eine einheit schaffen,
doch jeder kämpft für sich allein;
es wird auseinanderklaffen,
falls der rassismus weiterwächst,
und seine dummheit verbreitet.
ist hier unser boden verhext,
weil vergangenes arbeitet,
wo man menschen einst verbrannte, -
sie für den glauben umbrachte?
wenn sich die lage enstpannte,
kam bald, dass sich krieg entfachte.
wie lange wird noch friede sein?
sollte man nicht eher fragen,
ist unser intellekt zu klein,
um uns friedlich zu vertragen?

vielleicht wird der mensch gescheiter,
und kommt doch noch etwas weiter,
als die basis zu vernichten,
und auf's leben zu verzichten.


 

147
( Mo, 05. Dez 2016 06:55:23 )

147

es geht ja derart wirklich nicht,
dass die monotonie entsteht;
was wäre, wenn da schlechtes spricht,
wer die zahlenfolge durchgeht,
weil es zu regelmäßig scheint
andauernd eins abzuziehen,
und so infolgedessen meint,
die logik sei ausgeliehen?

ich könnte hin und her springen, -
um mehr chaos darzubringen!

hundertsiebenundvierzig jetzt,
und hundertfünfundvierzig dann, -
hundertsechsundvierzig zuletzt,
oder ansonsten irgendwann.

bald könnte man zahlen suchen,
oder auch einfach nur finden,
um den erfolg zu verbuchen,
weil man schafft, sie zu verbinden.


 

145
( Di, 06. Dez 2016 08:20:57 )

145

another bullshit on the wall,
a dirty brick remains at all ...

ich dringe in die winkeln vor,
die in mir verborgen scheinen,
duch ein kleines seitliches tor, -
befreit von eigenen leinen
eingebildeter sachzwänge
in das unbewusste in mir
zum impulsiven gedränge
aller dieser gedanken hier.

chaotisch wirkt da rundherum,
was in mir kurzzeitig auftaucht.
flüchtig denke ich mir, "kehr um!",
und weiss nicht, wer das ganze braucht.

manchmal kommt denkenswertes vor, -
meistens völlig unerwartet
springt da plötzlich greifbar empor,
wo eine geschichte startet,
so sie sich daraus spinnen lässt.
hundertfünfundvierzig gewinnt
heute aus einem zahlenrest,
der mit desem beitrag beginnt.

ein würfel mit sieben seiten
lag vor dem radlosen fahrzeug
und begann mit ihm zu streiten,
weil ihn schimpfen am meisten freut.

"du amputiertes stück metall
kannst doch nicht einmal mehr fahren!
du als sinnloser sonderfall
könntest dir zu stehen sparen!
du gehörst ja zum alteisen.
warum stehst du hier überhaupt?
du bist unfähig zu reisen,
weil dein dasein zu gar nichts taugt, -
und falls nicht stimmt, was ich sage,
so zeige mir das gegenteil,
bevor ich dich noch verklage!
du bist ein rostendes unheil."

da wurde das fahrzeug böse,
und fuhr den würfel sehr scharf an.
"damit ich dich jetzt erlöse -
du siebenseitiger tarzan -
will ich dir die wahrheit sagen.
du missratene würfelform
bist für mich nicht zu ertragen.
deine idiotie ist enorm,
und du bist nicht einmal brauchbar.
ich werde dich überfahren,
damit da ein idiot war,
wenn meine leute da waren,
und ich wieder räder habe,
denn um dich ist es nicht schade."

plötzlich krachte in das fahrzeug
ein anderes ins heck hinein,
das in tausend teile vertreut
somit aufhörte ganz zu sein.

das fahrzeug wurde verschoben,
und begrub den würfel dabei.
es war selbst völlig verbogen,
und man gab es für den schrott frei.

für beide war's der letzte streit
in der jügsten vergangenheit.

wäre es anders gekommen,
wenn sie nicht gestritten hätten?
ich hab' den eindruck gewonnen,
die beiden wären zu retten,
doch war die aussicht verschwommen,
und dann verschwanden die deppen
ganz plötzlich aus meinem gehirn.
der faden riss wie spröder zwirn.


 

146
( Mi, 07. Dez 2016 12:22:27 )

146

frei von jeglicher empörung
gab's eine internetstörung;

so darf ich nachträglich schreiben,
was sich morgens zu papier schlug,
um nicht noch länger zu leiden,
dass hier fehlt, was ich da beitrug.

hundertsechsundvierzig fehlt noch
an diesem beginnenden tag;
langsam dämmert mir am mittwoch,
was ich alles tun mag.

am horizont wird es schon hell, -
der schlaf hat länger gedauert;
meine zeit vergeht viel zu schnell, -
vielleicht auch meinem traumfänger?

besser ist mich zu beeilen,
statt benommen zu verweilen.

ich zähle bis zum achten buch,
und will dies zum thema wählen, -
als quasi billigen versuch
dazu etwas zu erzählen.

ein wörterbuch an der stelle
macht diese sache zum glücksspiel;
der zufall bringt das gefälle,
und verhilft mir in der art zum ziel.

das intelligenzgefälle
könnte ein kraftwerk versorgen;
was ich mir lustig vorstelle, -
diese energie von morgen.

gefälle von wo nach wohin,
mögen sich leser da fragen;
nun, vom ende bis zum beginn, -
könnte ich dann darauf sagen;

zwischen den zwei wählerschichten
der nun vergangen wahlen
wollte ich viel lieber dichten,
um mir den spaß auszumalen.

ein gefälle kommt viel herab,
und anderes vielleicht hinauf;
wie von selbst fliesst wasser bergab, -
es bleibt fortwährend im umlauf,
und spendet dabei dem leben
seine von uns geschätzte kraft,
die der wind versteht zu geben,
und uns die möglichkeit verschafft
im paradies zu agieren,
aus dem wir die hölle machen;
deren ende zu datieren
bedingt endlich aufzuwachen.


 

144
( Do, 08. Dez 2016 10:28:31 )

144

hundertvierundvierzig schaut aus,
wie zwei blitze und ein pfosten;
ein modellhaus für eine maus
mag so viele euro kosten.

als eine nummer im stadtplan
käme die zahl auch in frage,
und wenn ich dort zu oft ankam,
wurde das reisen zur plage.

so erging es mir in holland,-
eine zeitlang wohnte ich dort,
weil ich dieses als geil empfand -
an diesem wunderschönen ort.

vielleicht gehe ich ganz dorthin,
und komm' nur auf urlaub zurück, -
ganz ohne frage nach dem sinn
auf meiner suche nach dem glück.

vielleicht sagt man immer leicht.
der ausspruch reimt sich ja sogar!
nun ist's, dass es für heute reicht,
weil den text zu dichten schön war.


 

143
( Fr, 09. Dez 2016 17:39:18 )

143

es ist unwichtig, was man schreibt,
wenn der text falsch verstanden bleibt,
oder ungelesen besteht,
weil jeder diesen schund verschmäht.

unwichtig ist das falsche wort,
denn für sich selbst ist es wichtig,
wie dazu ein schöner denksport,
und als solcher immer richtig.

hundertdreiundvierzig zahlen
sind da, um eine zu nennen,
und dazu ein bild zu malen,
das es gilt dann zu verbrennen.

zwar kommt mir die zahl bekannt vor,
doch die erinnerung fehlt mir;
gut möglich, dass ich sie verlor, -
was für eine schlechte manier!

da klebt förmlich auf der zunge,
was man sucht als wort zu nennen,
und man drängt sich: "komm schon, junge!",
doch muss sich dazu bekennen,
dass einem nicht einfallen will,
was das denkzentrum parat hält;
ganz spontan wird somit zum ziel,
dass endlich dieser groschen fällt,
der licht in die dunkelheit bringt,
damit mir dieser reim gelingt.

jetzt das gesuchte zu finden
scheint mir vergebene mühe, -
so will ich mich überwinden,
damit die muße erblühe,
was heisst einfach loszulassen,
um anderes zu erfassen.


 

142
( Sa, 10. Dez 2016 08:23:23 )

142

morgens schlug ich die augen auf,
und starrte ins narrenkästchen;
vor dem täglichen zeitwettlauf
spürte ich die katzentätzchen
mit ihren gar scharfen krallen,
die in meinen rücken bohrten,
und wider meinen gefallen
fluchte ich in mir mit worten,
die zu schreiben unschön wären,
weil sie an humor entbehren.

so habe ich mich umgedreht,
und die katze von mir gelöst,
worauf das tier leider nicht steht;
dann habe ich weitergetöst.

so verschlief ich eine stunde,
und geriet dadurch in eile;
ich ging mit meinem hund die runde,
und schrieb bis zu dieser zeile
dies gedicht zum munter werden,
bevor das übliche begann,
um im geiste schön zu färben, -
was mir ungut vorkam daran.

hundertzweiundvierzig dinge
seien im lebend das schöne,
damit mir lästiges gelinge,
woran ich mich schwer gewöhne.

sesamtee will gemacht werden,
hoffentlich noch viele male,
bevor es heisst hier zu sterben;
langsam wird sie leer - die schale
meiner treibenden energie
im kreislauf ihrer synergie.


 

141
( So, 11. Dez 2016 07:12:47 )

141

es sind hundert da ungefähr,
könnte man zum beispiel schätzen,
vielleicht weniger oder mehr,
wenn ein haufen voller fetzen
zum verkauf da am flohmarkt liegt.
neben vielen solcher haufen,
für die man euro nimmt und gibt,
wo tausende menschen laufen,
um im schrott etwas zu finden,
das zum erwerb geeignet sei
sich an dieses stück zu binden,
mag sein, an zwei oder drei.

hunderteinundvierzig hosen
mögen auf dem ständer hängen, -
gleich neben hölzernen rosen
und allem klumpert in mengen, -
dazwischen antiquitäten,
sowie fünf spielzeugraketen.

einen flohmarkt zu beschreiben,
ist eigentlich leicht zu dichten.
ich wollte dort länger bleiben, -
ob der so netten aussichten.

dann hat mir dort jemand erzählt,
was ihn in seinem herzen quält.

man kommt unerfahren zur welt,
optimistisch und noch offen,
wo einem jegliches gefällt.
ganz langsam lernt man zu hoffen.
der optimismus geht zurück, -
enttäuschung macht den realist,
der trotz allem ein gutes stück
an idealismus behält,
auch wenn rundum der ganze mist
dem gemüt gehörig missfällt.

man ist sich des umstands bewusst,
dass dieses leben ein kampf ist, -
ganz unabhängig von der lust
wird man langsam pessimist
mit zweifeln das anzugehen,
was einem vorgegeben wird,
und lernt dabei zu verstehen
warum ein jeder danach giert,
das schlechte zur gunst zu drehen.

man erlebt da all die lügen
und all die schönfärbereien;
nur die wahrheit erhält rügen, -
am liebsten würde man schreien,
doch das könnte jemand stören.
wie schlimm, wenn das menschen hören,
weil dies im tabubereich liegt!
nun denn - man bekommt, was man gibt.

wir haben länger gesprochen,
und ich bin dann aufgebrochen.


 

140
( Mo, 12. Dez 2016 08:21:01 )

140

ein neues buch darf beginnen, -
ein leeres buch wird beschrieben, -
wörter sollen platz gewinnen;
das alte bleibt beim rest liegen.

ich wollte die bücher zählen,
die ich mit geschichten füllte;
es könnte ja eines fehlen, -
dann passierte, dass ich brüllte,
und unschöne flüche schrie.
also lasse ich das bleiben,
wo ich doch wirklich vorziehe,
ein neues buch vollzuschreiben.

ich will die bücher durchsehen, -
nach geschichten, die ich da schrieb,
und die nun vergessen stehen,
weil ich manche noch schuldig blieb.

hundertvierzig könnten da sein, -
vermutlich sind es weniger;
der platzverbrauch dafür ist klein.
einige sind da schäbiger,
als meine alten schulhefte,
von denen ich mich trennen will, -
verschwendet man doch nur kräfte, -
auf jeglichem weg bis zum ziel,
das klumpert mit sich zu schleppen,
damit man nicht mehr hineinschaut,
und sich an die zeit zu ketten,
die einem so die zukunft klaut.
wie gut, daß es das feuer gibt,
daß dieses altpapier verzehrt,
damit der ballast nicht mehr liegt,
wo man dadurch den platz entbehrt.

es wird einige zeit kosten
die bücher abzuarbeiten.
die morgensonne im osten
wird mich hoffentlich verleiten.

ein wenig hab' ich gelesen,
und bin gleich fündig gewesen.

"miststierler sind sehr gefährlich!
sind wir es uns einmal ehrlich,
im mistkübel liegen flaschen,
mit denen man verletzen kann;
wen sie damit überraschen,
der stirbt vielleicht sogar daran.

bahngeleise mit den steinen
sind auch ein waffenarsenal, -
könnnte man tatsächlich meinen,
aber das ist alles egal.

überall sind terroristen,
wie die überwachung beweist;
angst machen propagandisten,
damit macht die freiheit verspeist.

nun, es gab immer verrückte, -
schon seit ich mich erinnern kann,
denen kurzer aufruhr glückte;
und auch menschen starben daran.

es leben mehr menschen heute,
als damals vor vierzig jahren,
doch es vertrauten die leute,
weil sie optimistisch waren.

mit der ganzen angsmacherei
war's mit dem vertrauen vorbei,
und pessimismus griff um sich.
das ist de facto ärgerlich.

die versicherungen werben
mit sicherheit in der zukunft,
jedoch sicher hier auf erden
erscheint mir nur die unvernunft."

dieser reim ist nun schon älter,
aber leider nicht veraltet;
teils wurde das klima kälter -
wo mehr rechtslastigkeit waltet.
vielleicht ist dies die gegenkraft
der erderwärmung zum ausgleich;
auch wenn sie diesen niemals schafft,
ist sie allemal verlustreich.


 

139
( Di, 13. Dez 2016 08:37:57 )

139

eine geschichte muss jetzt her, -
ich will sie entstehen spüren.
da lüstert mich nach einer mehr, -
suchend, den anfang zu schüren.

hundertneununddreissug steht an,
so ich darüber schreiben kann.
hundertneununddreissug ist gut,
vor allem unter einem hut -
mit all den anderen zahlen,
die bisher geschichten schrieben -
von stiefeln oder sandalen,
die irgendwo herumliegen
in ihr leben hier gerufen,
als sie sich fast selbst erschufen.

weihnachtszeit ist vorkriesenzeit, -
könnte man vielleicht so sehen;
oder ist das vergangenheit,
dass die kriesenwinde wehen?

die wahlen sind eben vorbei, -
da wurden die leute beschenkt;
und jetzt zur weihnachtsbäckerei
wäre doch dümmer als man denkt,
wenn konsumenten angst hätten,
und ihr geld behalten würden.
vielleicht soll man darauf wetten,
dass da kommen neue hürden.

der zusammenhang scheint recht klar,
wenn man überlegt, wie was war.

die wirtschaft würde sich schaden,
würde man jetzt kriese haben.

vieleicht ist's wie der höllenwitz
mit sündern in scheisse im sitz,
die nach der pause fortsetzen,
im kopfstand ihr sein zu schätzen.

oder wurde man gescheiter,
und fördert den optimismus?
kommt die menschheit doch noch weiter,
als bis nur zu ihrem frühschluss?

ich will diesen tag angehen,
und lernen mich zu verstehen.


 

138
( Mi, 14. Dez 2016 05:57:49 )

138

da ist hunderachtunddreissig,
und ich schreibe morgens fleissig,
was da erscheint als dummer reim;
allerdings darf ein solcher sein.

da dienen viele weisheiten
auch meiner inneren haltung,
und dazu mich auszubreiten, -
zu der inneren entfaltung.

das hört sich schon viel besser an,
und die zeit scheint sinnvoll vertan.

schlechtes möchte man verbessern, -
das gute ist unerheblich,
doch wer will das wasser wässern,
und dies noch dazu tagtäglich?

so ich das geschehen sehe,
das ich einerseits verstehe,
jedoch auch kritisieren muss,
gereicht, was ist, mir zum verdruss.

jung gingen wir auf die strasse,
wo man einst die samen streute, -
damals eine ganze masse,
die ich bisher nie bereute,
allerdings auch sorge habe,
zumal sich einiges ergab,
worüber ich mich beklage,
weil mir daran nie etwas lag.

anstatt weiter zu verdrießen
will ich diese samen giessen!

menschen sind spiessig geworden,
und mit ihrem sicherheitstick
nerven öfter diese horden;
kann sein, es ist ein mieser trick,
doch man weiss sich anzupassen,
auch wenn man oft den kopf schüttelt,
um die menschen tun zu lassen,
was die früchte vom baum rüttelt.

weihnachten ist in zehn tagen,
dies muss man niemandem sagen.

schenken sie nur das sinnvolle!
die duftende papierrolle
für die zeit auf der toilette,
aus knoblauch eine halskette
oder vielleicht auch viel wolle,
die als pullover zurückkommt;
eine bemalte eisscholle,
auf der man sich nur einmal sonnt
wird vermutlich niemand schätzen, -
dafür lohnt es nicht zu hetzen!

 

137
( Do, 15. Dez 2016 00:03:01 )

137

ich sitze recht gerne im park,
irgendwo in einer grossstadt,
und spüre die energie stark.
ich weiss nicht, woran es bloss lag,
doch war's unlängst wieder so weit.
da packte mich das verlangen,
dort zum schreiben anzufangen.

ein mann kehrte etwas schleissig
die blätter am parkboden weg,
und hundertsiebenunddreissig
lagen villeicht am bridgendeck,
an dem leute vorbeigingen,
wo äste herunterhingen,
doch einer dagegen rannte,
was ihn sogleich zu fall brachte,
und er dieses 'scheisse' nannte.

es ist ihm zum glück nichts passiert,
ausser einer beule vielleicht.
eine schramme hat er kassiert,
und selbst diese verletzung reicht
sich um sicherheit zu sorgen.
der wagen war nicht abgezäunt,
und wäre der mann gestorben,
hät' er zum letzten mal geträumt,
und das fiasko wär perfekt,
so man 'die schlamperei' aufdeckt.

auf der uhr ein frühwarnsystem
inklusive navigator
reduzierte dieses problem
wohl bereits im vorfeld davor
für einen 'hans guck in die luft',
wenn so ein ding nur achtung ruft.

eine fernsteuerung obendrein
könnte manchen von nutzen sein;
mit seinem navi verbunden
hätte er vorbei gefunden!

er würde remote gesteuert, -
automatisch und manuell;
die vorstellung wirkt bescheuert,
aber doch recht originell.

das war heute die geschichte,
weil ich auf den rest verzichte,
der irgendwie nicht dazupasst;
sonst hätte ich ihn noch verfasst.


 

136
( Fr, 16. Dez 2016 08:28:48 )

136

da saß ich und hab' nachgedacht,
ob mir etwas neues einfällt;
zeit habe ich damit verbracht,
und mir einiges vorgestellt.

nebenher hab' ich überlegt,
wo hundertsechsunddreissig war,
und dachte daher unentwegt.
was raus kam, stelle ich hier dar.

die weihnachtsgeschenke sind dran.
möglichkeiten ohne ende
bieten sich bei dem thema an,
auf daß ich jetzt zeit verschwende.

was ist sinnvoll und was denn nicht?
nun, die frage ist sehr schwierig, -
vorallem für so ein gedicht,
doch bin ich auf's schreiben gierig.

tamagotchis sind bereits out,
ein roboter ist nun gefragt;
so er wenigstens freundlich schaut,
und brav bitte wie danke sagt.

oder eine antiquität
wäre eine wertanlage;
wen kümmert, wo sie einmal steht,
sind wohl jetzt die weihnachtstage,
an denen man gern shoppen geht;
um das geld ist es nicht schade.

was gibt es an geschenken noch?
das schönste ist selbstgebastelt!
darüber freut sich jede doch,
und sei's ein skelett gequastelt.

die fantasie spielen lassen
ist eine schöne tätigkeit;
die fliegenden untertassen
werden zum spiegel dieser zeit.

das selbstgemachte zu schenken
bedeutet vielleicht umdenken;
dafür ist es unbezahlbar,
weil man mit dem herz dabei war.

mag sein, ihnen fällt etwas ein,
das sie selbst herstellen werden;
und sei es ein bemalter stein
mit zwei schneeweissen reitpferden,
um rechnungen zu beschweren,
oder eigene erdbeeren
auf dem fensterbrett gezogen;
oder einen regenbogen
auf einem papier dargestellt -
sonst schenkt man wohl am besten geld.


 

135
( Sa, 17. Dez 2016 08:20:22 )

135

alles liegt im weihnachtsfieber
in dieser kalten jahreszeit,
nur mein kleiner stubentieger
ist endlich zum schlafen bereit,
nachdem er die nacht durchmachte,
und später kam als ich dachte.

ich würde sie gern begleiten,
wenn die katzen unterwegs sind;
wozu sie mich dann verleiten, -
da draussen im nächtlichen wind, -
davon habe ich oft geträumt.
leider bin ich viel zu langsam,
und hab' den kletterkurs versäumt;
ich blieb' zurück von anfang an.

eine webcam in dem halsband
wäre pure tierquälerei,
und ich nehme davon abstand,
damit die freiheit sieger sei.

was ist, wenn sie gar nicht jagen,
sondern anderswo einkehren,
anstatt sich selbst abzuplagen
und dort eine schüssel leeren?

in irgendwelchen haushalten
lassen sie sich dann verwöhnen,
und wenn sie's dort nicht aushalten,
kommen sie mich zu verhöhnen.

das wäre eine möglichkeit,
die ich ja nicht ausschliessen kann.
eigentlich tun vögel mir leid;
sie brachten schon einen fasan.

so komme ich zwar zu federn,
aber will diese nicht haben.
es ist kein essen auf rädern,
das sie mir nach hause tragen.

mäuse und ratten bringen sie
mit ihrer raubtierenergie,
was mich auch immer traurig stimmt;
aber ja, die freiheit gewinnt,
und ich kann sie nicht einsperren,
selbst wenn sie leichen heim zerren.

"schwaz" will mir jagen beibringen,
und hat mich sogar gezwungen, -
mäuse lebten noch herinnen!
doch ist es ihr nicht gelungen,
mir diese schmackhaft zu machen,
wenngleich ich sie jagen musste;
man erlebt schon wilde sachen,
die ich zu berichten wusste.

es ist tatsächlich entsetzlich,
denn die opfer sind schon verletzt;
zwar ist es nicht ungesetzlich,
wenn man die maus zu tode hetzt,
aber fangen sie so ein tier!
da erlebt man seine wunder, -
ein hund, drei katzen - alle vier
warten da begeistert nunmehr,
dass man die maus endlich fängt,
was leider nur vom glück abhängt,
denn eine maus ist wieselflink,
was mir echt auf die nerven ging.

aber was sollte ich denn tun?
ich musste das tier erlösen, -
schlussendlich bachte ich es um,
anstatt noch im bett zu tösen.

katzen haben viele namen;
ich weiss nicht, wo sie wie heissen,
und auch nicht, bei welchen damen
sie vielleicht "leckerlis" beissen,
oder ob sie nächtlich jagen,
und dann keinen hunger haben.

hundertfünfunddreissig leichen,
waren es bisher sicher nicht;
aber die da waren, reichen, -
nur leider nicht aus katzensicht.

die katzen wissen zu leben, -
dies auch ihrer freiheit wegen.


 

134
( So, 18. Dez 2016 19:52:30 )

134

hundertvierunddreissig läuse
sitzen vielleicht auf einem blatt,
wo mein tier recht fleissig mäuse
nachmittags aufgelauert hat.

ich hab' es genau gesehen,
sie hat da zwei davon verspeist;
ich sah zwei leben vergehen,
die dieses tier einfach zerbeisst.

soviel zum gestrigen beitrag, -
mehr schreibe ich dazu jetzt nicht;
nur weil der gedanke frei lag,
ist dieses mein tagesgedicht.


 

133
( Mo, 19. Dez 2016 16:44:16 )

133

was fällt mir den so alles ein, -
das will ich selbst gerne wissen;
die befüllung vom ziegelstein
wünschte ich mir zu vermissen.

ein kieselstein wäre genug,
doch hab' ich einen ziegelstein
für meinen kleinen selbstbetrug
und fülle dort ideen hinein,
mit dem ich eine wand baue,
und danach durch diese schaue.

auch ein glasziegel ist schon voll, -
dem gab ich immer lustiges,
weil es dem glas gut gehen soll,
fütterte ich nie frustiges.

also, wie immer dem auch sei,
man sagt, gedanken sind zollfrei,
und das dichten sei eine kunst, -
grundsätzlich frei zu ihrer gunst.

es gibt ärgerliche dinge,
welche ich zu papier bringe,
damit man darüber nachdenkt,
und möglicher weise umschwenkt.

der kranke rechtspopulismus
pinkelt der freiheit an ihr bein,
schürt den tötlichen rassismus,
und sollte wahrlich verboten sein!

wir menschein sind unterschiedlich
in unseren ausprägungen,
doch funktionieren angeblich, -
so lauten die erwägungen,
eigentlich grundsätzlich gleich;
je nach dem lokalen bereich, -
könnte man dazu vermuten,
was allerdings wirklich nicht stimmt.
gleich sind die schlechten und guten,
wenn man sich der basis besinnt.

der unterschied ist maginal,
denn wir lachen alle gerne,
und wir weinen auch allemal
zu hause wie in der ferne
bei fröhlich- oder traurigkeit;
wir lieben alle sonnenschein,
und regen nur nach trockenheit, -
wir wollen eine menge sein,
und kennen alle freud' wie leid.
die gedanken sind verschieden
je nach kultur ausgerichtet,
und man kann die vielfalt lieben,
oder hasst, was man vernichtet.

hass nenne ich dumme krankheit,
sowie neid und die profitgier
als zeugnis nimmersatter zeit,
bis alles zu Ende ist hier.

den hass gegen leben richten
spiegelt oft unzufriedenheit,
und bei den reicheren schichten
scheint es die machtbesessenheit,
die das leben zur hölle macht, -
habe ich mir unlängst gedacht.

darum hab' ich greissler gerne,
und kaufe lieber am markt ein,
denn zu mächtig sind konzerne,
und mir zu teuer obendrein.

"brauche keines, und iß eines,
dafür nimm drei, und zahle zwei"
ist definitiv nicht meines, -
doch mag es so sein, wie es sei.

zurück zur ausgangsthematik,
"wir menschen sind funktional gleich";
das scheint oft die problematik, -
scheinbar ident bei arm und reich.

warum menschen menschen hassen,
war mir immer unverständlich;
schlimmer sind, die hassen lassen,
und die vielfalt scheint unendlich.

wir bleiben ein teil der natur, -
auch die ist nicht das schöne nur,
und äusserst brutal im detail -
zu ihrem eigenen vorteil.

der wesentlichste unterschied
scheint im ergebnis zu liegen,
denn der mensch zerstört, wie man sieht,
was ohne uns wär geblieben,
während die natur sich selbst stärkt,
weil sie nach ihrem gesetz werkt.

jetzt lass ich diesen text stehen,
um meinen tag anzugehen.

morgens war ich sehr in eile,
nachdem ich diesen text hier schrieb;
es dauerte eine weile,
bis es mich zum computer trieb,
um die zeilen einzutippen,
weil die uhren zu schnell ticken.

nur hundertdreiunddreissig fehlt, -
die zahl bleibt heute ausgewählt.


 

132
( Di, 20. Dez 2016 12:08:26 )

132

"schreib es ihnen um die ohren,
wo sich ihr horizont verfärbt;
trauben sind zum sturm vergoren, -
haut wurde zu leder gegärbt,
wenn der kreislauf erneut beginnt,
damit die spinne ihr netz spinnt."

dies sagte mir gestern jemand,
den ich nicht einmal noch kannte;
somit steht es im reimbestand.
wohin immer er auch rannte,
ich notierte mir diesen satz,
und verwende ihn als ansatz.

frei kann man nur alleine sein,
ansonsten ist's ein kompromiss,
das leuchtet wohl uns allen ein,
und ja - das ende kommt gewiss.
nur das die weisheit so nicht stimmt,
so man da frei zu sein beginnt.

ich muss mich selbst motivieren, -
jeden tag nach dem aufwachen;
und sei es auf allen vieren,
um meine sachen zu machen.

die morgentliche zeit vergeht,
wo hundertzweiunddreissig steht.


 

131
( Mi, 21. Dez 2016 22:30:29 )

131

ich habe ein buch gefunden,
dass ich vor langer zeit vollschrieb;
so fing ich an zu erkunden,
was da von damals stehen blieb.

ich überliess es dem zufall,
eine seite aufzuschlagen,
davon gab es eine unzahl, -
wieviele, wollte ich fragen,
doch mein hund verschlief den moment,
wie man es von den hunden kennt.

ganz andere interessen
hatten meine stubentieger, -
die wollten einzig zu fressen,
wie morgentlich immerwieder.

ich war auf mich alleingestellt,
und lies die frage beiseite,
zumal sie die neugier enthält,
und ich an dieser arbeite,
damit ich durch sie nicht sterbe,
und sie noch vorher loswerde.

so fand ich folgende reime,
die ganz gut zum thema passen;
also schrieb ich um das meine,
und möchte dies stehen lassen.

zufälle existieren nicht,
ausser dass dir etwas zufällt;
dies ist ein thema für's gedicht,
so als hätte ich es bestellt.

zufall ist das unverständnis
seiender zusammenhänge
angesichts mangelnder kenntnis
der grossen ereignismenge,
die im moment bereits geschah,
zumal uns die fähigkeit fehlt
zu wissen, was der ahne sah,
denn sie haben's uns nicht erzählt,
oder wollten wir nicht wissen,
was uns die alten verrieten,
trotzdem wir sie sprechen liessen;
kann schon sein, wir waren nieten.

wir können nur spekulieren,
was uns die zukunft vielleicht bringt,
und sind sehr bemüht zu studieren,
damit die gegenwart gelingt.

die kausalität ist komplex,
komplexer, als uns verständlich;
nur meint unser ehrenkodex,
wir wissen alles letztendlich.

viele menschen beantworten,
wovon sie null ahnung haben,
die dreikäsehohen sorten
wissen alles, was sie sagen,
weil sie etwas einmal hörten,
und sich darüber empörten.
aber egal, - das ist normal.

glaube erklärt das phänomen,
und ist nicht zu widerlegen,
und man weiss doch alles von dem,
was einem halt gibt im leben.

da bleibt der zufall gefällig,
denn möglichkeiten sind vielleicht
hunderteinunddreissig-stellig,
so dies als anzahl wirklich reicht.

es gibt viel mehr möglichkeiten,
was im moment geschehen kann;
sinnlos scheint darum zu streiten, -
das ist problematisch daran.
wo wir andere belehren,
als wenn wir wissende wären.

glück ist ein möglicher zustand,
statt der ereigniseigenschaft;
und als man einmal pech vorfand,
war sein gestank so grauenhaft,
dass man zum unglück auch pech sagt,
das man verständnislos beklagt.

lassen wir unser pech zurück,
um da zu schmieden unser glück!

anstatt auf reichtum zu hoffen,
bleiben wir für neues offen!

man soll neues nicht verdammen, -
mehr vorurteilsfrei anschauen;
weise ist alles zusammen
oberflächlich durchzukauen,
um das, was interessant scheint,
dann genauer zu betrachten,
damit man für alle gut meint,
was es gilt selbst zu beachten.

zwar schrieb ich noch einiges mehr,
nur passt es leider nicht hierher.

ich will jetzt den tag gestalten,
und mich nicht selbst aufzuhalten.


 

130
( Do, 22. Dez 2016 18:58:40 )

130

"hundertdreissig" hat vier silben, -
da ist der einstieg einfacher
einen ersten reim zu bilden, -
ist's auch bloss lyrischer schwachsinn.

ich bin heute schlecht aufgelegt,
und lasse das dichten bleiben,
die frechheit hat mich aufgeregt, -
will ich wenigstens noch schreiben -
mit der man kunden behandelt,
dort gehe ich niewieder hin;
so sich meine stimmung wandelt,
wäre dies ein grosser gewinn.

vielleicht mach' ich weihnachtspause,
weil ich mit "weihnachten" nicht kann;
ich bin ein weihnachtsbanause,
doch fange ich nichts damit an.

jeder mensch kann zu mir kommen,
der nichts als geruhsamkeit sucht, -
weihnachtsmänner ausgenommen,
fast hätte ich sogar geflucht.

ist es eigentlich verboten,
weihnachtsmänner zu verfluchen?
gibt es die auch mit fischbroten,
oder nur mit apfelkuchen?
gibt es welche mit pfeil am kopf,
oder auch noch ein paar kerzen,
und einem grossen suppentopf?
besser, ich lasse das scherzen.

ich habe ausschau gehalten -
nach einem solchen weihnachtsmann;
dann fand ich einen uralten;
ob er von mir geld haben kann,
fragte mich dieser "hampelmann".

geld wollen sie alle haben, -
ja ok, - auch ich brauche das;
die gier ist nicht zu ertragen, -
ich tue jetzt sonst irgendwas ...


 

129
( Fr, 23. Dez 2016 22:14:56 )

129

hundertneunundzwanzig fische
schwammen einmal in einem fluss.
"wenn ich euch einmal erwische,
dann fresse ich euch mit genuss",
meinte morgentlich ein schwan,
was diesem ein fisch übel nahm.

der fisch wollte den schwan töten,
und mit ihm das wasser röten,
weil die geschwister angst hatten.
also schwamm er zu den ratten,
die sich oft am fluss aufhielten,
zwei gab es, die ihn anschielten.

"schau mal, der kommt gerade recht",
meinte eine zu der zweiten;
"denn ohnehin bin ich geschwächt, -
wir werden ihn zubereiten."

die ratten schauten den fisch an,
und dieser fisch auch die ratten;
und dann beschloss der fisch spontan,
einen besuch abzustatten,
um mit den ratten zu reden.
dazu musste er an die luft,
doch dort konnte er nicht leben,
und er hasste den rattenduft.
jedoch dachte er deswegen,
er müsse es nur probieren,
dann werde er schon erleben,
und sie würden sich nicht zieren.

der fisch sprang aus einer welle
vor den zwei ratten aus dem fluss;
"hört zu, - ich an eurer stelle,
wüsste, was getan werden muss."
rief er nur, und tauchte unter, -
da plötzlich wurde ich munter.


 

128
( Sa, 24. Dez 2016 17:24:20 )

128

"heute feiert man auf der welt
die grosse lüge mit viel geld",
möchte ich beinahe schreiben, -
jedoch lasse ich das bleiben.

in der eigenen umgebung
wollen wir das schöne sehen;
ob willkommener aufregung
darf mord in zeitungen stehen.

eine kerze zünde ich an, -
einfach nur der stimmung wegen,
die ich durch feuer spüren kann;
eine gute käm' gelegen.

dieser tag ist verpflichtungsfrei,
denn die menschen sind beschäftigt;
mir ist der trubel einerlei,
was meinen unmut besänftigt.

so eine weihnachtsgeschichte
will ich eigentlich nicht schreiben;
eher vielleicht eine schlichte,
sonst würde ich dabei leiden.

im leben passiert einiges, -
zumeist ist es ein auf und ab;
erfreuliches wie leidiges
halten uns andauernd auf trab.

mein kugelschreiber wird bewegt,
der das papier vor mir beschmiert,
sodass ein gedanke erlebt,
dass er im kopf präsenz verliert;
und so da auf das blatt verbannt -
zeigt, was ich schreibenswert empfand.

hundertachtundzwanzig themen
könnte ich vielleicht beschreiben;
eines wollte ich nur nehmen,
um auf dieses einzusteigen.

jetzt bleibt der themenloser reim
heute ausnahmsweise stehen,
und diene geistig mir als keim,
die welt positiv zu sehen.


 

127
( So, 25. Dez 2016 20:28:36 )

127

jetzt sind turbulente tage.
auch wenn ich sehr gerne schreibe,
bin ich kaum noch in der lage,
dass ich es weiterbetreibe,
sowie ich bisher täglich schrieb,
zumal ich geld verdienen muss;
ansonsten käme der abstieg,
und auf der strasse wäre schluss.

mein schreiben ist ein zeitvertreib,
was man auch hobby nennen mag;
doch hängt vom hiesigen verbleib
meine schreibkapazität ab.

ich weiss nicht was ich schreiben soll,
und das finde ich nicht so toll.

doch halt, da ist eine idee!
das geld wird virtualisiert.
jedes mal, wenn ich bettler seh',
frag' ich mich wie's funktioniert,
wenn wir kein bargeld mehr haben.
bettler mit kartengeräten
gibt es dann in diesen tagen,
die da sind unsere späten.

und die augustin-verkäufer
mit bauchkartenzahlsystemen
sind dann vielleicht paarläufer,
und somit frei von problemen.

in der kirche spenden leute
bald mit der bankomatkarte;
vieles wird anders als heute,
und das ist, worauf ich warte.

der flohmarkt wird dann abgeschafft,
und das geld anderswie gerafft.

vielleicht sollten wir nachdenken,
und uns diesen unsinn schenken.

hundertsiebenundzwanzig ist -
eine primzahl als realist.

was gibt's heute noch zu sagen?
ein video hab' ich gedreht;
und es muss dir nicht behagen,
das da bei youtube online steht.


 

126
( Mo, 26. Dez 2016 05:53:37 )

126

hundertsechsundzwanzig mag sein,
was hundertsechundzwanzig sei;
hundertsechsundzwanzig ist fein,
jedoch mir heute einerlei.

vergiss menschen, die nur fragen,
denn die haben nichts zu sagen.
was die alles wissen wollen, -
das ist teilweise unglaublich;
was die anderen tun sollen -
ist thematisch unverdaulich.

hüte dich vor den quatschköpfen,
die von allen alles wissen,
wenn sie aus den vollen schöpfen,
was sie an sich selbst vermissen.

die meinen, wie schlecht alles ist,
lass ungehört weiterreden;
aus deren mund kommt meist nur mist,
und den muss man sich nicht geben.

wer von sich nichts zu sagen weiss,
den verschiebe auf's abstellgleis!


 

125
( Di, 27. Dez 2016 06:14:11 )

125

mir schrieb ein guter bekannter,
ich möge folgendes dichten;
er sei gern ein ungenannter,
um diesen text zu berichten.

ich konnte beim reimen lachen;
mögen sie dasselbe machen.

die geschichte ist die wahrheit, -
ich hoffe, dass man das verzeiht.

jetzt fehlt mir schon wieder ein zahn,
weil mir das gebiss herausflog.
sehr hastig und voller elan
war's, dass ich um die ecke bog.

als ich mein gebiss ausstreute,
standen vor der kirche leute,
die mich am roller anschauten,
und ihren augen nicht trauten.

das war mir nicht wirklich peinlich, -
den leuten dafür um so mehr;
jedenfalls war's augenscheinlich,
obwohl, - ich war nur irgendwer.

ich hob mein gebiss sofort auf,
und gab es zurück in den mund;
denn weiter ging mein zeitwettlauf, -
mir insgeheim denkend "na und?"

ein zahn ist dort ausgebrochen, -
den darf ich mir richten lassen;
innerhalb der nächsten wochen
wird dann wieder alles passen.

jetzt liegt mein zahn vor der kirche,
und wird irgendwann weggekehrt;
es war ohnehin der schirche,
dessen ausbruch mich wenig schert.

und die spießgesellschaft kann mich -
gerne haben oder hassen;
ihr gebimmel ist ärgerlich,
und ich muss es auch zulassen.

da waren ältere leute, -
wohl viele mit falschen zähnen;
schockiert wirkte diese meute, -
wäre auch noch zu erwähnen.

hundertfünfundzwanzig male
musste ich vielleicht schon husten,
und just als messenfinale,
war, was menschen sehen mussten.

wenn uns ein hoppala passiert,
dann ist es nicht mehr abwendbar;
ich habe keinen spott kassiert -
von der entsetzten kirchenschar.

soweit diese kurzgeschichte
als heutiges tagesgedicht;
so mancher fall macht zunichte,
worüber man ungerne spricht.


 

124
( Di, 27. Dez 2016 21:45:15 )

124

ich habe morgen keine zeit,
um hier einen text zu schreiben.
daher ist es jetzt schon so weit,
um den rückstand zu vermeiden.

ich habe mir jetzt vorgestellt,
dass alle menschen dieser welt
bei uns in österreich wohnen,
um mutter erde zu schonen.

österreich hat achzigtausend
quadratkilometer gesamt.
( 83.878,99 km2 ... )
das ist vielleicht nicht berauschend,
jedoch nütze ich den verstand,
dann haben acht milliarden platz.
für jeden zehn quadratmeter
ist der rechnerische ansatz, -
den sagt man auf keinem äther.

diese rechnung ist stockwerklos,
und natürlich milchmädchenhaft;
aber zeigt, unser platz ist gross,
wenn die these auch grauenhaft.

ist das überbevölkerung
auf diesem ganzen planeten,
oder vielleicht nur bereicherung
von menschen, die geld anbeten?

rechne ich noch ungarn dazu,
gibt es keine platzsorgen mehr.
stockwerke ergäben im nu
auch raum genug für's bundesheer.

man verzeihe mir diesen scherz, -
auch mir verursacht er den schmerz.

schützen wir unsere erde,
und stützen wir unser leben!
damit alles besser werde,
ist es zeit respekt zu geben.

hundertvierundzwanzig fehlt hier,
nur ist das ein anderes bier ...


 

123
( Fre, 30. Dez 2016 08:14:09 )

123

manchmal muss man einfach warten, -
entweder auf irgendetwas,
um dann endlich durchzustarten;
oder man zweifelt per 'geht das?',
weil die unsicherheit angst macht
den wichtigen schritt zu gehen.
erhalte dir dein herz, das lacht,
auch wenn die stürme stark wehen!

hundertdreiundzwanzig leinen
können dich nicht zurückhalten, -
im grossen, wie auch im kleinen -
dein dasein gut zu entfalten,
wenn deine kraft überzeugt tut,
was dein bestreben unterstützt,
und frei von innerem disput
deinem stetigen wachstum nützt.

ein meister hat einst geschrieben,
das schlimmste sind die leute,
die dauernd beschwerden schmieden,
anstatt dass sie etwas freute.

er sprach in anderen worten,
und auch nicht als reim ausgedrücht,
dass die schlechtes schicksal horten,
denen das leben freudlos glückt.

ein entschluss entsteht am beginn
von meinem heutigen gedicht;
sei er dem leben ein gewinn,
und eine hilfreiche ansicht.

unser wiener herz lamentiert
auch aus purer notwendigkeit,
weil es vielleicht sonst randaliert -
bei so mancher gelegenheit.

wir sehen vieles relativ,
und wissen oft nicht zu schätzen;
manche ansicht ist etwas schief,
um sich selbst nicht zu verletzen.

der mensch will meistens recht haben,
mit all den dingen, die er macht;
wie töricht, sich zu beklagen, -
habe ich mir so oft gedacht.

wo im herz die wolken hangen,
blieben sonnenstrahlen versteckt;
mein hund ist von mir gegangen, -
mit erde ist er zugedeckt.


 

122
( Sa, 31. Dez 2016 06:19:52 )

122
ich bin diese tage im stress,
und es ist schwer zeit zu finden,
alles brauchen alle express,
und dafür soll man sich schinden.

den guten wünsche ich ein fest, -
den schlechten nicht die beulenpest,
aber von ihnen selbst den rest
in ihrem kleinkarrierten nest.

das alles tut nichts zur sache.
"auf chinesisch heisst rassismus,
'im alsch pfulst nul del stlache'"
scherzte ein fan von tachismus,
der an mir fluchend vorbeiging,
und dem rotz aus der nase hing.

das ist nicht, was ich schreiben will;
mir ist dies irgendwie zu schrill.

erlebnisse zum vergessen,
gibt es doch oftmals zu viele;
es liegt in meinem ermessen,
ein paar einzelne beispiele
in naher zukunft zu nennen,
und spreu vom weizen zu trennen.

man verursacht selbst, was passiert,
doch gibt's äussere einflüsse,
von denen man schläge kassiert,
sowie hin und wieder küsse.

positives gibt es wenig
im vergleich zu all dem schlechten;
wenigstens bin ich noch ledig,
und muss keine zöpfe flechten,
weil ich kurze haare habe,
und die kappe am kopf trage.

gestern habe ich verschlafen, -
die station in der eisenbahn;
mein hirn, wie eines von schafen
hatte sich in der zeit vertan.

gestern schrieb ich diesen absatz,
in dem ich über gestern schrieb;
so hat heute vorgestern platz, -
in meinem kopf als nudelsieb.

hundertzweiundzwanzig netze
spannen im kopf gesponnenes;
und geschieht, dass ich mich hetze,
verliere ich gewonnenes.

wo die gedanken einschlagen,
erinnert mich vorgehabtes
an die interessenlagen,
die einmal waren bejahtes.


 

121
( So, 01. Jan 2017 08:03:21 )

121
hunderteinundzwanzig rehe
liefen scheinbar in der ferne;
so ich anderswohin gehe,
bleiben mir die kürbiskerne.

manche reime sind tiefsinnig, -
andere nicht einmal stimmig,
und manche sind nurmehr bullshit, -
diese halten mein gehirn fit.

wo ein reim einzuordnen ist,
obliegt der person, die ihn liest.

die losen zusammenhänge
ziehen sätze in die länge.

im kopf sind fenster die augen, -
verschmutzt durch all den irrglauben.

ich bin hier so oft gefahren, -
diesen weg voll wunderbarem,
wo schweigende menschen waren;
ein bild mit kurzkommentaren
lässt mich das nachdenken sparen.

so vieles wird anders werden, -
zurück bleiben nur die scherben
der aussterbenden menschlichkeit
nach dieser feierlichen zeit,
die da zerbricht an eitelkeit -
von der notwendigkeit befreit.

treffen einander zwei ratten,
die eigentlich alles hatten.
meint die eine von den beiden,
sie wolle chaos vermeiden,
sowie heute nichts mehr tragen;
die zweite hörte man sagen,
mist sei gut nach feiertagen,
das dürfe man nicht auslassen;
man solle sich lieber plagen,
um das feinste auszufassen.

die ratten füllten die backen,
und sammelten ein, was da war.
die falle brach ihr den nacken,
denn sie übersah die gefahr.

die zweite fing eine katze,
als die ratte unachtsam war,
mit den krallen in der tatze
tötete sie das exemplar.

der mist hatte sich nicht gelohnt,
zumidest für die ratten nicht;
sie blieben von mehr mist verschont
und wurden zum katzengericht.

den guten gönne ich ein fest,
den schlechten wünsche ich den rest,
zwar sicher keine beulenpest,
doch den rattenrest aus protest.

halte dich über den wellen, -
mögest du bleiben fern dem fehn
nahe den begehrten quellen.
prosit neujahr zwanzig siebzehn!


 

120
( Mo, 02. Jan 2017 12:19:14 )

120
hundertzwanzig minuten
zwischen aufstehen und gehen
plane ich den tag im guten, -
von ausnahmen abgesehen.

die woche ist bei mir gedrängt,
da gilt's minuten zu nützen,
weil für mich sehr viel daran hängt,
mich vor zeitverlust zu schützen,
bleiben hobbys auf der strecke,
die ich mir auf den hut stecke,
den ich nicht einmal noch habe,
und vermutlich auch nie trage.


 

119
( Di, 03. Jan 2017 10:36:37 )

119

da hilft die zahl hundertneunzehn
einem dichter den zahlenspleen
durch die feder auszudrücken,
um die leser zu beglücken.

so überlege ich, was passt,
um den kopf zu inspirieren.
ich habe mich damit befasst,
und versuche zu probieren,
etwas neues zu entdecken,
um meine neugier zu wecken.

ich schreibe einfach irgendwas,
um wesentliches zu finden.
das macht gewissermassen spass,
mich dazu zu überwinden.

wozu schreib' ich hier eigentlich?
das ist mir defacto unklar.
vielleicht ist das für dich und mich,
wenn zu denken ergiebig war.

das hobby ist manchmal mühsam,
doch trainiere ich mein gehirn,
damit ich einmal lesen kann, -
himmel, gesässbacken und zwirn -
was da an worten stehen bleibt,
das meine hand an unsinn schreibt.
manchmal habe ich keine lust,
für andere dies zu schreiben,
denn die geben mir ihren frust,
den sie ebenfalls mir zeigen.

gut, ich muss ja nicht hinsehen,
und kann mich einfach umdrehen,
oder nur zu boden schauen,
um am anblick zu ergrauen.

die frustknochen anzuspucken
tut mich hin und wieder jucken!
natürlich tue ich das nicht,
damit der spielgel nicht bricht,
wenn ich mich darin ansehe,
und die welt nicht mehr verstehe.

sie schauen nur auf ihren vorteil,
die da ihr fett kaum noch schleppen,
weil zu fressen ist ja so geil!
ich sagte gerne "die deppen",
doch am fressen verdient die wirtschaft,
sowie die pharmazie dann auch;
und dieses ist ja fabelhaft -
die geldbringer mit riesen bauch!

ein jeder schaut nurmehr auf sich,
nur ich selbst schaue hier auf mich!

wir demonstrierten gegen spiess,
was offensichtlich sinnlos war;
denn viele menschen sind so miess,
und die guten da leider rar,
dass mir auf der strasse schlecht ist,
auch wenn du die ausnahme bist,
wie das alle von sich sagen;
der mensch ist schwer zu ertragen!

irgendwann habe ich geschrieben,
menschlichkeit sei mein anliegen.

ein spass in englischer sprache,
ist der, den ich mithin mache:

kill my seeds and i kill your beats!


 

118
( Mi, 04. Jan 2017 08:14:29 )

118

dieses jahr nun zu erleben
darf ich heuer nicht verpassen!
somit wünsche ich deswegen
den lesern zu unterlassen
das wichtigste zu verschlafen,
und jeden moment zu spüren!
vom bettler bis hin zum grafen
möge alle das glück führen,
wo es mieses zur wohltat macht, -
mit hundertachtzehn schutzengeln,
am goldenen tablett gebracht.
dornenlose rosenstengeln
mögen zufriedenheit bringen,
wenn blüten den frieden düngen,
und alle risken gelingen.
mach dich auf zu grossen sprüngen!


 

117
( Do, 05. Jan 2017 09:37:46 )

117

hundertsiebzehn möglichkeiten
gibt es von unendlich vielen;
unzählbare kleinigkeiten
erschweren den weg zu zielen,
wohin ein weg optimal führt, -
von den endlos vielen wegen,
denen auch beachtung gebührt -
in diesem spannenden leben.

mich freut das ganze gar nicht mehr,
denn menschen sind unbelehrbar;
die erde leidet leider sehr -
unter all dem, was ist und war.

ich habe wieder das problem,
kein thema parat zu haben;
vielleicht von giften wie arsen
wäre einiges zu sagen.

das thema macht mir keinen spass,
vielleicht 'warum ist wasser nass?'
wäre leichter zu beschreiben,
um die leere zu vermeiden.

gesellschaft wäre recht nett,
nur nervt mich die rechthaberei;
kann sein, ich hab' vorm kopf ein brett,
doch die gedanken bleiben frei.
denken ist noch meine freiheit
in der egoistischen zeit.

ich suche worte zu geben,
welche zum denken anregen,
weil es doch viele menschen gibt,
denen am denken etwas liegt.

schön wär' ich träfe dich einmal, -
irgendwo und so irgendwann,
wenn uns inspiriert ein einfall,
wie die welt besser werden kann.

scheinbar lohnt hier nur die arbeit,
wo man zielgerichtet agiert,
und dieses am besten allzeit,
weil's auf strikten regeln basiert.

mag sein, ein einsames leben
ist hier allemal viel besser,
als sich zuviel aufzuregen;
vielleicht ist das wasser nässer?


 

116
( Fr, 06. Jan 2017 07:03:48 )

116

hundertsechzehn schwarze tasten
sind da auf einer tastatur;
manche werden ewig rasten,
denn mir fehlt die spielernatur.

ich spiele nicht einmal lotto, -
"meide glücksspiel" ist mein motto.

ein tipp kostet in zehn jahren
eintausend euro grob geschätzt;
ich sparte mir einzufahren,
und verprasse dieses geld jetzt.

in unserem volksmund sagt man,
lotto sei die deppensteuer;
ich zahle lieber nicht daran, -
so auch sicher wieder heuer.


 

115
( Sa, 07. Jan 2017 23:57:17 )

115

hundertfünfzehn gute stücke
liegen da irgendwo umher;
eines lag dort auf der brücke,
die anderen sind viel zu schwer.


 

114-111
( Mi, 11. Jan 2017 16:01:43 )

114-111

hundertvierzehn lastkraftwagen
kommen mir vielleicht entgegen;
eine idee will ich haben,
um den einfall zu erleben.

die übersiedlung raubte zeit
die kaum raum für anderes lässt.
ich nützte die gelegenheit
für die entrümpelung vom nest.

ich kam nicht einmal zum schreiben, -
zwei oder auch drei tage lang
musste ich dieses vermeiden;
also mache ich den anfang
meinen rückstand aufzuholen.
ob der fehlenden triole
und abgenützten schuhsohlen
spare ich mir das frivole
und setze mich zum dichten hin, -
macht doch dieser denksport mehr sinn.

"hunderdreizehn wäre gestern
kurz zu verdichten gewesen;
kraftlos wollte ich nicht lästern,
denn wertlose, dumme thesen
möchte glaublich niemand lesen.",
habe ich gerstern noch gedacht,
und deswegen nicht mehr gemacht.

hundertzwölf käme danach dran,
und so fasse ich zusammen,
worüber ich den bogen spann';
vielleicht tassen bis teekannen,
oder davon, was ich schmause,
damit ich etwas schreiben kann.
ich verlies nun mein zu Hause,
und kam etwas nördlicher an.
meine löffeln sind in kisten,
und irgendwo die tassen auch;
die kanne war auszumisten, -
ebenso ein verwelkter strauch.

vieles ist zum mist geflogen, -
wenig hab' ich aufgehoben.

hundertelf im heutigen reim
eliminiert meinen rückstand,
und bringt "up-to-date"-sein hinein, -
sei auch noch angemerkt am rand.

mir gelang ein wichtiger schritt,
der mich opfer gekostet hat;
bewegung hält das leben fit,
und dies verschönert jeden tag.

vieles bin ich losgeworden,
doch habe freiheit gewonnen;
frei von unnötigen sorgen
hab' ich in angriff genommen,
was längst schon überfällig war.
eine neue lebensreise
stellt eben ihren beginn dar.
sei es nun dumm oder weise
einigen ballast los zu sein,
ergab das ganze diesen reim.

in den folgenden geschichten
werden die gründe einfliessen,
die mir spass machen zu dichten,
statt an diesen zu verdrießen.


 

110
( Do, 12. Jan 2017 21:20:59 )

110

ich bin nur herumgesessen,
doch vergangenes vergessen, -
das wollte mir nicht gelingen -
ob den erfahrenen dingen.

denken an hunderzehn sachen
bewegte mich aufzuwachen -
aus dem traum vom faulen drachen,
dem die anderen versprachen,
dass sie schwierigkeiten machen,
und so sein feuer entfachen.

eins als mutter von zehntausend
ist der beginn der bewegung,
und wenn man ein ende auch kennt,
kommt eins am schluss der begegnung.

je schwieriger der beginn ist,
desto einfacher wird's danach,
doch hat da sicher später zwist,
wen der hafer am anfang stach,
und die rosa brille zeigte,
was sich bald zu ende neigte.

das ganze theater ansich
war wirklich immer ärgerlich.

die energie hat zwei seiten,
die vielfach erscheinen können;
man möge davon ableiten, -
beide sollte man sich gönnen..

was ist nur gut und gar nicht schlecht?
wer kann nur positiv leben?
wem ist schon immer alles recht,
und wer kann immer nur geben?

es heisst doch "niemand ist perfekt",
und wer möchte schon "niemand" sein?
selbst wenn mancher den eindruck weckt,
er wäre ein wohlfahrtsverein,
ist das nur die halbe wahrheit,
denkt dazu meine wenigkeit.

manche schauen immer grimmig,
und obendrein eigensinnig.
vielleicht ist das ja der ausgleich
zur froh gestimmten gesinnung;
der natürliche geniestreich
hat auch seine gegenschwingung!

wer "ja" sagt, wird auch nein treffen,
sowie ein nein ein ja enthält, -
für wahr bei frankenstein's neffen,
selbst wenn mir der gar nicht gefällt.


 

109
( Fr, 13. Jan 2017 11:28:23 )

109

manchmal habe ich es eilig, -
dann ist mir die ruhe heilig;
das andere ist langweilig.

unwichtig aber vielschichtig,
und nebenher auch kurzsichtig, -
doch der umstand ist unwichtig.

menschen erschweren ihr leben, -
gegeneinander streiten sie;
viel nehmen und wenig geben, -
so sind sie, - die gescheiten, die;
es funktioniert dies irgendwie.

man kann über alles motzen,
und täglich zu hause trotzen;
denn das ganze ist zum kotzen.

ich kenne menschen, die das tun;
and auch noch denken, "ist das dumm!"

doch falls du es anders probierst,
weil du dagegen protestierst,
und als ganzes im herz rotierst,
ist's möglich, dass du dich blockierst.

hundertneun gründe finden sich,
grossen schwachsinn zu begründen;
die fehler machen, schinden dich
für ihre gier frei von sünden.

was immer so gewesen ist,
soll morgen unverändert sein;
das rechtfertigt den grösten mist,
und auch jeden heiligenschein.

sehr viel ist besser geworden,
doch manches führt ins verderben;
und sind sie noch nicht gestorben,
könnte mehr aus allem werden.


 

108
( Sa, 14. Jan 2017 22:02:14 )

108

ich möchte später keinen sarg,
und eine urne muss nicht sein;
meine asche als streu im park
wäre genauso gut und fein.

mögen andere entscheiden,
was mit meinem körper geschieht!
von mir aus möglichst bescheiden,
sobald das leben aus ihm zieht.

vielleicht gibt's neue methoden -
nach meiner zeit - für die toten.

die entsorgung vom überrest
könnte spektakulärer sein;
wer die fantasie spielen lässt,
dem fällt dazu sicher mehr ein.

sind hundertacht möglichkeiten
der vergänglichkeit zu danken
mit all ihren einzelheiten -
inklusive mancher kranken -
sicherlich blühend zu schildern;
egal wieviele da seien, -
wichtig scheint, das leid zu lindern,
als zu weinen und zu schreien.

was soll die "trauerfeier" sein?
ein wort in sich als widerspruch
mit glänzendem heiligenschein
für den mystischen schicksalsbruch?

man möge glauben, was da sei, -
ein gutes gefühl zu geben
scheint mir wichtiger - nebenbei,
statt der angst um's nackte leben.

täglich toten zu gedenken
vermag energie zu schenken.

ich stand beim letzten begräbnis,
bis der schutt ins grab hineinfiel;
eigen war dieses erlebnis, -
und die steine für wahr sehr viel.

alle anderen waren fort -
auf ihrem weg zum leichenschmaus,
und wirkten recht betroffen dort;
ich ging schon bald frustriert nach haus'

jedoch zurück zum ausgangspunkt;
man schiesse mich bitte in's all -
in fetzen gewickelt - verlumpt,
und sei es dann ein einzelfall!

lasst meinen körper verglühen,
damit der brand diesen verzehrt;
und spart euch weitere mühen,
auf dass die asche leben nährt!


 

107
( So, 15. Jan 2017 12:10:42 )

107

hundertsieben berge wiegen -
mehr als achtundachzig ziegen;
aber hundertsieben zwerge
sind schwerer als eine scherbe, -
sollte man eigentlich glauben,
so die scherbe nicht zu gross ist.
dies aus den fingern zu saugen
ist thematisch ein riesen mist.

mein testament hier zu schreiben
lase ich nun besser bleiben,
denn unser leben im moment
scheint wichtiger als theorie,
soferne man den umstand kennt,
oder nährt die mülldeponie
mit eigener sinnlosigkeit
der eventualitäten
für relative ewigkeit
zwischen entsorgten fischgräten.

sogar der müll, den man wegwarf,
schafft akuten handlungsbedarf.

oder soll ich zeit verschwenden,
um selbst am müllplatz zu enden?


 

106
( Mo, 16. Jan 2017 17:36:23)

106

die geschichte dient als beispiel,
denn ich sehe niemals so viel.

hundertsechs kleine geldscheine
sind hier vor mir liegend meine.

wieviel euro müssen es sein,
und wie hoch ist das maximum?
jetzt bringe ich die logik ein,
denn sonst werde ich es nie tun.

fünfhundertdreissig euro liegen
somit im minimum vor mir;
maximal sei erst entschieden,
was ich als kleinen schein dotier'.

sind zwanzig klein oder nur zehn, -
das wäre vorab zu klären;
oder ob ich gar fünfzig nehm',
um die rechnung zu erschweren.

es könnten tausendsechzig sein,
oder fünftausenddreihundert, -
was ist den gross und was ist klein?
das ist manchmal, was mich wundert.

die möglichkeitsfolge entsteht,
wenn man auf das problem eingeht.
diese kann man selbst ableiten,
ohne darüber zu streiten.


 

105
( Mo, 16. Jan 2017 22:58:12 )

105

ich schreibe heute für morgen,
sonst kann ich morgens nicht schlafen -
angesichts der dichten sorgen
im sein von einem schreibsklaven
der gegebenen einfälle,
die rollen wie gummibälle,
und auch wieder zurückkommen,
werden sie nicht gleich genommen.

so soll die hand das ihre tun,
damit ich danach giere nun,
was schon bald hier am papier steht,
wenn noch ein wenig zeit vergeht.

hundertfünf ist an der reihe,
und ich frage mich schon wieder,
woher ich die idee leihe,
die ich schreibe hier danieder.

man fragt nach dem sinn im leben,
und sucht dabei die quintessenz,
doch der drang nach ihr zu streben
verlangt mitnichten konsequenz.

wir haben niemals ausgelernt,
und werden neues erfahren;
von der wahrheit sind wir entfernt, -
vieles könnten wir uns sparen.

meine subjektive weisheit
mag als ansicht legitim sein,
doch ändert die sich mit der zeit, -
macht mir der prozess den anschein.

objektive realität
mag da nebenher bestehen,
doch fraglich scheint, wer sie versteht, -
habe ich wohl eingesehen.

ich möchte offenheit pflegen,
und nur ein kleines stück finden;
ein solches käme gelegen, -
dafür lohnt es sich zu schinden.


 

104
( Mi, 18. Jan 2017 17:42:17 )

104

ich bekam da ein paar zeilen,
die ich in der ablage fand,
und anstatt mich zu langweilen,
mache ich diese hier bekannt.
hundervier kam darin nicht vor,
"zahlreiche" war, was zuvor stand;
mithin danke ich dem autor,
an den ich mich erinnern kann,
weil er mir diesen zettel gab,
dieser alte, ergraute mann,
der im spital neben mir lag.

"propaganda auf hochtouren,
damit all die leute spuren!

dicht neben der realität
werden die übel verschwiegen,
wo machtinteresse besteht,
immerwieder nach belieben.

rund hundertvier argumente
werden unaufhörlich gebracht;
manche hört man bis zur rente
dauernd am äther - tag wie nacht.

man verschweigt die ganze wahrheit
für den profit zum eigennutz.
anderes hat irgendwann zeit, -
mag sein, auch für den imageschutz."


 

103
( Do, 19. Jan 2017 13:33:45 )

103

es scheint ein jahr der gesundheit, -
zweitausendsiebzehn schreiben wir -,
den kampf gegen krankheit und leid
dieser menschheit betreiben hier
die medien puncto rauchen,
zumal sie ein thema brauchen.

die ganzen gifte im tabak
sind ein grund sich aufzuregen;
sie gehen menschen "auf den sack",
die da ihre macht ausleben.

der tabak wird zuerst vergiftet,
und filter schaden der lunge;
weil dies viel unruhe stiftet,
braucht's die expertenrunde,
der man ihre aussagen glaubt,
wo "rauchfrei" schon der mehrheit taugt.

der industriemüll ist egal, -
autos sind der wirtschaft heilig;
zu viel geld bringt das gaspedal, -
und eben opfer zeitweilig.

wie sonst auch bei jedem genuss
entscheidet immer die menge;
es schadet uns der überfluss
wie die zigarettenlänge,
die wir gedankenlos rauchen,
wobwohl wir sie weder brauchen,
noch in dem moment geniessen -
beim anderwärtig verdrissen.

vielleicht geht das thema vorbei,
oder auch dieses stück kultur;
jetzt fehlt nurmehr einhundertdrei, -
im sinn der wörtlichen struktur.

wären wir menschen rücksichtsvoll,
weil wir uns selbst respektierten,
empfände ich das mehr als toll,
denn der gast erhält den wirten.

ich bin gast auf dieser erde,
bis ich eines tages sterbe!


 

102
( Fr, 20. Jan 2017 14:20:55 )

102

meinem vater ist's nie passiert,
und auch grossvater blieb verschont;
nur ich hab' die watsche kassiert, -
dabei bin ich das nicht gewohnt.

ich bin ja für alles offen,
und denke durchwegs positiv;
niemals gab ich auf zu hoffen,
doch was passierte, ist zu tief.

losgelöst muss ich mich fragen,
ob wir einen poscher haben.

mein geld ist ohnehin nichts wert,
und jetzt soll ich sinnlos zahlen, -
da denken wohl ein paar verkehrt,
die sich nur profit ausmalen.

also muss ich wieder kämpfen,
anstatt sinnvolleres zu tun;
ich werde jede gier dämpfen,
sonst frag ich mich, "bist du dumm?".

bei uns fehlt die gemeinsamkeit,
wo alle auf ihr geld schauen;
fast bei jeder gelegenheit
tun's einem am schädel hauen.

doch mein herz lacht ungebrochen,
denn ich bleibe unabhängig;
das habe ich mir versprochen,
wo da ist das miese gängig.

"betrachten sie schlechtes normal, -
freuen sie sich über das gute!",
sprach da der meister meiner wahl, -
schwer ist mir dachach zu mute.

man findet immer ein portal,
sowie der stier eine stute.
darüber muss ich nachdenken,
um mich davon abzulenken.

hundertzweimal mal dachte ich nach,
und wurde heute davon wach.


 

101
( Sa, 21. Jan 2017 11:23:36 )

101

dieses gedicht schreibe ich hier, -
eben saß ich noch da vor dir.

jeder flirtet mit der göre,
jedoch sie selbst redet nicht viel,
wo ich nur die typen höre, -
soweit entfernt von ihrem ziel.

hundertein typen, die hoffen,
bei der kellnerin zu landen,
sind alsbald grossteils besoffen,
die allesamt verschwanden.

was soll man sonst dazu sagen,
wenn die jäger kein glück haben?

schön langsam macht sie auch mich schwach;
ich scheine zu träumen - hellwach,
und frage mich, was kommt danach?
vielleicht liegt sie ja schon bald flach.

dann gehe ich alleine heim, -
besser lass' ich den unsinn sein.
sie braucht sicher ihre auszeit -
ein andermal wird es soweit.

wozu soll ich dahin spinnen, -
verlust kann man leicht gewinnen.
besser ist es frei zu bleiben,
als nur darüber zu steigen.

irgendwann kommt die richtige,
und macht die freiheit zu nichte;
doch derzeit ist sie mir heilig,
und ich habe geduld gelernt.
ich habe es nicht mehr eilig -
vielleicht von mir zu weit entfernt,
wenigstens soeben zeitweilig.


 

100
( So, 22. Jan 2017 09:02:17 )

100

jubel, trubel und heiterkeit, -
heute ist es endlich so weit!
ich habe nun hundert erreicht, -
und dies war bisher zum glück leicht.

ich habe viele einfälle,
die ich bisher noch nicht beschrieb,
weil nur eine gehirnzelle
eine zeit lang inaktiv blieb.

damit diese zelle erwacht,
träumen andere in der nacht, -
so hatte ich bisher gedacht,
und mir keine sorgen gemacht.

sie schläft ihren dornröschenschlaf,
bis sie die muße munterküsst,
doch diese ist so schlimm statt brav,
damit die zelle bullshit büsst,
den sie früher einmal dachte,
als sie ihn noch aktiv machte.

ich mache mir keine sorgen,
weil genügend zellen denken;
bald kann ich mir eine borgen,
oder lasse mich beschenken?

bald, bald - was ist eigentlich bald?
morgen oder auch nächstes jahr?
abstrakt vielleicht ein kleiner zeitspalt,
wenn man im narrenkästchen war,
oder nach dieser epoche -
relativ zur letzten woche?
bald, das heisst daher irgendwann,
wenn man die zeit durchstehen kann,
in der sich das manifestiert,
was bald existenz attestiert.

jetzt möchte ich bewusst leben,
und den reim zum besten geben.

auf dem wort-friedhof herrscht stimmung,
denn die worte leben immer;
alle sind guter gesinnung -
mit ein wenig spitzem schimmer.

heute feiere ich hundert,
was mich fast ein wenig wundert.


 

99
( Mo, 23. Jan 2017 09:22:34 )

99

neunundneunzig ist zweistellig,
meinten befragte einhellig,
so sie jemand fragen würde,
wo man sich den kopf zermürbe,
ob dies der sinn von dummheit sei,
die weisheit klug einzuschränken;
wenn möglich ist da allerlei
von dem bullshit auszudenken.

birnen mit äpfel wird mischen,
wer vor hat sie aufzutischen!

man picke die äpfel heraus,
und gönne sich den birnenschmaus, -
mit zimt und sahne verfeinert, -
mit zuckerwatte umsponnen
wird dünner bull-pfiff gewonnen ...

ich will morgen weiterschreiben,
denn es entsteht nur unvernunft;
womöglich ein leserleiden
bewirkt dies gedicht in zukunft, -
und mag ein lächeln erzeugen,
um dem weinen vorzubeugen.

neunundneunzig luftballone
fliegen hoch hinauf zu sternen;
doch mit der zeichenschablone
möchte ich sie malen lernen.


 

98
( Di, 24. Jan 2017 01:28:51 )

98

ich schaue umher in dem raum,
der mich zur zeit gefangen hält;
ein bild von einem kahlen baum,
ist ein stück, das mir sehr gefällt.

tausend sachen stehen herum, -
achtundneunzig könnten es sein;
eben jetzt könnte sich mehr tun,
als dies für den bullshit-verein,
den ich bisher nirgendwo fand,
wie ich mir vorhin eingestand, -
wo er doch ein fundus wäre,
um die gedanken zu finden, -
mag sein, leichte oder schwere,
die sonst unbemerkt verschwinden,
und sich so verwerten liessen -
von anderen, die sie suchten,
doch noch einfallslos verdrießen,
was sie erfolglos verfluchten.

eine win-win-situation
liesse sich mit bullshit schaffen,
wo die gedankenmutation
in gestalt von friedenswaffen -
mit den ideen als munition
den globalen zustrom erfährt,
wie ein wachsender keim im ohm,
der seine energie vermehrt,
um sich kraftvoll auszubreiten -
durch die grenzenlosen weiten.

noch sitze ich in der wärme,
und scheue draussen die kälte, -
fülle verwöhnt die gedärme,
weil ich mir nahrung bestellte,
und studiere all die sachen,
die das wohlbefinden machen, -
oder dieses machen sollten,
so sie menschen sehen wollten.


 

97
( Mi, 25. Jan 2017 13:08:17 )

97

heute bin ich guter dinge,
dass mir hier ein reim gelinge.
jedoch ist dies unerheblich,
da als umstand sehr erträglich.

es begann ein neuer abschnitt
auf meinem weg, der dorthin führt,
wo liegt - mag sein - viel mehr bullshit,
dem da aufmerksamkeit gebührt, -
und siebenundneunzig wege
womöglich weiser wären,
um irgendwann im gehege
etwas mehr vernunft zu nähren.

man mag den unsinn verzapfen,
um sich humor zu beweisen, -
vielleicht isst man dabei krapfen,
oder auch andere speisen,
um den geschmackssinn zu erfreuen, -
was andererseits nicht sein muss, -
könnte man dies doch bereuen, -
diesen dickmachenden genuss,
den man viel zu gierig verschlang,
und gestern vermeiden wollte,
weil man mit übergewicht rang,
und weniger essen sollte.

die erwartung zu erfüllen,
die man anerzogen bekam,
lässt uns einiges verhüllen,
das man schwer kontrollieren kann.

es heisst toleranz bewahren,
um sich verzweiflung zu sparen,
weil ansonsten ärger krank macht,
statt dass man über sich selbst lacht.

vielleicht hilft mir das essen,
meinen kummer zu vergessen,
sonst müsste ich ihn ertränken,
und ihn im wasser versenken.


 

96
( Do, 26. Jan 2017 12:01:13 )

96

nur sechsundneunzig tage noch
will ich das zahlenbuch schreibnen,
und vielleicht dann jeden mittwoch
die minuswerte aufzeigen,
denn es muss nicht bei null enden, -
so ich dann das werk fortsetze,
um mehr beiträge zu spenden;
oder auch zahlen vernetze,
die momentan lose scheinen.
es sind zahlenbuchgesetze,
möchte ich beinahe meinen,
die ich vorsichtig einschätze,
um mein zahlenbuch zu reimen.

einmal ganz genau genommen
lenkt die suche nach worten ab.
ich könnte auf etwas kommen,
an dem mir bereits länger lag, -
was da erscheint noch verschwommen
zu dieser zeit an jedem tag, -
sei vorerst dahingesponnen,
weil ich dies zu tun gerne mag.

langsam tauchen gedanken auf, -
unklar, - aber im dauerlauf.

vergangene erfahrungen, -
wie schlechte offenbarungen
gleichen einem weg des grauens -
zum leidwesen des vertrauens
in viele menschen rund um mich, -
alles in allem ärgerlich.
ich will vergessen, was da war,
und danach darüber schreiben,
die kontroverse stellt sich dar,
als würde sie diese bleben.

vielleicht war es nur ein alptraum
in dem nun verlassenen raum,
dem ich mit letzter kraft entrann, -
und ich versteh' das irgendwann.

ich bin wirklich nicht zimperlich, -
bilde ich mir jedenfalls ein,
doch war zu vieles hinderlich,
um mit mir selbst im lot zu sein.

wo einen menschen betrügen,
schweigt man besser, als zu lügen.

angesichts der unmenschlichkeit
verhiess mich vernunft zu gehen, -
gut möglich, dies war nicht gescheit;
das werde ich demnächst sehen,
wenn die zukunft gegewart wird,
und was war, bedeutung verliert.

da fällt mir ein mich zu fragen,
was nach dem leben wichtig bleibt?
fehlt mir dann, mich abzuplagen,
wo sich mir nichts annähernd zeigt,
oder wird es ganz anders sein?

das werde ich niemals wissen, -
macht es mir zur zeit den anschein,
was nicht lohnt jetzt zu vermissen,

ich will das leben auskosten,
wo es doch eben präsent scheint, -
und bleiebe auf meinem posten,
weil der gedanke bullshit reimt,
der da auffällt, wie ein pfosten,
an den ein schiff ist angeleint.

das schiff in die andere welt
ist eines, das den reiz behält!


 

95
( Fr, 27. Jan 2017 15:45:07 )

95

wo anonymität schützt, -
unter menschen, die da leben -
wird sie vom abschaum ausgenützt,
und man ärgert sich deswegen.

kriminelle elemente
tarnen sich oft in der menge;
schlecht wird mir, wenn ich nur denke,
viele seien im gedränge!

ich sollte dem schicksal trauen, -
auch wenn dies immer schwerer scheint -
und auf die sicherheit schauen,
wie es die werbetrommel meint.

ich vertraute meinem schicksal,
und bewahrte optimismus;
so bleibe ich tunlichst vital,
wenn möglich dieses bis zum schluss.

einer lehnte dort am strommast,
und lallte seine worte fast.
"der tiefe menschliche morast
ist heutzutage eine last!

kriminalität sei eines,
doch schlimmer ist die abzocke
für den gewinn des geldscheines
oftmals auch zu seinem schocke.

die wahrheit werde so verdreht,
wie es schon schlimmer nicht mehr geht,
damit man die welt nicht versteht!

er empfände es unverschämt,
wie man leichtgläubigkeit ausnützt;
wer sich hier nach menschlichkeit sehnt,
erfärt, dass ihn die leere stützt,
denn der mensch sei austauschware,
und dieses sei das furchtbare.

du zählst im menschlichen morast,
wenn du selbst ausreichend dreck hast,
sollte man beinahe meinen, -
ist diese welt nicht zum weinen?"

so sprach's der typ dort ungefähr;
er nahm wohl sein leben sehr schwer.

fünfundneunzig war er noch nicht,
aber dafür schon etwas dicht.


 

94
( Sa, 28. Jan 2017 11:05:19 )

94

es liegt ein umbruch in der luft,
weil mich das abenteuer ruft;
wohin meine reise auch geht,
es ist zum glück niemals zu spät,
seine mission zu erfüllen,
die noch als schwade in mir hängt,
wo sie lässt den löwen brüllen,
der ihr die kraft zum leben schenkt.

der löwe springt mit gleicher kraft
auf ein gnu wie auf die fliege,
damit er das ziel sicher schafft,
das ihm wert ist zu besiegen!

man sollte wie ein löwe sein, -
allzeit zu einem sprung bereit,
denn lässt man sich auf's leben ein,
hat man dazu gelegenheit
die energie auszutoben,
die einen zum ziel geleitet;
tapfer trotzt man seinen wogen,
was nicht immer spass bereitet,
doch wenn endlich etwas gelingt,
weiss man wieder, dass der weg stimmt.

gänzlich davon abgesehen
kann man nur einen weg gehen,
und nicht vierundneunzig davon;
oder sag' mir, wer kann das schon?


 

93
( So, 29. Jan 2017 09:47:41 )

93

ich seh' den wald vor bäumen nicht, -
oder sagt man das umgekehrt?
so beginne ich das gedicht,
das eben mein gehirn entleert.

wohin mich mein gedanke führt,
habe ich im urin gespürt.

mit mut hege ich den disput,
als meine gehütete brut;
das tut mir vielleicht sogar gut.

ich brauch' zum leben auch die wut
mit mir selbst unter meinem hut,
den ich nur sehr selten trage.
manchmal finde ich das schade.

einzelne tage vergehen,
wo schwer ist erfolg zu sehen.

jetzt würde ich gerne pennen,
oder ein stück holz verbrennen,
damit wärme im herd entsteht,
wonach ausser mir kein hahn kräht,
doch mein körper sich danach sehnt, -
sei mithin am rande erwähnt.

mein wohnwagen ist gekommen,
und ich will morgen einziehen.
ich habe heute begonnen,
meinem alltag zu entfliehen.

alles ist für mich das neue,
das mich im leben erfreue!

das gute ist auch manchmal schlecht,
und das ist einem auch nicht recht,
weil zu nörgeln dazugehört,
damit mich irgendetwas stört!

der vorteil hat einen nachteil,
oder sogar einige mehr, -
und ist ein solcher "leider geil",
sieht man das negative schwer,
oder auch erst im lauf der zeit
bei der nächsten gelegenheit,
wenn das blatt die kehrseite zeigt,
weil man in sein fettnäpfchen steigt.

sogar der freiraum scheint begrenzt,
auch wenn er noch so schillernd glänzt;

wer lacht, der in der scheisse sitzt,
der beweist gesunden humor,
doch wer dort seine angst ausschwitzt,
dem singen die teufeln im chor.


 

92
( Mo, 30. Jan 2017 18:45:06 )

92

der zweiundneunzig a fährt da,
wo man den schüttauplatz erreicht,
den ich mit freiem auge sah,
wenn er von der u eins hinschleicht.

da fällt einem der mundl ein, -
des herrn sackbauer's geschichten,
doch lass' ich fremde federn sein,
um da anderes zu dichten.

das einzige, das mich jetzt quält,
ist, dass mir jeder einfall fehlt.

das mit dem zweiundneunzig a
geht mir wirklich nicht sehr nah'.

als meine mutter dort wohnte,
fuhr ich mit diesem bus manchmal;
wenn sich zu gehen nicht lohnte,
war der autobus meine wahl.

ich habe mir vorgenommen, -
ich will auf anderes kommen!

trägt ein apfelbaum die blüten,
um die äpfel auszubrüten?

zweiundneunzig äpfel sind schwer,
doch zweiundneunzig kerne nicht;
dafür gibt es von ihnen mehr, -
das macht die natur mit absicht
für die neuen apfelbäume,
und ihr sich änderndes gesicht.
ich warte, wovon ich träume.


 

91
( Di, 31. Jan 2017 10:06:32 )

91

gedanken, die sich entfalten,
sind eher schwer aufzuhalten.

man muss sich heute beschweren,
um sich im kampf zu bewähren -
im kampf darum mehr zu gelten;
stumm erreicht man nur sehr selten
etwas in dieser gesellschaft,
die so viel luxus an sich rafft.

kräne hoch über den dächern
bauen überall an der stadt;
kaffee trinken wir aus bechern, -
und so an diesem kalten tag.

überfordert das geschehen,
wo dieses überall geschieht
viele menschen, die da gehen,
wo immer man dorthin sieht,
möchte ich mich manchmal fragen,
um die fülle zu ertragen.

zu vielen menschen geht es schlecht,
so vielen leuten scheint dies recht,
könnte man einfach behaupten,
wenn man die lage betrachtet, -
weil ein paar gescheite glaubten,
genug sei, dass man geld achtet.

gier und neid zerstören leben, -
intrigen verdrängen respekt, -
zu krigen kommt es deswegen,
weil das schlechte im menschen steckt?

im herz will ich abstand halten,
von den tötlichen gewalten,
denen die zum opfer fallen,
die sich am unrecht festkrallen, -
hat mir einst jemand geschrieben;
das ist noch hängen geblieben.

da kam eine mail mit versen, -
themen waren die diversen, -
von der ich ausschliesslich behielt,
was einem das schlimme vorspielt.

"die ihrem teufel vertrauen,
um ihre macht auszubauen,
der ihnen gewiss innewohnt,
und dafür sorgt, dass es sich lohnt,
würden auch menschen umbringen,
damit vorhaben gelingen.

reichtum bedeutet heute macht,
oder man sieht es umgekehrt,
wo in der grossen wirtschaftsschlacht,
sich kaum einer um's leben schert.

sozial war die vergangenheit,
brutal ist diese gegenwart, -
und bereits seit zu langer zeit
ist das menschliche leben hart."

wer mag die schaudergeschichten
wohl getrost zusammendichten?
solche "verschwörungs"-theorie
entspringt der kranken fantasie;
und ist dies leider nicht der fall,
widerfährt uns auch das schicksal.

alles wird immer schlechter, -
höre ich seit kindheits beinen;
die welt werde ungerechter, -
das ganze sei nur zum weinen, -
meinen frächter wie auch schlächter,
hausfrauen, und selbst die wächter
rund um die neue sicherheit,
handwerker und wirtshauspächter;
alle klagen die ganze zeit.

was besser wurde, sieht man nicht,
wenn man nur über schlechtes spricht.

geniessen wir doch das leben,
und sehen wir mehr das gute;
ein besseres wird's kaum geben,
selbst wenn ich mich sinnlos spute, -
für die einundneunzig dinge,
die mich so nutzlos quälen,
damit mir genau das gelinge,
wovon mir bleibt zu erzählen.

wie die menschen glücklich werden,
lässt sich leider nicht bestimmen,
doch es brächte glück auf erden,
weltweit frieden zu beginnen!


 

90
( Mi, 01. Feb 2017 09:11:41 )

90

ob auch unsere kultur reift,
bis sie irgendetwas zerstört?
wenn man diesen umstand begreift,
wird dadurch die hoffnung gestört,
welche nach der ewigkeit strebt,
damit der glaube daran lebt.

manches will man gar nicht sehen,
um sein weltbild zu erhalten;
man muss nicht alles verstehen,
um einen traum zu entfalten.

man kann sein schicksal kaum hindern,
sobald es im moment passiert, -
denn im vorfeld kann man lindern,
was man an ohrfeigen kassiert.

wenn man ursachen setzen kann,
die das pech in glück verwandeln,
bringt das schicksal, was man begann,
um für das neue zu handeln.

früher war man stolz auf's schlachten,
heute will man leben achten;
gar bequem sind wir geworden,
und dabei gierig geblieben.
selten fühlt man sich geborgen,
ungesichert ist der frieden,
für den wir uns einst entschieden.

"woran kann der umstand liegen,
dass sich menschen noch bekriegen,
anstatt den hass zu besiegen?",
hab' ich irgendwann geschrieben.

wohl töricht sind die absichten,
machtbesessen zu vernichten,
wo vernunft wäre zu schlichten,
was der stolz schien zu gewichten.

neunzig jahre könnt' ich werden,
anstatt davor schon zu sterben.
die hälfte hab' ich schon verlebt,
was mich nicht aus den socken hebt,
so ich hundertvier verfehle,
weil ich keine jahre stehle.

ob mir wohl das lachen vergeht,
wenn mir der tod knapp bevorsteht?

man kann es sehen, wie man will, -
schlussendlich kommt man an sein ziel.

die energie einzuteilen
lässt mich nachdenklich verweilen.
"wozu soll ich mich beeilen?",
ergänze ich diesen zeilen.

ein stern leuchtet ein leben lang, -
mag sein, dies ist sein lebensdrang.

man mag die zeit überwinden,
um das andere zu finden.

materie beherrscht der geist,
wie es so schön im volksmund heisst.

hat unser geist fähigkeiten,
die wir heute noch abstreiten?

doch falls wir uns selbst behindern,
bleibt das thema bei den rindern
diesen bullshit zu vermindern.

ich muss etwas anderes tun,
denn die zeit zum schreiben ist um.


 

89
( Do, 02. Feb 2017 08:24:33 )

89

zweihundertneunundachzig war
eigentlich recht simpel dichtbar;
hundertneunundachzig danach
gleichfalls auch relativ einfach, -
nur die neunundachzig als zahl
scheinnt mir jetzt eine schwere wahl.

ich will mich nicht mehr erinnern,
was heute längst vergangen ist;
ich begegeneten vielen spinnern,
und mir passierte fast nur mist.

ich bin nicht heikel im nehmen, -
bilde ich mir wenigstens ein;
und mich für etwas zu schämen, -
das lasse ich prinzipiell sein.

und doch durfte ich erfahren,
dass ich sehr wohl grenzen kenne,
die längst überschritten waren,
was ich eine chuzpe nenne.

gedichte daraus zu reimen,
was sich so zugetragen hat,
mag ja vorteilhaft erscheinen, -
andererseits auch etwas fad,
weil die zukunft wichtiger ist,
als der dreck der vergangenheit,
auch wenn man diese kaum vergisst;
das ist wohl ein menschliches leid.

besser ich bewahre vernunft,
und sorge für meine zukunft.

mir eine frau anzulachen,
und einen job zu geld machen
ist eine der möglichkeiten
mein leben vorzubereiten,
weil scheinbar anderes nicht lohnt,
wovon man sogar schaden nimmt.
diesen trott bin ich schon gewohnt,
welcher vielleicht schon bald beginnt.

ich hätte alles gegeben,
um offenheit zu erleben!

^
 

88
( Fr, 03. Feb 2017 08:26:14 )

88

achtundachzig ist aktuell
an diesem winterlichen tag;
nicht besonders originell
denke ich nach, woran mir lag.

eine katze fängt die spinnen,
die zweite erledigt ratten,
und er lässt vogelblut rinnen;
weil die drei grosses glück hatten,
leben sie draussen die freizeit, -
katzen brauchen ihre freiheit,
um ihr dasein auszuleben;
schön ist, ihnen dies zu geben.

es ist der weg zu meinem ziel,
den es gilt nun zu entscheiden;
eigentlich brauche ich nicht viel,
um entgültig dort zu bleiben.

wo kann ich mich denn wohl fühlen, -
das soll sich demnächst ergeben,
um irgendwann auszukühlen,
und den körper abzugeben.

helfe ich irgendwo der not,
oder lebe ich einfacher?
vielleicht bin ich ein idiot,
und dazu mein widersacher.


 

87
( Sa, 04. Feb 2017 08:46:48 )

87

on the base of space is the race,
so i would like to see your face.

was ist gesund, "wos kommt in mund",
der hund frisst sich mit bioschund
zu gierig kugelrund - na und?

ist man schlecht, weil man zu viel isst,
scheint mir verfänglich als frage;
ist der mensch schlecht, oder der mist,
kläre man als ausgangslage.

ist die frage vielleicht verkehrt?
isst man schlecht, weil man zu viel ist,
und sich darum zu wenig schert, -
denn das verlangen kennt die list?

"wos kommt in mund" ist dialekt,
weil hochdeutsch drin ein fehler steckt;
"drin" ist umgangssprachlich korrekt,
habe ich im duden entdeckt.

jedoch zurück zur schlechtigkeit
wider die unzufriedenheit
mit irgendeiner kleinigkeit
als tod erhabener freiheit
in sachen "unabhängigkeit" -
für das langsam wachsende leid.

wer sagt überhaupt, was schlecht ist?
was gibt es, woran man das misst?

die wahrheit der allgemeinheit
bestimmt die normen dieser zeit;
man ist als einzigartigkeit
vor all den normen nicht gefeit, -
auch wenn sie pure dummheit sind,
und scheins die halbe menschheit spinnt.

quantität kostet qualität, -
ist meistens die realität,
auch wenn man auf biozeug steht.

am körper steht kein bioschmäh,
soweit ich das jetzt richtig seh'.

schockolade, milch und zucker
sind selbst in ihrer bioform
"dickmacher im operngucker".
der gesundheit schadet's enorm,
relativ zur übermenge
angesichts der magenlänge.

bewegungsmangel tagtäglich
ist dem körper unerträglich;
fettzunahme und muskelschwund
entstehen nur bedingt im mund.

wer davon lebt "wind zu machen",
profitiert oft von den schwachen!

die medizin verdient viel geld,
und pflegt ihre interessen;
auch dann, wenn uns dies nicht gefällt,
sollte man es nicht vergessen.

auch die wirtschaftliche abzocke
hängt an keiner grossen glocke.

siebenundachzig weisheiten
sind der sturheit nicht gewachsen, -
oder wer will das bestreiten, -
trotz der körperlichen "kraxen"?

nutzlos schreibe ich die reime,
wenn niemand darüber nachdenkt.
ich finde, jedem das seine,
und meines hab' ich mir geschenkt.

ich will dir eigentlich raten,
glaube keinen diätlügen.
nur dein wille ist dein spaten,
um deine erde zu pflügen!

fange mit kleinen schritten an,
damt der erfolg gross sein kann!

ich beende dieses gedicht,
während sich die zeilen schreiben,
weil dieser tag zu sein verspricht,
um mir seine pracht zu zeigen.


 

86
( So, 05. Feb 2017 08:26:37 )

86

die sonne scheint mir ins gesicht, -
wie komme ich zu der geschicht',
die ich eben schreiben wollte?
niedlich nebenbei denn sollte
eine reimsammlung entstehen,
um auf themen einzugehen,
die mein denken stimulieren
diesen satz zu formulieren,
sowie ihn zu strukturieren.

das gedicht zu titulieren,
und ein bild auszuwählen
sollte schlussendlich nicht fehlen.
den text danach einzutippen
heisst das ganze einzukippen,
um mein werk hier zu erblicken.

mich beschäftigen reimarten,
die im heft hier festgehalten -
zu sein nun handschriftlich starten,
und mein tun absichtlich spalten.

leider reicht nicht nur zu schreiben,
um das leben zu bestreiten -
ungeachtet aller leiden -
in diesen modernen zeiten,
die uns durch's leben begleiten,
um uns zum stress zu verleiten.

der versuch derart zu reimen,
dass die anfänge und enden
wechselnd gedichtet erscheinen
fülle seiten von buchbänden -
losgelöst davon zu meinen
nur meine zeit zu verschwenden!

andere schauen lieber fern,
aber ich schreibe eben gern.
ich will die reimform skizzieren,
damit striche den text zieren.

zwar schaut das aus, wie das 'i ging',
doch ist ein textpattern dies ding.

zeile eins und die zeile zwei
sind anfangs in reimender form, -
zeile eins und die zeile drei
enden bei dieser dichtungsnorm,
und dann so weiter und so fort
als noch schwierigerer denksport.

gar sechsundachzig textformen
mag es für uns dichter geben -
auf deren weg voller dornen,
um den denkfluss auszuleben;
nur scheinbar nicht auf dieser welt,
denn hier wollen alle nur geld,
wo man die wortkunst eher liebt,
wenn sie einem gratis zufliegt.

soll mich dies davon abbringen,
dass mir gedichte gelingen?


 

85
( So, 05. Feb 2017 18:53:12 )

85

mangelware ist morgen zeit,
und daher ist es jetzt so weit
dieses gedicht zu "erzeugen",
um dem rückstand vorzubeugen.

lesern mag der sonntag recht sein;
ich lade sie sehr herzlich ein,
heute bereits zu erfahren,
was meine gedanken waren.

die lange rede ohne sinn
ist für den bullshit ein gewinn,
womit ich schon beim thema bin,
und so weit - so gut zu beginn.

man mag ja themen verschachteln, -
überhaupt nach ein paar achteln;
und manchmal kann ich kaum glauben,
was leute zum besten geben,
und dank der kraft dieser trauben
ihre fantasie ausleben.

was da ein mann lallend meinte,
fand ich derart bemerkenswert,
sodass ich es danach reimte;
ich war irgendwo eingekehrt, -
dies ist heute schon länger her;
dort monologisierte er,
dieser angeheiterte mann,
der einfach zu reden begann.

er habe da in seinem hirn
so quasi ein kurzes stück zwirn,
der da sei der eine faden, -
hörte ich den typen sagen.

"er genoss bei sonnenschein tee, -
grünlich schimmernd sowie ein see.",
leitete er die rede ein,
und bestellte noch einen wein.

dann setzte er bedachtsam fort,
und nippte nach so manchem wort.
"draussen fahren autos vorbei,
und verpesten, meine umwelt;
da fühl' ich mich als raucher frei,
auch wenn mir der gestank missfällt, -
und erst recht dem grässlichen lärm
hielte ich mich viel lieber fern.

allerdings gibt es allerlei,
wo willkür scheins das recht behält;
in kärnten 'sogatens lei lei',
denn auch der fasching bringt viel geld.

'sogatens denn a sogatens,
oda wia hoast des im lenz',
wenn alle den frühling feiern,
und bald schon farbe auf eiern
dem brauchtum gemäß buntest glänzt,
weil ostern weihnachten ergänzt.

ist denn winterspeck weihnachtsfett
wäre als frage gar nicht nett.

mancherorts scheint die fastenzeit
sichtlich bereits vergangenheit.
mit fasten verdient man kaum geld,
zumal der mensch es selbst behält."

ich dichtete seine sätze,
und las dem mann dann den text vor.
er meinte, dass er das schätze,
trotzdem er den faden verlor.

ich fand den text heute wieder,
und schrieb ihn somit jetzt nieder,

jetzt fehlt mir noch die tageszahl,
und ich erachte das real.

um ein thema aufzugreifen,
dass mir mehr freude bereitet,
lasse ich die autoreifen,
weil zwar kaum jemand bestreitet,
dass öl und plastik tötlich sind,
doch für geld sterben mensch und rind.
der goldrausch macht uns menschen blind.

85

das lustige baumnummernspiel
möge man nun denn geniessen,
und dieses hat ganz klar zum ziel,
ein paar bäume mehr zu giessen.

wo die bäume nummern haben,
zeige man vom baum die rinde,
und man kann die nummer sagen,
damit jemand den baum finde.

wenn mensch und hund suchen gehen,
werden sie bei bäumen stehen -
öfter als normaler weise -
auf so einer baumsuchreise.

ein baum würde mehr begossen,
wenn mehr hunde vor ihm stehen, -
von den kleinen und den grossen,
je nachdem, wie winde wehen.

fünfundachzig bäume finden
wahrscheinlich nur die baumkenner,
und unter fichten oder linden
vielleicht auch so manche penner,
die im sommer schatten lieben,
und dazu auch ihren frieden.


 

84
( Di, 07. Feb 2017 20:21:52 )

84

sitzt man da im wartezimmer,
werden die beschwerden schlimmer,
doch gibt's einen hoffnungsschimmer.

einst hingen bilder an der wand,
die dem patienten angst machten;
das war, was ich wirklich krank fand,
wie auch manche andern dachten.

vierundachzig krankheitsbilder,
und vermutlich noch weitaus mehr
waren da aushängeschilder
als aufforderung zur umkehr.
es gab noch zehner in silber.

vieles ist anders geworden, -
wie bilder in wartezimmern;
man fühlt sich fast schon geborgen,
wenn beruhigungsfilme flimmern,
weil oftmals auch ein bildschirm hängt,
der zumeist nur ein motiv zeigt,
damit er keine blicke fängt,
wo die menge oftmals nur schweigt.

fast alle patienten schweigen,
zumal sie wohl schmerzen haben,
und so lieber sprachlos bleiben,
anstatt dass sie etwas sagen.

auch mir ist reden vergangen,
wenn mich unmenschlichkeit schmerzte;
früher war ich unbefangen,
als ich noch von herzen scherzte.

diesen schmerz zu überwinden
kostete mich enorme kraft,
um meinen frieden zu finden;
vielleicht habe ich es geschafft,
dachte ich wohl viele male
vor meiner leeren teeschale,
wenn ich am abend schlafen ging.
doch wenn der nächste tag anfing,
erkannte ich meinen irrtum, -
und fragte mich, "was soll ich tun?".

man begegnet netten leuten,
sobald man nur das schweigen bricht,
und solche, die nur ausbeuten,
was immer zu lohnen verspricht.

der tag neigt sich dem ende zu,
doch ich komme nicht zur ruh';
warum vergeht die zeit im nu?


 

83
( Mi, 08. Feb 2017 01:20:52 )

83

ein mädchen gab mir ein papier
mit dem bedenklichen text hier:

"'ein mensch weiss immer alles gut,
solange er es nicht selbst tut', -
ist ein leidiges phänomen,
und mit verlaub, - mir ein problem.

'man weiss, was andere sollen,
und selbst redet man geschwollen' -
ist eine gängige manier
von viel zu vielen menschen hier,
welche die umwelt verpesten,
weil sie ressourcen verschwenden;
nur selber sind sie die besten
mit dem blut auf ihren händen,
das der luxus verursachte,
den man brutal herstellen lässt,
und dazu darüber lachte,
gleich wie über den ganzen rest,
der an unrecht weltweit geschieht.
im tv (tie wie) liebt man krieg und pest,
wo man die armut gerne sieht,
und feiert sein geburtstagsfest,
damit man eine show abzieht.

die beispiele sind beispiellos,
wo man menschen förmlich schlachtet.
die armut lässt man übergross,
menschenrechte unbeachtet,
und nennt dies schöne, heile welt,
die einen blendend unterhält -
mit all ihren möglichkeiten,
die vielen kummer bereiten."

dreiundachzig zeilen sind's nicht,
doch sehr wohl ein schönes gedicht,
das sie mir gab und gleich verschwand;
es hang lang auf meiner pinwand.

oft fielen mir die zeilen ein,
doch lösung wollte keine sein.


 

82
( Do, 09. Feb 2017 20:27:33 )

82

mich packte morgens der rappel, -
auch weil mich meine neugier trieb,
da lag ein text auf dem stapel,
welchen ich wohl irgendwann schrieb.

ich verwende ihn im moment
ob meiner einfallslosigkeit;
so bei zweiundachzig prozent
dieser gereimten schnoddrigkeit.

"ich erlebte viel zickigkeit,
und habe heute genug von
weiblicher überheblichkeit,
denn die ist eigentlich nur hohn,
den ich nicht mehr erleben will,
weil ich zickiges gehabe
vor dem begehrten liebesspiel
schlichtweg gar nicht mehr ertrage.

eine unterhaltung gestern,
die ansonsten recht nett verlief,
lies uns auch ein wenig lästern,
bevor mein vis-a-vis laut rief,
'ihr männer seid noch viel schlimmer,
weil ihr euch meist nicht reden traut.'
so gingen wir in ihr zimmer,
und haben nicht nur ferngeschaut,
und über erlebnisse gelacht,
sondern verbrachten diese nacht
gemeinsam mit schlaflosigkeit.
wir führten eine polsterschlacht
angesichts unserer geilheit,
und genossen die schöne zeit."

zweiundachzig schlechtigkeiten
sind im nu wie weggeblasen,
sobald schönheiten verbreiten -
in begehrten lebensphasen -
mich zur liebe zu verleiten.


 

81
( Fr, 10. Feb 2017 22:16:48 )

81

einundachzig kurzgeschichten
will ich gerne noch verfassen,
um von dingen zu berichten,
welche mich nachdenken lassen.

das zugfahren ansich tut gut,
nur hierzulande leider nicht,
denn da bekomme ich nur wut,
wenn die ansage unsinn spricht.

ich fühle mich für dumm verkauft,
sobald ich mit der bahn fahre,
wo mein gewissen mit mir rauft,
ob ich auf ein auto spare.

die durchsagen sind penetrant,
wenn sie ohne sinn ertönen;
vielleicht fehlt ihnen der verstand,
die mich als fahrgast verhöhnen,
denn ansagen für volltrotteln
sind entweder von 'alkbotteln',
oder sagt man in der absicht,
gar bestimmtes zu erreichen;
selbstgefälligkeit ist es nicht.
mir scheinen dies mehr anzeichen,
leute verblöden zu lassen,
womit die propaganda siegt,
wo die menschen dazupassen,
denen viel an gleichheit liegt.

ist es eine art rassismus,
einheitsmenschen anzustreben?
da spüre ich meinen verdruss,
sowie ein gefühl dagegen.

jetzt ist es schon samstag morgen,
und ich bin munter geworden.
daher schreibe ich als nachsatz
diesen vers - hier auf seinen platz.

ich vergass online zu stellen,
was ich schon geschrieben hatte;
schuld waren die gehirnzellen
auf meiner ersehnten matte,
die der ruhe vorzug gaben,
statt sich weiter abzuplagen.
doch bin ich jetzt schon wieder wach,
und hole das versäumte nach.


 

80
( Sa, 11. Feb 2017 07:31:34 )

80

irgendwann wird es soweit sein,
dass diese seite einmal war,
denn ewig existiert kein stein,
und so auch nicht die pflanzenbar.

das alte buch war einmal neu, -
das neue buch wird einmal alt;
darum trinke ich mein gebräu
in alkoholischer gestalt.

das alte ist ausgeschrieben;
im neuen buch will ich dichten, -
von den gedanken getrieben,
um auf sie nicht zu verzichten.

ich schrieb bereits mehr bücher voll,
als ich da zum lesen habe, -
wofür immer das gut sein soll
stellt sich peripher als frage.

es scheint schwer worte zu finden,
die den frieden verursachen;
man mag sich noch so sehr schinden, -
zu viele werden nur lachen,
weil sie sich es einfach machen.

ich gehe lieber mit der zeit,
als blind von meiner gier zu weit.

ich bleibe für mein ziel bereit,
damit ich es erreichen kann;
was mich von der sorge befreit,
ich hätte meine zeit vertan.

weit mehr als achzig belange
machen mir jetzt kopfzerbrechen, -
doch ich halte mir die stange -
war seit jeher mein versprechen.
so ist mir weniger bange,
aus meinem trott auszubrechen,
weil ich mir mich abverlange, -
zwecks bezwingung meiner schwächen.

ich will das maximum geben,
um zu sein noch zu erleben;
besser scheint, was ich erreiche,
anstatt das, was ich erschleiche.

das sind die tagesgedanken,
um energie aufzutanken.


 

79
( So, 12. Feb 2017 11:07:07 )

79

"die 80-äugige spinne
trank einst wasser aus der rinne.
getrieben von ihrem instinkt
lebt sie, wo ihr das schicksal winkt."
schrieb ich vor einigen tagen,
um es relativ zu sagen.

doch achzig ist bereits vorbei,
neunundsiebzig steht beim sonntag
in dem kalender nebenbei,
welcher wie gewohnt, da vorn' lag.

der bus fährt durch viele orte,
die ich zum ersten mal sehe, -
und so schreibe ich die worte,
damit ein gedicht entstehe.

es gibt schon verrückte sachen,
die man in jeder gegend sieht;
sogar ein lachender drachen,
an dem dieser bus vorbeizieht
wirbt für das mir unbekannte,
und daher als neu benannte.

was da erscheint, das verschwindet,
und ist doch stetig vorhanden,
wo sich so ein stück befindet.
um auf seinem platz zu landen,
muss es sich gebildet haben -
irgendwann dort, oder sonstwo;
da bin ich sicher, das ist so,
denn wie sollte es anders sein -
macht es mir real den anschein.
auch das neunundsiebzigste mal
kann ich irgendetwas sehen, -
aber was zählt denn da die zahl
für mein gefühl in den zehen?

sowie alles kommt, und auch geht,
so komm' ich, und gehe wieder;
das ändern weder mein gebet,
noch die schönsten kirchenlieder.

das ende gehört zum anfang,
sowie der ausgang zum eingang;
jedem ja folgt einmal ein nein,
und gesundes wird auch krank sein, -
was munter ist, das will schlafen,
und ein schiff fährt in den hafen;
das licht erhellt die dunkelheit,
während seiner gesamten zeit.

wir leben von wasser und licht,
wo wir hier zu sein erstreben -
ist eine mögliche ansicht,
um sich das ganze zu geben.

geben lässt mich mitbestimmen,
und zu nehemen dient den sinnen.

lass' all deine sorgen liegen,
damit sie dich nicht belasten, -
habe ich einmal geschrieben,
um mich danach auszurasten.


 

78
( Mo, 13. Feb 2017 07:34:00 )

78

wo bleibt die rettende idee,
die es lohnt sie zu beschreiben?
mag sein, dass ich neben ihr steh',
um in der nähe zu bleiben.

somit nähere ich mich an,
und schuld hat die idee daran
all diese verse zu reimen,
um zu lachen und zu weinen.

zu achtunsiebzig fällt mir ein,
dem regen folgt meist sonnenschein,
denn immer kann nicht eines sein.


 

77
( Di, 14. Feb 2017 08:37:34 )

77

eindrücke schaffen ausdrücke,
und manches wort dient als brücke,
damit das ganze entzücke,
und die leserschaft beglücke.

schließlich ist man selbst zufrieden,
wenn ein vers wohlwollend gelingt;
manche sätze kann ich lieben, -
doch viele leider nur bedingt.

langsam formt sich ein gedanke,
der in das silbenmuster passt,
dem ich diesen vers verdanke,
und sich mit dem thema befasst,
das sich herauskristallisiert,
was mich als prozess fasziniert.

ich nütze zeit im autobus
ein paar reime zu verfassen,
da ich ansonsten schnarchen muss,
was manche fahrgäste hassen,

beim schreiben zittert das papier
etwas mehr als in der bahn,
jedoch sind die durchsagen hier -
frei von diesem lautsprecherwahn,
der mir im zug die nerven raubt,
wo man mehr an die dummheit glaubt,
die man fahrgästen unterstellt, -
oder wie sonst sich das verhält.

so geniesse ich die landschaft,
und trainiere die geisteskraft
bei den entstehenden reimen,
die heute zum gedicht keimen.

der lebensreise ergeben
suche ich nach mehr deswegen;
und genau das ist die frage,
wofür ich mich dabei plage.

will ich immer mehr haben,
oder kann ich mich entsagen,
um mir weniger zu schaden,
und nicht daran zu verzagen,
was mir eventuell entgeht,
zumal es vielleicht nicht besteht.

ich fahre wieder mit dem bus,
jedoch dermal quer durch die stadt,
weil ich zu meinem hausarzt muss,
der demnächst schon geöffnet hat.

die ansagen sind formeller,
doch am land fuhr der bus schneller,
und der bus quält sich durch den stau, -
vorbei an dem gemeindebau,
in dem ein freund einmal wohnte.
ich dachte positiv an ihn;
weil er dankbarkeit betonte,
glaubte und vertraute man ihm.

mir fehlt diese herzenswärme,
die es früher überall gab;
man lebt für seine gedärme,
was somit heisst, für den ertrag.

menschen werden zu maschinen, -
das wird vermutlich geschehen;
implantierte arbeitsbienen
werden in uns dienst versehen.

man mag darüber noch lachen,
doch was ist ein herzschrittmacher?
eine maschine zum machen,
und der beginn ist kein schwacher,
denkt man an mögliche sachen.

maschinen fehlt die menschlichkeit, -
das ist eine gegebenheit.

die namen der haltestellen
kenne ich auf der strecke nicht;
zwei hunde, die draussen bellen,
fallen im lärm nicht ins gewicht,
den die autos von sich geben,
die als kolonen da fahren -
um der fortbewegung wegen
fällt es schwer geld einzusparen,
denn der öffentliche verkehr
führt hier bedenklich spärlich her.

ich bewege mich zum stadtrand -
einer fussmassage wegen;
für mich ist das alles neuland
auf mir unbekannten wegen.

mein lebensweg ist täglich neu,
damit ich mich daran erfreu'.

nach der massage zum doktor
ist eine halbe weltreise;
vom kommenden bus der motor
nähert sich bald darauf leise,
und auf der anderen seite
ist auch der rückweg unbekannt.
so starre ich in die weite,
wo ein vogel die flügel spannt.

ein vogel fliegt neben dem bus, -
für ihn scheint zu sein der genuss.

siebenundsiebzug minuten
bin ich nun im bus gesessen,
um mir reisen zuzumuten,
und jetzt will ich etwas essen.

weil mein magen danach verlangt,
wird irgendetwas nachgetankt.

heute gibt's keinen bus zurück,
und ich muss in der stadt bleiben.
der umstand ist zum teil ein glück,
will ich frohen mutes schreiben.


 

76
( Mi, 15. Feb 2017 21:08:29 )

76

sechsundsiebzig euro als preis
erscheint mir wirklich zu teuer;
vorzugsweise kaufe ich reis,
und zahle die hundesteuer
für des bettlers hund am rundeck
mitsamt hölzernem essbesteck
zur ente mit reis und nudeln,
die er zu mittag gerne isst.
manche gibt's, die sich aufpuddeln,
wenn er dazu die zeitung liest.

da kostet der ersatzteil mehr,
als das ganze ding neu ausmacht!
das spende ich dem bundesheer, -
habe ich mir unlängst gedacht,
doch später darauf vergessen.
wo sollte ich es hinbringen,
und ich müsste es abmessen;
vielleicht auch noch zweimal springen,
oder auch sechsundsiebzig mal,
und dafür bleibe ich vital.

der drang war ein innerlicher.
das bundesheer bräuchte sicher
den unnötigen alten schrott;
die haben davon - hört man - mehr,
und sind ohnehin fast bankrott,
doch es zahlt immer irgendwer.

bald werden sie spenden sammeln,
um das bundesheer zu stützen,
weil sonst soldaten vergammeln,
anstatt der menschheit zu nützen.

"ihre spende für unser heer"
wäre schon cool als parole;
doch legte man sich sicher quer -
angesichts der fixen kohle.

mir erschien eher zweifelhaft,
dass ich den ballast loswerde;
ich habe mir das angeschafft,
was ich umsonst beherberge.

das heisst, umsonst ist es ja nicht,
denn es kostet meine nerven;
und es wirft schatten in das licht -
da hinten bei den konserven.

ich weiss nicht, wie man dazu sagt,
denn mir fällt dieses wort nicht ein;
so habe ich den mist verpackt,
und brachte ihn zum sparverein.

wenn ich das ding dort einstelle,
ist es am schnellsten nichts mehr wert;
ein garant für alle fälle,
wie man es beim sparen erfährt.

die haben leider abgelehnt,
sei hier noch nebenbei erwähnt;
jetzt lass' ich es daheim stehen,
um es selbst dauernd zu sehen.

manches ist leicht zu erwerben,
aber nur schwer loszuwerden.


 

75
( Do, 16. Feb 2017 02:05:43 )

75

fünfundsiebzig hochzeitsjahre
werde ich niemals erreichen;
wie gut, dass ich mir das spare!
das leben stellte die weichen,
und wenn ich zur hölle fahre,
bleibt mir ein reines gewissen.
dieses ist das wunderbare, -
es wird mich niemand vermissen.

ich muss niemanden verlassen,
und kein mensch wird mir nachtrauern;
fünfundsiebzig würde passen,
um dann einsam zu versauern.


 

74
( Fr, 17. Feb 2017 08:28:15 )

74

mühsam nährt sich das eichhörnchen
auf dem weg zu seiner nahrung;
schwer findet es manches körnchen,
und nimmt es als offenbarung,
was auch immer ihm unterkommt, -
gar schätzend jede kleinigkeit.
und wo es sich ein wenig sonnt,
gibt es für eine pause zeit.

der frühling gibt erste zeichen, -
die sonne wärmt zum ersten mal;
wenn letzte schneereste weichen,
scheint bald vorbei die kalte qual.

da sitze ich in der sonne,
und geniesse die wärme;
der kalte winter geht vorbei,
und ich fühle mich herrlich frei.

eine katze kommt gelaufen,
und setzt sich entspannt neben mich;
sie nimmt sich zeit zum verschnaufen.
"der frühling sei gelegentlich." -
schnurrt sie voller wohlgefallen,
während sie den boden knetet, -
mit den langen scharfen krallen,
weil sie die sonne anbetet.

"der frühling ist die schönste zeit,
wenn sich kälte wärmer anfühlt;
es freut wieder die tätigkeit, -
fast wäre ich schon ausgekühlt.",
schien das tier von sich zu geben,
und genoss sichtlich das leben.

ich nahm die katze in den arm,
und spührte, wie sie sich hingab;
ihr körper war so wohlig warm -
in dem moment, als sie da lag.


 

73
( Sa, 18. Feb 2017 08:31:05 )

73

dreiundsiebzig gute gründe,
um die tageszahl zu nennen,
gibt es, die ich gern verstünde,
um den rest vielleicht zu kennen,
der mir leider verborgen bleibt, -
hinterm horizont im nebel,
wohin ihn meine dummheit treibt, -
jedoch man liebt auch sein faibel.

je mehr schritte man zum berg macht,
desto grösser scheint er zu sein,
und oben sehe ich die pracht
seines gipfels im sonnenschein,
bevor man ins tal hinabsteigt,
wo sich die tour zu ende neigt.

wenn ich meinen weg beschreite,
verzweifle ich nicht vor dem ziel,
und ist auch oft die kehrseite
für die reserven fast zu viel.

wer kein risiko auf sich nimmt,
der im leben wohl nichts gewinnt.

der ärger ist nur angebracht,
wenn man es weiss, und gar nichts macht;
dummheit ist, wenn man trotzdem lacht.

sorgen sind zumeist ein rückschlag,
wenn man blind war, wo das glück lag.

der schönste ist der letzte tag,
den ich gesund erleben mag.


 

72
( So, 19. Feb 2017 11:10:04 )

72

wo zweiundsiebzig meter weit
das ziel vor mir entfernt erscheint,
bin ich für die strecke bereit,
oder sonst mein eigener feind.

wenn ich siebzig meter gehe,
werde ich mein ziel verfehlen,
und wenn ich knapp davor stehe,
werden mich gedanken quälen,
warum ich das letzte stück ausließ,
und fände mich vermutlich mies;
natürlich bliebe ich dann stur, -
schon aus prinzipiellen gründen,
und leistete mir selbst den schwur,
"bereue bloss keine sünden,
die real nicht bestehen,
aber andere sie sehen.",
und zumal ich nicht perfekt bin,
macht meine sturheit einen sinn.

sturheit, undgeduld und die gier
sind meines charakters stützen,
und die chronische sucht in mir
will ich noch als denkmal schützen!

"als ein menschliches exemplar
geniesse ich die vorzüge
der denkenden, regen schar
hin und wieder zur genüge.

so ist es auch gestern passiert, -
in zwielichtiger umgebung;
ich habe einen rausch kassiert -
laut der heutigen erhebung.

ein augenzeuge hat gemeint,
ich hätte auf der bar gepennt;
einzelheiten hat er verneint,
zumal er selbst sie gar nicht kennt.

er hätte nur davon gehört, -
die nachbarin hat sich empört,
weil ich auf ihrer tasche lag,
was dort so gewesen sein mag.

nach dem kurzen telefonat
wünschten wir uns alles gute,
sowie schon vor einem monat, -
und ich lauschte dem getute
noch einige momente lang
in anbetracht von diesem schwank."

weldan hielt kurzzeitig inne,
und begann dann laut zu lachen.
"ich trank aus der regenrinne,
und tat sonst komische sachen",
kommentierte er sein kichern,
und besann sich fortzusetzen:
"ich erwachte bei den viechern,
samt kater von meinem fetzen,
als sich ein schwein auf mich legte,
und mir etwas ins ohr grunzte, -
neben dem ochsen, der sägte, -
weil mir ein hund aufs bein brunzte,"

merien gab weldan einen kuss,
und streichelte ihren gatten.
"bein saufen kennst du keinen schluss,
da torkelt sogar dein schatten
bis zur frühen morgenstunde.
trinkt bitte noch eine runde!"

ich fragte nach dem partygrund,
und vernahm zuerst nur schweigen,
doch dann tat mir der hausherr kund,
man würde die zeit vertreiben,
und feiere hier den wohlstand.
dies lies mich die nase reiben, -
bevor ich austrank und verschwand.


 

71
( Mo, 20. Feb 2017 17:03:38 )

71

lauter nette alte damen, -
ist doch ein roman betitelt, -
und die herren, die kamen,
waren nicht minder bemittelt.

eine reisegruppe traf ein,
und bemühte sich zum essen;
ich sah die menschen lustig sein,
und wartete unterdessen
hier oben am noblen stadtrand,
wo ich auf ausschau herumstand.

gelangweilt zählte ich leute;
bei einundsiebzig fiel mir ein,
dass mich das warten nicht freute, -
und es sollte vergeblich sein.

auf's telefon kam die nachricht,
ihr wohlbefinden stimme nicht,
und sie bliebe deshalb daheim, -
vorzugsweise heute allein.

ich nahm die nachricht gelassen,
und fuhr gleich in die stadt zurück.
dort suchte ich in den massen
am restlichen sonntag mein glück.

ein lokal wirkte einladend
weshalb ich mich hineinsetzte,
und blieb den tag bis zum abend, -
fast vier stunden, wie ich schätzte.

ich lernte zwei menschen kennen,
die mich andauernd einluden;
man könnte es zufall nennen,
oder auch "schicksal" laut duden.

doch als ich das lokal verlies,
sagte die frau zu ihrem mann,
ihre freundin sei heute fies,
die verkatert nicht kommen kann,
und er gab darauf zur antwort,
er wurde ebenfalls versetzt,
denn auch sein schachfreund bliebe fort,
sowie er die lage einschätzt.

so diskutierten wir zum schluss
über die unverlässlichkeit,
die man scheins akzeptieren muss, -
in unserer modernen zeit.


 

70
( Di, 21. Feb 2017 06:41:04 )

70

über siebzig nachzudenken
lässt mich die gedanken lenken,
wohin eine reise sie führt,
der meine beachtung gebührt,
obwohl ich mich oftmals frage,
ob die gedanken mich steuern,
oder leite ich mein denken.
ich bin geneigt zu beteuern,
mein haupt mit zweifeln zu senken,
wo vielleicht ich mein denken bin, -
denn diese annahme macht sinn.

den körper gibt es daneben, -
im wahrsten sinne des wortes, -
um im raum zeit zu erleben, -
und die eigenheit des ortes,
an dem ich hier existiere,
weil ich raum in anspruch nehme,
damit ich mich investiere.
wenn ich mich jetzt zurücklehne,
und so dahin fantasiere,
fühle ich meine energie,
die geist und körper verbindet,
und unter meinem leder sie
zu dem ursprung zurückfindet,
den ich erst erfahren werde, -
hoffentlich, bevor ich sterbe.


 

69
( Mi, 22. Feb 2017 18:46:30 )

69

neunundsechzig ist verrufen,
doch zu billig scheint mir der ruf, -
gleich dem glück an pferdehufen,
den der mensch der zahl beschuf,
um jetzt darauf einzugehen, -
ist hoffentlich einzusehen.

weil ich meinen tee geniesse,
fasziniert mich die teekanne,
die sich als sechs malen liesse,
oder auch als badewanne
für die noch ruhenden fliegen, -
und eben auch als die zahl neun, -
eigentlich ganz nach belieben,
selbst wenn ich anderes versäum',
da mich die idee beschäftigt,
ein stück als zahl zu betrachten.
dass der tee mich auch noch kräftigt,
ist zur tageszeit angenehm,
und wer von uns hat keinen spleen?

es gibt viele gegenstände,
in denen auch symbolik steckt,
und bilder zieren die wände,
wo eines meine neugier weckt,
das auch einige zahlen zeigt;
neunzehnneunundsechzig steht dort
unter einer figur, die schweigt
als beitrag für meinen denksport.

so beende ich das gedicht,
denn ich muss heute pünktlich fort,
was meinem tagesplan entspricht.


 

68
( Do, 23. Feb 2017 03:29:50 )

68

man hat kaum schlecken auf fersen, -
und die kerze fürchtet blasen;
es brennt feuer in den versen
in diversen lebensphasen.

zu vergleichen ist ein thema,
oder mag sein, - ein dilemma.

äpfel mit birnen vergleichen
lässt auch momente verstreichen.
einiges ist unterschiedlich,
und es finden sich gleichheiten, -
liegen da zwei früchte lieblich
in verschiedenen reichweiten, -
könnte ich zusammenfassen,
um es dabei zu belassen.

die perspektive beim vergleich
entscheidet der vergleichende;
manche ansichten sind lehrreich,
und dazu recht weitreichende.

viele religiösen meinen,
der rest der menschen sei verdammt, -
und wer es wagt zu verneinen,
wird teufelsbesessen genannt.

alle, die nur eines glauben,
würde fanatikern taugen.

einen vergleich mit rassismus
mag man zwar in frage stellen,
doch beschert so manchen rückschluss
auf den sinn von denkmodellen,
die den einheitskult anstreben,
um ihre macht auszuleben.

so eine fanatische schar,
ist fast immer eine gefahr, -
vorallem wenn sie gewalt schürt,
die nur zerstörung anrichtet,
jedoch sicher nicht zum ziel führt.
dumm wird der friede vernichtet,
wie geschichtsbücher beschreiben,
seit sich die menschen umbringen,
und unter ihrer gier leiden, -
die um alleinherrschaft ringen.

ein kampf um unerreichbares
scheint kaum etwas vergleichbares.

die zerstörung ist irgendwie
die weisheitsärmste energie,
sowie der menschen schlimmster feind,
zumal sie den frieden verneint.

achtundsechzig blieb unerwähnt,
doch erinnert mich an woodstock;
weil sich der mensch nach frieden sehnt,
hört man auch heute noch den rock,
der einst in der freiheit entstand, -
wo man optimismus empfand.


 

67
( Fr, 24. Feb 2017 09:50:48 )

67

siebenundsechzig strohhalme
schwanden unter der zwergpalme
an einem beschwingten abend -
ich erwachte morgens klagend
über die schlimmen kopfschmerzen, -
und starrte in teelichtkerzen.

ein einstiger tagesausklang,
sei nun ein gedicht zum anfang.

es wird getrunken und geraucht,
wo man die strohhalme verbraucht.

strohhalme in allen farben,
die für ihren gebrauch warben,
standen dort im glas am tisch,
und hier ein spezilles gemisch
mit alkoholischem gehalt
zum empfang der geistesgewalt,
die den zustand beeinflusste,
in dem ich mich nüchtern befand,
was offenbar so sein musste, -
das sagte mir der hausverstand.

da erzählte mir mein barnachbar,
ihm sei viel zu vieles unklar,
und begann sein herz auszuschütten,
um den unmut zu zerrütten.

ihm würde hier zu viel fehlen,
doch man könne ja nicht wählen,
begann er seinen monolog;
er sprach, worüber er herzog.

"und gehe ich hier auf brautschau,
werden nur meine haare grau,
weil ich dieses zicken hasse,
und deswegen schlichtweg passe.

ich empfinde die frauenwelt
seit langer zeit nurmehr als qual,
die mir da einfach nicht gefällt;
das wirkt auf mich mehr als fatal.

sie bewegen sich anmutig,
und ihre zeichen laden ein,
doch dann sind nurmehr ruppig, -
die mit ihrem heiligenschein.

als wenn sie nicht selbes wollten, -
in ihrer selbstgefälligkeit.
falls sie offener sein sollten,
gäbe es mehr geselligkeit.

aber so ist diese kultur,
die man lieben und hassen kann.
mir missfällt die zickenkultur,
weil ich mit ihr einfach nicht kann.

ich hab' mich zurückgezogen,
und lass' die frauen zickig sein;
ich fühl mich nicht aufgehoben,
und in meinen sorgen allein.

soll ich für die wahrheit streiten,
oder sie in lügen betten.
ich will mir freude bereiten,
die wir alle gerne hätten.

nur die vertrauenslosigkeit
ist dominant in dieser zeit.
das ist mir eigentlich zu öd,
und ja, irgendwie auch zu blöd."

jetzt hab' ich ihn unterbrochen,
und irgendetwas gesprochen,
weil mich dieser beschwipste mann
schön langsam zu nerven begann.

ich könne ihn zwar verstehen,
doch möchte es anders sehen,
habe ich ihm zum schluss gesagt, -
und zwar weit weniger verzagt.

die gemische wurden geleert,
wo die farben froher schienen;
so wurde die stimmung genährt,
um unserem rausch zu dienen.

wenn die sperrstunde finster macht;
sei das letzte wort "gute nacht."


 

66
( Sa, 25. Feb 2017 10:54:11 )

66

man will nicht sechsundsechzig sein,
doch dieses alter erleben;
dieser gedanke leuchtet ein,
und das thema kommt gelegen,
um es dabei zu belassen,
und folgendes zu verfassen.

ich suche einen ersten satz,
der jener hier mir zu sein scheint;
der einstieg bestimmt den wortschatz,
wie man vielleicht berechtigt meint.

der vers mag nur ein anfang sein,
oder dient dem überleiten;
er bringt seine bedeutung ein, -
und deren besonderheiten.

es gibt viele kleinigkeiten -
geeignet sie zu beschreiben, -
in all ihren einzelheiten,
und seien sie auch bescheiden.

man kann über dinge schreiben,
oder über lebewesen;
oder gefühle entscheiden,
was entsteht, um es zu lesen.

wir kennen zusammenhänge,
so wir sie nicht übersehen;
die gibt es in grosser menge,
auch wenn wir sie nicht verstehen.

mein intuitives wissen
mag mir oft unklar erscheinen,
trotzdem will ich es nicht missen,
den gedankenfluss zu reimen.

doch will man gelesen werden,
sollte man verständlich bleiben,
sonst erhält man nur beschwerden,
und dieses gilt zu vermeiden.

unser geist ist bemerkenswert, -
das ist glaublich unbestritten;
und weil er uns den sinn beschert,
mag er die gewissheit splitten, -
in zweifel sowie sicherheit.
jede unsicherheit verzehrt
immerwieder wertvolle zeit,
auch wenn man sich dagegen wehrt.

zu oft macht es mir den anschein,
den verstand nicht zu benützen;
ich halte mein gewissen rein,
und will mich vor schlechtem schützen.

was ich unter schlecht verstehe,
ist alles andere als gut,
zudem ich dabei einsehe,
dass man sich derart leichter tut.

man kann über vieles schreiben,
und dabei noch mehr verschweigen.


 

65
( So, 26. Feb 2017 15:47:39 )

65

bei fünfundsechzig fällt mir ein,
dies sollte mein geburtsjahr sein;
voriges jahrhundert geschah,
das ich die welt erstmalig sah.

mir fehlt wieder jeder einfall, -
das ist ein täglicher umstand,
dann bekommt er meinen beifall,
sobald ich einen am schluss fand.

so erwarte ich zu finden,
was mir als reimenswert erscheint,
um das damit zu verbinden,
was verse zum gedicht vereint.

ich gehe manchmal gerne fort,
und genau so ist es heute;
mir ist egal, an welchem ort.
ausschau haltend nach der beute,
treibt es einen weg von daheim;
auf der suche nach der herde
findet man manchen stolperstein -
in der hoffnung, die da werde.

das loslassen von meinem sein
lädt mich ins ungewisse ein.

in meiner einfallslosigkeit
geschah eine begebenheit;

die stadt war wie ausgestorben
bei sonnenaufgang am morgen,
als vögel der leere fröhnten -
und ihre schreie ertönten.

vielleicht habe ich später zeit,
verse darüber zu dichten;
eben ist eile die wahrheit,
um übliches zu verrichten.

ich will morgen weiterschreiben,
und mir nahrung einverleiben.


 

64
( Mo, 27. Feb 2017 17:42:25 )

64

vierundsechzig vogelschreie
frei vom zwang - hinaus ins freie
krächzten die tiere voller kraft
aus dem wohl ersten knospensaft.

die schreie wurden immer mehr,
wo die krähen kreise zogen,
und fünfzig raben ungefähr
hoch auf ihrer reise flogen,
und der artverwandtschaft zurief,
was die tiere erwiderten, -
vielleicht was in ihnen ablief
als gesang der gefiederten,
der die menschen morgens weckte,
während fast noch ruhe herrschte,
als ich die vögel entdeckte.
das frühlingszeichen als erste
grußbotschaft zum schönen tag,
der herrlich sonnig vor mir lag,
ließ mich das schauspiel bestaunen,
sodass ich auf den tee vergaß -
ob der animalen launen,
die klangen wie ein vogelspaß.

ich dankte unserem schicksal
für die momente im leben
leise in mir, - sicher zig mal
der kraft der natur ergeben,
und begann frühstück zu kochen -
erfreut über die jahreszeit
mitsamt den kommenden wochen,
wo der der frühling aus vögeln schreit.

wenn ich am morgen erwache,
und wieder fenster aufmache,
ohne dass ich dadurch friere,
freu' ich mich, wie diese tiere.

ich sinnierte eine weile
über das nun geschehene,
denn ich hatte keine eile,
und genoss das gesehene.

ein paar fotos sind mir geglückt,
die in meiner sammlung bleiben;
manches erscheint einem verrückt,
doch wer kann sein schichsal meiden?

ich ging mit dem hund die runde,
und nahm auch vogelfutter mit;
draussen gingen viele hunde,
und hielten ihre menschen fit.

auf dem weg zu meiner bleibe
saßen zwei prachtvolle krähen.
für die nahrung kamen beide,
und blieben kurz nahe stehen;
sie wirkten voller vertrauen.
dann nahmen sie ihr futterstück,
und sprangen auf ihren klauen
ungefähr zehn meter zurück.

krächzend, als wollten sie danken,
erhoben sie sich in die luft,
als sie ihre flügel spannten,
hörte ich, wie eine frau ruft,
"unglück bringen diese raben!".
schade ist der aberglauben,
wollte ich ihre gerne sagen, -
da fütterte sie zwei tauben,
und ich sparte meine worte
von der provokanten sorte,
nach denen mir zumute war.
schrecklich stellte die gute dar,
was sie aus der kultur lernte,
die solche ansichten prägte,
und sich vom wahren entfernte,
weil sie nach der herrschaft strebte.

so blieben werte verborgen,
die wertvoll gewesen wären;
wenn nicht heute, wird man morgen
sich um solche dinge scheren,
anstatt in kriegen zu morden,
und die erde zu verheeren.
dumm scheinen mir solche sorgen,
nur den reichtum zu vermehren.

wer verhaltensforschung betreibt,
und mit krähen in kontakt bleibt,
schätzt ihre soziale freiheit
aus einer uralten vorzeit.


 

63
( Di, Feb 28 2017 21:33:55 )

63

es gibt sachen, die gibt es nicht, -
und doch gibt es sie als gedicht.

ob wahr ist, was ich da schreibe,
weiss ich, wenn es geschrieben ist,
doch sofern ich dabei bleibe,
entsteht jetzt hoffentlich kein mist.

u-bahn-fahrten dauern lange, -
genug für einige zeilen.
damit ich den text anfange,
muss ich mich jedoch beeilen,
denn schon bald muss ich aussteigen,
weil die u-bahn am ziel ankam,
und unterbreche zu schreiben, -
das ist unangenehm daran.

nun fahr' ich lieber mit dem bus,
zumal ich nicht umsteigen muss.

überall sind hier geschäfte,
und so fallen mir dinge ein,
wie zum beispiel zeichenhefte,
oder auch eine kiste wein,
die ich schon für vergessen hielt.
meine augen schweifen umher,
und wie eben das leben spielt,
geht es immerwieder um mehr,
als um belanglosigkeiten,
die auftauchen und verschwinden,
ohne folgen einzuleiten;
ich schien ernsteres zu finden.

plötzlich sah ich die auslage,
aus der faszination strahlte -
nach einer gelben fasade,
wo ich einmal viel bezahlte,
weil ich etwas kaufen musste,
was ich da glaubte zu wollen.
das war eine unbewusste -
dummheit, die doch hat sein sollen.

dreiundsechzig und mehr dinge
standen mit ihrer farbenpracht
im schein zweier feuerringe,
die brannten - bei tag wie bei nacht.

die feuerringe wollte ich
am liebsten sofort mitnehmen,
denn einer faszinierte mich, -
nicht, um die katzen zu zähmen,
denn das wäre tierquälerei,
sondern um damit zu üben;
sicher machte das feuer frei,
und ein ring würde genügen.

doch der mann verkauft nur beide
zu einem überhöhten preis;
daher werden sie ihm bleiben,
auch wenn ich es nicht sicher weiss,
denn er könnte erfolg haben -
in seinem zu teuren laden.

wer arbeitet, wird meist nicht reich,
und wenig reiche arbeiten;
menschliche wege sind ungleich, -
das ist wohl kaum zu bestreiten.

lieber einen bauch vom saufen,
als einen buck'l vom hackeln,
doch lohnt kaum davonzulaufen, -
trägt man doch überall packeln,
die mühsam abzuwerfen sind, -
und jeder flaute folgt ein wind.

wer im ausland lebt, der versteht,
dass sein schicksal von sich ausgeht.

ändert man seine umgebung,
mag man kurzzeitig aufblühen,
doch erlebt jede begegnung,
damit begierden verglühen
bis zur eigenen vergebung,
um endlich glück zu versprühen.

wenn ich weiss, dass ich nicht brauche,
wonach ich mich einst so sehnte,
weil ich ganz tief in mich lausche,
während ich mich zurücklehne,
habe ich freiheit gewonnen,
weil ich ersehntes loslasse;
und so lebe ich besonnen
inmitten der menschenmasse,
wo ich durch mein sein gestalte,
was mir hier wichtig zu sein scheint,
damit ich in mir entfalte,
was immer mein herz dazu meint.

der kopf will oftmals nicht gutes, -
im gegensatz zu meinem herz;
daher bin ich frohen mutes,
und letztendlich geht es aufwärts.


 

62
( Mi, 01. Mär 2017 20:46:36 )

62

ich sitze da, und will schreiben, -
aber wovon, frage ich mich;
die verse vom bunten treiben
wären sogar zeitgeschichtlich.

soeben klingt der abend aus,
wo ich meinen wisky trinke,
und schon bald gehe ich nach haus,
wo ich in den schlaf versinke.

und wieder suche ich den sinn,
was meistens so ist zu beginn.

diese welt wird immer schlechter,
und leider mancherorts rechter,
was ja "rechtspopulistisch" heisst.
ich empfinde den rechten geist
als sehr gefährlich und dummdreist,
was die rechten anders sehen,
die mir auf die nerven gehen.

zu zweiundsechzig passt dies nicht,
und trotzdem ist es ein gedicht.

kein extremismus scheint mir gut,
und rassismus bringt mich zur wut,
weil diese respektlosigkeit,
vor jedem "anderen" leben
so viel unrecht zum himmel schreit;
ich bin schlicht und klar dagegen.

die rechten säen zwist und streit, -
das zeigt mir die vergangenheit.
soweit ist das meine meinung
zu dieser kranken erscheinung,
die für ihre macht auch angst macht, -
und hoffentlich einmal erwacht -
zum respekt vor der existenz
für eine friedenskonsistenz.

lei, lei - oh wei, wie dem auch sei ... ;)


 

61
( Do, 02. Mär 2017 19:03:46 )

61

wo gestern zwei leute sprachen,
hörte ich ihrem gespräch zu;
und zeichnete einen drachen, -
geritten von einer milchkuh.

ich lies den schreiber einfach frei.
denn mich wunderten die sätze;
so schrieb ich bis morgens um drei,
was ich eigentlich nicht schätze,
und schrieb dabei dieses gedicht
frei nach deren seltsamen sicht,
damit es dem gesagten entspricht.

das hier ist keine empfehlung,
sondern meine nacherzählung,
also ein gereimter bericht
als heutiges tagesgedicht.

"verkaufte man kirchenschätze,
wäre dies ein guter schachzug,
denn sie kämen dann auf plätze
zu einem begrenzten ausflug,
wenn die kirche vom käufer erbt,
oder auch von den urneffen,
so man die theorie schönfärbt,
und erwartungen eintreffen
ein stück öfter zu verkaufen,
um den reingewinn zu steigern;
wenn die dinge richtig laufen,
wird man kaum das geld verweigern.

der glaube braucht eigentlich kein gold, -
und metallenergie ist kalt;
oder was ist dem glauben hold -
in seiner heutigen gestalt?
ein wenig schlichter gehalten
reichte auch zum hände falten!

für gold der kirchen floss wohl auch blut
in den vergangenen zeiten,
doch es fehlt vielleicht der mut, -
oder auch die möglichkeiten
ein kapitel der grausamkeit
mit der fairness abzuschliessen;
vielleicht ist es einmal so weit,
das paradies zu geniessen.

doch wird die kirche entschädigt, -
mag sein für eine prädigt,
oder weil sie kinder schädigt."

man kann die dinge, die geschehen,
wohl von vielen seiten sehen,
ergänzte einer der beiden,
um noch beim thema zu bleiben.

die beiden wirkten niveauvoll,
und so schaltete ich mich ein, -
das war dann nicht besonders toll;
einundsechzig sollte nicht sein.


 

60
( Fr, 03. Mär 2017 23:10:59 )

60

ich denke über sechzig nach,
und bin noch nicht so richtig wach.

sechzig ist eine runde zahl,
und vielleicht will es mein schicksal,
älter als sechzig zu werden,
ohne mir das zu verderben.

wenn wir den frieden ausbauen,
will ich darauf vertrauen,
sogar noch länger zu leben,
um nach der weisheit zu streben,
noch mehr zum besten zu geben.


 

59
( Sa, 04. Mär 2017 14:17:07 )

59

mir hat niemand vorgeschrieben,
meine geschichte zu schreiben,
doch ich bin dabei geblieben,
"schiefe" dinge aufzuzeigen.

ich traf ein bekanntes gesicht, -
der mann grüsste mich jahre nicht.
zwar habe ich ihm nichts getan,
nur seinem bruder sagte ich,
mich zipfe sein ausfragen an, -
und deswegen "könne er mich".

der typ kam immer zu mir her,
und stellte ausschliesslich fragen, -
als wenn er von der kripo wär', -
und das musste ich ihm sagen.

ich wählte einen forschen ton,
um meinen unmut zu zeigen, -
diesen empfand er als affront,
und so kam das grosse schweigen.

ich nahm das ganze gelassen,
und dachte, "soll er mich hassen,
dieser schnorrer besitzt ein haus,
und geht augustin verkaufen;
davon lebt er in saus und braus.
soll er doch zum teufel laufen,
um sich selbst judas zu taufen."

danach sind jahre vergangen,
und plötzlich sagte er "hallo";
jedoch schwieg ich zu befangen.
der "möchte-gern-papagallo"
hat mich jahre lang ignoriert,
und kam nun als ein grinsemann.
ich war überrascht und schockiert,
denn ich fing nicht zu schweigen an,
und fand, nach all diesen jahren
kann er mir solch antlitz sparen.

hätte ich den bruder verletzt,
oder gar spontan geschlagen,
hätte ich sein "hallo" geschätzt,
um "entschuldigung" zu sagen.

nach seinem zickengehabe
solle er mich doch vergessen,
und ich finde das nicht schade,
denn es war unangemessen.

zu neunundfünfzig weiss ich nichts, -
das ist der abschluss des gedichts.


 

58
( So, 05. Mär 2017 18:18:36 )

58

erst wenn ich etwas niederschrieb,
kann ich es endlich vergessen;
damit mir mein ärger nicht blieb,
sparte ich mir ihn zu fressen, -
und schrieb davon manche geschichte;
so kam, dass ich vieles dichte.

ich sollte mich nicht mehr ärgern, -
doch sind mir dann menschen egal?
genau dies läge mir sehr fern,
und wäre eine reine qual.

schönes will ich nicht loswerden,
sondern mir gut aufbewahren;
das so seltene auf erden
möge allen widerfahren!

menschen, die nur schönes sehen,
sollte ich direkt beneiden,
doch will ich dies nicht verstehen,
weil zu viele menschen leiden.

für eine evaluation
in so mancher situation
dient die weise provokation
dem geist wohl als indikation,
oder bewirkt gar rotation
in veralteten strukturen
festgefahrener kulturen.

zeilen vor mich hin zu spinnen
lässt mich gedanken beginnen.

allerdings bin ich in eile;
in achtundfünfzig minuten, -
ist es auch noch eine weile -
liegt es an mir mich zu sputen,
um dorthin pünktlich zu kommen,
wo ich in zwei stunden sein soll.
das hab' ich mir vorgenommen,
und der kalender ist zu voll.

woher soll ich heute wissen,
wieviel zukunft ich noch habe?
ich will den moment nicht missen,
ganz egal, in welcher lage!


 

57
( Mo, 06. Mär 2017 11:56:00 )

57

sieh', wie sie ins handy gaffen,
wo sie in ihre welt schauen;
lieber sind mir ein paar affen,
die mir die wohnung versauen,
doch mit mir kommunizieren,
wie so üblich bei den tieren.

darüber will ich nicht schreiben,
selbst wenn ich es furchtbar finde;
das "nase am handy reiben"
macht mir lust, dass ich verschwinde,
wo sie in die röhre glotzen, -
und sei die röhre ein handy -,
mit dem menschen sogar protzen.
"du entschuldige, i kenn di"
braucht man nicht einmal zu sagen, -
in diesen vernetzten tagen.

nach der facebook-seite fragen,
könnte vielleicht sinn ergeben,
denn diese muss jede haben,
um heute zu überleben.

zu hause hab' ich internet,
und schätze seine vorzüge;
doch in gesellschaft ist's a gfrett,
wenn ich mich damit begnüge.

beruflich ist das kein thema,
ist das handy dort doch hilfreich;
das private "f" als schema
gleicht dem wüstensand im schilfteich,
der den meeresboden vermisst;
vielleicht könnte man vermuten,
dass man realität vergisst, -
angesichts der cyber-stuten.

siebenundfünfzig - da gibt's doch
herbie hancock's erfolgsfakten,
und was weiss ich, wie viele noch
menschen in zeilen verpackten,
um einen weg aufzuzeigen,
der das leid vermindern sollte;
doch weil menschen menschen bleiben,
scheint so vieles das gewollte.

ich will mein gedicht beenden,
zwecks versuch mein blatt zu wenden.


 

56
( Di, 07. Mär 2017 21:12:48 )

56

ich bin nicht lange unterwegs, -
vielleicht finde ich den faden
statt einem belanglosen keks,
um morgen verse zu haben,
die ich ins web bloggen kann.
die idee fängt zu reifen an,
wenn ich denke sie zu orten,
denn die freude, dass sie auftaucht,
bewirkt jetzt die ersten worte,
und sei es, dass dies noch zeit braucht.

wenn mir dann der waldgeist erscheint,
der in mir einer zu sein meint,
erzeugt das einen lachanfall,
oder es entstehen tränen,
in meinem quasi dachkanal
zum wohl innerer sirenen,
die dann zu heulen beginnen,
und dieses gefühl erzeugen
nun mein gedicht zu gewinnen,
um es danach zu beäugen.

über wachstums- und schrumpfschmerzen
könnte ich nun etwas schreiben,
oder sonst darüber scherzen,
warum wir die zeit vertreiben,
um im leben auszureifen;
doch hat man seine zeit vertan,
mag man später mehr begreifen,
und sei es nur den lageplan
der momentanen situation
in einer lebensposition.

das mag den ausklang begleiten, -
das wird wohl niemand bestreiten.

gegensätze braucht das leben
ob des irdischen bestehens, -
und dies würde es nicht geben -
ohne dasein des vergehens.

wir erleben diesen moment,
den wir jetzt wahrhaben sollten, -
wenn möglich zu hundert prozent,
weil wir ihn erfahren wollten, -
es sei denn, dass man ihn schon kennt;
doch wer kann die zukunft wissen, -
hinterfrage ich neugierig,
und bin hin- und hergerissen,
scheint es doch ein wenig schwierig.

was wird, wäre vorhersehbar,
wenn man den moment verstünde;
doch dummheit stellt die zukunft dar,
wie es das wunschbild begründe.

dies öffnet dem missbrauch die tür,
wo vorhersagen wichtig sind;
dieses thema steht nicht dafür,
und daher schick' ich's in den wind.

sechsundfünfzig kleine schritte
kann man auf jedem weg machen;
und bekommt man dabei tritte,
sollte man als letzter lachen.


 

55
( Mi, 08. Mär 2017 14:53:43 )

55

ich nütze die kurze pause
als ersatz für meine jause,
die ich bisher nie zu mir nahm,
und tippe den text vom morgen;
den empfinde ich nicht infam,
und er macht mir wenig sorgen, -
im gegensatz zu schlagzeilen,
die schockierendes mitteilen.

die macht kennt kein strafgesetzbuch,
und sie kümmert kaum ein wortbruch,
könnte man zusammenfassen,
oder fassungslos erblassen.
fusstritte für menschenrechte,
sind auf der welt auch das schlechte.

ob des zustands der gelenke
bleibt mir nur, dass ich mir denke,
der achte dritte sei heute,
was bisher mein herz erfreute.

eben wird mir bewusst, -
ein tee muss hinter meine brust,
bevor das tageslicht erscheint;
was sich auf fünfundfünfzig reimt,
wird mir vielleicht noch einfallen,
bis teewasserblasen wallen.

ich würde gerne noch träumen,
um eine idee zu haben,
und die trauer zu versäumen,
realität zu ertragen.


 

54
( Do, 09. Mär 2017 21:09:00 )

54

per mail hat mir jemand geschickt,
dass er die zufriedenheit sucht;
er hätte auch zu viel gezickt,
und war vor sich selbst auf der flucht.

er bat mich, den text zu reimen,
der nachstehend geschrieben steht;
mögen hier die verse keimen,
wenn schon dafür die zeit vergeht.

"ich habe einst partner gesucht,
und manchmal fehlt mir eine frau;
damals habe ich mich verflucht, -
ich erinnere mich genau,
denn ich habe zeit verschissen, -
mit warten und herumstreiten.
doch woher sollte ich wissen,
dass mich instinkte verleiten
das sinnlose zu probieren;
nun - was bringt's mich zu mokieren,
weil mich die fakten blockieren.

man mag mich egoist nennen,
doch die menschen, die mich kennen,
schätzen eher die offenheit,
die ich grundsätzlich erhalte,
solange meine wenigkeit
ihr dasein dabei entfalte.

ja, ich habe bedürfnisse,
oder brauche die menschen nicht;
das schaffen der zerwürfnisse,
ist etwas, das dagegen spricht."

vierundfünfzig ist bald vorbei,
zumal dies hier verewigt sei;
ein paar hirnzellen wurden frei,
und es entstand die litanei,
die du eben gelesen hast,
wofür ich mich bedanken will.
wir tragen alle eine last, -
manche laut, und andere still, -
auch wenn uns der umstand nicht passt.

ich belasse vorhandenes,
und betrachte entstandenes.


 

53
( Fr, 10. Mär 2017 17:19:48 )

53

dreinundfünfzig ist die nummer
von einem berühmten käfer;
dieser wagen ist kein stummer,
und wie für den hirt ein schäfer
war er ein laufendes zugpferd
für die ganze filmindustrie,
wo er doch immer wiederkehrt -
seit dem genialen "gewusst wie"

das auto als umweltschaden,
und die waffe beim bundesheer,
um töten gelernt zu haben,
wünschen sich viele knaben sehr,
wo man den menschen anerzieht,
dieses weltbild zu begehren,
das man als erstrebenswert sieht,
weil filme die kultur nähren.


 

52
( Sa, 11. Mär 2017 21:27:28 )

52

wir haben, was wir nicht brauchen,
und uns fehlt, was wir nicht sehen;
wenn wir das leben aushauchen,
wird es weiterhin bestehen.

zweiundfünfzig will ich werden,
in dem juli dieses jahres
auf bekannten gottes erden, -
das ist etwas wunderbares!

ich starre löcher in die luft,
wo gedanken vorbeiziehen;
wenn mich die lust zu dichten ruft,
sind ein paar davon gediehen.

die kirche und die medizin
haben recht vieles gemeinsam;
dinge wie auch flunarizin
sind für die gesellschaft leidsam;
aber die hostie zum wein
nimmt man doch hilfesuchend ein.

michio kuchi bringt den vergleich
mehr als nur genial auf den punkt;
es scheint wie ein schildbürgerstreich,
und klingt, als wenn man mich verulkt.

aus dem byzanthinischen reich
wurden gelehrte vertrieben;
interessen waren ungleich, -
so half nur, sie abzuschieben.

es verwundert eigentlich nicht;
falsches wusste manch bösewicht,
weil doch das kreuz heilen sollte,
was der mit pflanzen tun wollte.
"hexen" wurden sogar verbrannt,
oder sie sind davongerannt.

wenn man sich fragt, wie was war,
kann man die geschichte lesen;
meines erachtens schauderbar
ist das ganze hier gewesen;
was es grossteils noch immer ist,
wenn man nur die nachrichten liest.

wohl auch die ärzteschaft entstand
aus der nach macht strebenden hand.
die struktur als teil der masche
führt uns selbstsüchtig zu asche.

die sprache ist gleicher herkunft,
weil jeder das latein versteht;
daher glaubt man an die vernunft, -
und spricht brav sein stilles gebet.

gelegen kommt die hörigkeit, -
denn die macht braucht ihre freiheit.

das kreuz in der apotheke
hängt ja über jeder theke,
und wo schulen kirchlich waren,
sollte man den nutzen wahren,
und erhielt die verbundenheit
mit erfolg bis in diese zeit.

die hierachie zeigt die kleidung,
und den wohlstand die beleibung.

wo viel reichtum ist, herrscht die macht,
und hat noch selten glück gebracht.


 

51
( So, 12. Mär 2017 09:39:02 )

51

einundfünfzig bin ich heuer;
ach was, das hätt' ich nie gedacht!
ich bezahle hundesteuer,
und schlafe meistens in der nacht.

jetzt, da ein neuer tag beginnt,
inspiriert mich die einsamkeit,
die hier mein umfeld mitbestimmt, -
auch im kampf gegen die krankheit,
der ich neulich zum opfer fiel;
mich hat diese grippe erwischt,
und das leider im grossen stil.
eine arznei hab' ich gemischt,
und huste nun nicht mehr so viel,
wie noch eben beim aufwachen.
gesundheit heisst jetzt nur mein ziel,
denn ich möchte wieder lachen.
ein starker inquertee ist dran,
und salzwasser inhalieren;
auch propolis hat gut getan -
im kampf gegen diese viren,
die dem wohlbefinden schaden, -
um bald wieder kraft zu haben.

der husten begann nebenher, -
unscheinbar und unauffällig,
und wurde blitzartig viel mehr;
derzeit bin ich kaum gesellig,
denn manchmal huste ich doch schwer,
und will niemanden anstecken,
sowie niergendwo anecken.

also kuriere ich mich aus,
und bleib vorzugsweise im haus!

seit gestern bin ich in der stadt,
und liege unter der decke;
momentan habe ich es satt,
dass ich mich hier so verstecke!

langsam geht der husten zurück, -
fast zu langsam, aber bitte;
beschwerlichkeit erhöht das glück, -
golden scheint der weg der mitte.

also werde ich mich schonen,
und weniger unternehmen;
die gesundheit wird es lohnen,
oder die krankheit mich lähmen.

ich werde den kampf gewinnen,
und einmal mehr neu beginnen.


 

50
( Mo, 13. Mär 2017 08:49:41 )

50

nun habe ich fünfzig erreicht,
und finde das bemerkenswert.
das schreiben fiel nich immer leicht,
doch wird mein geist dadurch genährt,
um die offenheit zu pflegen
mit bedachtsamkeit zu leben.

gedanken haben begonnen
mir ihre präsenz zu zeigen;
sie sind noch etwas verschwommen,
und so will ich sie beschreiben.

der erde war ur-langweilig,
denn die natur war geschaffen,
und sie hatte es nicht eilig;
immerhin gab es schon affen.

der erde war das zu perfekt, -
ihr fehlte der nervenkitzel.
so hat sie sich mit eis bedeckt;
wie ein vereistes stanitzel
lies das manchen berg aussehen,
und vorerst viel zeit vergehen.

so hat die erde beschlossen,
sich nun selbst zu übertrumpfen,
und hat all das eis vergossen,
um nicht sinnlos zu versumpfen.

sie lies den menschen entstehen.
für die erde war das ein spiel,
denn sie könnte mitvergehen,
oder kommt näher an ihr ziel.

sollte sie selbst zerstört werden,
würde alles mit ihr sterben,
und wenn der mensch sich selbst umbringt,
stört die erde dies nur bedingt.

derart kann man gespannt bleiben,
wie dieses spiel für sie endet.
lieber würde ich beschreiben,
dass sich bald zum guten wendet,
was sonst nur zerstört wird und stirbt,
bis letztendlich alles verdirbt.

vielleicht wird es ein wesen geben,
das dem menschen ein wenig gleicht;
es wird das paradies leben,
das vom heute mehr als abweicht,
weil das leben die basis pflegt,
anstatt sie nur auszubeuten, -
wenn man die wahrheit so auslegt.
was mag das sprichwort bedeuten,
"wie gewonnen, so zerronnen"?
welcher abschnitt hat begonnen?

heute abend ab zwanzig uhr
sind die "wilden worte" wieder
im amerlinghaus die kultur;
ich hoffe, dass meine glieder
mich abends zur lesung bringen,
um auch etwas vorzulesen,
so mir noch verse gelingen, -
über fremde lebewesen,
und von mutter erde vielleicht, -
oder das vorhandene reicht.


 

49
( Di, 14. Mär 2017 21:10:29 )

49

leute finden ist beschwerlich,
und doch suche ich dich ständig.
ja, dieses meine ich ehrlich, -
stressfrei und doch eigenständig.

neunundvierzig ist dominant, -
jedenfalls am heutigen tag;
meine gedanken sind pikant,
weil da ein jeder offen lag.

die träume sind mir entschwunden, -
ich weiss gar nichts mehr darüber;
daher habe ich empfunden,
ich hätte schwestern und brüder
im sprichwörtlichen sinn.
jetzt, da ich bereits munter bin, -
oder besser munter werde -
auf unserer mutter erde.

vorahnungen aus mir fischen
beschäftigt mich allmorgentlich,
um sie dem sein beizumischen, -
quasi werden diese weltlich.

meine gedanken passieren,
die sich da manifestieren.

es gibt dummheiten im leben,
wie auch der "erbsünde" wegen
der kirche einen cent geben.
spenden für den glockensegen
heisst sich selbst ein ei zu legen, -
mit den bunten ostereiern,
um das nächste fest zu feiern.

da hängen uns die lügen nach -
aus grausamer vergangenheit,
wo man das glück im tod versprach,
wie noch in der heutigen zeit.

was war, ist einmal geschehen,
weil die ahnen hörig waren;
wir sollten uns eingestehen
dass wir anderes erfahren.

denn "die alte garde rächt sich",
haben drahdiwaberl gemeint;
manche sind für alle schädlich,
wäre das, was sich darauf reimt,
da man sonst verallgemeinert,
was niemals der wahrheit entspricht.

irgendwann sind wir versteinert,
ach ja - was für eine aussicht!


 

48
( Mi, 15. Mär 2017 10:09:01 )

48

die einen schauen oftmals fern,
andere schreiben dafür gern.

ich habe keinen fernseher,
der mich doch nur nerven würde;
mir steht meine soundbox näher,
als eine zu schwere bürde.

achtundvierzig schrieb ich mir auf,
und wollte dieses beschreiben;
ich liebe dieses ansich auch,
um mir die zeit zu vertreiben.

diese zahl bedeutet mir viel,
denn vier als die hälfte von acht
ist nur ein dummes ziffernspiel,
doch bleibt derzeit nicht unbedacht.

einen kreuzreim nenne ich das,
wenn irgendwas gut scheint zu sein,
und ich räum' ein, dass ich mit mass
dies stehen lass', denn es ist fein.

zwar ist der letzte satz schwachsinn,
und sprachlich wohl kaum ein gewinn,
doch das reimmuster scheint ganz nett;
vielleicht beschäftigt's mich im bett,
wenn ich abends schlafen gehe,
und mir den vollmond ansehe,
der nächtens beeindruckend strahlt,
als wäre er im bild gemalt.


 

47
( Do, 16. Mär 2017 08:22:43 )

47

diese paar verse in der nacht
will ich noch spontan verfassen,
denn ich bin unruhig aufgewacht, -
dabei den traum zu verpassen,
welcher mich zum morgen gebracht,
oder heisst's geleitet hätte, -
durch die geistige fundstätte.

ich hab' die augen aufgemacht,
und die uhr zeigte kurz vor drei.
verstört habe ich nachgedacht,
warum dies mit dem traum so sei,
und ob ich ihn später träumte;
wenn ich der unruhe verzeih',
dass ich meinen traum versäumte,
werde ich vielleicht von ihr frei.

träume ich den traum ohnehin
in meinem unterbewusstsein,
ob ich schlaf' oder munter bin?
man scherzt manchmal, "die welt sei klein";
die "vorratskammer vom unsinn"
ist demnach eine winzigkeit,
und dazu der bewusste geist
eine zwiespältige einheit,
die in meinem kopf umherkreist, -
denn ihr leid führt mich zur freiheit.

siebenundvierzig fehlt mir jetzt,
doch dieser umstand stört mich nicht;
jenes erwähne ich zuletzt, -
in der not um's tagesgedicht.


 

46
( Fr, 17. Mär 2017 09:04:59 )

46

mir sollte etwas einfallen, -
um des tagesgedichts wegen;
fern liegen mir meeresquallen,
die irgendwo anders leben.

sechsundvierzig war ich einmal,
seither vergingen sechs jahre;
doch das verdient keinen beifall,
und dies ist das wunderbare.

die finsternis wird kühl werden -
bei all den sternen am himmel,
die um den mond die nacht färben, -
fast wie ein lichtergewimmel
in dem grossen raum da oben, -
um lichtjahre zeitverschoben.

in die zeitung zu schauen
schien mir eine gute idee;
doch kommt mir das pure grauen,
wenn ich die brutalität seh',
die man uns lesern vermittelt;
ein menschliches armutszeugnis
als idiotie betitelt
sei dieses friedensversäumnis
in der realen gegenwart,
um meine meinung kundzutun, -
auf dieser langen höllenfahrt.
gewalt als menschliches urtum
zeigt die schmähliche geschichte
des intelligenten reifens,
sowie zahlreiche gedichte
des künstlerischen begreifens,
seit der mensch zu schreiben begann,
und sich auch auf weises besann.

ich frage mich manchmal danach,
ob es weltfrieden geben kann,
das hält mich dann stunden lang wach,
und ich hoffe, - ja, irgendwann.

doch sie reden nur vom segen,
und vernichten dabei leben.


 

45
( Sa, 18. Mär 2017 02:07:52 )

45

den recht eigenwilligen traum
hatte ich eben jetzt gehabt;
in einer gasse stand ein baum,
und ein mann, - schon etwas betagt, -
meditierte sitzend davor.
die augen waren geschlossen, -
vor der villa vom herrn major,
und man sah den zeitgenossen
mit verschränkten armen ruhen.
ein lächeln trug er im gesicht, -
schlicht gekleidet samt turnschuhen
erwärmte ihn das sonnenlicht.

die frau vom major war daheim.
ihr gatte war auf dienstreise,
daher war sie zur zeit allein.
sie lebte auf ihre weise
ein eher einfaches leben;
so wunderte sie dieser mann,
der begann sie aufzuregen.
in der folge geschah es dann,
dass die frau den mut aufbrachte
zu dem mann hinauszugehen,
und fragte, was er sich dachte,
denn sie wolle nicht verstehen,
warum er so lang dasitze,
und wollte wissen, wer er sei.
denn sie hasse schlechte witze.
das war nachmittags um halb zwei.

freundlich begrüsste sie der mann;
er, der buddha ohne worte
habe ihr doch nichts getan;
er wählte nicht ihre pforte,
sondern wollte den baum spüren.
es täte ihm aufrichtig leid
ihre freiheit einzuschnüren,
doch er sei zu allem bereit.

dieser baum kümmere sie nicht,
er möge sein tun beenden,
denn er verstelle die aussicht,
beschuldigte sie den fremden.

dieser bat sie recht gelassen,
das doch anders aufzufassen;
diese würde er erhellen,
jedoch sicher nicht verstellen,
und dazu, "ich sage dir hier,
deine weisheit wachse mit dir."

sodann verlies der mann den ort
ohne jedes weitere wort.

fünfundvierzig vor drei wird's jetzt, -
habe ich fast richtig geschätzt.


 

44
( So, 19. Mär 2017 10:59:28 )

44

gedanklich zurückgezogen
habe ich vieles erwogen -
zwischen meinen vorstellungen
einzelner gegebenheiten;
doch manche hatten prellungen
durch jene verlegenheiten,
die deutlich zu spüren waren,
um extrem mies einzufahren.

die distanz versteckt die neugier, -
da fliegen die die vibrationen
der kräfte rund um mich zu mir, -
manche als irritationen,
so als wäre ich ein untier,
und andere als sympathie,
oder auch als betroffenheit.
neben mir stinkt die tympanie

angesichts der gelegenheit.
ein kleines lokal meiner wahl
gönne ich mir hier zum ausklang,
und spüre die reale qual
im emotionalen andrang.

mich in mein heft zu vergraben,
und einfach dahinzuschreiben
hilft mir all das zu ertragen,
und den unmut zu vermeiden.

vierundvierzig steht morgen an, -
also schreibe ich mein gedicht,
weil ich mich darum sorgen kann,
dass es den ansprüchen entspricht,
die jemand an die verse stellt,
um diese gerne zu lesen.
damit es jemandem gefällt, -
oder einem lebewesen, -
will ich die wortwahl beachten,
oder das niveau beachten.

wenn ich einmal nicht mehr da bin,
könnten die reime bestehen,
und für ein hirn als vitamin
inspirationsdienst versehen.

kann ich noch dümmer ausdrücken,
das bedürfnis zu verspüren,
die energie zu beglücken,
der diese reime gebühren,
die sie hoffentlich entzücken?
ich will noch ein paar verfassen,
um diese stehen zu lassen.


 

43
( So, 19. Mär 2017 10:59:28 )

43

jetzt sitze ich wieder im zug,
und beginne dieses gedicht;
zu fahren ist irgendwie gut,
auch wenn die aussicht nicht besticht,
weil wir durch den tunnel fahren,
wo bäume zu sehen waren,
als die bahn oberirdisch fuhr.
dafür ist man jetzt viel schneller -
auf der neuen überholspur;
doch schon ist es wieder heller,
und st.pölten ist gleich erreicht.
heutzutage geht alles leicht.

da entstand die notwendigkeit
nun nach st.pölten zu reisen;
aus privaten gründen der zeit
bewege ich mich auf gleisen.

dreiundvierzig steht heute an,
damit ich jetzt nachdenken kann.

ich bin eben angekommen,
und schreibe noch diese worte;
vor mir stehen ein paar nonnen
als katholische eskorte, -
und so will ich hinausgehen,
um draussen weiterzusehen.

ich habe alles erledigt,
und warte auf den zug zurück,
wo mich die sonne entschädigt,
die ihre wärme gibt - zum glück.

mein termin war unerfreulich,
doch war mir das schon vorher klar;
eigentlich ist viel abscheulich,
aber trotzdem unvermeidbar.

ich geniesse den sonnenschein,
der unser leben mit kraft nährt,
und versuche glücklich zu sein,
auch wenn mein zug erst später fährt.

eben ist er losgefahren,
und ich verlasse diese stadt;
ob der dinge, die waren,
brauche ich den restlichen tag,
um gute stummung zu kriegen, -
das ist für wahr mein anliegen.

der zug blieb im tunnel stehen,
um die finsternis zu sehen.

ich denke die ganze zeit nach,
was denn zu dreiundvierzig passt,
doch mein gehirn arbeitet schwach,
das sich mit anderem befasst.


 

42
( Di, 21. Mär 2017 12:08:36 )

42

zweiundvierzig mal vergehen
werden zweiundvierzig nächte,
um die träume zu verstehen, -
das ist soweit nicht das schlechte.

die menschen auf der toilette
sind oftmals extrem einfallsreich;
wenn ich die gedanken hätte,
sähe ich mich im spiegel bleich.

es ist die niveaulosigkeit,
die da förmlich zum himmel schreit.
und es wird schlimmer mit der zeit,
doch lohnt keinen prinzipienstreit.

ich bin hoffentlich nicht kleinlich,
und kenne die wiener sprache,
doch dieses wäre mir peinlich,
wie ansonsten keine sache,
ausser eine - sehr wahrscheinlich,
als bundeskanzler herrn strache;
das fände ich katastrophal,
und schlichtweg unverantwortlich,
wie für den zwiespalt ein pokal, -
quasi politisch unsportlich.

es schrieb nicht der osterhase,
so ich das doch richtig sehe,
was ich las vor meiner nase,
als ich da erleichtert stehe.

"auf die wiener zickenscheisse
spritz ich maximal das weisse."

das ist doch wirklich extrem tief,
so wie auch dieser "häuselmief."


 

41
( Mi, 22. Mär 2017 02:11:35 )

41

ich könnte ein spiel erfinden,
und es einundvierzig nennen;
damit liesse sich verbinden,
etwas neues zu erkennen,
weil im prozess des erschaffens
die eigendynamik bewirkt,
wie die banane des affens
sich in energie zu wandeln,
die recht eigenartig agiert, -
denkt man nur an dessen handeln,
und wie er mit dingen hantiert.

doch hab' ich anderes im kopf,
um dies heute zu verfassen,
und will blumen- wie suppentopf
im gedicht beiseite lassen.

ich war zu besuch im spital,
und traute meinen augen nicht;
alles läuft interdigital,
wo man über gesundheit spricht,
aber ein gesundes getränk -
ein schlichtes glas heisses wasser -
vermisst nicht nur mein halsgelenk.

statt dessen kaffee und kuchen,
milch, zucker und schockolade, -
ein brot kann ich ja versuchen,
damit ich den körper plage.

will ich zucker im brotteig nicht,
und schätze die gelenkigkeit,
finde ich nichts, was mich anspricht -
es lebe die aufwendigkeit!

die medizin setzt viel geld um,
um menschen gesund zu machen;
doch das ernährungsdrumherum
mag krankheiten verursachen.

in der gesundheitsambulanz
beisst sich die katze in den schwanz, -
möchte ich fast dazu meinen,
und wollte es mithin reimen.


 

40
( Do, 23. Mär 2017 14:01:40 )

40

ich höre sie um mich reden,
die da viel zum besten geben, -
wie sooft in meinem leben;
mich kann das nicht mehr aufregen,
was ich zeitweilig aufschnappe, -
besser halte ich die pappe,
obwohl ich haarsträubend finde,
was die leute so verzapfen,
doch was ich damit verbinde,
liesse mich zum nordpol stapfen,
um dort meinen kopf zu schütteln,
und den schwachsinn zu vergessen, -
an den eiszapfen zu rütteln,
und ein paar fische zu essen,
damit ich wieder hören kann,
was die menschen von sich geben.
meine gedanken fagen an,
die existenz zu belegen.

ich warte in einem kaffee,
und ziehe mich in mich zurück,
trinke hier meinen heissen tee,
und erfreue mich an dem glück
rundum frieden zu erfahren,
wo die menschen fröhlich scheinen;
ich will den moment bewahren, -
auch in form von diesen reimen,
die meine gedanken waren.

ich warte unweit vom bahnhof
an einem unbekannten ort,
denn die vergangenheit war doof, -
mag sein, das ist ein falsches wort,
doch ich versäumte einen zug.
daher schreibe ich die reime
über etwas von dem ausflug
mit dem hund an meiner leine,
der neben mir am boden liegt;
müde sind jetzt seine beine,
zumal der hund das laufen liebt,
und mich bereits am roller zog;
eine grössere runde weit
vor dem füllen vom futtertrog, -
zu einer frühen morgenzeit.

wenn sich mein gedicht ausbreitet,
sowie im trockenen flussbett
sich frisches wasser einleitet,
wird das gewachsene komplett.

hin zur grossen wassermasse,
wo sich der fluss ins meer ergiesst, -
nach der langen wasserstrasse,
die viele kilometer misst,
treibt da ein tropfen an sein ziel,
um sich grossem beizutragen,
seit er von oben herabfiel,
könnte man zum schauspiel sagen.

damit beginnt ein neuer teil
des heutigen tagesgedichts;
mag sein, es bringt meinem geist heil,
oder auch ausnahmsweise nichts,
und ist auch für sie lesenswert,
weil sie dieses wortspiel lieben,
wo man denkanstösse erfährt,
welche einem naheliegen,
und mein gedicht ihr denken nährt,
das hilft in sich selbst zu fliegen,
und im innersten das neue
unerwartet zu entdecken;
wer sich am kopfkino freue,
mag die lebensgeister wecken,
die zu taten motivieren,
statt sich nur zum vergessenen
baldigst zu amortisieren -
gemäß dem angemessenen.

dieses gedicht mag nutzlos sein,
doch mir fällt nichts besseres ein.


 

39
( Fr, 24. Mär 2017 06:12:37 )

39

du musst dich nur durchsetzen, -
dich in der menge behaupten,
und dich möglichst nicht verletzen,
weil andere zu tun glaubten,
was dir handlungsbedarf verschafft;
und schon das kostet manchmal kraft.

du musst dich teuer verkaufen,
weil man dir sonst auf den kopf steigt;
und willst du mehr als mitlaufen,
trachte, dass man hinter dir bleibt.

deine mitmenschen sind brutal, -
echte freunde findet man schwer;
in der ferne wie kommunal
wollen viele leute nur mehr,
und lügen dafür wie gedruckt,
denen völlig gleichgültig ist,
wer für sie ihre scheisse schluckt,
und ob du stirbst oder da bist.

sie lügen dir frech ins gesicht, -
fast möchte man ihnen glauben;
doch besser glaubst du ihnen nicht,
die für keinen frieden taugen.

jedes rudel hält zusammen,
die menschliche gemeinschaft nicht;
da geht's nur um gewinnspannen, -
wenn auch fatal auf lange sicht.

neununddreissig als tageszahl
begleitet mich zum abendmahl.


 

38
( Sa, 25. Mär 2017 10:24:03 )

38

achtunddreissig steht morgen an,
und ich weiss noch nichts zu schreiben;
was sicher nicht so bleiben kann,
um mir die zeit zu vertreiben,
und bullshit zu produzieren,
nebst den tee zu reduzieren.

mir ist irgendwie langweilig,
neben mir spielt man am handy, -
das passiert eben zeitweilig,
weil ja heutzutage trendy.

wozu die menschen ausgehen,
wenn sie nur ins handy sehen,
werde ich niemals verstehen.

ich bin nach hause gegangen,
um daheim allein zu schweigen,
und noch etwas anzufangen,
das mir hilft munter zu bleiben.

es war ein langer tag heute,
oder soll ich gerstern sagen,
an dem mich vieles erfreute;
so will ich mich nicht beklagen.

ich suche ein neues "daheim",
irgendwo anders als ich bin;
vielleicht um dort bei dir zu sein,
wo du bist - lieblich feminin.

das suchen lasse ich bleiben,
denn du wirst mich sicher finden, -
hier - wo ich bin, um zu schreiben,
für dich liebe zu empfinden.

meinen gruss aus dem wohnwagen
will ich dir persönlich sagen,
irgendwann in diesen tagen,
in denen ich dir begegne,
um dich auf händen zu tragen,
damit ich dir den weg ebne.

dich um dein ja-wort zu fragen,
wird mein schönster tag im leben,
wenn ich dich mit blumen schmücke,
um dich in mein bett zu legen,
wo ich dich zart an mich drücke.

sag' mir doch einmal deswegen,
dass ich dich mit mir beglücke.

wenn du als mann die zeilen liest,
so schreibe sie deiner holden,
damit ihr herz bei dir zerfliesst,
denn die liebe, - die ist golden.

liebe sei die verbundenheit
grenzenlos frei - über der zeit.


 

37
( So, 26. Mär 2017 19:12:44 )

37

wer bist du, und wo kommst du her?
bist du gast, oder wirst du mehr?
wir menschen sind wissbegierig,
und dazu noch etwas schwierig.

man kann weise sprüche klopfen,
oder sinnloses zeug schwatzen, -
vieles ist ein grosser topfen,
und von dächern pfeifen spatzen,
aber "im topfen" steckt ein satz,
der wert ist, ihn zu notieren,
denn manchmal ist ein satz ein schatz -
bei den bullshit-pionieren.

die zeit zieht an mir vorüber,
die mir energie abverlangt;
und bin ich selbst mein betrüger,
frage ich mich, ob der geist wankt.

siebenunddreissig euro nur
haben kanister gekostet;
das geschäft schien etwas obskur,
drei stück, neu und unverrostet,
doch geb' ich klares wasser rein,
kommt es noch gelb getrübt heraus.
da frag' ich mich, muss das denn sein?
mit der wirtschaft ist es ein graus.
ich bin mir nicht einmal sicher,
dass diese kanister neu sind;
mein ärger wär' ein wahrlicher,
falls deren neuheit gar nicht stimmt.

ich darf mich daher schlau machen,
was da in den kanistern ist,
und geniesse lieber sachen,
an denen man die freude misst.


 

36
( Mo, 27. Mär 2017 23:12:50 )

36

sechsunddreissig erinnert mich
an ein lokal in amsterdam;
die besuche waren merklich,
wie man sich vielleicht denken kann.

es grenzt so nett ans wasser an,
und touristen sind gut gelaunt, -
dort beim bahnhof in amsterdam,
wo man wegen des treibens staunt,
doch ausgezeichnet chillen kann.

ich lebte einst in amsterdam,
weil man die stadt nur lieben kann.

privater umstände wegen
bin ich nach wien zurückgekehrt,
und durfte hier weiterleben, -
vielleicht war dieser schritt verkehrt
geschaffenes aufzugeben,
das mich zwar heute nicht mehr schert,
denn es gilt nach "tun" zu streben,
was die ortswichtigkeit entbehrt.

man will angenommen werden,
damit man anzukommen liebt,
und bereit wird dort zu sterben,
wo es eine gemeinschaft gibt,
für die man gerne gewirkt hat, -
am land - oder auch in der stadt.

die toleranz der stadtkultur
fasziniert mich in amsterdam;
die wirkt, wie eine seelenkur,
so man dies derart sagen kann.


 

35
( Di, 28. Mär 2017 00:19:58 )

35

man philosophiert so dahin, -
fünfunddreissig minuten lang,
und fragt sich dabei, "macht man sinn?", -
beschäftigt beim gedankenfang.

ich denke über manche sicht,
und schreibe daraus mein gedicht.

das thema glauben ist heikel,
und oft unklar unterm scheitel.

freier glaube als menschenrecht
wäre in der praxis nicht schlecht.

religion erfand die seele,
um energie auszudrücken,
wo doch sonst vertsändnis fehle,
macht mir moral zu entzücken.

wir menschen hätten drei seelen,
während tiere nur zwei haben,
und pflanzen gar eine zählen, -
ist das, was chinesen sagen,
wobei man seele anders sieht,
als man dies hier bei uns versteht,
und man dabei mit einbezieht,
dass glaube sich ums leben dreht,
und zusammenhänge erklärt,
statt dem machthunger zu nützen,
der menschen angst und schrecken lehrt,
wie geheimnisse zu schützen,
und von weltwundern zu sprechen,
die unverständnis erklären,
doch ob verübter verbrechen
uns wohl die wahrheit verwehren,
die den reichtum zu fall brächte,
und hinderlich wär' - "für's rechte"

ist nicht der betrug das schlechte,
den man an den menschen verübt?
dafür sei die sekte gerügt!

man schrieb, kinder wurden missbraucht,
doch keine täter verurteilt,
wo man finger ins wasser taucht,
damit man seine seele heilt.

wir zahlen wiedergutmachung -
zigtausende euro pro jahr;
das gleicht einer vervielfachung
des übels, das da ist und war.

die menschen werden zwangsbeglückt, -
mit einem berg voller lügen;
den umstand finde ich verrückt, -
hätte ich noch beizufügen.


 

34
( Mi, 29. Mär 2017 13:58:46 )

34

in floritzdorf mitten am spitz
herrschte am bahnhof hochbetrieb, -
mitsamt dem zirkus für die kids,
wo ich ein wenig sitzen blieb,
und noch rasch ein paar zeilen schrieb, -
so genannt - den gedichtseinstieg.

diese warme frühlingssonne
am wolkenlosen hoizont
ist doch eine wahre wonne,
bevor die grosse hitze kommt.

das ewige herumfahren
ist scheinbar das menschliche los;
gerne würde ich mir das sparen,
aber wie mache ich das blos?

das fing schon in der schule an,
dass man jeden tag fahren muss,
wo ich schon den eindruck gewann,
täglich zu fahren wäre stuss.

es kostet stunden jeden tag,
nur von "a" nach "b" zu kommen;
um's geld wie die zeit ist es schad' -
viele stunden sind verronnen.

und dennoch reise ich gerne -
vorzugsweise in die ferne.

ich möchte in diesem leben
das herumpendeln aufgeben,
und hoffe, dass mir das gelingt.
selbst wenn es noch utopisch klingt,
dass man die zeit daheim verbringt,
wird es hoffentlich möglich sein,
in einem domizil daheim
mein lebenswerk zu erstellen.
ein stiller platz wäre fein,
wo meist nur die hunde bellen, -
möglichst autofrei gehalten,
und doch öffentlich erreichbar,
um das leben zu gestalten, -
mit hund und katz' und vogelschar.

niemand will etwas vermissen,
und am liebsten alles haben;
dass sich interessen spiessen,
ist dabei müssig zu sagen.

vierunddreissig minuten noch
dauert es jetzt bis zur abfahrt, -
also nütze ich das zeitloch,
das mir das schicksal offenbart,
und werde daher für morgen
etwas wichtiges besorgen.


 

33
( Do, 30. Mär 2017 01:42:39 )

33

vereinzelt wachsen hier bäume,
wenn ich aus dem fenster sehe;
es sind grüne zwischenräume,
so ich das korrekt verstehe
inmitte einer "betonie",
durch die mich der bus bewegt -
mit der urbanen energie,
welche die geschichte belegt.

ich bin zeitig losgefahren,
um verpflichtungen zu wahren,
und bin eine stunde zu früh;
ich brauchte ein frühstücksmenü.

um die reimform zu erhalten,
sei da frühstücksmenü genannt,
womit man sucht zu gestalten,
das mehr ist als früstück bekannt.

also fand ich ein kaffeehaus,
in das ich frohen mutes ging,
und hoffte auf den morgenschmaus;
das war, als mein irrtum anfing.

im kaffehaus war rauchverbot,
doch trieb mich der hunger hinein;
die stille wirkte, wie der tod, -
menschen schienen müde zu sein.

der ober kam und grinste breit,
und so bat ich um grünen tee;
er meinte, es täte ihm leid,
weil die maschine g'rad nicht geh',
und bäte mich, dass ich versteh',
weil der teufel im detail steckt,
seien die maschinen defekt.
daher sei, was gäste wählten,
wofür nicht maschinen fehlten.

das hat mich zwar etwas erstaunt,
doch war die zeit kurz anberaumt,
und daher griff ich zur karte,
und bat, dass er nur kurz warte.

die karte bekam ich sofort,
und damit war der ober fort.

ich hab die karte gelesen,
und bin nur entsetzt gewesen,
denn ungesünder geht es nicht;
das futter für's übergewicht
sei thema in diesem gedicht.

noch dreiunddreissig minuten
verblieben mir als freie zeit;
das war ein grund mich zu sputen, -
und von der illusion befreit,
eine stärkung zu bekommen,
hab' ich das lokal verlassen,
und dort nichts zu mir genommen, -
auch, um mich nicht anzupassen.

die gäste waren derart fett
von der ganzen zuckerware;
wenn ich derart viel gewicht hätt',
bräucht' ich eine krankenbahre;
dazu die unbeweglichkeit
bereitet den menschen ihr leid,
denn die gesunden nichtraucher
sind faule zuckerverbraucher,
die sich nur wenig bewegen,
um möglichst bequem zu leben.
das extreme übergewicht
wundert mich eigentlich gar nicht,
wenn ich sehe, was man so isst.
zu verständlich ist die fettschicht
bei diesem krankmachenden mist,
den man da in sich hineinfrisst.

ich hab' die karte gesehen,
und beschloss sofort zu gehen.
für mich war da gar nichts dabei,
ausser ein innerer aufschrei -
auch zu den absurden preisen
für getränke und die speisen, -
vielleicht für menschen, die fressen,
um den glückstraum zu vergessen.

als vegetarier ist's schwer,
zuckerfreies zu bekommen,
denn sogar im brotteig ist der,
hab' ich von bäckern vernommen.

der hartkäse mit lab vom schaf,
oder auch von so einem kalb
essen zwar manche "vegis" brav;
und ich frage mich nicht, weshalb -
dem diese information fehlt,
der da milchprodukte auswählt.

puncto süssspeisen und torten
bedarf es wohl kaum an worten, -
und eier frisst normal mein hund,
tue ich manchmal gerne kund.

ich will niemanden belehren,
was der gesundheit dienlich ist,
zumal sich menschen nicht scheren,
was der einzelne in sich frisst,
trotzdem es nur ungesund ist.

nur dass menschen mir vorwerfen,
dass ich gerne tabak rauche,
geht mir wirklich auf die nerven,
was ich überhaupt nicht brauche.

ich kann und will nicht verhindern,
dass die menschen schmerzhaft altern,
denn um die schmerzen zu lindern,
bedarf es geistigen schaltern,
die ein psychologe findet,
aber mir unzugänglich sind;
doch bevor dies leid verschwindet,
verendet vorher noch der wind.

über krampfadern zu klagen,
und eine wampe zu tragen
gleicht angesichts der ernährung
einer logischen belehrung
körperlicher anatomie,
und so möchte ich erwähnen,
vergangene "satanomie"
lies diese menschen zunehmen,
um an ihnen zu verdienen,
weil menschen gedankenlos konsumieren,
wenn sie zur unform mutieren.

die über gesundheit reden,
scheinen dabei krank zu leben.


 

32
( Fr, 31. Mär 2017 17:46:42 )

32

mutter erde bedient das leben;
deswegen kann es uns geben.
unterstütze mutter erde
als teil der menschlichen herde,
und erspare ihr möglichst mist,
damit du kein mistmacher bist.

die gefährlichsten mistmacher
sind dem leben widersacher,
die vor krieg nicht zurückschrecken,
selbst wenn sie dabei verrecken.

properitären intellekt
will ich diese dummheit nennen,
welcher in solchen menschen steckt,
die wir als machtgierig kennen,
weil sie die erde ausbrennen.
im grossen sowie auch kleinen -
erlaube ich mir zu meinen.

wenn respekt vor dem leben fehlt, -
achtlos vor dem eigenen sein, -
dann wird der höllenweg gewählt;
laut will ich schreien - danke nein!

sind solche menschen änderbar?
wovon leben denn die kinder,
wo der mensch ein verschwender war?
sind die warnungen zu minder,
die sich klimatechnisch zeigen?
die verwüsteten erdflecken
sind uns menschen zuzuschreiben,
weil wir die umwelt verdrecken,
und gedankenlos vernichten.
wie sind unsere aussichten?

was sollen die kinder essen,
die vor dem zerstörten stehen?
kann man denn "essen vergessen"
als die lichtnahrung ansehen,
die als kraftfutter der zukunft
den menschen zurücklassen soll,
damit er seine unvernunft
quasi als natürlichen groll
solange überdenken kann,
bis sich die natur erhohlt hat?
möglicher weise lernt er dann,
das zu schätzen, was davor lag,
wenn selbst das licht verdreckt eintrifft,
wovon nurmehr menschen leben,
und um die erde müll als gift
krankheiten liefert - als segen.

wird der mensch tiere erschaffen,
die auch das sonnenlicht ernährt,
damit er fleisch von "light"-affen
statt von skorpionen verzehrt?

können wir global umdenken,
bevor es für uns zu spät ist?
wollen wir uns dorthin lenken,
wo der mensch die sorge vergisst,
dass vielleicht die natur umkippt,
wenn er am reinen wasser nippt?

ich erinnere mich noch gut
an die zeit, als ich ein kind war;
da brannte den menschen der hut -
viele kriege waren zählbar, -
zweiunddreissig auf dieser welt
im kampf um rohstoffe und geld;
oder waren's vierunddreissig?
menschen kämpften immer fleissig
um ihren glauben und die macht,
die nur zerstörung erreichten;
sie haben zu viel leid entfacht.
wem hilft denn dabei das beichten,
will ich die leidpräger fragen,
die blut an den händen tragen.


 

31
( Sa, 1. Apr 2017 20:00:29 )

31

wieder ist heute ein freitag,
denn ich allzugerne frei mag;
die nacht hat eben begonnen,
und ich habe mich besonnen,
die mondsichel zu bestaunen -
bei genuss auf meinem gaumen.

die mondsichel schaut schön aus, -
viel schöner als ein blumenstrauss.

ich hab' mir vieles überlegt, -
in ein paar hellen momenten;
so manches hat mich aufgeregt.
ich hörte töne von enten,
die in naher höhe flogen,
und fühlte in mir dankbarkeit.
rasch sind sie vorbeigezogen.
ich suchte im netz die fahrzeit
der verbindung zu meinem ziel.
der nächste bus fuhr schon sehr bald, -
zeit blieb mir bis dahin nicht viel,
doch machte sich der stress bezahlt,
denn danach braucht alles länger
für die doch recht weite strecke.
"take it easy" sang der sänger
aus den boxen an der decke,
und so packte ich zusammen,
was ich dachte, dass ich bräuchte,
während minuten verrannen,
sodass ich beinahe keuchte,
als ich den bus knapp erreichte, -
ja, - die zeit ist keine leichte.

was mir morgens durch den kopf ging,
waren ein paar lose themen,
die ich jetzt zu dichten anfing, -
wäre vorab zu erwähnen.

die amis trachteten danach,
einst da den mond zu zerstören;
das war ein grund, dass ich versprach
mich darüber zu empören;
dies habe ich mithin getan.
ich will die dummheit vergessen,
die der natur son vieles nahm, -
von ihrer habgier besessen.

was heisst bei uns biologisch,
und wie ist denn das definiert?
ist unvergiftet frischer fisch,
der "bio - bio" rezitiert,
und radioaktiv verseucht ist,
gesünder als ein stück schnittlauch -
frage ich als illosionist,
ist nicht verseucht die erde auch?
schlingen wir denn bald nurmehr mist
in unseren gierigen bauch?

der einunddreissigste geschah, -
wir schreiben den ersten april,
und plötzlich, - eh ich mich versah,
fragte ich mich, was ich da will,
ausser dinge erledigen, -
vor allem die mühseligen.

das waren gedankenfetzen,
die mir am morgen einfielen;
heute musste ich mich hetzen, -
auf dem weg zu meinen zielen,
doch ist wichtiges geschehen,
und der tag war erfolgreich,
aber ganz davon abgesehen
wollen wir oft vieles gleich.

ein tag passiert, wie er beginnt, -
in ruhe oder mit eile;
was man verliert oder gewinnt,
hat immer vor- und nachteile.


 

30
( So, 2. Apr 2017 18:21:28)

30

da meinte einer an der bar,
dass er heute arbeitslos war,
wie schon das ganze letzte jahr,
und meinte sichtlich mit verdruss,
dass man dort bescheuert sein muss.

um urlaub zu beantragen
wäre er dorthin gegangen;
jetzt hätte er zu beklagen,
dass sie ihn sogar belangen,
weil er sie "verarschen" würde.
eine selbst bewirkte hürde,
gab ich dem mann zu verstehen.
das geschah um dreissig nach acht.
er sagte, er müsse gehen,
denn genau das wäre angebracht;
doch personal war keines da,
was jenen mann ausrasten lies,
denn offensichtlich ging ihm nah, -
wie bereits zuvor das und dies, -
dass er jetzt zu warten hatte.
der mann schimpfte laut und vulgär,
und zur oberin, "du ratte,
du interessierst keinen mehr!",
die eben zur tür hereinkam,
und völlig überrascht fragte,
wo er denn eigentlich frei kam,
dass er so zu schimpfen wagte.

mehr hat die dame nicht gebraucht, -
die bude wär' fast abgeraucht.

der mann schimpfte wie ein rohrspatz,
"du schlampe kannst mich am piepmatz!",
und sonst noch unschöne worte,
die ich nicht zu schreiben wage.
musikalisch wäre "forte"
das korrekte wort der lage.

der mann öffnete die hose,
und ging in passende pose.
weiter will ich's nicht beschreiben.
die szene war wirklich filmreif,
und ich entschloss mich zu bleiben.
sie goss tee über seinen schweif,
und dieser typ schrie vor schmerzen.
nun stürmte der mann zur türe.
"mir ist nur selten zum scherzen,
wenn ich die männer verführe."
höhnte ihm die kellnerin nach.
da fiel die hose zu boden,
und die kellnerin lachte - "ach,
der ist wirklich unerzogen.".

der mann verlies flugs das lokal,
und seine hose blieb zurück.
"du gewinnst einen goldpokal, -
bestimmt hast du beim flitzen glück
mit deinem witzig kleinen stück.",
spottete die serviererin.
alle gäste haben gelacht.
"draussen macht der flitzer mehr sinn.",
hat sich ein gast lustig gemacht,
und alle sagten irgendwas;
was geschah, sorgte für den spass.

zuerst befürchtete ich streit, -
vielleiecht eine handgreiflichkeit,
oder gar eine schlägerei,
doch blieb der abend davon frei,
und war der stimmung zuträglich.
sperrstunde war um halb nach zwei.
soetwas passiert nicht täglich,
aber das ist unerheblich.

manche menschen spinnen wahrhaft,
sowie es dieser typ sicher tat.
für den geist ist's manchmal nahrhaft -
an einem gewöhnlichen tag.


 

29
( Mo, 3. Apr 2017 16:09:26 )

29

neunundzwanzig bilder hängen
auf einer extrem langen wand;
ich bin sie ganz abgegangen,
damit ich das ganze verstand.

es war schon etwas sonderbar, -
doch die "message" war ziemlich klar.
diese wand war doch elends lang,
und diese bilder am anfang
passten zu dem gesamteindruck,
den man da zwangsläufig gewann.
sie wirkte wie ein schöner schmuck,
der künstlerisch gemalt begann, -
oder war es ein hexenspuck,
den man da kreativ entsann.

dort, wo diese wand aufhörte,
befand sich eine graue tür;
das schild war lustig, das störte.
"sieben euro austrittsgebühr"
zahlte ich sicher nicht dafür,
obwohl ich gern gewusst hätte,
wie es jenseits der wand ausschaut.
da wäre eine werkstätte,
in der man bilderrahmen baut,
habe ich später erfahren, -
von den menschen, die da waren.

auf dem schild konnte ich lesen,
"erster wiener zickenverein -
wie laden dich zu(m) zicken ein".
das ist wohl ein scherz gewesen,
und trotzdem ging ich nicht hinein.
ich ersparte mir die spesen,
und dachte, sieben euro - nein,
das ist mir die sache nicht wert.
die bilder waren wirklich gut,
auf denen man vieles erfährt, -
auch dass die kunst sehr schönes tut.


 

28
( Di, 04. Apr 2017 21:31:59 )

28

ein freund schrieb da einen brief
seiner exfreundin via mail;
ich lachte mich beim lesen schief,
und wir tranken einen cocktail.

"achtundzwanzig mal zu sagen,
ich will dich einfach lieb haben,
ist wohl eine sinnlosigkeit,
und dafür fehlt mir jede zeit.

endloses herumgetue
ist so uninteressant;
das brächte mich aus der ruhe,
sobald die ungeduld entstand,
und dazu fehlt mir jede lust.
also spare ich mir den frust,
und lebe frei und unbeschwert.
ich freue mich sehr darüber,
wenn dir das schöne widerfährt.
mag sein, es ist nicht viel klüger,
wenn ich meine wege gehe,
und mich jetzt umdrehe,
um wieder weiter zu ziehen.
ich will mich bei dir bedanken,
denn du hast mir zeit geliehen,
um dem alltag zu entfliehen."


 

27
( Mi, 05. Apr 2017 09:47:59 )

27

was mir manchmal jemand erzählt,
ist für mich fast schwer zu glauben;
ich finde schlimm, was menschen quält,
und wenn peanuts nerven rauben.

ich bin mit anderen sorgen
wirklich ausreichend eingedeckt,
doch an diesem sonntag morgen
hat man meine neugier geweckt;

ich bekam geistig bebildert
eine geschichte geschildert,
die ich gleich zu dichten begann;
so ist, wie es zu dieser kam.

"ich sagte dem mann von der g-i-s,
der o-r-f ist derart mies,
sodass ich jahre bleiben lies,
den radio einzuschalten,
um die freizeit zu gestalten.

fernseher habe ich keinen,
denn das programm ist zum weinen.

dank unserer modernen zeit
gibt's radio im internet.
es tut mir wirklich leid,
und ich weiss auch, es ist nicht nett,
doch die waren derart präpotent,
sodass ich nun allergisch bin,
wenn irgendwo die kiste rennt, -
mit diesem o-r-f-mist drin.
ich hab' dem verein geschrieben,
und bekam nie eine antwort;
daher wünsch' ich ihnen frieden."

ob das ganze stimmt, was da steht,
fällt mir schwer zu beurteilen;
gras wächst drüber, wo zeit vergeht,
und auch alte wunden heilen.

man muss nicht alles ernst nehmen.
"siebenundzwanzig" für den reim
will ich abschliessend erwähnen;
der tag soll heut' ein guter sein.


 

26
( Do, 06. Apr 2017 17:23:41 )

26

der traum von frieden und liebe
ist leider zum träumen verurteilt;
real führt die menschheit kriege,
wo vernunft der gewalt nacheilt.

das armutszeugnis der menschheit
ist durch krieg geschaffenes leid!

eine zeitung aufzuschlagen
gereicht zum emotionsschaden.

ich möchte ein thema suchen,
das mir angenehmer erscheint,
und sei es von den pfannkuchen,
den zwei hunde, weil angeleint,
um krallenlängen verfehlen,
obgleich sie ihre hälse quälen, -
an ihrer kette halb erstickt,
oder von einer uhr, die tickt,
weswegen sie immer still steht,
während die zeit trotzdem vergeht.

so viele lebensbereiche
sind auf der welt beschreibenswert,
und sei es, dass eine eiche
den platz, auf dem sie steht, beschwert.

den furchterregenden drachen
fütterte man in holztöpfen,
die in seinem feuer brachen -
aus den sechsundzwanzig köpfen.

ich könnte ein märchen schreiben,
um das thema anzuschneiden,
das ein "happy end" haben muss -
als geschätzten lesegenuss.

ich darf ein märchen beginnen,
um einen preis zu gewinnen.
so ein märchen muss ich teilen,
den es sprengte sonst den rahmen, -
bräucht' es doch zu viele zeilen,
bis am schluss das "happy amen"
ein solches märchen beendet,
wenn sich endlich das blatt wendet.

ist es nicht etwas sonderbar,
wie lange man vom schrecken schreibt,
doch kurz stellt sich das ende dar,
damit man ja gefesselt bleibt?

ich suche den "märchenfaden"
und fange daher planlos an
diese zeilen beizutragen,
damit etwas entstehen kann.

da war einmal dieser drache,
der draussen sein unwesen trieb.
das war eine wilde sache,
die damals die geschichte schrieb.

immerhin fand ich den anfang
da auf diesem weg zum ausgang.

der drache war unbezwingbar, -
niemand konnte ihn besiegen.
sein dasein war unabdingbar,
und er liebte es zu fliegen.

so lange schon herrschte frieden,
während das leben weiterging;
und der drache liebte fliegen,
weil er viele insekten fing,
die seine leibspeise waren.
er verschlang von ihnen scharen,
und freute sich seines lebens, -
ob des nehmens und des gebens.

er fraß die insektenmengen
und half damit dem gleichgewicht;
so flog er täglich längen,
und genoss sein lieblingsgericht, -
diese schmackhaften insekten,
die seinen bedarf deckten.

man fürchtete diesen drachen,
der ausschliesslich insekten fraß,
wenn er kam feuer zu machen,
sodass man anderes vergaß.

damals gab es viele drachen,
die nur den tod zum feind hatten,
welche dieser zeit entsprachen,
um dem leben zu gestatten,
sich in ihnen auszubreiten,
und dem alltag zu entgleiten.

nun ja, soweit ist man gewohnt,
was sich zu überdenken lohnt.

der drache flog weite strecken,
um seinen bedarf zu decken.

einmal flog er zum weisen fisch, -
mit seinen schillernden schuppen.
also kam er zum hexentisch,
um voerst feuer zu spucken.

"es gibt gute unter schlechten,
die zu treffen glück bedeutet,
wie ein kuckuck unter spechten
wenig insekten erbeutet."
war in baumstammstücke gekerbt,
die da längs am wegrand lagen.
sie waren goldgelb eingefärbt,
mit der schrift, rot aufgetragen.

ich will morgen weiterschreiben.
gerne kannst du mir mitteilen,
was die phänomene zeigen,
um im märchen zu verweilen, -
heisst mir deine idee schicken,
um diese hier zu erblicken,
so der beitrag zum märchen passt, -
sei zum schluss als hinweis verfasst.


 

25
( Fr, 07. Apr 2017 11:53:01 )

25

wie das märchen wohl weitergeht,
ist etwas, das noch niergends steht;
jedoch ist es niemals zu spät,
dass man noch ein paar samen sät,
um neues wachsen zu lassen,
und ein gedicht zu verfassen.

um an gestern anzuschliessen,
war vom hexentisch die rede,
den die götter bauen liessen,
damit man dort karten lege,
oder aber knochen werfe,
um in die zukunft zu blicken -
verschwommen oder in schärfe,
und energie zu verschicken.

der drache fragte die geister
nach dem weg zu seinem meister, -
diesem schönen, schillernden fisch,
denn seine mission sei kritisch.

so klopfte er an einen baum,
und da sprang ein affe herab.
"wer stört denn meinen mittagstraum
um die zeit am helllichten tag?",
fragte der affe den drachen,
der in dem moment feuer spie.
"ich verschulde dein aufwachen,
weil in mir dieser wunsch gedieh,
hier in erfahrung zu bringen,
wo der gesuchte fisch jetzt schwimmt,
um zu diesem vorzudringen.",
sagte der drache sehr bestimmt.

der affe sagte da, "moment!",
und verschwand mit einem weitsprung,
wie man einen solchen so kennt;
"ich nehme nur die umleitung.",
hörte ihn der drache rufen,
und das ärgerte den guten.
er scherte wild mit den hufen.
nach fünfundzwanzig minuten
ist eine hexe erschienen,
und gab dem drachen zu trinken.
"sag, womit kann ich dir dienen?",
fragte sie beim zu ihm hinken.

der drache erzählte beherzt,
wie sehr ihn sein gemüt jetzt schmerzt,
und das er zu dem fisch wolle,
der ihn davon heilen solle.

die hexe hat abgewunken, -
diese reise bräuchte er nicht;
vom zauberstab flogen funken,
und sie sprach folgendes gedicht.

"hör zu, was ich dir sage,
sonst sind meine worte schade;
doch hab' dank für diese frage
trotz prekärer ausgangslage.

du hast nur zwei möglichkeiten,
im leben ruhe zu finden.
um dich zum glück zu geleiten,
kannst du dich erstens fix binden,
oder du baust eine brücke
vom mond bis hier auf die erde.
doch falls der fisch dich entzücke,
so gehe frei der beschwerde;
irgendwer hat ihn gefangen,
und zum mittagessen verspeist.
er sei in den scharfen zangen -
gestorben, wie du somit weisst.

die hexe verschwand im boden,
denn sie wollte nicht mehr bleiben;
so hat der drache erwogen,
sich noch heute zu entscheiden.

ich setz' das märchen morgen fort,
denn eben brauche ich noch sport.


 

24
( Sa, 08. Apr 2017 09:33:11 )

24

heute geht das dargebrachte
um das lesbar eingemachte!

ich möchte damit beginnen,
vierundzwanzig zu erwähnen,
und dann getrost weiterspinnen,
wonach sich die leser sehnen.

meinem märchen fehlt noch ein teil,
und den will ich gerne reimen.
wie findet der drache sein heil,
mag als frage sinnvoll scheinen.

unser drache zog sich zurück,
denn ihm war nicht wohl zumute;
fünf tage verweilte am stück
er ganz alleine, der gute.

die brücke schien im unbaubar,
trotzdem er so furchtbar schlau war.
es blieb ihm nur sich zu binden,
was dem drachen nicht behagte,
und eine drächin zu finden,
war, was seine köpfe plagte.

so ist er ohne zu fressen
in einer höhle gesessen.

als furchtbares ungeheuer
spuckte er andauernd feuer.

der drache hatte keine wahl,
denn die hexe sprach verbindlich;
gepeinigt von der höllenqual,
fühlte er sich dauernd schwindlich.

nach fünf tagen schritt er zur tat,
und begab sich auf die suche.
er brauchte einen ganzen tag
bis hin zur goldenen buche,
wo er eine drächin kannte,
die er um ihre hand fragte,
während sie sich früh entspannte,
und weil sie spontan ja sagte,
weil ihr viel an dem drachen lag,
fixierten sie den hochzeitstag.

eine woche blieb ihnen zeit -
bis zum ende ihrer freiheit.

beide sind glücklich geworden,
und nach der eiszeit verstorben.


 

23
( So, 9. Apr 2017 11:55:42 )

23

ich muss immerwieder staunen,
oder besser sollt' ich raunen.
wie soll ich heute beginnen?
ich treffe hundebesitzer
und hundebesitzerinnen,
und zu meist ist der witz der,
dass menschen meinen hund grüssen,
und so tun, als ob ich luft wär'.
dinge, die scheins so sein müssen,
gibt es deren um viele mehr,
die ich eigenartig finde,
bevor ich sprachlos verschwinde.

zum beispiel geschah einst dieses,
dass ein pärchen ins lokal kam,
und dabei passierte fieses;
jedenfalls fand ich es fatal.

sie vergass die tür zu schliessen,
und ich bat sie, das doch zu tun;
höflich lies ich es sie wissen, -
"bitte" ergänzte ich darum.

da wurde ihr freund aggressiv.
er puddelte sich furchtbar auf, -
seine schimpfworte waren tief,
doch nahm ich das damals in kauf,
und übersah sein gehabe,
sonst hätte ich ihn geschlagen;
mir wär' um meine hand schade,
muss ich ehrlich dazu sagen.

was bilden sich die menschen ein,
derart unausstehlich zu sein?

ich könnte so viel aufzählen,
mehr als dreiundzwanzig dinge,
welche mich tag für tag quälen,
wenn ich meine zeit verbringe,
wo wir gemeinsamkeit suchen,
oder auch ein stück vom kuchen.

man kann einen kuchen backen,
um davon nichts zu bekommen,
weil ihn andere einpacken; -
bin ich denn voreingenommen?

jetzt will ich den tag geniessen,
der mit viel sonnenschein begann;
weil zu zeit die triebe spriessen,
kommt auch der sommer irgendwann.


 

22
( Mo, 10. Apr 2017 08:58:57 )

22

der mann hatte einen kater, -
sein schädel brummte gewaltig;
nächstes jahr werde er vater, -
und es war alkoholhaltig,
wovon er gestern zu viel trank.
so kehrte er betrunken heim.
seine hose, die nach suff stank,
lag noch zerknüllt bei seinem bein,
als ihm seine frau tee brachte.
sie gab ihm flüchtig einen kuss,
wo er darüber nachdachte,
was gestern gewesen sein muss.

er wusste nicht, wie er heimkam.
"wie spät ist es mittlerweile?",
fragte ganz leise sie der mann.
"du hast zeit, ich bin in eile.",
antwortete ihm seine frau.
"warum werde ich so verwöhnt?
ich war wohl gestern total blau,
so wie mir noch mein schädel dröhnt,
wunderte sich der erwachte.
"du warst gestern ganz besoffen.
meine zweiundzwanzig lenze
hab' ich niemanden getroffen, -
so jenseits der daseinsgrenze,
wie du gestern nach hause kamst,
und du fielst ins bett wie ein brett.
'dass du di ollawö net g'schamst',
wär, was meine ma g'sagt hätt'.
weil ich dachte, ich helfe dir,
zog ich dir deine hose aus,
und dabei schimpftest du mit mir.
du schriest, 'du schlampe schleich dich raus!
denn solltest du es nicht wissen,
ich bin glücklich verheiratet.',
und hast mich hinausgeschmissen.
mahlzeit, - dein frühstücksbrei wartet
bereits in der küche auf dich.
machs gut, jetzt beeile ich mich."

dann ist die frau losgelaufen.
"ich werde wohl öfter saufen",
dachte der mann in gedanken,
langsam hat er sich erhoben,
und begann aufs klo zu wanken.
mittags war sein dunst verflogen.


 

21
( Di, 11. Apr 2017 17:58:43 )

21

sässe ich unter der glocke,
könnte ich diese gut hören,
wenn ich am köppel frohlocke,
grossem unsinn abzuschwören.

ich stehe mit hund am bahnsteig,
und da kommt die schnellbahn bereits;
wir fahren nicht besonders weit, -
in die natur, die liegt abseits
der stadt von selbiger entfernt,
wo viele windräder drehen.
eine olive war entkernt, -
die hatte ich nicht gesehen.
circa hudert gramm waren's noch,
oder so ungefähr zwölf stücke,
an denen das knoblauchöl roch,
womit ich sie gern verdrücke.

am himmel hängt zu viel wasser,
als dass klar die sonne schiene,
doch der ausblick ist ein klasser,
wo der stift dem schreiben diene.

wir haben die stadt verlassen,
und die häuser sind verschwunden;
ich will einen text verfassen, -
in diesen wenigen stunden,
die mir verbleiben bis ans ziel,
so mir eine idee einfällt.
vielleicht schreibe ich von dem spiel
auf der einst verschwundenen welt
im begrabenen domizil
tief unter einem mondkrater,
oder vom maronibrater,
der die maroni verheizte,
und heisse kohlen verkaufte,
aber mit kartoffeln geizte,
und immer genervt schnaufte.

zu einundzwanzig fällt mir ein,
da zieht man zwei mal einen stein
bei so einer backgammon-art, -
das muss eben zwei und eins sein,
dann wählt man einen pasch zur fahrt,
und würfelt ein weiteres mal,
und zieht die neue augenzahl.
acey-deucey wird das genannt, -
das lernte ich in griechenland
beim dortigen tavli spielen,
wo immer die würfel fielen.

heute will ich nicht mehr schreiben,
und die dinge vorantreiben,
die bereits überfällig sind, -
und tippe den text noch geschwind.


 

20
( Mi, 12. Apr 2017 19:18:05 )

20

auch zwanzig sei mithin erreicht, -
im buch, das von der norm abweicht;
ein grund, das ich mir lob spende,
denn ich gelange zum ende.

soeben bin ich benommen
ganz spontan zu mir gekommen,
nachdem ich eine stunde schlief, -
vermutlich nicht besonders tief.

oftmals führt die disharmonie
zur finalen agonie,
wo in guter absicht begann,
was meist durch schindluder verkam,
wenn familien zerbrechen,
oder parteien zerfallen, -
oft nach den grossen versprechen
und den folgenden krawallen,
und so darf ich fast vermuten,
die EU könnte erfahren
aus diesem grund zu verbluten, -
nach ihren ruhmlosen jahren.

der verfall wäre entbehrlich,
doch scheins menschen zu beschwerlich
ist der weg der gemeinsamkeit;
beherrscht vom bereicherungsdrang
bestimmt die respektlosigkeit
qualvoll den schmerzhaften ausklang
mancher disharmonischen zeit,
in der man die theorie kennt,
wie das leben gut sein könnte,
und die man gern "paradies" nennnt,
das sich der mensch niemals gönnte,
weil nur die eigene haut zählt,
wo achtung vor dem leben fehlt.

missachten wir unser dasein
auf dem weg unter den grabstein,
während die gier das leid bestimmt,
bis am ende der tod gewinnt?


 

19
( Do, 13. Apr 2017 18:41:51 )

19

"denn sie wissen nicht, was sie tun",
ist eine sehr bedeutsamer satz.
auch die intelligenz ist dumm,
und dummheit schafft sich immer platz.

auch gestern durfte ich reisen,
um meine bleibe zu finden, -
teils mit bus, teils auf den gleisen;
um distanz zu überwinden,
mussten wir drei stunden fahren,
bis mein hund und ich dort waren.

hier stehe ich in dieser stadt,
die da liegt im landesnorden,
wo einst mein schicksal gewollt hat,
das mir ist zum pech geworden.

ich warte da auf meinen bus,
wo mich die gedanken streifen,
was damals hier passiert sein muss,
um das ganze zu begreifen.

den namen will ich nicht nennen,
um keine werbung zu machen,
doch ist mir danach zu rennen,
anstatt darüber zu lachen.

mich stört charakterlosigkeit -
verbunden mit niedertracht;
und hier geschah vergangenheit,
die empfand ich unangebracht.

ich hatte mich einmal gefreut,
in dieser stadt anzukommen,
doch die freude hab' ich bereut, -
man hat sie mir schnell genommen;

ob irgendeiner kleinigkeit
würde ich sicher nicht sagen,
doch die geschehnisse der zeit
will ich kein zweites mal haben.
es würde den rahmen sprengen,
über das alles zu schreiben, -
bei solchen ereignismengen.
das folgende aufzuzeigen
ist zur besserung ein versuch
in diesem online-zahlenbuch.

auch will ich die sache schildern,
um meinen herzschmerz zu lindern.

es gibt ein gehbehelfsgeschäft
mit filialen in österreich,
und jetzt schreibe in dem heft,
die frechheit kennt keinen vergleich,
die man sich hier geleistet hat -
in dieser nördlichen kleinstadt.

ich brauchte einen sohlenschuh
zwecks heilung meiner verletzung,
und traf auf eine blöde kuh, -
ganz frei nach meiner einschätzung.

ich hatte den schuh schon einmal
für die physiotherapie;
ein freund brauchte nach seinem fall -
den schuh, und ich sah den dann nie.

( was reimt sich noch auf "therapie",
ausser die wörter "den dann nie"? ... )

also fragte ich nach dem schuh,
der hundert euro teuer wär';
da sagte ich beinahe "muh",
und meinte, teuer sie dies sehr.

mit verordnung sei's billiger,
was dreiunddreissig euro macht, -
das sei mir vermutlich lieber,
hat sie scheinfreundlich angebracht.

so fuhr ich zu meinem doktor,
dem die bitte merkwürdig schien,
doch komme soetwas schon vor.
ich bekäme das auch in wien, -
gleich da vorne um die ecke
sei doch eine filiale
für meine gewünschten zwecke,
war sein verbales finale.

ich dankte freundlich, und ging los,
und die überraschung war gross;
"die verordnung brauchen sie nicht,
denn der schuh kostet damit mehr",
sagte sie mir in mein gesicht.
"zwei euro - nur so ungefähr",
verriet mir im geschäft die frau.
ob ich wohl meinen ohren trau',
wusste ich damals nicht genau;
nur dass die letzte "falsche sau"
mich sicherlich angelogen hat, -
wo sie in der seltsamen stadt
die versicherungen abzockt, -
mit einem ganz banalen schmäh.
ich war einen moment geschockt,
und machte, dass ich wieder geh'.
es sind versicherungskosten,
die bewusst verursacht werden.
ein schöner einnahmeposten,
damit die menschen reich sterben,
und wir dummen steuerzahler
werden zur kasse gebeten.
ganz schön viele "alpentaler"
sind, die wir uns sparen täten,
wenn geschäfte ehrlich wären,
die sich darum wenig scheren.

mir fehlt die gute erfahrung
in dieser nördlichen kleinstadt;
ob medizin oder nahrung, -
hier erfuhr ich manche untat
von gierigen egoisten -
man sollte diese ausmisten!
doch halt, - bitte keine gewalt,
denn die sollte nie geschehen;
eher in der irrenanstalt
würde ich sie gerne sehen.
oder füllten die anstalten
zu viele, die sie behalten?

neunzehn erlebnisse zählte ich,
weswegen ich hier nicht sein will,
denn anderswo quälte mich
bei weitem niemals derart viel,
wie dieses eben hier geschah,
wo ich zu viel vom miesen sah,
um noch ans gute zu glauben -
bei menschen, die mir nicht taugen.

mittlerweile bin ich am ziel,
während ich dieses gedicht schrieb;
das ist zumindest mein vorteil,
dass ich damit die zeit vertrieb.


 

18
( Fr, 14. Apr 2017 13:39:36 )

18

achzehn ist an der reihe,
weswegen ich überlege,
wovon ich mich nun befreie,
damit ich's zum besten gebe.

das gedicht ist so dahingeschrieben,
von uns, die gemeinsam assen;
denn sonst hätten wir geschwiegen,
wo wir noch zusammensaßen.

ich fand es recht interessant,
und will das gedicht herschreiben,
damit da im gedichtsbestand
diese worte stehen bleiben.

"zu üblichen achzig prozent -
zumindest in diesem moment,
wo hier weit und breit kein mensch ist,
so man dem wichtigkeit beimisst,
will ich das schlechte loswerden, -
zum zuhören ist hier niemand;
wer will schon verbale scherben,
wo doch auch kugeln vom schissstand
selten mitgenommen werden?

ich will positives schreiben,
doch das schöne zu erleben
wusste ich meist zu vermeiden;
das schicksal mög's mir vergeben,
keine hoffnung mehr zu haben,
der harmonie zu begegnen, -
doch wozu soll ich beklagen,
was andere auch noch segnen?

den schmerz hab' ich überwunden,
zumal ich nicht der jüngste bin,
und mich damit abgefunden, -
mit so manchem grossen unsinn,
auch wenn er in's verderben führt,
wie man vielerorts sehen kann,
wo man die folgeschäden spürt;
wir menschen haben viel getan!

für den fall, dass mich jemand fragt, -
ich habe mein leben gehabt,
und was noch kommt, wird genommen, -
bin ich unlängst draufgekommen.

in bescheidenheit zu leben,
scheint mir ein gutes anliegen,
und vielleicht wird sich ergeben,
meine habgier zu besiegen.

ich dachte, ich sei nicht gierig,
aber das thema ist schwierig."

wer könnte das gesagt haben?
wo wurde es vorgetragen?


 

17
( Sa, 15. Apr 2017 20:39:27 )

17

im siebzenten bezirk in wien
wurde ich einmal geboren,
als der moment geeignet schien, -
unbeschwert und unverfroren,
neugierig und ungeschoren.
über diese zeit zu schreiben
lasse ich jetzt lieber bleiben.

statt dessen will ich aufgreifen,
was mir heite am herzen liegt,
weil bellende hunde keifen,
wenn man ihnen dies zum frass gibt.

wir saßen da - zu viert beim baum,
und schrieben eine geschichte,
von dem überfüllten leerraum
am wipfel der kleinen fichte,
wo die amseln ihr lied singen,
um ihriges einzubringen.

da habe ich mitgeschrieben,
und die notizen gefunden.
ich sah sie ganz unten liegen,
neben dem gedicht der stunden,
die früh zu laufen beginnen,
doch ihr ziel abends verfehlen,
weil die minuten verrinnen,
die ihre sekunden zählen.

soweit zur aufgabenstellung,
eine geschichte zu dichten;
dies war die entscheidungsfällung,
um ansichten aufzulichten.

zwei und zwei - jeweils paarweise
verfassten jeweils zwei zeilen,
jedoch die gedankenreise
gilt es derart aufzuteilen,
dass man nur das letzte wort schreibt, -
zwei schlusswörter in zwei zeilen,
womit der rest verborgen bleibt, -
jedenfalls im spiel einstweilen,
bis das zweite paar aufscheibt,
was ihre zeilen beendet;
dann erst ergänzt man seinen schluss,
welchen man vorab ausblendet,
und schreiobt vom neuerlichen stuss
abermals die letzten worte
an deren korrekte orte,
damit die erste partei fortsetzt,
was man final als bullshit schätzt.

es kommt als leseerlebnis,
das erdachte spielergebnis;
der entstandene spielbericht
sei morgiges tagesgedicht.


 

16
( So, 16. Apr 2017 12:47:31 )

16

ostersonntag ist ein schontag,
an dem ich eier davon hab'.

wir spielten mit einer schachuhr, -
acht minuten waren die zeit
zum reimen einer satzstruktur;
macht sechzehn minuten zu zweit.

dies habe ich gestern vergessen
als spielregel zu erwähnen;
die zeit schien uns gut bemessen,
um sie in anspruch zu nehmen.

somit tippe ich das gedicht, -
wie schon gesagt, als spielbericht.

"wir wollen heute gern schreiben,
was uns dabei wohl fühlen lässt,
den wozu sollen wir leiden.
'so sag, es war mir ein volksfest,
völlig unbekümmert zu dir.',
möchte ich mich überzeugen.
'weg mit abgestandenem bier, -
auf zu frischen lebensfreuden!',
finde ich als tagesmotto
weitaus besser als begleitung,
und freu' mich auf mein risotto,
wie das stöbern in der zeitung.

ich will die stunde geniessen,
bis um sechs uhr der ernst beginnt,
tee hinter die binde giessen,
und leben, weil die zeit verrinnt.

eine änderung steht bevor,
weil die phase zu ende geht,
in der ich meine zeit verlor -
vieleicht damit neues entsteht.

so ein neuer lebensabschnitt
ist noch von den altlasten frei,
unter denen man einmal litt,
hofft man, dass dieses wohl so sei.

allerdings habe ich gelernt,
dass das neue dem alten gleicht,
und sei es noch wo weit entfernt, -
wohin auch immer man ausweicht.

mein körper lebt raumbezogen,
und mein geist hat in ihm den platz
unter den haaren da oben,
aber mein schicksal ist ein schatz,
der nähe und distanz nicht kennt,
und daher auch zeitlos besteht,
was man wohl auch das karma nennt."

was man so aus den fingern saugt,
hätte ich vorher nicht geglaubt.


 

15
( Mo, 17. Apr 2017 08:01:32 )

15

fünfzehn gedichte bis zum ziel
bedarf es hier noch zu schreiben;
der humor im gedichtespiel
möge uns die zeit vertreiben.

er stolperte über den stein,
der vor ihm schon so lange lag, -
erwärmt vom klaren sonnenschein,
seit ewiger zeit, - tag für tag.

"scheiss stein, - scheiss weg!", brüllte der mann,
und beschimpfte gott und die welt,
wo alles schuld daran sein kann,
damit er immer recht behält.

er konnte freilich nichts dafür,
den stein getreten zu haben.
"bedarf es mehr lebensgespür?",
möchte ich mich manchmal fragen.


 

14
( Di, 18. Apr 2017 17:58:46 )

14

man schreibt so viel bis zu dem ziel,
das man in wirklichkeit nicht kennt;
da entsteht somanches wortspiel,
das man letztendlich gedicht nennt.

vierzehn, das sind zweimal sieben,
womit zwei mal sieben zwerge
sich dort in sicherheit wiegen,
wo sie tief unter der erde
bei einem wettkampf der kleinen
ihre kräfte emsig messen;
beinahe könnte man meinen,
sie hätten die welt vergessen,
oder ist es auch umgekehrt,
denn niemand kümmert sich um sie,
wo mutter erde sie ernährt,
und was sie dort so tun und wie -
einem zwerg ein tag widerfährt.

was weiss man über zwerginnen, -
die sind uns meistens gänzlich fremd;
so leben diese herrinnen
bei den zwergen zu siebent,
und es gibt dort zwei mal sieben,
oder mehr - ganz nach belieben.

vieles gibt's, das wir nicht kennen,
und niemand kann alles wissen;
"gab's erst eier oder hennen"
sei als frage nicht zu missen, -
und wird das immer so bleiben?

wird wissen auf knopfdruck kommen,
das man sich förmlich injiziert?
dies wäre genau genommen
ein gedanke, der irritiert.

falls traditionelles lernen
eines tages wirklich ausstirbt,
werden wir uns dann entfernen -
davon, dass man für unsinn wirbt?

wird "niemehr schule" wahr werden,
dürfen wir die dummheit erben.

wird dann auch unwissen verkauft,
um leute besser zu täuschen,
weil jeder mit dem seinen rauft,
oder fröhnt man nurmehr räuschen
im wissen der gemeinsamkeit
bei nächtlicher gelegenheit,
weil wir unser hirn ersetzen -
aus einer reservepackung,
würde ich jetzt zwanglos schätzen, -
auch zwecks geistiger entschlackung,
um den ballast loszuwerden,
und allwissend froh zu sterben?

ja, die zukunft ist ungewiss, -
und vielleicht sogar menschenlos;
die fragen, die ich zurückließ,
scheinen mir beinahe endlos,
und ich will sie nicht mehr stellen,
zumal es immer anders kommt,
als wir dies mit den hirnzellen
uns hätten erträumen gekonnt.

wenn man die gegenwart versteht,
so ist einem die zukunft klar;
doch egal, wie viel zeit vergeht,
stellt sich, was wird, ganz anders dar,
als wir das im vorfeld planen,
doch könnte dies anders werden,
sobald wir einmal dort ankamen,
( wo wir als ersatzteil sterben ... ? )
wo wir unser sein gefährden,
weil wird das wesen verändern,
anstatt knochen und gewebe,
und dazu den sehnenbändern
ersatz gönnen, sind sie träge
und vielleicht schon eingerissen.
wer kann das heute schon wissen?


 

13
( Mi, 19. Apr 2017 21:33:03 )

13

ich dachte über dreizehn nach,
da gab mir jemand ein gedicht,
das meinem denken nicht entsprach,
doch dies muss es eigentlich nicht.

"haben sie es bereits erlebt, -
diese zicken in diesem land,
wo einem jede lust vergeht -
jenseits vom männlichen verstand.

eifrig freut man sich des lebens,
ist gut gelaunt, und unbeschwert,
wo plötzlich der drang des strebens
eine unerbrechung erfährt,
weil sich da weiblichkeit bemüht
aufmerksamkeit zu erregen.
sagt man nettes, - vielleicht verfrüht,
oder auch zu spät im leben,
weil sie recht unfreundlich abwinkt, -
auch wenn es eher unecht wirkt,
was prinzipiell zum himmel stinkt,
weil es zickigkeit in sich birgt,
wie die bewegungen zeigten;
denn körpersprache lügt auch nicht
von einer sichtlich geneigten,
die gegen ihr verlangen spricht.

vielleicht sollte man nachfragen, -
nur gewöhnte ich mir es ab,
denn man muss nicht alles haben,
und zicken vermiesen den tag.

zickigkeit kann derart nerven,
sodass man ignoranz vorzieht,
anstatt die sinne zu schärfen,
wenn man von ausnahmen absieht -
zur zeit der menschlichen distanz, -
mit oder ohne rosenkranz.

wir sind alle manchmal zickig,
weil das zur menschlichkeit gehört;
ist die liebesluft zu stickig,
wird mein wohlbefinden gestört."

etwas lachen musste ich schon
über den "seichten unterton",
wie der mann selbst dazu sagte;
"manche menschen sind geplagte",
bemerkte ich verständnisvoll,
worauf der mann wortlos verscholl.


 

12
( Do, 20. Apr 2017 13:28:17 )

12

zwölf, das nennt man ein duzent,
und ein halbtag hat zwölf stunden;
schreit die gans den jungen rufend,
hören die auf zu erkunden,
was sie soeben vorfanden,
und kommen zur mutter zurück,
da sie mutter's ruf verstanden;
wenn alle kommen, hat sie glück.

zwölf junge hat die gans selten, -
etwa mehr als halb so viele,
weil naturgesetze gelten;
da gibt's zahlreich beispiele.

zu zwölf passt die geschichte schlecht,
welche mir soeben einfiel,
doch für's gedicht ist mir das recht,
über dieses naturschauspiel,
das mir eine gans am fluß bot,
wo ich mit meiner hündin war.
die ist mittlerweile längst tod,
doch diese bilder seh' ich klar
vor meinem geistigen auge,
als wär's gestern geschehen:
da ich an das gute glaube,
durfte ich es damals sehen.

kalt war es an einem herbsttag,
und es regnet im nebel,
wo nur die natur vor uns lag.
ich hörte den geräuschpegel
eines flusses schon von weitem,
und da die hündin gerne schwamm,
lies ich mich dazu verleiten,
dass sie leinenlos gehen kann.
die hündin war gefährlich,
doch war da nicht einmal ein schwan;
und menschen war's zu beschwerlich,
bei diesem wetter zu wandern,
das mehr als unfreundlich war;
im trockenen bleibt man dann gern, -
vorzugsweise daheim - räumlich.

so lies ich meine hündin frei,
was anfänglich problemlos war;
doch schon bald folgte mein aufschrei
wegen der kleinen gänseschar,
die aus dem dunst geschwommen kam.
die mutter mit ihren kleinen
fing mein hund gleich zu jagen an.
leider müsste ich verneinen,
dass dieser hund gefolgt hätte,
und trotzdem geschah das nette.

im wahrsten sinne des wortes
geschah etwas für das lehrbuch.
dieser fall des wassersportes
blieb für meinen hund beim versuch
das vogelvieh zu erwischen,
wo die gansmutter konsequent
meinem hund beinahe zwischen
dessen zähnen flog - justament,
während die jungen wegschwammen.
als die in sicherheit schienen, -
weit weg - im dickicht zusammen -
mitsamt ihren unschuldsmienen,
ohne ein geräusch zu machen,
flog die gans der hündin davon.
bilder, die wohl dem entsprachen,
dass der jäger mit schmach und hohn
und letzter kraft zurückkehrte,
wo sie wie ein stück holz umfiel,
und mein nasser weggefährte
nach dem wunderbaren schauspiel
zwanzig minuten liegen blieb,
und vor erschöpfung hechelte.
das war pech für den gänsedieb,
wo ich beeindruckt lächelte,
und mein vieh an die leine nahm,
bevor noch die nächste gans kam.

jetzt rief die gans ihre jungen,
die aus ihrem versteck schwammen;
ihr ist ein lehrspiel gelungen,
denn die gans blieb frei von schrammen,
und die gössel waren gesund.
luna war ein schwieriger hund.
mich lehrte dieses erlebnis,
luna angeleint zu lassen;
dann gab's zum glück als ergebnis
daheim schlafende gliedmassen
meiner hündin, die k.o. war.
zwölf stunden schlief sie unweckbar.


 

11
( Fr, 21. Apr 2017 14:42:15 )

11

ein tierfilm wurde einst gezeigt,
damit jedes tier sitzen bleibt,
und die anderen tiere sieht,
bevor es wieder weiterzieht.

zwei mal eins nennt man als zahl elf,
und die zwei striche als behelf
für mengen zwischen zwölf und zehn.
so hört man elf schweine grunzen,
wo vor kurzem noch zwölf waren,
denn aus einem wurde blunzen,
und die isst man jetzt zum klaren.

elf werden es nicht ewig sein,
denn wenn der bauer hungrig ist,
dann schlachtet er das elfte schwein,
das heute noch sein futter frisst.

zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier -
drei, zwei, eins - und irgendwann kein's, -
denke ich in dem moment mir, -
wäre bald die zukunft des seins,
und somit das ende des schweins;
doch kamen bereits frischlinge,
die den artbestand erhielten,
aber es wurden mischlinge,
die fortwährend das spiel spielten,
"da hat das urschwein befohlen
uns täglich im schlamm zu sohlen",
wo sie purzelbäume schlugen,
und sich tief im dreck eingruben.
fortwährend sangen sie das lied,
"fuchs, du hast die gans gestohlen",
wobei abwechselnd eines schwieg,
um danach viel luft zu holen,
und eine strophe zu singen -
von manchen schweinischen dingen.

da hies es einmal zum beispiel,
"der sau war jedes schwein zu viel,
darum blieb sie im stall zurück,
und frass allein ihr stück vom glück."

eine andere strophe hieß,
"oh sau, du warst zum schwein so mies,
und so drehtest du dich am spieß,
der dich geniessbar werden ließ."

ein anderes mal sangen sie
geschlossen voller harmonie,
"ein jedes schwein braucht eine sau,
oder aber geht zum fuchsbau,
und liebt dort schweinisch die fuchsfrau."

wenig später war der gesang,
"als schwein spare ich mir gewand,
und meine borsten sind voll sand.
hier bin ich ein schwein geworden,
und bald auch als schwein gestorben,
wofür ich wirklich dankbar bin,
und sei es nicht der lebenssinn."

die schweine nahmen ihr schlammbad,
und es war ihnen niemals fad.


 

10
( Fr, 21. Apr 2017 14:42:15 )

10

beim versuch mich zu erinnern, -
an teile der vergangenheit, -
scheinen gedanken zu schimmern, -
ob der guten gelegenheit.

ich schaffe nun mein eigenheim,
welches ich dachte zu haben;
allein, es hat nicht sollen sein,
denn mir lag zu viel im magen,
um dort noch länger zu bleiben,
wo ich mich einst daheim fühlte.
ich will ein andermal schreiben,
worüber ich solang wühlte,
und letztendlich hinter mir lies,
das ich mir geschaffen hatte;
wenn ich dran denke, wird mir mies,
was ich mir ungern gestatte.

ich ging wieder auf die reise,
um dinge zu erledigen;
"den lebensweg geh schrittweise",
könnte ich mir nun predigen.

mein heim habe ich gefunden!
ich fand es jetzt erstaunlich schnell
innerhalb weniger stunden;
und sogar recht originell -
mit einem erdkeller darauf.
"kellerassel" nannten sie mich
im früheren lebensverlauf,
doch ohne licht schwieg mein sittich, -
da nahm ich dunkelheit in kauf.

kopfhörer in der eisenbahn
sind wohl ein qualitätsgewinn,
und meines erachtens ratsam, -
möglichst gleich zu reisebeginn,
da idiotische ansagen
sonst nur zum unmut beitragen.

ich will mir das nicht anhören;
um mein gedicht hier zu schreiben,
würde mich das höchstens stören,
und dieses will ich gern vermeiden.
man soll die notbremse ziehen,
hört man sonst auch zum zehnten mal;
"haben die dummheit geliehen,
die jede idiotenwahl
sicherlich locker gewinnen?",
wollte ich schon öfters fragen.
bei denen kann viel nicht stimmen,
würde ich ihnen gern sagen,
denn die penetranz ertragen
will ich als kunde wirklich nicht;
man sollte sie dafür klagen,
denn die scheinen mir nicht ganz dicht.

ich will mich nicht weiter ärgern,
sonst passiert vielleicht ein unglück;
ausserdem liegt mir vermehrt fern,
mitzunehmen, - was liegt zurück,
wo ich gute musik höre,
damit mich das nicht mehr störe.

man denke doch darüber nach,
was der sinn des gesagten sei, -
vielleicht vorhanden, aber schwach -
erscheint mir dieses davon frei.

"vorsicht beim ein- und aussteigen",
und noch in englisch "mind the gap".
kann ich einsteigen gross schreiben,
um mich zu fühlen, wie ein depp,
zumal ich doch herinnen bin;
da fehlt mir irgendwie der sinn.

kann ich davon englisch lernen?
im wetersten sinne sagt mir
mein gefühl in den gedärmen,
ich sei wohl schon zu betagt hier,
um derart zu übersetzen,
weil man wahrscheinlich weiter denkt,
um die sprachen zu vernetzen,
damit man den fahrgast ablenkt.

von nabiha fand ich das lied
"mind the gap" - dann im internet,
was ich mir jetzt sogar aufschrieb,
denn ihr discosound klingt ganz nett,
so die gelegenheit entspricht.
somit endet dieses gedicht.


 

9
( So, 23. Apr 2017 09:06:08 )

9

zur zahl neun fehlt mir der bezug;
da mach' ich eine schreibpause.
acht zeilen sind zu "neun" genug,
bevor ich mein haar zerzause,
weil mir nichts gescheites einfällt,
und schwachsinn aus der feder quillt,
der tief in meiner scheinwelt
den hunger nach dem werden stillt.


 

8
( Mo, 24. Apr 2017 15:00:16 )

8

acht silben hat jede zeile
hier in fast allen gedichten
bereits eine ganze weile -
weiss ich heute zu berichten.

die "acht" begleitet mich ständig,
wie früher einmal die "sieben";
so schreibe ich eigenhändig,
"acht" ist mir hier ein anliegen.

was einem menschen erzählen,
mag einen schon nicht mehr quälen!

"willst du die menschen verstehen,
darfst du ihnen nicht zuhören!",
hab' ich als sprichwort gesehen.
das mag einen erst empören,
doch indianer waren klug,
und ihre weisheiten sehr wahr;
in anbetracht von lug und trug
scheint die ehrlichkeit nurmehr rar;
falls überhaupt noch vorhanden,
stellt sie sich meistens anders dar,
als sie wir menschen verstanden.

so interpretiert das gefühl,
was jemand mit worten kaschiert -
in dem informationsgewühl,
wo wahrheit nebenher passiert.

"nicht jeder, der merzedes fährt,
sich redlich von der arbeit nährt"
ist eine alte erkenntnis, -
ungeachtet vom verständnis,
das man für diesen umstand hat,
denn unrecht findet immer statt.

dies sei mein heutiges gedicht
meiner recht schmerzlichen einsicht.


 

7
( Mo, 24. Apr 2017 15:00:16 )

7

weil man die weisheit ignoriert,
wird sie bei uns derart genannt;
wie die geschichte demonstriert,
die da sei - bislang unbekannt.

apropos aber sowieso
und beinahe bravissimo -
der hund machte ins katzenklo.

auch wüstensand lässt sich sieben,
und sieben sandkörner fliegen -
dorthin, wo andere liegen, -
vielleicht über den gestrigen.

doch zu der geschichte zurück, -
hier sei das geistige fundstück.

mir fiel diese geschichte ein, -
jetzt, da ich an dem ort sitze,
wo rund um mich beton und stein
vor der grossen mittagshitze
bei einem heissen frühstückstee
früh morgens spärlich belebt wirkt
an der langen häuserallee, -
von einer weisheit, die stirbt,
weil man sie ständig ignoriert.
täglich war die weisheit bemüht, -
verweilte sie doch isoliert,
dass sie genügend charme versprüht,
um endlich anschluss zu finden,
damit man sie in betracht zieht,
anstatt sofort zu verschwinden,
sobald man ihre wahrheit sieht.

die weisheit suchte verbissen,
ein interessiertes wesen,
doch niemand wollte sie wissen,
und man hat sie überlesen,
was immer sie auch niederschrieb,
sodass sie schon verzweifelte,
weil sie dauernd allein blieb,
obwohl sie doch allen freistellt
sie zumindest zu betrachten,
statt sie scheinbar zu verachten.

die weisheit suchte weisheiten,
und las von der weisheitsmesse;
sie beschloss dorthin zu gleiten,
damit man sie nicht vergesse.

es gab dort einen weisheitsrat,
den sie wissbegierig fragte,
wo sie auf ihrem weg falsch lag;
doch weil ihr dieser nichts sagte,
kehrte sie ins exil zurück,
um darüber nachzudenken,
ob sie selbst auf den weg zum glück
eigenständig umzuschwenken
überhaupt in der lage ist,
oder ob das unterfangen
sich gar an ihrem wesen spiesst.
um an ihr ziel zu gelangen,
beschloss sie zu meditieren,
und blieb sieben jahrzehnte fort.
sie entschied zu emigrieren -
an einen weit entfernten ort,
und verschwand von der bildfläche,
zwecks der stärkung ihrer schwäche.
und begann allem zu danken.
das im universum bestand,
um neue hoffnung zu tanken,
bis sie derart die lösung fand,
auf sich aufmerksam zu machen.
doch als sie zurückkehrte,
wo alle vom chaos sprachen,
das die dummheit eifrig lehrte,
konnte sie plötzlich verstehen,
warum man sie nur ablehnte,
und hat daher eingesehen,
dass ihre zeit erst kommen wird,
sodass sie besser voerst stirbt,
bis man sie von sich aus findet,
damit sie nicht mehr verschwindet.


 

6
( Mi, 26. Apr 2017 02:32:28 )

6

ich hatte an gar nichts gedacht, -
habe die gedanken verdrängt,
und mir keine sorgen gemacht,
damit mich dabei nichts ablenkt,
wenn zu sein in mir im lot schwingt,
wo nur die energie mich lehrt,
dass mein geist bis in sie vordringt,
damit er beleuchtung erfährt,
und nur der sechste sinn bestimmt,
worauf er sich derzeit besinnt.

sind raum und zeit bedeutungslos,
scheint der moment unendlich gross.

der wecker lies mich erwachen,
und ich schrieb jetzt diese zeilen,
die dem erlebten entsprachen;
doch nun will ich mich beeilen,
noch kurz beim tee zu verweilen,
und mir den tag einzuteilen.


 

5
( Do, 27. Apr 2017 00:44:46 )

5

die reisestrecken sind lange,
und manchmal beschwerlich,
wo ich eindrücke auffange;
manche sind davon entbehrlich,
andere wiederum scheinen wert,
dass ich beim gedanken bleibe,
damit er aus mir hervorkehrt,
was ich gerne niederschreibe.

fünf energien verbinden
die phänomene des lebens,
die sich überall befinden, -
inmitten ihres bestrebens -
ist zumindest eine ansicht,
die scheins alles verständlich macht,
das meinem horizont entspricht, -
habe ich mir schon oft gedacht.

die lehre mag geeignet sein,
materie zu verstehen, -
sei es der mensch oder ein stein,
denn was entsteht, will vergehen,
aber auch erhalten werden;
dieses ist leicht einzusehen, -
jedenfalls bei uns auf erden.

logische zusammenhänge
sind dem leben mitgegeben,
wobei angesichts der länge
sich vieles ändert - deswegen;
nur die gesetzmässigkeit bleibt,
die jedes schicksal vorantreibt.

man mag sich dinge erklären,
oder sein leben erschweren,
wenn man die falschen schlüsse zieht,
und so die wahrheit übersieht!

materie braucht energie
zum entstehen und vergehen,
und mag für uns als synergie
selbstverständlich fortbestehen,
bis wir für die wahrheit sterben,
und vielleicht gescheiter werden,
als zu lebzeiten auf erden.


 

4
( Do, 27. Apr 2017 01:33:23 )

4

ich möchte jetzt schon fortsetzen,
was sich da bald zu ende neigt,
denn ich werde mich recht hetzen,
und dabei sehen, was sich zeigt;
aber mir wird die zeit fehlen,
in dem zahlenbuch zu schreiben.
ich werde keine zeit stehlen,
falls sich dinge überschneiden,
sondern das gedicht verfassen,
um mich dem "wird" anzupassen.

das gedicht mag verrückt klingen,
und entspricht der unmöglichkeit,
doch humor sollte mitschwingen -
in seiner unabkömmlichkeit.

in der uns entfernten zukunft
herrschte globale unvernunft,
und so hat sich zugetragen,
was geschah - in diesen tagen.

himmelsrichtungen gab es vier,
und anderswo waren es acht;
so vieles geschah bereits hier, -
der mensch hat da dinge vollbracht,
die doch beachtlich erscheinen,
und gleichfalls verbrechen getan -
möchte ich zumindest meinen.
das paradies, in das er kam,
wurde zum schauplatz der gewalt,
das man mit der hölle vergleicht,
oder einer krankenanstalt,
in der die zeit nutzlos verstreicht.

als wieder das chaos ausbrach,
geschah, das gott zu allah sprach,
"wir müssen zusammenkommen,
denn so geht das nicht mehr weiter.
der mensch wütet unbenommen,
dabei war er schon gescheiter.
ich will alle einberufen,
die mit uns die erde schufen."

so kamen buddha und jesus,
sowie auch zeus und manitu
in die schöne stadt ephesus,
und sie beschlossen dann im nu,
dass die menschheit verschwinden muss,
damit der mensch neu entstünde;
sie entschieden manches zum schluss
in anbetracht guter gründe
angesichts dieser misere,
die da ohne mensch nicht wäre.

nach sehr reiflichem nachdenken
wurde die lösung gefunden.
die vermehrung einzuschränken
entsprang einem geistesfunken.

je mensch höchstens zwei nachkommen
sei ab sofort unumgänglich,
denn dann habe man gewonnen, -
dieses scheine selbstverständlich.

ein mann könne nicht mehr zeugen,
als maximal zwei nachfahren,
und die frau wird sich dem beugen,
dass zwei kinder möglich waren.

manche werden ein kind haben,
und andere sogar keine;
der krieg wird am bestand nagen,
und nicht krakheiten alleine,
sondern auch unfälle lassen
die menschen weniger werden,
bis letztendlich diese massen,
ganz ohne sinnflut aussterben.

auf buddhas striktes anraten
wurde die erbsünde verbannt,
um diese zu verheiraten;
die dankesschuld hat er genannt,
um die beiden zu vermählen.
und die schulfrage zu klären
sei ein grund viel zu erzählen,
um verantwortung zu lehren.

sollte das chaos verschwinden,
könne man ja milde zeigen,
um neue wege zu finden;
man sah sie zum himmel steigen,
und so kam eine neue zeit
einer stark schrumpfenden menschheit.


 

3
( Sa, 29. Apr 2017 00:35:10 )

3

brich nie ein gebrochenes herz,
denn keine leiche kann sterben;
gedanken bilden sich auswärts,
damit sie geschrieben werden.

ich fühl' mich nirgendwo daheim,
doch eigentlich auch überall;
mein hund lässt mich niemals allein,
ausser er frisst im hühnerstall.

das waren zwei dumme reime,
die ein dritter zu guten macht;
der hängt an der langen leine,
denn er steht unter tatverdacht,
einen sinn gemacht zu haben.
seither gilt er als verschollen, -
weiss der reimclub zu beklagen,
zumal seine leser schmollen.

wir stehen immer am beginn
unseres restlichen lebens;
mag sein, dies ist der tiefe sinn
seines hiesigen bestrebens.

was fang' ich mit der weisheit an,
wenn ich sie nicht begreifen kann?
doch hab' ich gefallen daran,
nützt sie mir vielleicht irgendwann.

das sei noch eine zugabe
zu der dreisten unnötigkeit,
die ich mir geleistet habe -
als ein ansatz zur möglichkeit
eine beiläufigen frage
etwas anders zu betrachten,
als sie einfach zu missachten.

 
 

2
( So, 30. Apr 2017 18:34:44 )

2

ich schreibe einfach so dahin,
bis ich mit dem werk fertig bin.

kann eines gegensätzlich sein,
oder braucht's hierfür immer zwei?
der gegensatz von sein und schein
ist oftmals nicht von sorge frei.

ergänzen sich gegensätze,
sind sie eine notwendigkeit;
wo ich mich in ruhe hetze,
bleibt zur besinnung wenig zeit.

zweimal ist besser als einmal, -
sei zumindest öfter der fall,
und manchesmal wäre keinmal
das optimum im hühnerstall, -
ist das wesen doch animal;
das echo ist ein widerhall,
das zuvor einen ruf bedingt,
damit daraufhin sein lauter schall
zu meinem trommelfell vordringt.

je nach distanz oder nähe
mag der schall melodisch klingen,
oder gleich dem sturm, der wehe,
rund um sich das unheil bringen.

die existenz jeder ganzheit
enthält eine treibende kraft,
sowie die gegensätzlichkeit
von feststoff und dem lebenssaft, -
auch seinem schicksal zum geleit.

zwei braucht es für neues leben,
doch alleine will ich steben;
oft frage ich mich deswegen,
wozu soll ich älter werden?

muss es den das schlechte geben,
damit wir das gute schätzen?
den sonnenschein braucht das leben,
und nach den naturgesetzen
hin und wieder auch den regen.
der regen ist sicher nicht schlecht,
jedoch uns menschen selten recht.

alles hat vor- und nachteile,
sowie auch eine kehrseiite;
manchmal braucht es eine weile
zum erkennen der tragweite
allweiter zusammenhänge,
wenngleich ich mich da dumm fühle, -
ob der unendlichen menge,
wo immer ich in mir wühle.

das vis-a-vis existiert dort,
wo der ursprung des seins entsteht;
meist an einem anderen ort,
und scheins sinnbildlich umgedreht
spiegel sich jedes phänomen
in balance oder als problem.

vieles habe ich geschrieben, -
einiges davon blieb liegen;
und ist mein rest hinterblieben,
wird das alles zum mist fliegen.



 

1
( So, 30. Apr 2017 18:34:44 )

1

ein gespräch hat sich ergeben,
das es wert war zu erleben.

"frei kann ich nur alleine sein,
denn frei ist da mein herz aus stein",
hat mir einmal jemand gesagt;
"weil man sich sonst für nichts abplagt",
hatte er dem noch beigefügt, -
ein älterer herr, schon betagt -
nörgelte, "dass es ihm genügt",
wie er sich wörtlich ausdrückte,
"weil ihm das leben missglückte".

"zwei braucht entstehendes leben,
einer kann sich selbst hergeben",
stellte er dazu in den raum,
worauf hin einer anmerkte,
"der ast sterbe ohne den baum,
doch wer sich mit lügen stärkte,
dem blühe später ein alptraum."

"eins als mutter von zehntausend
entsteht oft aus für und wieder,
doch stolpert mancher aufbrausend,
und verletzt dabei die glieder,
anstatt den ersten schritt zu tun,
um den weg entlang zu schreiten,
denn viel dreht die entscheidung um,
und vermag das einzuleiten,
was man versucht zu erreichen,
bis man das geplante erlebt,
um es mit dem zu vergleichen, -
das da geschaffenes belegt,
weil man sich kaum vorgestellt hat, -
wie es nun gekommen sein mag."
habe ich zu dem mann gesagt,
worauf ein anderer meinte,
er habe sich schon gefragt,
ob er das leben verneinte;
er hat sich dann niedergesetzt,
und mit dem ansatz fortgesetzt:
"je weniger schritte man braucht,
um an sein ziel zu gelangen,
desto weniger der kopf raucht,
um noch neues anzufangen.
oftmals ist doch die lust gedämpft,
einen nächsten schritt zu machen,
wenn man müde und abgekämpft
nurmehr schafft ins bett zu krachen."

so ging es um 'gott und die welt',
und wir versoffen unser geld.



 

0
( So, 30. Apr 2017 18:34:44 )

0

ein platz der weis- und dummheiten
ist mitten im netz gegeben;
mögen sie dich doch verleiten,
in dir nun weiterzuleben,
weil sie zu gedanken reifen,
die in dir etwas bewegen,
wenn sie deinen geist anstreifen,
statt ihn künstlich aufzuregen.
letzteres mag dazu führen,
deine einsicht zu festigen.
mögest du gewissheit spüren,
und verzeih mein belästigen.

ich bleibe für kritik offen,
falls mir jemand eine sendet,
und möchte weiterhin hoffen,
dass zu sein hier friedlich endet.

bleibe dem frieden ergeben,
um die freiheit auszuleben.

als ich das zahlenbuch begann,
wollte ich heute fertig sein;
nun ist mein fehler schuld daran,
dass ich befreit von jeder pein
mich offenbar verzählt habe, -
wie mir scheint, um ein paar tage.

ich bin anfangs falsch gelegen,
und schreibe somit deswegen
jenes zusätzliche gedicht,
um mir dieses zu vergeben, -
in der bestehenden absicht,
das werk trotzdem zu beenden, -
mit dem stift in meinen händen,
damit ich bald fortsetzen kann,
was schon zu lange liegen blieb;
denn das ist das gute daran, -
gleich einem erfolg wie ein sieg,
der ein wenig wehmut enthält,
das gewohnte zu vermissen,
doch sei auch die frage gestellt,
ob es möglich ist zu wissen,
was uns die zukunft bringen mag -
ich hoffe, einen schönen tag!


durch ihre spende wächst sie weiter, -
die pflanzenbar, nett und heiter. lesen sie mehr ...
 
reiman ende
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